{"id":265296,"date":"2018-10-05T16:00:00","date_gmt":"2018-10-05T16:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/minister-peter-hauk-die-eu-kommissionsvorschlaege-gehen-in-die-richtige-richtung-aber-sie-muessen-runtergebrochen-werden-auf-die-regionen-audio\/"},"modified":"2018-10-05T16:00:00","modified_gmt":"2018-10-05T16:00:00","slug":"minister-peter-hauk-die-eu-kommissionsvorschlaege-gehen-in-die-richtige-richtung-aber-sie-muessen-runtergebrochen-werden-auf-die-regionen-audio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/minister-peter-hauk-die-eu-kommissionsvorschlaege-gehen-in-die-richtige-richtung-aber-sie-muessen-runtergebrochen-werden-auf-die-regionen-audio\/","title":{"rendered":"Minister Peter Hauk: &#8222;Die EU-Kommissionsvorschl\u00e4ge gehen in die richtige Richtung, aber sie m\u00fcssen runtergebrochen werden auf die Regionen!&#8220; (AUDIO)"},"content":{"rendered":"<p>Stuttgart (ots) &#8211;     Internationale Tagung &#8222;Wieviel gemeinsame europ\u00e4ische Agrarpolitik wollen wir?<!--more--> &#8211; Perspektiven der GAP nach 2020&#8243; im Rahmen des 100.  Landwirtschaftlichen Hauptfestes heute in Stuttgart MANUSKRIPT MIT  O-T\u00d6NEN     Anmoderation:     Sie sollen Lebensmittel m\u00f6glichst preiswert und in hervorragender  Qualit\u00e4t produzieren, artgerechte und nachhaltige Viehzucht betreiben und gleichzeitig viel f\u00fcr den Umwelt- und Klimaschutz tun. Kein  Zweifel: Die Landwirte in Deutschland und Europa stehen  vor einer  Herkulesaufgabe. Wie diese in Zukunft bew\u00e4ltigt werden kann, dar\u00fcber  wurde heute (05.10.18) bei der internationalen Tagung &#8222;Wieviel  gemeinsame europ\u00e4ische Agrarpolitik wollen wir? &#8211; Perspektiven der  GAP nach 2020&#8220; im Rahmen des 100. Landwirtschaftlichen Hauptfestes in Stuttgart diskutiert. Bekommen Bauern auch in Zukunft viel Geld  allein daf\u00fcr, dass sie ihre Felder bestellen? Oder spielen k\u00fcnftig  andere Faktoren wie Klimaschutz und der Schutz der Agrarumwelt eine  gr\u00f6\u00dfere Rolle, wie es Wissenschaftler fordern? Am 1. Juni hat die  Europ\u00e4ische Kommission die Reformvorschl\u00e4ge zur Zukunft der  Gemeinsamen Europ\u00e4ischen Agrarpolitik, kurz GAP, auf den Tisch  gelegt. Vorschl\u00e4ge, die heute in Stuttgart f\u00fcr reichlich  Diskussionsstoff sorgten. Genau dieser Diskurs ist aktuell von  immenser Bedeutung, unterstrich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl\u00f6ckner am Rande der Veranstaltung in der baden-w\u00fcrttembergischen  Landeshauptstadt:     O-Ton Julia Kl\u00f6ckner     Ich halte es f\u00fcr sehr, sehr wichtig und f\u00fcr klug, dass heute die  Akteure der europ\u00e4ischen-, der Bundes- und der Landes- und regionalen Ebene zusammengebracht werden. Denn europ\u00e4ische Agrarpolitik hat  einen guten Grund, warum sie entstanden ist: n\u00e4mlich, um Europa  zusammenzuhalten und unsere Nahrungsmittelproduktion in der Fl\u00e4che  auch zu sichern. Und nach 2020 wird es eine Neuausrichtung geben,  keine Neuerfindung, aber es ist wichtig, dass wir das, was die  Gesellschaft erwartet, wahr- und aufnehmen, beim Umwelt-, beim Tier-  und beim Klimaschutz, aber dass es auch leistbar sein muss f\u00fcr die  Landwirte. Das wird eine Schicksalsfrage f\u00fcr uns alle werden, wir  m\u00fcssen es richtig machen. (0:40)     Und deshalb ist es keine \u00dcbertreibung zu sagen: Die kommenden  Monate entscheiden \u00fcber die Zukunft der Landwirtschaft in der  gesamten Europ\u00e4ischen Union, denn die Verhandlungen \u00fcber den n\u00e4chsten Haushalt der EU, der die Zeit von 2020 bis 2027 abdecken soll, gehen  in die entscheidende Phase. Zwar begr\u00fc\u00dfte Baden-W\u00fcrttembergs  Landwirtschaftsminister Peter Hauk grunds\u00e4tzlich die st\u00e4rkere  Ergebnis- und Zielorientierung der EU-Kommissionsvorschl\u00e4ge, sieht  aber noch viel Handlungsbedarf, was die Ber\u00fccksichtigung der  regionalen Interessen der Landwirte betrifft:     O-Ton Peter Hauk     Die EU-Kommissionsvorschl\u00e4ge gehen in die richtige Richtung, das  wei\u00df der Kommissar. Aber sie d\u00fcrfen nicht stehen bleiben bei den  Hauptst\u00e4dten der Mitgliedsstaaten, also bei uns in Berlin. Sondern  sie m\u00fcssen runtergebrochen werden auf die Regionen, das ist der ganz  entscheidende Punkt. Und es muss m\u00f6glich sein, dass die regionalen  Vorstellungen entsprechend Raum haben und von der Kommission  entsprechend akzeptiert werden. (0:25)     Peter Hauk begr\u00fc\u00dfte in Stuttgart ausdr\u00fccklich die auch weiterhin  vorgesehene Zwei-S\u00e4ulen-Strategie, was die F\u00f6rderung der  landwirtschaftlichen Betriebe betrifft. Dabei umfasst die erste S\u00e4ule im Wesentlichen Marktinstrumente und Direktzahlungen, die in  Deutschland inzwischen die bewirtschaftete Fl\u00e4che f\u00f6rdern,  weitestgehend unabh\u00e4ngig von der Produktion. Mit der zweiten S\u00e4ule  will die EU den l\u00e4ndlichen Raum f\u00fcr die Menschen lebenswert erhalten. Programme zur F\u00f6rderung der Agrarumwelt, zum Klimaschutz und Tierwohl flie\u00dfen \u00fcber dieses Instrument &#8211; unter anderem Pr\u00e4mien f\u00fcr den  \u00f6kologischen Landbau. Dass die EU-Kommission aber ausgerechnet die  Mittel dieser zweiten S\u00e4ule zu k\u00fcrzen gedenkt, ist f\u00fcr Peter Hauk  nicht akzeptabel:     O-Ton Peter Hauk     Das ist nicht in meinem Sinne, um es ganz deutlich zu sagen. Da  bin ich auch f\u00fcr Transformation von S\u00e4ule eins in S\u00e4ule zwei. Das mag der Deutsche Bauernverband beispielsweise nicht so sehen, auch viele  L\u00e4nderkollegen im Osten wollen das nicht. Aber da bin ich schon der  Meinung, dass das sein muss, damit wir die Aufgaben der zweiten  S\u00e4ule, die wir vor allem im Umweltbereich sehen, in Zukunft gemeinsam mit den Landwirten erf\u00fcllen k\u00f6nnen. (0:25)     Auch Julia Kl\u00f6ckner sieht beim EU-Gesetzesvorschlag f\u00fcr die  gemeinsame Agrarpolitik nach 2020 noch an einigen Punkten  Handlungsbedarf. Die Bundelandwirtschaftsministerin machte in  Stuttgart deutlich, dass die Politik eine Balance finden m\u00fcsse  zwischen europ\u00e4ischen Verbindlichkeiten und nationalen und regionalen Spielr\u00e4umen:     O-Ton Julia Kl\u00f6ckner     Wie das meistens bei Vorschl\u00e4gen so ist, gibt es Licht und  Schatten. Ich finde es richtig, dass wir eine Weiterentwicklung der  Agrarpolitik haben, keine Agrarwende. Dass es zum einen  Direktzahlungen gibt, damit Landwirte auch in kleinen Betrieben eine  gewisse Sicherheit haben. Aber auch, dass wir Umwelt- und  Regionalanforderungen mit aufnehmen, das halte ich f\u00fcr richtig. Ich  meine aber, bei der Entb\u00fcrokratisierung, bei der Vereinfachung, da  muss mehr Gas gegeben werden. Denn gute Produkte werden nicht am  Schreibtisch gemacht. (0:33)     Abmoderation:     Die Gemeinsame Europ\u00e4ische Agrarpolitik (GAP) soll auf ein  zukunftsf\u00e4higes Fundament gebettet werden. Wie dieses genau aussehen  kann, dar\u00fcber diskutierten heute in Stuttgart Vertreter von Politik  und Landwirtschaft bei der internationalen Tagung &#8222;Wieviel gemeinsame europ\u00e4ische Agrarpolitik wollen wir? &#8211; Perspektiven der GAP nach  2020&#8220; im Rahmen des 100. Landwirtschaftlichen Hauptfestes in  Stuttgart.    Pressekontakt: Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz: Isabell Kling, 0711 1262354 all4radio: Hannes Br\u00fchl, 0711 3277759 0  Original-Content von: Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/132319\/4080301\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart (ots) &#8211; Internationale Tagung &#8222;Wieviel gemeinsame europ\u00e4ische Agrarpolitik wollen wir?<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-265296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=265296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=265296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}