{"id":268999,"date":"2018-11-28T15:37:05","date_gmt":"2018-11-28T15:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/aeltere-notfallpatienten-qualifiziert-versorgen\/"},"modified":"2018-11-28T15:37:05","modified_gmt":"2018-11-28T15:37:05","slug":"aeltere-notfallpatienten-qualifiziert-versorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/aeltere-notfallpatienten-qualifiziert-versorgen\/","title":{"rendered":"\u00c4ltere Notfallpatienten qualifiziert versorgen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;     Notaufnahmen in Krankenh\u00e4usern sind Anlaufstellen f\u00fcr Menschen,  die in einer akuten gesundheitlichen Notsituation sind. Steigende  Patientenzahlen in den letzten Jahren sorgen daf\u00fcr, dass Zeit und  Aufmerksamkeit f\u00fcr die Hilfesuchenden knapp sind.<!--more--> Dies trifft vor  allem die besonders schutzbed\u00fcrftigen Patientengruppen, wie die mehr  als 4 Millionen Notfallpatienten \u00fcber 65 Jahren, die jedes Jahr in  deutschen Notaufnahmen versorgt werden. Ein Drittel aller  Notfallpatienten ist \u00fcber 70 Jahre alt. Ein gro\u00dfer Teil der besonders betreuungsbed\u00fcrftigen \u00e4lteren Notfallpatienten wird in evangelischen  Krankenh\u00e4usern versorgt. Um diese Patientengruppe bedarfsgerecht  versorgen zu k\u00f6nnen, fordert der Deutsche Evangelische  Krankenhausverband e.V. (DEKV) eine Verbesserung der  Rahmenbedingungen bei Struktur, Finanzierung, Forschung und  Weiterbildung f\u00fcr die Notaufnahmen.     Bedarfsgerechte Versorgung \u00e4lterer Notfallpatienten sichern      \u00dcberdurchschnittlich oft kommen \u00e4ltere Patienten in die  Notaufnahmen. Bei dieser Patientengruppe ben\u00f6tigt das gesamte  Notaufnahmeteam aber mehr Aufmerksamkeit und Zeit f\u00fcr eine gute  Koordination und eine intensive Betreuung. &#8222;Die Kommunikation mit den Patienten ist durch kognitive Einschr\u00e4nkungen und ein reduziertes  H\u00f6rverm\u00f6gen h\u00e4ufig erschwert. Dabei liegen oft komplexe  Krankheitsbilder vor, die sicher abgekl\u00e4rt werden m\u00fcssen&#8220;, wei\u00df  Martin Pin, Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft interdisziplin\u00e4re  Notfall- und Akutmedizin e.V. (DGINA). &#8222;H\u00e4ufig ist bei \u00e4lteren  Patienten zus\u00e4tzliche Diagnostik und besondere pflegerische Betreuung n\u00f6tig, die Ressourcen bindet.&#8220; Besonders anspruchsvoll f\u00fcr das  Behandlungsteam sind Demenzpatienten. Eine konkrete Gefahr f\u00fcr diese  Patientengruppe kann das sogenannte Delir darstellen. Dieser  Verwirrtheitszustand kann vermehrt im Notfall und bei akuten  Erkrankungen auftreten. Unbedingt muss das Delir vermieden bzw.  fr\u00fchzeitig erkannt und behandelt werden.     &#8222;F\u00fcr die fachgerechte Behandlung ist es wichtig, den individuellen Patienten m\u00f6glichst genau einsch\u00e4tzen und die ben\u00f6tigten Ressourcen  des Teams bedarfsgerecht zuteilen zu k\u00f6nnen. Nicht zuletzt aufgrund  der steigenden Anzahl an \u00e4lteren Menschen brauchen wir daf\u00fcr die  Entwicklung und Einf\u00fchrung validierter Instrumente zur  altersabh\u00e4ngigen Risikostratifizierung in der Notfallversorgung&#8220;,  fordert Pin.     \u00c4ltere Patienten brauchen besondere Aufmerksamkeit      &#8222;Eine bedarfsgerechte und patientenzentrierte Versorgung \u00e4lterer  Notfallpatienten ist unseren Mitgliedern ein wichtiges Anliegen&#8220;,  erkl\u00e4rt Christoph Radbruch, Vorsitzender des DEKV. &#8222;Damit die  evangelischen Krankenh\u00e4user dies leisten k\u00f6nnen, m\u00fcssen die  Rahmenbedingungen stimmen. Die Strukturen und ihre solide  Finanzierung der Notaufnahmen m\u00fcssen die Bedarfe \u00e4lterer  Notfallpatienten besser abbilden, um den Mehraufwand f\u00fcr das  Krankenhaus leistbar zu machen&#8220;, f\u00fchrt Radbruch weiter aus.     Der DEKV und die DGINA fordern deshalb:   1. Strukturen und Prozesse in den Notaufnahmen m\u00fcssen angepasst und  sachgerecht finanziert werden.  2. Die geriatrische beziehungsweise gerontopsychiatrische  Kompetenzentwicklung aller Mitglieder im Behandlungsteam muss  gesichert und refinanziert werden.  3. Um den Mehraufwand bei der Betreuung alter Notfallpatienten  auszugleichen, reicht der geplante Notfallstufenzuschlag nicht aus.  Er muss um einen altersstratifizierten Zuschlag erg\u00e4nzt werden.  4. Das DRG-System muss so angepasst werden, dass der erh\u00f6hte Aufwand  in der Notaufnahme aufgrund der komplexen Krankheitsbilder \u00fcber ein  Zusatzentgelt erstattungsf\u00e4hig ist.  5. Dar\u00fcber hinaus braucht die Versorgung \u00e4lterer Notfallpatienten  Mittel zur Erforschung guter Instrumente zur Risikostratifizierung  sowie f\u00fcr die Versorgungsforschung.     Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) vertritt  mit 201 evangelischen Kliniken an \u00fcber 270 Standorten jedes achte  deutsche Krankenhaus. Die evangelischen Krankenh\u00e4user versorgen  j\u00e4hrlich mehr als 2,5 Mio. Patientinnen und Patienten station\u00e4r und  mehr als 3 Mio. ambulant. Mit \u00fcber 120.000 Besch\u00e4ftigten und einem  Umsatz von 10 Mrd. EUR sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der  DEKV ist Branchenverband der evangelischen Krankenh\u00e4user und Mitglied im Evangelischen Werk f\u00fcr Diakonie und Entwicklung e.V. Der DEKV  setzt sich insbesondere f\u00fcr eine zukunftsorientierte und innovative  Krankenhauspolitik mit Tr\u00e4gervielfalt, verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen f\u00fcr die Krankenhausfinanzierung, eine Modernisierung der  Gesundheitsberufe und f\u00fcr eine zukunftsorientierte konsequente  Patientenorientierung in der Versorgung ein. Vorsitzender: Vorsteher  Christoph Radbruch, Magdeburg, stellvertr. Vorsitzende: Andrea  Trenner, Berlin, Schatzmeister: Dr. Holger Stiller, D\u00fcsseldorf,  Verbandsdirektorin: Melanie Kanzler, Berlin.     Die Deutsche Gesellschaft interdisziplin\u00e4re Notfall- und  Akutmedizin (DGINA) ist eine medizinische Fachgesellschaft, die sich  insbesondere f\u00fcr die Weiterentwicklung der Notfallmedizin und -pflege einsetzt. Sie sieht die Notfallmedizin als eine klinische Disziplin,  die haupts\u00e4chlich in den Notaufnahmen betrieben wird, aber auch die  pr\u00e4klinische Notfall-, die Katastrophen- und die Akutmedizin umfasst. Vereinsziele sind vor allem die Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung f\u00fcr Patienten und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen  der in der Notfallmedizin T\u00e4tigen. Zudem verfolgt die DGINA die  Umsetzung des europ\u00e4ischen Ausbildungscurriculums f\u00fcr Notfallmedizin  und strebt die Gebietsbezeichnung \u00bbNotfallmedizin\u00ab auch in  Deutschland an.  Pr\u00e4sident: Martin Pin  Vizepr\u00e4sident: Dipl.-Med. R. Sch\u00e4fer  Vizepr\u00e4sidentin: M. Dietz-Wittstock M.Sc.  Vizepr\u00e4sident: Prof. Dr. med. C. Wrede  Schatzmeister: Dr. med. Daniel Kiefl    Pressekontakt:  Medizin &amp; PR GmbH &#8211; Gesundheitskommunikation Barbara Kluge | Eupener Stra\u00dfe 60, 50933 K\u00f6ln E-Mail: barbara.kluge@medizin-pr.de | Tel.: 0221 \/ 77543-0  Melanie Kanzler | Verbandsdirektorin E-Mail: kanzler@dekv.de | Tel.: 030 80 19 86-11  Original-Content von: Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V. (DEKV), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/126495\/4128685\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Notaufnahmen in Krankenh\u00e4usern sind Anlaufstellen f\u00fcr Menschen, die in einer akuten gesundheitlichen Notsituation sind. 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