{"id":266085,"date":"2018-10-28T14:05:00","date_gmt":"2018-10-28T14:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/nuernberger-resolution-2018-fordert-mehr-frauen-in-die-vorstaende-frauenwollenmehr-neue-kampagne-von-erfolgsfaktor-frau-e-v-foto-2\/"},"modified":"2018-10-28T14:05:00","modified_gmt":"2018-10-28T14:05:00","slug":"nuernberger-resolution-2018-fordert-mehr-frauen-in-die-vorstaende-frauenwollenmehr-neue-kampagne-von-erfolgsfaktor-frau-e-v-foto-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nuernberger-resolution-2018-fordert-mehr-frauen-in-die-vorstaende-frauenwollenmehr-neue-kampagne-von-erfolgsfaktor-frau-e-v-foto-2\/","title":{"rendered":"N\u00fcrnberger Resolution 2018 fordert mehr Frauen in die Vorst\u00e4nde \/ #FRAUENwollenMEHR \/ Neue Kampagne von erfolgsfaktor FRAU e.V. (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"N\u00fcrnberger Resolution 2018 fordert mehr Frauen in die Vorst\u00e4nde \/ #FRAUENwollenMEHR \/ Neue Kampagne von erfolgsfaktor FRAU e.V. \/ (v.l.) Claudia Specht, 1. Vorsitzende erfolgsfaktor FRAU e.V., Ramona Pisal, PastPresident Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb, Projekt: Aktion\u00e4rinnen fordern Gleichberechtigung), Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., Prof. Dr. Ulrike Detmers, Prof. Dr. Martine Herpers, Initiatorin der N\u00fcrnberger Resolution von 2008, erl\u00e4utern die Forderungen der (neuen) N\u00fcrnberger Resolution 2018 unter #FRAUENwollenMEHR. Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/51886 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \"obs\/Mestemacher GmbH\/Quelle: efF\/Anna Weise\"\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/d57f1c08-bc3b-4a46-88e3-1d63b65b9b66\/_DSC6486.jpg\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211;     B\u00fcndnis fordert Versch\u00e4rfung des Quotengesetzes Renate Schmidt:  &#8222;Die Zielquote Null ist ein Skandal.&#8220; Ulrike Detmers: &#8222;Unternehmen  werden profitabler mit Quote.&#8220;     Mehr Frauen in die Vorst\u00e4nde und oberen Managementpositionen &#8211; das fordert die N\u00fcrnberger Resolution 2018, die heute in Berlin  vorgestellt wurde.<!--more--> Zehn Jahre nach der ersten N\u00fcrnberger Resolution  und zwei Jahre seit dem Gesetz f\u00fcr die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und M\u00e4nnern an F\u00fchrungspositionen (Quotengesetz) wollen Frauen mehr, als die vielfach von Unternehmen gew\u00e4hlte Zielgr\u00f6\u00dfe von Null  Prozent Frauen in ihren obersten Managementebenen. Unter dem Motto  #FRAUENwollenMEHR hat der Verein erfolgsfaktor FRAU e.V. deshalb eine neue Kampagne gestartet. Deren Ziel ist es, wie 2008 bereits, neben  vielen Privatpersonen &#8211; Frauen wie M\u00e4nnern &#8211; fast alle  berufsbezogenen Frauenverb\u00e4nde als Unterst\u00fctzerinnen zu gewinnen und  damit politischen Druck aufzubauen.     &#8222;Eine Unternehmenspolitik mit Zielquote Null ist ein Skandal und  schreit nach gesetzlichen Regelungen, die selbstverst\u00e4ndlich mit  Sanktionen bewehrt sein m\u00fcssen&#8220;, wurde Renate Schmidt,  Bundesministerin a.D., bei der Veranstaltung in der  Bundespressekonferenz in Berlin deutlich. Mit der N\u00fcrnberger  Resolution 2018, so Claudia Specht, 1. Vorsitzende von erfolgsfaktor  FRAU e.V. (efF), fordere das Frauenb\u00fcndnis die Regierung auf das  Quotengesetz so zu versch\u00e4rfen, dass es auch bei der Besetzung von  Vorst\u00e4nden, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen und oberen Managementpositionen  Wirkung zeigt.     Die Vorsitzende des Vereins, der aus dem Engagement der N\u00fcrnberger Resolution von 2008 hervorgegangen ist, erl\u00e4uterte, dass sich das  Quotengesetz auf die Zusammensetzung der Aufsichtsr\u00e4te positiv  ausgewirkt habe. W\u00e4hrend der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten der  DAX-30-Unternehmen auf Seiten der Anteilseigner 2009 noch 6,54  Prozent betragen habe, sei dieser laut einer Auswertung des Deutschen Juristinnenbundes inzwischen auf 30,65 Prozent gestiegen. &#8222;Doch bei  den im Gesetz vorgeschriebenen selbstgesetzten flexiblen Frauenquoten f\u00fcr die Vorstands- bzw. Gesch\u00e4ftsleitungsebene ist von den politisch  gewollten ambitionierten Zielen nichts zu sehen&#8220;, so Specht.     Ramona Pisal, PastPresident Deutscher Juristinnenbund e.V. und  Leiterin des Projektes &#8222;Aktion\u00e4rinnen fordern Gleichberechtigung&#8220;  erg\u00e4nzte, &#8222;im Gegenteil, viele Unternehmen unterlaufen die  gesetzliche Verpflichtung, verbindliche Ziele f\u00fcr mehr Frauen in  allen F\u00fchrungsebenen zu formulieren, indem sie als Zielgr\u00f6\u00dfe Null  angeben. Das d\u00fcrfen wir ihnen nicht durchgehen lassen. Es geht um  Macht, Geld und Einfluss. Darum geht es letztlich, und nichts davon  wird freiwillig geteilt.&#8220;     Prof. Dr. Ulrike Detmers, Gesellschafterin,  Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungsmitglied und Frauenaktivistin, verwies auf die  Selbstverpflichtung der Wirtschaft von 2001: &#8222;Das Papier war  Makulatur. Nur sch\u00f6ne Worte bringen nicht mehr Frauen in die  F\u00fchrungsetagen, dazu sind gezielte Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig, beispielsweise  bei der Rekrutierung in Unternehmen.&#8220; Als Wirtschaftsprofessorin sei  ihr das Thema sehr wichtig, weil durch die Besetzung von Gremien mit  M\u00e4nnern und Frauen die Unternehmen wettbewerbsf\u00e4higer und profitabler w\u00fcrden. &#8222;Die Gremienkultur in den Unternehmen wird sachorientierter  und kompetenter, wenn Frauen in die zuvor m\u00e4nnerdominierten  Vorstands- und Gesch\u00e4ftsleitungsebenen vorr\u00fccken &#8211; das Balzen h\u00f6rt  auf.&#8220;     Prof. Dr. Martine Herpers, Initiatorin der N\u00fcrnberger Resolution  2008, erinnerte sich: &#8222;R\u00fcckblickend kann gesagt werden, dass 2008 mit der N\u00fcrnberger Resolution die Revolte der Frauen in Fach &#8211; und  F\u00fchrungspositionen begann. Aber auch danach ging es weiter mit vielen Aktionen des neu gegr\u00fcndeten Vereins erfolgsfaktor FRAU und vielen  weiteren Neugr\u00fcndungen von ProQuote-Vereinen, wie zum Beispiel von  den Journalistinnen und \u00c4rztinnen.&#8220;     Henrike von Platen, CEO\/Founder FPI Fair Pay Innovation Lab gGmbH, ist \u00fcberzeugt: &#8222;Gleichstellung ist ein Business Case &#8211; das haben  viele Unternehmen l\u00e4ngst erkannt. Wo ein Wille ist, braucht es keine  Quote. Aber wer nicht will, braucht klare gesetzliche Vorgaben. Davon profitieren am Ende alle.&#8220;     Uta Zech, Pr\u00e4sidentin, Business and Professional Women (BPW)  Germany e.V. verwies darauf: &#8222;Frauen fehlen in F\u00fchrungspositionen &#8211;  das ist ein Grund f\u00fcr 21 Prozent Lohnunterschied zwischen Frauen und  M\u00e4nnern. Wenn Unternehmen nicht freiwillig die Chance ergreifen, mehr Diversit\u00e4t in die Monokultur der F\u00fchrungsebenen zu bringen, und  weiterhin die Zielgr\u00f6\u00dfe Null proklamieren, wird sich daran so schnell nichts \u00e4ndern. Dass Sanktionen ein wirksames Mittel gegen  eingefahrene Strukturen und unbewusste Vorurteile sind, hat das  Quotengesetz gezeigt. Eine Ausweitung auf entweder b\u00f6rsennotierte  oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen sowie auf Vorstand und die  oberen Managementebenen ist deshalb zwingend erforderlich.&#8220;     Maren Martschenko, 1. Vorsitzende Digital Media Women: &#8222;Als eine  der ersten Unterzeichnerinnen der N\u00fcrnberger Resolution 2008 und als  nationales Frauennetzwerk von Macherinnen aus der Digitalbranche  unterst\u00fctzen die Digital Media Women die Forderungen der N\u00fcrnberger  Resolution 2018 und die aktuelle Kampagne #FrauenWollenMehr. Sie ist  wichtig und leider immer noch notwendig, denn es wurde in den  vergangenen zehn Jahren deutlich, dass das freundliche Bitten um  Beteiligung nicht die n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen in einer angemessenen  Zeit bringt!&#8220;     Noch vor dem Start der Kampagne haben folgende bundesweite  Organisationen ihre Unterst\u00fctzung zugesagt: Business and Professional Women Germany e.V. (BPW), Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb),  Deutscher Ingenieurinnenbund e.V. (dib), Digital Media Women (DMW),  Verein f\u00fcr Fraueninteressen e.V., webgrrls e.V., Fair Pay Innovation  Lab gGmbH.     Die Forderungen der N\u00fcrnberger Resolution 2018 &#8211; #FRAUENwollenMEHR     &#8211; F\u00dcR ALLE B\u00d6RSENNOTIERTEN UND ALLE VOLL MITBESTIMMTEN UNTERNEHMEN EINE VERBINDLICHE QUOTE VON 30 % FRAUEN IN AUFSICHTSR\u00c4TEN (das w\u00e4ren  etwa 3500 Unternehmen statt jetzt knapp 100). Werden die 30 % nicht  erreicht, bleibt das offene Mandat unbesetzt.     &#8211; EINE VERBINDLICHE SELBSTGESETZTE QUOTE ZUSAMMEN F\u00dcR VORSTAND UND DIE ZWEI OBERSTEN MANAGEMENTEBENEN f\u00fcr alle Unternehmen, die mehr als 2000 Arbeitnehmer*innen besch\u00e4ftigen. Eine Zielquote Null ist nicht  zul\u00e4ssig. Eine Orientierung am Frauenanteil im Unternehmen insgesamt  wird empfohlen. Wird die selbstgesetzte Zielquote nicht erreicht,  erh\u00e4lt das Unternehmen keine \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4ge und F\u00f6rdergelder.     &#8211; F\u00dcR \u00d6FFENTLICHE BETRIEBE EINE SINNGEM\u00c4SSE ANWENDUNG DER OBEN  GENANNTEN VORSCHRIFTEN     &#8211; EINEN \u00d6FFENTLICH ZUG\u00c4NGLICHEN BERICHT DER BUNDESREGIERUNG IM  DREIJ\u00c4HRIGEN TURNUS \u00fcber die oben genannten Quoten in den einzelnen  Unternehmen und \u00f6ffentlichen Betrieben.     &#8211; DEN AUFBAU UND DIE BEWERBUNG EINES ZENTRALEN PORTALS in dem sich Frauen eintragen lassen k\u00f6nnen, die potenzielle Kandidatinnen f\u00fcr  Aufsichtsrat, Vorstand und oberste Managementebene sind.     Hintergrund      Der erfolgsfaktor FRAU e.V. (efF) &#8211; gesprochen eff-eff &#8211; wurde  2010 in N\u00fcrnberg gegr\u00fcndet. Der bundesweit auftretende Verein setzt  sich f\u00fcr mehr Frauen in Fach und F\u00fchrungspositionen ein und gibt  Impulse in Gesellschaft und Wirtschaft zur Aufl\u00f6sung stereotyper  Denkweisen. Er ist aus dem Engagement f\u00fcr die &#8222;N\u00fcrnberger Resolution&#8220; entstanden, die im Oktober 2008 von Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften aus der Metropolregion N\u00fcrnberg initiiert wurde und schnell bundesweit breite Unterst\u00fctzung fand. Die Resolution forderte unter anderem mehr  Diversity in den F\u00fchrungsgremien von Unternehmen und Institutionen  sowie eine gesetzliche Geschlechter-Quote f\u00fcr die Besetzung von  Aufsichtsr\u00e4ten.     Sie finden uns unter:        Facebook:https:\/\/www.facebook.com\/erfolgsfaktor.frau\/     Homepage:http:\/\/erfolgsfaktor-frau.de\/aktuelles\/     Twitter:https:\/\/twitter.com\/nbg_resolution          Instagram:https:\/\/www.instagram.com\/erfolgsfaktorfrau\/    Kontakt: Claudia Specht 1. Vorsitzende erfolgsfaktor FRAU e.V. Wittelsbacherstra\u00dfe 48 90475 N\u00fcrnberg Mail: info@erfolgsfaktor-frau.de Telefon: 0175 240 28 52  Pressekontakt: Natalie Keller Pressesprecherin erfolgsfaktor FRAU e.V. Wittelsbacherstra\u00dfe 48 90475 N\u00fcrnberg Telefon (0151) 681 66 346  Original-Content von: Mestemacher GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/51886\/4100067\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; B\u00fcndnis fordert Versch\u00e4rfung des Quotengesetzes Renate Schmidt: &#8222;Die Zielquote Null ist ein Skandal.&#8220; Ulrike Detmers: &#8222;Unternehmen werden<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-266085","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=266085"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266085\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=266085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=266085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=266085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}