{"id":268266,"date":"2018-11-22T16:10:35","date_gmt":"2018-11-22T16:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/nedeljko-prodanovic-immobilienblase-mit-sinkenden-preisen-ist-nicht-zu-rechnen\/"},"modified":"2018-11-22T16:10:35","modified_gmt":"2018-11-22T16:10:35","slug":"nedeljko-prodanovic-immobilienblase-mit-sinkenden-preisen-ist-nicht-zu-rechnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nedeljko-prodanovic-immobilienblase-mit-sinkenden-preisen-ist-nicht-zu-rechnen\/","title":{"rendered":"Nedeljko Prodanovic: &#8222;Immobilienblase? Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der Preisanstieg auf dem Wohnimmobilienmarkt wird  stets von der Frage begleitet, ob m\u00f6glicherweise eine Immobilienblase droht. Der Berliner Wohnungsunternehmer und Stonehedge-Chef Nedeljko  Prodanovic gibt Auskunft, was f\u00fcr und was gegen eine Preisblase  spricht.     Seit 2010 steigen die Immobilienpreise in Deutschland kr\u00e4ftig und  ohne Unterbrechung an.<!--more--> Fast genauso lange wird bereits eine Debatte  dar\u00fcber gef\u00fchrt, ob sich eine Immobilienblase bildet und die Preise  bald sinken werden. In j\u00fcngster Zeit hat die Diskussion wieder  deutlich Fahrt aufgenommen, was m\u00f6glicherweise daran liegt, dass die  unter anderem durch eine Immobilienblase ausgel\u00f6ste Finanzkrise  k\u00fcrzlich zehnj\u00e4hriges Jubil\u00e4um feierte und sich wieder ins Ged\u00e4chtnis der \u00d6ffentlichkeit schob; doch es gibt durchaus auch einige  fundamentale Faktoren, die eine n\u00e4here Betrachtung wert sind.     Obwohl zahlreiche Experten schon seit einer Weile mit einer  abnehmenden Dynamik der Kaufpreisentwicklung rechnen, steigen die  Preise f\u00fcr Wohnimmobilien ungebrochen rasant an. Dem  Empirica-Immobilienpreisindex zufolge haben sich die  Quadratmeterpreise f\u00fcr Eigentumswohnungen in den sieben gr\u00f6\u00dften  Metropolen gegen\u00fcber dem Vorjahr um 11,9 Prozent erh\u00f6ht. &#8222;Das liegt  in erster Linie am anhaltenden Angebotsengpass&#8220;, meint Nedeljko  Prodanovic, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stonehedge GmbH. &#8222;Vor allem die  Ballungszentren erleben einen ungebrochen starken Zuzug, die  Nachfrage ist enorm. Gleichzeitig werden insbesondere in den  Gro\u00dfst\u00e4dten noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Preisanstiege sind die nat\u00fcrliche Folge.&#8220;     Die Mieten andererseits steigen inzwischen nicht mehr so stark wie die Kaufpreise. Empirica weist f\u00fcr die Metropolen ein  durchschnittliches Plus von 5,7 Prozent aus. Die Diskrepanz zwischen  Miet- und Kaufpreiswachstum f\u00fchrt zu sinkenden Renditen f\u00fcr  Investoren. Hinzu kommt, dass sich die Politik mehr und mehr auf  striktere Regulierungen des Mietrechts konzentriert, beispielsweise  stehen eine Versch\u00e4rfung der Mietpreisbremse sowie eine K\u00fcrzung der  zul\u00e4ssigen Modernisierungsumlage kurz bevor. Dadurch k\u00f6nnte sich das  durchschnittliche Mietwachstum noch weiter verlangsamen, was  irgendwann auch auf die Kaufpreise durchschlagen d\u00fcrfte. &#8222;Der Fokus  auf die Mietenpolitik f\u00fchrt allerdings auch dazu, dass der dringend  n\u00f6tige Wohnungsbau einfach nicht ausreichend in Fahrt kommt&#8220;, sagt  Stonehedge-Chef Prodanovic. &#8222;Und der Wohnungsmarkt wird sich erst  grundlegend entspannen, sobald gen\u00fcgend Wohnraumangebot zur Verf\u00fcgung steht.&#8220;     Zu anhaltenden Diskussionen in der Immobilienwirtschaft f\u00fchren  au\u00dferdem die Themen Inflation und Zinsen. &#8222;Die Inflation hat deutlich angezogen, das gibt den Forderungen an die Europ\u00e4ische Zentralbank,  den Leitzins wieder anzuheben, neuen Auftrieb&#8220;, meint Nedeljko  Prodanovic. Noch liegt der Leitzins in der Eurozone auf dem  Rekordtief von null Prozent, doch bereits das n\u00e4chste Jahr k\u00f6nnte  eine schrittweise Erh\u00f6hung bringen. Die USA sind Europa schon einige  Schritte voraus, dort betr\u00e4gt der Leitzins bereits 2,0 bis 2,25  Prozent. Doch selbst wenn die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) 2019 mit  Zinssteigerungen beginnt, bleiben die Zinsen im historischen  Vergleich noch auf lange Zeit extrem niedrig. So lag der Leitzins in  der Eurozone bis 2008 stets zwischen zwei und f\u00fcnf Prozent, und auch  zu D-Mark-Zeiten waren die Zinsen nie g\u00fcnstiger. Dar\u00fcber hinaus ist  die Kerninflation, die im Oktober in der Eurozone 1,1 Prozent betrug, noch weit vom EZB-Ziel von rund zwei Prozent entfernt &#8211; die  Zentralbank hat also keinen Grund, die Zinserh\u00f6hung zu \u00fcberst\u00fcrzen.     Auch die au\u00dfenpolitische Situation muss als Faktor bei der  Betrachtung der Entwicklung des Immobilienmarkts eingebunden werden.  Der Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union steht kurz  bevor, und noch immer sind die k\u00fcnftigen Beziehungen nicht gekl\u00e4rt.  Die stete Drohkulisse m\u00f6glicher Handelskriege zwischen den USA und  China oder auch zwischen den USA und der Europ\u00e4ischen Union n\u00e4hren  ebenfalls die Sorge vor einer Abschw\u00e4chung der Konjunktur. Doch die  Wirtschaft l\u00e4uft insbesondere in Deutschland weiter auf Hochtouren.  Im Oktober ist die Arbeitslosenquote erstmals seit der  Wiedervereinigung unter f\u00fcnf Prozent gesunken, die Besch\u00e4ftigtenzahl  erreicht ein Rekordhoch nach dem anderen. Von einer Abk\u00fchlung ist  nichts zu sehen, sowohl Wohnraum als auch freie Gewerbefl\u00e4chen werden ein immer rareres Gut.     Sind die steigenden Immobilienpreise also mit einer Blase  gleichzusetzen, wie sie vor etwas mehr als zehn Jahren in den USA  oder auch Spanien platzte? Die KfW hat gerade analysiert, dass die  Situation in Deutschland damit nicht vergleichbar ist. Die  Verschuldung der privaten Haushalte sei gering, die Nachfrage nach  Wohneigentum weiter hoch. Eine bundesweite Blase sieht die KfW nicht. &#8222;Die Immobilienblase ist ein anhaltendes Schreckensszenario, dem aber die Grundlage fehlt&#8220;, sagt auch Nedeljko Prodanovic von Stonehedge.  &#8222;Ewig in der Geschwindigkeit weitergehen kann der Preisanstieg  nat\u00fcrlich nicht, doch mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen.&#8220;    Pressekontakt: Stonehedge Beteiligungsgesellschaft mbH Silvana Krause, Unternehmenskommunikation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit Kurf\u00fcrstendamm 104  10711 Berlin  Tel: +4930\/233203980 E-Mail: krause@stonehedge.de  Web: https:\/\/stonehedge.de\/ https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/131927  Original-Content von: Stonehedge Beteiligungsgesellschaft mbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/131927\/4123339\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der Preisanstieg auf dem Wohnimmobilienmarkt wird stets von der Frage begleitet, ob m\u00f6glicherweise eine Immobilienblase droht. 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