{"id":267185,"date":"2018-11-13T09:00:26","date_gmt":"2018-11-13T09:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/sind-steuerfunktionen-bereit-fuer-kuenstliche-intelligenz-wts-und-dfki-praesentieren-internationale-ki-studie-zur-digitalen-reife-von-steuerabteilungen\/"},"modified":"2018-11-13T09:00:26","modified_gmt":"2018-11-13T09:00:26","slug":"sind-steuerfunktionen-bereit-fuer-kuenstliche-intelligenz-wts-und-dfki-praesentieren-internationale-ki-studie-zur-digitalen-reife-von-steuerabteilungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/sind-steuerfunktionen-bereit-fuer-kuenstliche-intelligenz-wts-und-dfki-praesentieren-internationale-ki-studie-zur-digitalen-reife-von-steuerabteilungen\/","title":{"rendered":"Sind Steuerfunktionen bereit f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz? \/ WTS und DFKI pr\u00e4sentieren internationale KI-Studie zur digitalen Reife von Steuerabteilungen"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) im Steuerbereich ist  bereits heute Realit\u00e4t. Voraussetzung hierf\u00fcr ist allerdings eine  ausreichende digitale Reife der jeweiligen Steuerfunktion, die stets  vor einem KI-Einsatz zu \u00fcberpr\u00fcfen ist.<!--more--> Wie es gegenw\u00e4rtig um die  Digitalisierung im Steuerbereich weltweit steht und wie ein  Reifegradmodell zur Bestimmung von &#8222;AI Readiness&#8220; aussehen kann,  zeigt die neueste internationale KI-Studie der  Steuerberatungsgesellschaft WTS und des Deutschen Forschungszentrums  f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (DFKI).     Im Rahmen der Studie haben die WTS und das DFKI \u00fcber die  internationale Steuerpraxis WTS Global Steuerexperten aus insgesamt  34 L\u00e4ndern bez\u00fcglich des Digitalisierungstands von Steuerfunktionen  befragt. Dabei haben 85 Prozent der Studienteilnehmer angegeben, dass sie sich im beruflichen Kontext mit diesem Thema besch\u00e4ftigen. Die  spezifische Nutzung von KI im Steuerbereich halten aktuell aber nur 5 Prozent der befragten Personen f\u00fcr realistisch.     &#8222;Steuerfunktionen haben die Notwendigkeit zur Digitalisierung und  Automatisierung von Steuerprozessen l\u00e4ngst erkannt und investieren  mehr und mehr in diesen Bereich &#8211; und das weltweit. Jedoch sind sie  in Sachen KI noch zur\u00fcckhaltend. Intelligente Steuerl\u00f6sungen bieten  zwar enormes Potential, aber die Organisations- und  IT-Infrastrukturen von Steuerfunktionen sind meist noch nicht f\u00fcr den KI-Einsatz ger\u00fcstet&#8220;, erkl\u00e4rt Fritz Esterer, Vorstand der WTS Gruppe.     H\u00fcrden f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz im Steuerbereich     F\u00fcr die Anwendung von KI im Steuerbereich m\u00fcssen gewisse  Voraussetzungen erf\u00fcllt sein. Beispielsweise spielen die  Verf\u00fcgbarkeit von Daten und die Art der Datenorganisation eine  entscheidende Rolle. An dieser Stelle wird die Diskrepanz zwischen  dem Ist- und Idealzustand deutlich. So gaben lediglich 46 Prozent der befragten Personen an, dass bei ihren Mandanten steuerrelevante Daten in digitaler Form vorliegen und auch zum Zwecke der  Prozessautomatisierung verwertet werden k\u00f6nnen.     &#8222;Der Digitalisierungsstand von Steuerfunktionen ist sehr  unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. Vor allem beim Thema Daten gibt es gro\u00dfen Optimierungsbedarf. Damit intelligente Steuerl\u00f6sungen ihre volle  Leistungsf\u00e4higkeit entfalten k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen sie Zugriff auf eine  einheitlich organisierte Datensammlung (&#8222;Tax Data Lake&#8220;). Oftmals  wird jedoch mit getrennten Datensilos gearbeitet&#8220;, kommentiert Prof.  Dr. Peter Fettke, wissenschaftlicher Leiter der Studie und des  Competence Centers Tax Technology am DFKI.     Als weitere Herausforderungen wurden unter anderem das Fehlen  einer klaren Digitalisierungsstrategie und das hierf\u00fcr nicht  vorhandene Budget f\u00fcr deren Implementierung identifiziert. Laut  Studienteilnehmern trifft dies auf rund zwei Drittel aller Mandanten  zu. Aber auch die Tatsache, dass Gesch\u00e4ftsprozesse in  Steuerabteilungen nicht immer vollst\u00e4ndig durch IT-Systeme  digitalisiert sind, ist ein limitierender Faktor &#8211; dies ist n\u00e4mlich  nur bei 18 Prozent der Unternehmen der Fall.     Wer KI nutzen m\u00f6chte, ben\u00f6tigt zudem nicht nur neue Technologien  und L\u00f6sungen, sondern muss auch auf Mitarbeiterseite entsprechendes  Know-how aufbauen. Viele Steuerexperten haben ein Grundverst\u00e4ndnis  f\u00fcr KI, aber keine tiefergehenden Erfahrungen in diesem Bereich. Als  Konsequenz gewinnen KI-Trainings und ein korrespondierender  Change-Management-Prozess an Bedeutung.     Wann intelligente Steuerl\u00f6sungen zum Einsatz kommen und was sie  leisten     Mit intelligenten Steuerl\u00f6sungen ist es Steuerfunktionen m\u00f6glich,  neue Standards in Sachen Qualit\u00e4t, Effizienz, Compliance und  Kostenersparnis zu setzen. Die Anwendungsgebiete konzentrieren sich  derzeit auf bestimmte Steuerdisziplinen, in denen gro\u00dfe Datenmengen  verarbeitet werden und die Steueraufgaben hochrepetitiv sind &#8211; etwa  bei Lohnsteuer, Umsatzsteuer, Verrechnungspreisen oder Zoll. So  lassen sich beispielsweise mittels Process-Mining-Methoden Fehler und Anomalien bei Massentransaktionen erkennen, die f\u00fcr den Menschen nur  schwer aufzudecken sind.     &#8222;Im Rahmen der Studie zeigte sich ein gro\u00dfer Bedarf an Ans\u00e4tzen  zur Aufdeckung unbekannter Prozessmuster und Anomalien. Die Methode  Process Mining kann an genau dieser Stelle eingesetzt werden, um  reale Prozessabl\u00e4ufe zu identifizieren und z. B. in Hinblick auf  Compliance-Fragen zu untersuchen. Um die Voraussetzungen f\u00fcr den  Einsatz von KI-Verfahren wie Process Mining zu bewerten und gezielt  zu entwickeln, hilft ein Reifegradmodell,&#8220; sagt Tim Niesen, der seine Doktorarbeit am DFKI zum Thema KI-Reifegradmodelle in der  Steuerabteilung verfasst.     Getting AI Ready mit dem Reifegradmodell von WTS und DFKI     Die Durchf\u00fchrung einer Reifegraduntersuchung ist eine wichtige  Basis, um sp\u00e4ter \u00fcberhaupt KI nutzen zu k\u00f6nnen und AI Ready zu  werden. Vor diesem Hintergrund haben die WTS und das DFKI auf  Grundlage der Studienergebnisse eine systematische Bewertungsmethodik zur Beurteilung der digitalen Reife von Steuerfunktionen entwickelt.  Diese gliedert sich im Kern in die vier Kategorien Strategie, Daten,  Prozesse und Technologie. Mit ihr ist es m\u00f6glich, Treiber und  Hindernisse der Digitalisierung in Steuerfunktionen zu identifizieren und einen detaillierten \u00dcberblick \u00fcber deren Digitalisierungsstand in den vier Bereichen zu erhalten.     &#8222;Bevor Steuerfunktionen zielgerichtet mit KI starten, m\u00fcssen sie  sich zun\u00e4chst \u00fcber ihren digitalen Reifegrad bewusst werden. Hierf\u00fcr  haben wir ein Modell entwickelt, mit dem wir den  Digitalisierungsstand von Steuerabteilungen erfassen, KI Potentiale  identifizieren und schlie\u00dflich Handlungsempfehlungen f\u00fcr AI Readiness ableiten k\u00f6nnen&#8220;, sagt Vanessa Just, Projektleiterin KI bei der WTS  Gruppe und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von wtsAI.     K\u00fcnftig wird die WTS \u00fcber ihr Joint Venture wtsAI, das sie Mitte  2018 mit dem Advanced Analytics-Spezialisten QUNIS gegr\u00fcndet hat,  Reifegraduntersuchungen in den Bereichen Tax &amp; Finance f\u00fcr  Unternehmen durchf\u00fchren und sie dabei unterst\u00fctzen, AI Readiness zu  erreichen.     Studie steht unter folgendem Link zum Download bereit:  www.wts.com\/wtsai-study     Die Expertenstudie &#8222;Getting Ready for the Future of the Tax  Function&#8220; der WTS und des DFKI basiert auf einer Umfrage in insgesamt 34 L\u00e4ndern. Hierzu wurden die jeweiligen Ansprechpartner aus der  internationalen Steuerpraxis WTS Global befragt. Die Antworten wurden in einer elektronischen Umfrage ermittelt. Alle hier genannten  Details und Informationen entsprechen dem Rechtsstand der jeweiligen  L\u00e4nder f\u00fcr das Jahr 2018, die sich im Zeitablauf \u00e4ndern k\u00f6nnen. Die  Expertenstudie erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, dient  allgemeinen Informationszwecken und ist nicht geeignet, eine Beratung im Einzelfall zu ersetzen.    Pressekontakt WTS:  Florian Kestler WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft  Thomas-Wimmer-Ring 1 80539 M\u00fcnchen  Telefon: +49 (0)89 286 46-1565 florian.kestler@wts.de    Pressekontakt DFKI:  Prof. Dr. Peter Fettke  Institute for Information Systems (IWi) at the DFKI  66123 Saarbr\u00fccken,  Telefon: +49 681 85775-5142  peter.fettke@iwi.dfki.de  Original-Content von: WTS AG Steuerberatungsgesellschaft, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/66724\/4113835\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) im Steuerbereich ist bereits heute Realit\u00e4t. 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