{"id":26569,"date":"2010-12-28T09:42:45","date_gmt":"2010-12-28T08:42:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=26569"},"modified":"2010-12-28T09:42:45","modified_gmt":"2010-12-28T08:42:45","slug":"womit-verbraucher-2011-rechnen-mussen-die-wichtigsten-neuregelungen-im-uberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/womit-verbraucher-2011-rechnen-mussen-die-wichtigsten-neuregelungen-im-uberblick\/","title":{"rendered":"WOMIT VERBRAUCHER 2011 RECHNEN M\u00dcSSEN DIE WICHTIGSTEN NEUREGELUNGEN IM \u00dcBERBLICK"},"content":{"rendered":"<p>VZ\/NRW   Der Sparwillen der Bundesregierung macht sich ab Januar f\u00fcr viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in einigen empfindlichen Einschnitten bemerkbar: Fliegen wird teurer. Gesetzlich Krankenversicherte werden mit einem erh\u00f6hten Beitragssatz von 15,5 Prozent wieder st\u00e4rker zur Kasse gebeten. Der Anteil der Besch\u00e4ftigten an der Arbeitslosenversicherung steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent.<!--more--> Junge Familien m\u00fcssen K\u00fcrzungen bzw. Streichungen beim Elterngeld hinnehmen. Empf\u00e4ngern von Wohngeld wird der Heizkostenzuschuss gestrichen. Was sich 2011 f\u00fcr Verbraucher sonst noch \u00e4ndert, hat die Verbraucherzentrale NRW kurz und knapp in den Sparten Gesundheit und Soziales, Finanzen und Steuern, Umwelt und Energie, Ern\u00e4hrung, Auto und Reisen zusammengestellt.<\/p>\n<p>\u00c4nderungen 2011<\/p>\n<p>Noch in diesem Jahr, dann aber auch gleich zu Beginn und im Laufe des neuen Jahres m\u00fcs\u00acsen sich Verbraucher wieder auf viele \u00c4nderungen einstellen: bei Gesundheit, Ern\u00e4hrung, Energie und Umwelt ebenso wie bei Geldanlage, Finanzen und Reisen. Die Verbraucher\u00aczentrale NRW hat die wesentlichen \u00c4nderungen zusammengestellt.<br \/>\nGesundheit<br \/>\nGesetzliche Krankenversicherung<\/p>\n<p>Beitragssatz<br \/>\nDer Beitragssatz erh\u00f6ht sich ab 2011 von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Damit steigt der Arbeitnehmeranteil von 7,9 auf 8,2 Prozent. Arbeitgeber zahlen 7,3 Prozent statt 7,0 Prozent in den Gesundheitsfonds ein. Die Beitr\u00e4ge der Arbeitgeber werden auf diesem Niveau einge\u00acfroren. K\u00fcnftige Steigerungen haben die Arbeitnehmer allein zu tragen.<\/p>\n<p>Sofern eine gesetzliche Krankenkasse mit ihren finanziellen Mitteln nicht auskommt, kann sie ab 2011 einen Zusatzbeitrag in beliebiger H\u00f6he erheben. Den festen Betrag in Euro und Cent m\u00fcssen alle Versicherten der jeweiligen Kasse unabh\u00e4ngig von ihrem Einkommen ent\u00acrichten.<\/p>\n<p>Zwar ist ein Sozialausgleich vorgesehen, aber der greift fr\u00fchestens 2012. Verlangt eine Kasse schon im n\u00e4chsten Jahr einen Aufschlag, gibt es f\u00fcr deren Mitglieder noch keine Ent\u00aclastung. Gesetzlich Versicherte haben dann allerdings ein Sonderk\u00fcndigungsrecht und k\u00f6n\u00acnen zu einer anderen Kasse wechseln. Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) m\u00fcssen die Zusatzbeitr\u00e4ge ab 2011 nicht mehr selbst tragen.<\/p>\n<p>Rabattvertr\u00e4ge bei Arzneimitteln<br \/>\nJede gesetzliche Krankenkasse kann mit Pharmaunternehmen Preisnachl\u00e4sse auf Arznei\u00acmittel (Rabattvertr\u00e4ge) vereinbaren. Apotheker sind verpflichtet, den jeweiligen Kassenpati\u00acenten die Arzneimittel der Vertragsfirmen zu geben. Neu ist: Ab 2011 k\u00f6nnen sich die Pati\u00acenten auch f\u00fcr ein teureres Pr\u00e4parat entscheiden, sofern sie die h\u00f6heren Kosten selbst tra\u00acgen. Dabei zahlt der Versicherte zun\u00e4chst den vollen Betrag und bekommt von der Kasse sp\u00e4ter einen Teil der Kosten erstattet. Wichtig zu wissen: Unabh\u00e4ngig von dieser neuen Regelung k\u00f6nnen Versicherte auch 2011 weiterhin andere Arzneimittel erhalten \u2013 wenn das medizinisch erforderlich ist und der Arzt dies best\u00e4tigt. Dann tr\u00e4gt die Kasse die vollen Kos\u00acten.<\/p>\n<p>Kostenerstattung statt Sachleistung<br \/>\n\u00dcblicherweise rechnen \u00c4rzte mittels der Chipkarte direkt mit den Kassen ab (Sachleistungs\u00acprinzip); alternativ k\u00f6nnen Versicherte sich eine Rechnung ausstellen lassen und die bei ihrer Kasse einreichen (Kostenerstattung). Bislang war die Entscheidung f\u00fcr die Kostener\u00acstattung gleich f\u00fcr ein Jahr lang bindend; ab 2011 ist sie auf ein Vierteljahr begrenzt. Wer die Erstattung w\u00e4hlt, hat einen h\u00f6heren Aufwand und bleibt eventuell auf Kosten sitzen. Deshalb kann diese Regelung keinem Versicherten empfohlen werden.<\/p>\n<p>Wahltarife<br \/>\nBisher galt die Entscheidung f\u00fcr die Wahltarife &#8222;Kostenerstattung&#8220; sowie &#8222;Beitragsr\u00fccker\u00acstattung\/Pr\u00e4mienzahlung&#8220; und &#8222;Arzneimittel der besonderen Therapierichtung&#8220; f\u00fcr mindes\u00actens drei Jahre. Ab 2011 bindet man sich nur noch f\u00fcr ein Jahr. F\u00fcr die Wahltarife &#8222;Selbstbe\u00achalt&#8220; und &#8222;Krankengeld&#8220; gilt auch 2011 die dreij\u00e4hrige Bindung. Auch wer sich f\u00fcr einen Wahltarif entschieden hat, kommt ab 2011 per Sonderk\u00fcndigungsrecht aus dem Vertrag her\u00acaus, wenn die gesetzliche Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Obolus erh\u00f6ht. Nur beim Wahltarif &#8222;Krankengeld&#8220; bleibt es bei der dreij\u00e4hrigen Bindung ohne Sonderk\u00fcndigungsrecht. Trotz der Verbesserungen ist es nach wie vor ratsam, sich die Wahl derartiger Tarife sehr gut zu \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Wechsel in die private Krankenversicherung<br \/>\nK\u00fcnftig ist es einfacher, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Bislang mussten Angestellte dazu drei Jahre lang hintereinander ein Bruttogehalt \u00fcber der so genannten Ver\u00acsicherungspflichtgrenze bezogen haben. Ab 2011 reicht ein Jahr. Zudem sinkt der Grenz\u00acbetrag zur Versicherungspflicht von 49.950 Euro auf 49.500 Euro.<\/p>\n<p>Energie<\/p>\n<p>Erh\u00f6hung der EEG-Umlage<br \/>\nDie EEG-Umlage steigt im n\u00e4chsten Jahr um mehr als 70 Prozent von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Sie dient der F\u00f6rderung erneuerbarer Energien. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) verpflichtet Netzbetreiber dazu, Strom aus Anlagen, die Energie aus regenerativen Quellen gewinnen, ins Netz einzuspeisen und daf\u00fcr einen bestimmten Fest\u00acpreis zu zahlen. Die Differenz zum Marktpreis wird \u00fcber die so genannte EEG-Umlage, aus\u00acgeglichen, die die Stromkunden zu entrichten haben. Derart stark erh\u00f6ht sich die EEG-Umla\u00acge, weil erheblich mehr Photovoltaik-Anlagen-Strom liefern. Dadurch w\u00e4chst insgesamt der Betrag, den die privaten Anlagenbetreiber als Verg\u00fctung erhalten.<\/p>\n<p>Wegen der erh\u00f6hten EEG-Umlage m\u00fcssen die Stromkunden 2011 tiefer in die Tasche grei\u00acfen. Viele Stromversorger haben f\u00fcr das kommende Jahr Preiserh\u00f6hungen von bis zu 14,4 Prozent angek\u00fcndigt. Grunds\u00e4tzlich ist es ratsam, immer wieder zu pr\u00fcfen, ob man durch einen Wechsel zu einem anderen Stromanbieter Kosten sparen kann.<\/p>\n<p>Senkung der Verg\u00fctung f\u00fcr Strom aus Photovoltaik-Neuanlagen<br \/>\nIn Photovoltaik-Anlagen erzeugter Strom wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) \u00fcber 20 Jahre verg\u00fctet. Die Kosten werden mittels der EEG-Umlage auf die Strom\u00acverbraucher umgelegt. In den zur\u00fcckliegenden Jahren ist die Gesamtleistung der neu instal\u00aclierten Anlagen erheblich angewachsen. Das EEG sieht f\u00fcr diesen Fall vor, die Verg\u00fctung zu senken. F\u00fcr Anlagen bis 30 Kilowatt Spitzenleistung (kWp), die ab 1. Januar 2011 in Betrieb gehen, reduziert sich die Verg\u00fctung f\u00fcr den ins Verbundnetz eingespeisten Strom von bisher 33,03 Cent auf \u2013 je nach Standort und Gr\u00f6\u00dfe der Anlage \u2013 einen Betrag zwischen 21,11 Cent und 28,74 Cent je Kilowattstunde. Da gleichzeitig die Anlagenkosten gesunken sind, lohnt sich dennoch weiterhin eine Investition, wenn man auf g\u00fcnstige Angebote und fach\u00acgerechte Ausf\u00fchrung achtet.<\/p>\n<p>Neue Stromtarife<br \/>\nBereits ab 30. Dezember dieses Jahres m\u00fcssen alle Stromversorger neben ihren \u00fcblichen Tarifen auch eine neue  Alternative anbieten. Dieser spezielle Tarif soll zum Energiesparen anregen oder dazu beitragen, den Stromverbrauch von verbrauchsstarken in verbrauchs\u00acschw\u00e4chere Zeiten (die so genannte Lastverschiebung) zu verlagern. Stromversorger warten bereits jetzt mit zahlreichen Angeboten auf. Dabei steht die Lastverschiebung im Vorder\u00acgrund. Momentan lohnen sich derartige Angebote f\u00fcr die Kunden aber nur in seltenen F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Abschied von der Gl\u00fchbirne<br \/>\nZum 1. September 2011 f\u00e4llt auch die 60-Watt- Gl\u00fchbirne unter die so genannte \u00d6kodesign\u00acrichtlinie der Europ\u00e4ischen Union und darf nicht mehr produziert werden. Bis 2016 sollen nicht nur alle herk\u00f6mmlichen Gl\u00fchlampen, sondern auch ineffiziente Halogenlampen durch energiesparende Lampen der Effizienzklassen A oder B ersetzt werden.<\/p>\n<p>Finanzen und Steuern<\/p>\n<p>Abhebungen an fremden Geldautomaten<br \/>\nWer Bargeld an Automaten fremder Geldinstitute abheben m\u00f6chte, der sieht ab 15. Januar vor der Auszahlung, wie viel die Bank oder Sparkasse f\u00fcr die Transaktion kassiert. Dadurch hat der Kunde die Wahl, auf g\u00fcnstigere Geldautomaten auszuweichen. Das Institut, das die Karte ausgibt, verlangt keinen zus\u00e4tzlichen Obolus.<\/p>\n<p>Gesetzliche Einlagensicherung<br \/>\nAb 31. Dezember 2010 sind in Deutschland Einlagen bis zur H\u00f6he von 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Bislang lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei einer Insolvenz des Instituts erhalten die Kunden innerhalb von 30 Arbeitstagen (bisher je nach Anlageform bis zu drei Monate) ohne Zahlung einer Eigenbeteiligung die Entsch\u00e4digung bis zu dieser H\u00f6chstgrenze. Vorausgesetzt, die Gelder wurden in Euro oder einer anderen EU-W\u00e4hrung (Achtung: nicht in sonstiger Fremdw\u00e4hrung) auf Konten angelegt, die als Einlage gelten. Gesch\u00fctzt sind au\u00dferdem 90 Prozent der Verbindlichkeiten bis zu einer H\u00f6he von 20.000 Euro \u2013 und zwar zus\u00e4tzlich zur Absicherung der \u00fcbrigen Einlagen. Das hei\u00dft: Wird ein Insti\u00actut zahlungsunf\u00e4hig, das Wertpapiere verkauft, aber noch nicht geliefert hat \u2013 dann erh\u00e4lt der Kunde 90 Prozent des Schadens ersetzt. Daf\u00fcr gilt eine Frist von drei Monaten.<\/p>\n<p>Lohnsteuerkarte<br \/>\nDie bisherige Lohnsteuerkarte aus Pappe hat ausgedient. Das gelbe Exemplar f\u00fcr 2010 war nach fast 90 Jahren das letzte. An seine Stelle tritt ein elektronisches Verfahren: ELStAM \u2013 f\u00fcr \u201eElektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale&#8220;. S\u00e4mtliche Daten auf der Steuerkarte 2010 werden automatisch in ELStAM \u00fcbernommen. Dies gilt auch f\u00fcr eingetragene Freibetr\u00e4ge. Erforderliche \u00c4nderungen der alten Angaben \u2013 etwa bei der Kinderzahl \u2013 m\u00fcssen beim jeweiligen Finanzamt beantragt werden. Ausnahme: Bei jungen, ledigen Auszubildenden, die nach der Schule erstmals eine Lehrstelle antreten, kann der Arbeitgeber auch ohne eine Ersatz-Bescheinigung des Finanzamtes die Lohnsteuerklasse I beim Steuerabzug zugrunde legen. Wichtig: ELStAM wird stufenweise eingef\u00fchrt. Deshalb gilt im neuen Jahr weiterhin noch die Karte f\u00fcr das Jahr 2010. Arbeitgeber d\u00fcrfen sie nicht vernichten. Wer 2011 einen neuen Job antritt, der nimmt die alte Karte auch noch zum neuen Arbeitgeber mit.<\/p>\n<p>Steuerliche Absetzbarkeit h\u00e4uslicher Arbeitszimmer<br \/>\nBesch\u00e4ftigte, deren Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verf\u00fcgung stellt (zum Beispiel Leh\u00acrer), k\u00f6nnen ab 2011 Kosten bis zu einer H\u00f6he von 1.250 Euro steuerlich geltend machen.<\/p>\n<p>Umwelt<\/p>\n<p>Neues Kennzeichnungssystem f\u00fcr chemische Stoffe und Gemische<br \/>\nBereits ab 1. Dezember 2010 \u00e4ndern sich die Symbole, die bisher \u2013 etwa bei Wasch- und Reinigungsmitteln sowie bei Insektiziden und Pestiziden \u2013 auf Gefahren hinweisen. Zus\u00e4tz\u00aclich l\u00f6sen neue Gefahrenpiktogramme das gewohnte Andreaskreuz ab: K\u00fcnftig warnt das Ausrufungszeichen vor Hautreizung, das \u00c4tzsymbol vor starker Augenreizung und das neue Symbol &#8222;Gesundheitsgefahr&#8220; vor Folgen des Verschluckens. Alle bisherigen schwarzen Symbole auf orangefarbenem Grund verschwinden langsam von den Produkten. Noch zwei Jahre lang d\u00fcrfen die alten und die neuen Kennzeichnungen auf Produkten verwendet wer\u00acden. Ab 1. Dezember 2010 gilt dieses neue standardisierte System f\u00fcr Produkte mit nur einem kennzeichnungspflichtigen Inhaltsstoff; ab 1. Juni 2015 fallen auch Mittel mit mehr als einem Inhaltsstoff (Gemische) unter die neue Regelung.<\/p>\n<p>Mehr Biosprit im Benzin<br \/>\nBisher werden Benzin bis zu f\u00fcnf Prozent (Bio-)Ethanol(&#8222;E5&#8220;) beigemischt. Zum Jahresende 2010 wird der Anteil im &#8222;Super&#8220;-Sprit auf maximal zehn Prozent angehoben. &#8222;E10&#8220; wird zus\u00e4tzlich zum &#8222;E5&#8220; aus den Zapfs\u00e4ulen flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Diesel, Partikelfilter, Umweltzonen<br \/>\nUm die Nachr\u00fcstung von Diesel-PKW mit Partikelfiltern anzukurbeln, gab`s bislang 330 Euro vom Staat. Dieser Zuschuss entf\u00e4llt Ende 2010. Gleichzeitig richten St\u00e4dte weitere Umweltzonen ein oder versch\u00e4rfen bestehende (zum Beispiel D\u00fcsseldorf, Osnabr\u00fcck und Wuppertal).<\/p>\n<p>Ern\u00e4hrung<\/p>\n<p>Lebensmittelaromen<br \/>\nAb 20. Januar 2011 entf\u00e4llt die Unterscheidung zwischen naturidentischen und k\u00fcnstlichen Aromastoffen. Beide m\u00fcssen k\u00fcnftig in der Zutatenliste als &#8222;Aroma&#8220; deklariert werden, zum Beispiel als &#8222;Vanillearoma&#8220;. Daneben gibt es weiterhin nat\u00fcrliche Aromastoffe auf pflanzli\u00accher oder tierischer Basis. Der Begriff &#8222;nat\u00fcrliches Aroma&#8220; in Verbindung mit der Nennung eines Lebensmittels \u2013 zum Beispiel &#8222;nat\u00fcrliches Erdbeeraroma&#8220; \u2013 bedeutet zuk\u00fcnftig, dass dieses Aroma zu mindestens 95 Prozent aus der genannten Quelle stammt, im Beispiel also aus Erdbeeren.<\/p>\n<p>Fischereierzeugnisse<br \/>\nGem\u00e4\u00df EU-Vorgabe m\u00fcssen ab 1. Januar 2011 alle Lose (Verkaufseinheiten) von Erzeugnissen aus Fischerei und Aquakultur auch Angaben dar\u00fcber enthalten, ob die Waren zuvor gefroren wurden. So wird beispielsweise der aus Asien stammende Pangasius aus logistischen Gr\u00fcnden tief gefroren transportiert und vor dem Verkauf wieder aufgetaut. Die EU-Staaten haben zu gew\u00e4hrleisten, dass den Verbrauchern die neuen Informationen im Einzelhandel zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Neuer S\u00fc\u00dfstoff<br \/>\nF\u00fcr Anfang 2011 wird die Zulassung der S\u00fc\u00dfstoffe aus der Steviapflanze erwartet. Der darin enthaltene s\u00fc\u00dfende Stoff Steviosid ist bis zu 300mal s\u00fc\u00dfer als Haushaltszucker und nahezu kalorienfrei.<\/p>\n<p>Auto und Reisen<\/p>\n<p>F\u00fchrerschein mit 17<br \/>\nDer Auto-F\u00fchrerschein mit 17, bisher noch ein Modellversuch, wird ab Januar 2011 bun\u00acdesweit eingef\u00fchrt und somit zum Dauerrecht. Fahren d\u00fcrfen die Teenager jedoch nur in Begleitung einer Person, die mindestens 30 Jahre alt ist, den F\u00fchrerschein schon f\u00fcnf Jahre besitzt und in der Flensburger Verkehrss\u00fcnder-Datei nicht mehr als drei Punkte stehen hat.<\/p>\n<p>Winterreifenpflicht<br \/>\nVoraussichtlich noch im Dezember (nach Ver\u00f6ffentlichung im Bundesgesetzblatt) tritt eine Versch\u00e4rfung der Winterreifenpflicht in Kraft. Bei Glatteis, Schneegl\u00e4tte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifgl\u00e4tte d\u00fcrfen Autofahrer nur noch mit Winterreifen unterwegs sein. Als Winterreifen gelten alle mit einem M+S-Symbol gekennzeichneten Reifen. Auch Ganzjahres\u00acreifen fallen darunter. Bei Verst\u00f6\u00dfen droht ein Bu\u00dfgeld von 40 Euro (bisher 20 Euro).<\/p>\n<p>Flugreisen<br \/>\nZum 1. Januar 2011 kommt die Luftverkehrssteuer. Sie wird von den Airlines f\u00fcr Fl\u00fcge erho\u00acben, die von einem deutschen Flughafen ins In- oder Ausland starten. Der Steuersatz staffelt sich nach der Entfernung und betr\u00e4gt 8 Euro f\u00fcr Fl\u00fcge bis maximal 2.500 Kilometer, 25 Euro f\u00fcr Fl\u00fcge bis h\u00f6chstens 6.000 Kilometer und 45 Euro f\u00fcr Fl\u00fcge \u00fcber 6.000 Kilometer. Beschlossen wurde die neue Steuer bereits am 28. Oktober 2010. Das bedeutet rechtlich: Unter bestimmten Voraussetzungen k\u00f6nnen Gesellschaften auch nachtr\u00e4glich zur Kasse bitten. Das geht jedoch nur bei den Vertr\u00e4gen, die seit dem 1. September 2010 geschlossen wurden \u2013 und die m\u00fcssen eine wirksame Preiserh\u00f6hungsklausel enthalten. Wer vor dem 1 September gebucht hat, muss keinen Aufschlag im Nachhinein bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Soziales<\/p>\n<p>Hartz IV-S\u00e4tze<br \/>\nHartz-IV-Empf\u00e4nger erhalten ab 2011 monatlich f\u00fcnf Euro mehr. Der bisherige Hartz-IV-Satz steigt von derzeit 359,00 Euro auf 364,00 Euro. Kinder sollen zuk\u00fcnftig extra gef\u00f6rdert wer\u00acden.<\/p>\n<p>Arbeitslosenversicherung<br \/>\nDer Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung steigt ab 1. Januar 2011 von 2,8 Prozent auf 3,0 Prozent.<\/p>\n<p>Beitragsbemessungsgrenze f\u00fcr die Krankenversicherung<br \/>\nDie Grenze sinkt f\u00fcrs Jahr 2011 von 3.750 Euro auf 3.712,50 Euro. Wer brutto mehr ver\u00acdient, zahlt auf das gesamte Einkommen oberhalb von 3.712,50 Euro keine Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Elterngeld<br \/>\nEhepaare mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 1.240 Euro erhalten Eltern\u00acgeld nur noch in H\u00f6he von 65 Prozent statt bislang 67 Prozent ihres letzten Nettoverdiens\u00actes. Den Empf\u00e4ngern von Arbeitslosengeld II (ALG II) und Spitzenverdienern mit einem Jah\u00acreseinkommen von \u00fcber 250.000 Euro (bei Verheirateten 500.000 Euro) wird das Elterngeld gestrichen.<\/p>\n<p>Heizkostenzuschuss f\u00fcr Wohngeldempf\u00e4nger<br \/>\nWohngeldempf\u00e4nger bekommen ab Januar 2011 keinen Heizkostenzuschuss mehr. Dieser variierte bisher zwischen 24 Euro (Ein-Personen-Haushalt) und 49 Euro (F\u00fcnf-Personen-Haushalt).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VZ\/NRW Der Sparwillen der Bundesregierung macht sich ab Januar f\u00fcr viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in einigen empfindlichen Einschnitten bemerkbar: Fliegen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-26569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipps-informationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26569\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}