{"id":269419,"date":"2018-12-01T17:28:10","date_gmt":"2018-12-01T17:28:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/12-europaeischer-mediengipfel-in-lech-europaeischer-abend-brexit-am-morgen\/"},"modified":"2018-12-01T17:28:10","modified_gmt":"2018-12-01T17:28:10","slug":"12-europaeischer-mediengipfel-in-lech-europaeischer-abend-brexit-am-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/12-europaeischer-mediengipfel-in-lech-europaeischer-abend-brexit-am-morgen\/","title":{"rendered":"12. Europ\u00e4ischer Mediengipfel in Lech: Europ\u00e4ischer Abend &#8211; Brexit am Morgen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"BILD zu OTS - (v.l.) Markus Wallner (Landeshauptmann von Vorarlberg), Arno\nKompatscher (Landeshauptmann von S\u00fcdtirol), Karoline Edtstadler\n(Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Inneres) und Othmar Karas\n(Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments) beim 12. Europ\u00e4ischen Mediengipfel\nam Arlberg.\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/bc15e98c-66f2-4db0-9482-fe6c2b004d05\/20181201-OTS0036-1-1.jpg\" \/><\/p>\n<p>Lech am Arlberg (ots) &#8211; Mit einem Locationwechsel von Lech nach St. Christoph  ins &#8218;arlberg1800&#8216; am Freitagabend wurde beim 12. Mediengipfel auch ein neuer  Themenschwerpunkt gesetzt.  Sowohl die Er\u00f6ffnungsrede von Sonja Ledl-Rossmann (Pr\u00e4sidentin des  Tiroler  Landtages) als auch die darauffolgenden Diskussionsrunden  widmeten sich dem  Generalthema Europa.<!--more--> Am Samstagmorgen gab Edward  Snowdens Anwalt Robert Tibbo  Einblicke, wie &#8222;Helfer zu Gejagten&#8220; werden.  Abschlie\u00dfend wurde der Brexit mit  seinen Folgen diskutiert.  Bei der ersten Podiumsdiskussion am Freitagabend  gingen Sonja Ledl-Rossmann,  Markus Wallner (Landeshauptmann von  Vorarlberg), Arno Kompatscher  (Landeshauptmann von S\u00fcdtirol) und Esther  Mitterstieler (Chefredakteurin von  &#8218;News&#8216;) der Frage nach &#8222;Was bleibt  vom \u00f6sterreichischen EU-Vorsitz&#8220;. Das  eigentliche Thema r\u00fcckte im Zuge  des Gespr\u00e4chs jedoch schnell in den  Hintergrund. Es herrschte Einigkeit  auf der B\u00fchne &#8211; in sechs Monaten  Ratsvorsitz k\u00f6nne nicht viel  Dauerhaftes geschaffen werden. &#8222;Eine  EU-Ratspr\u00e4sidentschaft wird  \u00fcbersch\u00e4tzt&#8220;, brachte es Mitterstieler auf den  Punkt. Landeshauptmann  Wallner zollte seinen Parteikollegen in der  Bundespolitik dennoch  Respekt im Hinblick auf die Brexit-Verhandlungen. In der  Diskussion um  die k\u00fcnftige Ausgestaltung Europas sprach sich  Wallner f\u00fcr eine  st\u00e4rker  subsidi\u00e4re Aufgabenverteilung aus: &#8222;Mit einer Aufwertung der regionalen Ebene lie\u00dfe sich verloren gegangenes Vertrauen in die EU und ihre  Institutionen zur\u00fcckgewinnen und ein Mehr an B\u00fcrgern\u00e4he erreichen&#8220;,  stellte der  Landeshauptmann klar. Die Regionen k\u00f6nnten so zum  Schrittmacher der  europ\u00e4ischen Integration werden, so Wallner. Die  Gespr\u00e4chsteilnehmer griffen  den Kern der einf\u00fchrenden Worte von  Ledl-Rossmann auf: &#8222;Regionale Vielfalt,  nationale Egoismen und  europ\u00e4ische Einheit&#8220; bestimmten schlie\u00dflich die  Diskussion. Der Tenor  der regionalen politischen Vertreter lautete hier:  Regionale Politik ist  der Weg, um der Verdrossenheit gegen\u00fcber der EU  entgegenzuwirken. Dabei  m\u00fcsse insbesondere die Jugend angesprochen werden.  Seine  Ansichten zur Lage Europas offenbarte im Anschluss der \u00f6sterreichische   Autor Robert Menasse im Gespr\u00e4ch mit Eva Linsinger (Leiterin des  Innenressorts  beim &#8218;Profil&#8216;). Die Wurzel der Probleme sieht der  Schriftsteller vor allem in  nationalen Egoismen: &#8222;Es ist ein Ding der  Logik, dass alle Herausforderungen,  vor denen wir stehen, transnational  sind. Das schaue ich mir an, wie Strache  die Erderw\u00e4rmung in \u00d6sterreich  abschaltet.&#8220; In der EU seien vor dem Recht nicht alle gleich. Eine  L\u00f6sung daf\u00fcr sieht Menasse in der Schaffung einer  Europ\u00e4ischen Republik:  &#8222;Wir m\u00fcssen in Europa Gleichheit vor dem Recht  herstellen. Der Begriff  Europ\u00e4ische Republik bedeutet nichts anderes als diesen gemeinsamen  Rechtsrahmen herzustellen.&#8220; Auf die Frage, wo er die EU in zehn  Jahren  sehe, antwortete Menasse: &#8222;Ich bin kein Hellseher. Ich sehe nur, was ist &#8211; und im Moment gibt es keinen Politiker, der die Vision hat.  Zum  Tagesabschluss am Freitag gab es eine Podiumsdiskussion, moderiert von   Gerold Riedmann (VN-Chefredakteur). Es diskutierte Karoline Edtstadler   (Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Inneres) mit Julian Reichelt   (Vorsitzender der &#8218;Bild&#8216;-Chefredaktionen) und Meret Baumann   (&#8218;NZZ&#8216;-Korrespondentin in Wien) \u00fcber das Thema &#8222;\u00d6sterreich und Europa&#8220;.   Ausgangspunkt der Diskussion war ein vorher aufgezeichnetes  Video-Interview mit Bundeskanzler Sebastian Kurz. Dieser gab mit  \u00c4u\u00dferungen zum Brexit und dem  UN-Migrationspakt die Marschroute des  Abends vor. Einige Staaten w\u00fcrden den  Pakt absegnen, die &#8222;nicht im Traum  daran denken, alles umzusetzen&#8220;, so Kurz.  Das anschlie\u00dfende  Podiumsgespr\u00e4ch wurde gr\u00f6\u00dftenteils von der Migrationsfrage  dominiert.  Meret Baumann konstatierte, dass \u00d6sterreich als &#8222;erstes vern\u00fcnftiges Land&#8220; die Debatte um den Migrationspakt angesto\u00dfen habe, w\u00e4hrend Julian   Reichelt eine unzureichende \u00f6ffentliche Debatte monierte. Das Motto  w\u00fcrde oft  lauten: &#8222;Bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu  sehen&#8220;, so Reichelt.  Den  Einstieg am Samstagmorgen machte Robert Tibbo, der Anwalt von Edward   Snowden. Im Standard Talk mit Rainer Sch\u00fcller (Stv. Chefredakteur &#8218;Der   Standard&#8216;) und Steffen Arora (Tirol-Korrespondent &#8218;Der Standard&#8216;) waren  auch  die &#8218;Snowden Refugees&#8216; Thema &#8211; jene Personen, die Snowden bei  seiner Flucht  halfen und dadurch selbst zu Fl\u00fcchtlingen wurden. &#8222;Die  &#8218;Snowden Refugees&#8216; haben etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches gemacht. Sie haben f\u00fcr  Edward Snowden und f\u00fcr jeden  hier gek\u00e4mpft. An sie wird man sich in  drei\u00dfig Jahren noch erinnern, genauso  wie an Edward Snowden selbst&#8220;, so  Tibbo. Dabei betonte er auch, wie wichtig  investigativer Journalismus  f\u00fcr F\u00e4lle wie dieser ist: &#8222;Ohne Journalisten w\u00fcrde  niemand wissen, was  los ist. Journalisten sind die ultimativen Whistleblower  von au\u00dfen.&#8220; Zum  Abschluss des Gespr\u00e4chs wurde Tibbo ein Scheck \u00fcber 10.000  US-Dollar  f\u00fcr die &#8218;Snowden Refugees&#8216; von Peter Mirski vom Management Center   Innsbruck \u00fcbergeben.  &#8222;Wie  europ\u00e4isch bleiben die Briten und wieviel Gro\u00dfbritannien braucht  Europa?&#8220; &#8211; diese Frage analysierte zum Abschluss Moderator Markus  Spillmann  (Medienmanager, Journalist und Berater) mit Sebastian Borger  (deutscher  Journalist, Autor und freier London Korrespondent), Birgit  Schwarz (ORF  Korrespondentin in Berlin), Oliver Washington  (Korrespondent des SRF in  Br\u00fcssel) und Othmar Karas (Mitglied des  Europ\u00e4ischen Parlaments). Dabei hielten die Diskussionsteilnehmer einen  sogenannten &#8218;harten Brexit&#8216; f\u00fcr nicht  ausgeschlossen. &#8222;Man bereitet sich  f\u00fcr einen harten Brexit vor,&#8220; so Schwarz.  Mit dem Brexit &#8222;verlieren wir  alle&#8220;, erg\u00e4nzt Karas. &#8222;Wir machen es uns zu  einfach, wenn wir sagen,  der Brexit ist nur eine Sache von Gro\u00dfbritannien&#8220;,  f\u00fchrt er weiter aus.  Er sieht den Brexit allerdings auch als Chance,  nationalistischen  Str\u00f6mungen in Europa entgegenzuwirken. Auch der Frage, woher  die  britische Distanz komme, wurde nachgegangen. &#8222;Die Briten haben das   europ\u00e4ische Projekt nie als politisches Projekt, sondern als  Freihandelsprojekt gesehen&#8220;, wusste Schwarz. &#8222;Es gibt eine britische  Geschichts-Sicht, die  Gro\u00dfbritannien vom Rest des Kontinents  losgekoppelt sieht&#8220;, erg\u00e4nzte Borger und bemerkte final: &#8222;Den  Chaos-Brexit halte ich f\u00fcr ausgeschlossen.&#8220;  \u00dcber den Europ\u00e4ischen Mediengipfel  Seit dem Gr\u00fcndungsjahr 2007 bildet der Europ\u00e4ische Mediengipfel in Lech am  Arlberg einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Rahmen f\u00fcr Diskussionen, in denen ungefilterte  Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien,  die europ\u00e4ische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen  Zusammenh\u00e4nge der europ\u00e4ischen Lebensrealit\u00e4t geboten werden. Der unter der  Schirmherrschaft des \u00f6sterreichischen Au\u00dfenministeriums stehende Europ\u00e4ische  Mediengipfel &#8211; von der Kommunikationsagentur ProMedia Kommunikation initiiert  und seither federf\u00fchrend mit Lech Z\u00fcrs Tourismus GmbH und dem Verband der  Auslandspresse in Wien organisiert &#8211; wird von der Gemeinde Lech und dem Land  Vorarlberg, dem Presseclub Concordia sowie von der D. Swarovski Tourism Services GmbH, der BTV &#8211; Bank f\u00fcr Tirol und Vorarlberg und BMW unterst\u00fctzt. Weitere  Partner sind das Land Tirol, das Verbindungsb\u00fcro des Europ\u00e4ischen Parlaments in  \u00d6sterreich und die Tirol Werbung. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren  Der Standard, die APA &#8211; Austria Presse Agentur, das Handelsblatt, die Tiroler  Tageszeitung sowie die Vorarlberger Nachrichten.  Kontakt: Katja Wirth Lech-Z\u00fcrs Tourismus Dorf 2 6764 Lech am Arlberg t: +43 5583 2161 227 f: +43 5583 3155 www.lech-zuers.at katja.wirth@lech-zuers.at  Original-Content von: ProMedia Kommunikation GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/132610\/4131359\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lech am Arlberg (ots) &#8211; Mit einem Locationwechsel von Lech nach St. Christoph ins &#8218;arlberg1800&#8216; am Freitagabend wurde beim 12.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-269419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269419\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}