{"id":2683,"date":"2006-08-12T06:52:37","date_gmt":"2006-08-12T06:52:37","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=2583"},"modified":"2006-08-12T06:52:37","modified_gmt":"2006-08-12T06:52:37","slug":"ihkunternehmerbefragung_standortattraktivitt_in_schleswigholstein_verbesser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ihkunternehmerbefragung_standortattraktivitt_in_schleswigholstein_verbesser\/","title":{"rendered":"IHK-Unternehmer-Befragung: Standortattraktivit\u00e4t in Schleswig-Holstein verbesser"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"IHKS-H\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/IHKS-H.jpg\" alt=\"IHKS-H\" \/><br \/>\nDie gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen ist mit den regionalen Standortbedingungen in Schleswig-Holstein zufrieden.<!--more-->F\u00fcr die IHK Schleswig-Holstein ist dieses Ergebnis auch eine Best\u00e4tigung des intensiven Eintretens der schleswig-holsteinischen Industrie- und Handelskammern f\u00fcr den Wirtschaftsstandort und die in den letzten Jahren erreichten Verbesserungen. &#8222;Wir f\u00fchlen uns in unserem Kurs best\u00e4tigt, auch wenn die positiven Ergebnisse zu einem gewissen Teil damit zu erkl\u00e4ren sind, dass die Unternehmen angesichts der zwischenzeitlich deutlich verbesserten Konjunkturlage eher geneigt sind, auch die Standortbedingungen in einem g\u00fcnstigeren Licht zu sehen&#8220;, so Dr. J\u00f6rn Biel, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Schleswig-Holstein, &#8222;insbesondere hinsichtlich der H\u00f6he der kommunalen Steuern, Geb\u00fchren und Abgaben sowie der Leistungsf\u00e4higkeit der Beh\u00f6rden sehen die Unternehmen aber weiterhin Handlungsbedarf. Diese Themen bleiben f\u00fcr uns auf der Tagesordnung, &#8220; so Dr. Biel. Die IHK Schleswig-Holstein hat im Juni und Juli 2006 eine breit angelegte Umfrage zur Standortattraktivit\u00e4t durchgef\u00fchrt. Die Unternehmen wurden zu ihren Einsch\u00e4tzungen \u00fcber die Qualit\u00e4t und Attraktivit\u00e4t ihres Standortes befragt; landesweit beteiligten sich \u00fcber 600 Unternehmen. Der Fragenkatalog war wortgleich mit der Umfrage vor 4 Jahren, um vergleichbare Aussagen zu erhalten.<br \/>\nZu den &#8222;harten&#8220; Standortfaktoren im Einzelnen (in Klammern jeweils Umfrageergebnisse 2002):<br \/>\nRegionale Rahmenbedingungen insgesamt<br \/>\nEin Drittel der befragten Unternehmen beurteilt die regionalen Rahmenbedingungen am Unternehmensstandort als gut und knapp die H\u00e4lfte als befriedigend. Damit hat sich die Standortzufriedenheit der Unternehmen gegen\u00fcber der Umfrage 2002 deutlich verbessert. Es zeigt sich aber auch, dass zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen deutliche Unterschiede bestehen. Spitzenreiter bei den positiven Bewertungen sind die Dienstleistungsunternehmen, gefolgt von der Industrie. Nicht ganz so zufrieden sind die Bauwirtschaft und der Einzelhandel. Verbessert haben sich auch die Urteile der Unternehmen des Verkehrsgewerbes.<br \/>\nVer\u00e4nderung der regionalen Rahmenbedingungen insgesamt<br \/>\n73 % der befragten Unternehmen stellen fest, dass sich die regionalen Rahmenbedingungen am Standort ihres Unternehmens in den letzten drei Jahren nicht ver\u00e4ndert haben. Mit 16 %, die von einer Verschlechterung sprechen, \u00fcberwiegen die negativen Urteile knapp die positiven von 11 %. Erfreulich ist allerdings, dass sich die Ergebnisse im Vergleich zur letzten Umfrage leicht verbessert haben.<br \/>\nRegionale Verkehrsinfrastruktur<br \/>\nDie regionale Verkehrsinfrastruktur in der Region wird von 64 % (65 %) der Unternehmen als gut bzw. befriedigend beurteilt. Der Bau einiger Ortsumgehungen und die verbesserte \u00fcberregionale Anbindung durch die A 20 sind hier positiv zu vermerken. Jeder f\u00fcnfte Betrieb h\u00e4lt die regionale Verkehrsinfrastruktur allerdings nur f\u00fcr ausreichend oder schlecht &#8211; ein Hinweis auf den angesichts leerer \u00f6ffentlicher Kassen bestehenden Investitions- bzw. Reparaturstau.<br \/>\nTechnologietransfer\/Hochschulkooperation<br \/>\nWie schon vor 4 Jahren stuft gut die H\u00e4lfte der Antwortenden den Standortfaktor Technologietransfer\/Hochschulkooperation als f\u00fcr ihr Unternehmen relevant ein. Dabei zeigt sich, dass in Branchen wie etwa der Investitionsg\u00fcter-Industrie, in denen dieser Standortfaktor als besonders wichtig angesehen wird, die Unternehmen ganz \u00fcberwiegend ihre Zufriedenheit zum Ausdruck bringen.<br \/>\nQualit\u00e4t der Bildungseinrichtungen<br \/>\nDie Qualit\u00e4t der schleswig-holsteinischen Bildungseinrichtungen wird von \u00fcber zwei Dritteln der Unternehmen mit gut bzw. befriedigend beurteilt und hat sich gegen\u00fcber der letzten Umfrage noch leicht verbessert. Hier zeigt sich, dass Schleswig-Holstein z. B. mit den Aktivit\u00e4ten der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH wie auch mit allen anderen Bildungsangeboten gut ausgestattet ist. Negative Urteile werden deshalb nur vereinzelt abgegeben.<br \/>\nVerf\u00fcgbarkeit\/Kosten von Gewerbefl\u00e4chen<br \/>\nDiese Frage wird von den Unternehmen \u00e4hnlich positiv beantwortet wie die nach der Qualit\u00e4t der Bildungseinrichtungen &#8211; ein Beweis f\u00fcr die erfolgreiche Arbeit und Zusammenarbeit der Wirtschaftsf\u00f6rderungseinrichtungen auf Landes- und regionaler Ebene. Das Angebot an Gewerbefl\u00e4chen f\u00fcr potenzielle Investoren in Schleswig-Holstein ist ganz \u00fcberwiegend sichergestellt.<br \/>\nH\u00f6he kommunaler Steuern, Geb\u00fchren und Abgaben<br \/>\nSchon bei der letzten Umfrage fielen die Urteile zu dieser Frage eindeutig schlechter aus als bei den vorhergehenden. Nur 6 % der befragten Unternehmen geben hier das Urteil sehr gut bzw. gut ab. Demgegen\u00fcber urteilen 17 % der Unternehmen mit schlecht, empfinden also die H\u00f6he der kommunalen Steuern, Geb\u00fchren und Abgaben als zu hoch. Es ist zwar auch bei dieser Frage im Vergleich zur letzten Umfrage eine leichte Verbesserung festzustellen, trotzdem besteht weiterhin deutlicher Handlungsbedarf, um im Wettbewerb der Regionen und Standorte bestehen zu k\u00f6nnen bzw. sich besser zu positionieren.<br \/>\nLeistungsf\u00e4higkeit kommunaler Beh\u00f6rden<br \/>\nAuch bei dieser Frage zeigen die Ergebnisse eine deutliche Verbesserung gegen\u00fcber der letzten Umfrage. 61,9 % (52,2 %) der Unternehmen beurteilen die Leitungsf\u00e4higkeit ihrer kommunalen Beh\u00f6rden mit befriedigend und besser, 9,3 % (13,9 %) mit schlecht; es bleibt also trotzdem noch einiges zu. Besonders die Bauwirtschaft und der Einzelhandel w\u00fcrden sich hier Verbesserungen w\u00fcnschen.<br \/>\nN\u00e4he zu Lieferanten\/Kunden\/Partnern<br \/>\nZwar sind die Urteile der Unternehmen bei dieser Frage \u00fcberwiegend gut oder befriedigend. Auff\u00e4llig ist aber, dass es im Gegensatz zu allen anderen Standortfaktoren hier gegen\u00fcber der letzten Umfrage zu einer etwas ung\u00fcnstigeren Beurteilung durch die Unternehmen kommt. Dies ist ein eindeutiges Indiz daf\u00fcr, dass sich Schleswig-Holstein auch nach der letzten Erweiterung der Europ\u00e4ischen Union in einer Randlage zu den gro\u00dfen Kontinentalm\u00e4rkten befindet und alles daransetzen muss, durch eine Verbesserung der \u00fcberregionalen Verkehrsanbindungen diesen Standortnachteil zu kompensieren.<br \/>\nAttraktivit\u00e4tssteigerung des Standorts Deutschland<br \/>\nNoch deutlicher als vor vier Jahren mahnen die Unternehmen als dringlichste Ma\u00dfnahme eine Senkung bzw. Vereinfachung der Sozialbeitr\u00e4ge und Steuern an. F\u00fcr sehr wichtig halten die Unternehmen auch ein verbessertes Angebot an Fachkr\u00e4ften. Dieser Wunsch hat auch angesichts des demographischen Wandels gegen\u00fcber der letzten Umfrage enorm an Bedeutung gewonnen. Die Modernisierung des Bildungssystems und die Flexibilisierung des Arbeits- und Tarifrechts bleiben unver\u00e4ndert ganz oben auf der Wunschliste der Wirtschaft zur Attraktivit\u00e4tssteigerung des Standorts Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen ist mit den regionalen Standortbedingungen in Schleswig-Holstein zufrieden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2683"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2683\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}