{"id":269442,"date":"2018-12-02T05:00:00","date_gmt":"2018-12-02T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/bund-kampf-um-kohle-wird-die-klimakonferenz-im-polnischen-kattowitz-bestimmen\/"},"modified":"2018-12-02T05:00:00","modified_gmt":"2018-12-02T05:00:00","slug":"bund-kampf-um-kohle-wird-die-klimakonferenz-im-polnischen-kattowitz-bestimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bund-kampf-um-kohle-wird-die-klimakonferenz-im-polnischen-kattowitz-bestimmen\/","title":{"rendered":"BUND: Kampf um Kohle wird die Klimakonferenz im polnischen Kattowitz bestimmen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Am Sonntag beginnt die 24. Weltklimakonferenz im  polnischen Kattowitz, im Herzen der Kohlef\u00f6rderregion Polens. Das  Ziel der Konferenz ist die Verabschiedung eines Regelbuchs zur  Umsetzung des Pariser Abkommens. Au\u00dferdem sind alle L\u00e4nder  aufgefordert, ihre schwachen Klimaschutzpl\u00e4ne mit den Pariser  Klimazielen in Einklang zu bringen.<!--more--> Die Konferenz wird nur dann als  Erfolg gewertet werden k\u00f6nnen, wenn L\u00e4nder mit hohen Emissionen  zusagen, ihre schwachen Klimaschutzpl\u00e4ne im Lauf des n\u00e4chsten Jahres  entscheidend zu verbessern. Ein Ausstieg aus fossilen Energien darf  jedoch nicht zu einem Wiedereinstieg in die lebensgef\u00e4hrliche und  nicht beherrschbare Atomkraft f\u00fchren, wie die polnische Regierung  angek\u00fcndigt hat.     &#8222;Es ist besch\u00e4mend, dass die Bundesregierung als fr\u00fcherer Motor  des Klimaschutzes wegen der von ihr mitverursachten Verz\u00f6gerung der  Arbeit der Kohlekommission mit fast leeren H\u00e4nden nach Polen f\u00e4hrt.  Wenn nichts Entscheidendes geschieht, wird die Bundesregierung die  von ihr beschlossenen Klimaziele krachend verfehlen, und das zum  Schaden nicht nur f\u00fcr Deutschland, sondern f\u00fcr die ganze Welt&#8220;,  erkl\u00e4rt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund f\u00fcr Umwelt und  Naturschutz Deutschland (BUND).     &#8222;Es ist unverst\u00e4ndlich, dass ein technologisch so hochstehendes  und wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland, mit einer  erfolgreichen F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien, nicht imstande und willens ist, seine \u00e4ltesten und dreckigsten Kohlekraftwerke in den  n\u00e4chsten Jahren zu schlie\u00dfen und einen schnellen Ausstieg aus der  Kohle zu vollziehen&#8220;, so Weiger. Zu denken g\u00e4be auch die Ank\u00fcndigung  von inzwischen allein zehn L\u00e4ndern der EU, bis sp\u00e4testens 2030 aus  der Kohleverstromung austeigen zu wollen. &#8222;Ich bin mir sicher, dass  sich immer mehr L\u00e4nder zu einem raschen Kohleausstieg verpflichten  werden. Bleibt es bei der Verweigerungshaltung, wird Deutschland zum  Au\u00dfenseiter.&#8220;     Der BUND-Vorsitzende betont weiterhin: &#8222;Entscheidend f\u00fcr die  Zukunft des Klimaschutzes ist es anzuerkennen, dass nicht alle L\u00e4nder die gleiche Verantwortung f\u00fcr den Ausbruch der Krise tragen.&#8220; Es  m\u00fcssten zwar alle L\u00e4nder ihre Klimaziele und Ma\u00dfnahmen verbessern,  aber die mit den h\u00f6chsten Emissionen und diejenigen, welche als  Industriel\u00e4nder die Klimakrise zu verantworten haben, seien in der  Pflicht voranzugehen und mehr zu machen.     &#8222;Die Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens ist jetzt drei  Jahre her. Wir wissen, dass die Erde sich nur um 1,5 Grad erhitzen  darf &#8211; mehr ist f\u00fcr uns alle zu viel. Wir steuern jedoch sehenden  Auges auf drei Grad zu. Jetzt, in Kattowitz, m\u00fcssen die st\u00e4rksten  Verursacher der Klimakrise verbindliche Zusagen machen, ihre  Emissionen in den n\u00e4chsten zehn Jahren zu halbieren&#8220;, sagt Weiger.     Weiterhin sei die Zivilgesellschaft eine wichtige S\u00e4ule in der  Gestaltung der Klimapolitik. Doch stehe diese in vielen L\u00e4ndern  zunehmend unter Druck &#8211; etwa auch im Gastgeberland der COP 24. Weiger weiter: &#8222;Mit Besorgnis sehen wir die Partizipation der  Zivilgesellschaft in Polen. So wurde zum Beispiel extra ein Gesetz  erlassen, welches die Versammlungsfreiheit w\u00e4hrend der  Klimaverhandlungen in Kattowitz einschr\u00e4nkt.&#8220; Doch auch in  Deutschland bekomme die Zivilgesellschaft Gegenwind, wie der  unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Polizeieinsatz zur R\u00e4umung des Hambacher Waldes  zeige. &#8222;Die Bedeutung der Zivilgesellschaft f\u00fcr einen effektiven  Klimaschutz ist wichtiger denn je &#8211; in Deutschland, in Europa und  weltweit. Nur mit einer lebendigen und vielf\u00e4ltigen Zivilgesellschaft k\u00f6nnen offensichtlich ambitionierte Klimaziele formuliert und auch  gegen wirtschaftliche Einzelinteressen umgesetzt werden&#8220;, betont  Hubert Weiger.     Weitere Informationen finden Sie unter:  www.bund.net\/klimawandel\/un-konferenzen\/    Pressekontakt: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin, Tel: 030-27586-468,  Mobil: 0151-24087297 (vom 3. bis 15. Dezember auf der COP24 in  Kattowitz vor Ort), E-Mail: annkathrin.schneider@bund.net   Katrin Matthes, BUND-Pressereferentin, Tel.: 030-27586-531,  Mobil: 0176-47684164 (vom 10. bis 15. Dezember vor Ort in Kattowitz), E-Mail: presse@bund.net   Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-425,  Mobil: 0162\/9611946, E-Mail: presse@bund.net  Original-Content von: BUND, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7666\/4131421\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Am Sonntag beginnt die 24. Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz, im Herzen der Kohlef\u00f6rderregion Polens. 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