{"id":269536,"date":"2018-12-03T11:00:16","date_gmt":"2018-12-03T11:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/bessere-einkommen-fuer-kakaobauern-dank-hoeherem-fairtrade-mindestpreis-fairtrade-erhoeht-mindestpreis-fuer-kakao-um-20-prozent-foto\/"},"modified":"2018-12-03T11:00:16","modified_gmt":"2018-12-03T11:00:16","slug":"bessere-einkommen-fuer-kakaobauern-dank-hoeherem-fairtrade-mindestpreis-fairtrade-erhoeht-mindestpreis-fuer-kakao-um-20-prozent-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bessere-einkommen-fuer-kakaobauern-dank-hoeherem-fairtrade-mindestpreis-fairtrade-erhoeht-mindestpreis-fuer-kakao-um-20-prozent-foto\/","title":{"rendered":"Bessere Einkommen f\u00fcr Kakaobauern dank h\u00f6herem Fairtrade-Mindestpreis \/ Fairtrade erh\u00f6ht Mindestpreis f\u00fcr Kakao um 20 Prozent (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/b9c73482-cc70-4e22-a919-ba04367b752b\/Pressebild_TransFair.jpg\" \/><\/p>\n<p>K\u00f6ln\/Bonn (ots) &#8211;     Fairtrade International wird den Fairtrade-Mindestpreis f\u00fcr  konventionellen Kakao von 2.000 auf 2.400 US-Dollar pro Tonne (FOB)  erh\u00f6hen, eine Steigerung um 20 Prozent. F\u00fcr Bio-Kakao wird der  Fairtrade-Preis 300 US-Dollar \u00fcber dem Weltmarktpreis oder dem  Fairtrade-Mindestpreis liegen, je nachdem, welcher zur Zeit des  Verkaufs h\u00f6her ist.<!--more--> &#8222;F\u00fcr die Kleinbauern ist die Preiserh\u00f6hung ein  Schritt zu besseren Einkommen&#8220;, sagte Dieter Overath,  Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. &#8222;Wir sind zuversichtlich,  dass unsere Kakao-Partner die Entscheidung von Fairtrade  International mittragen und unsere Arbeit auch zuk\u00fcnftig unterst\u00fctzen und ausbauen.&#8220;     Im letzten Jahr ist der Weltmarktpreis f\u00fcr Kakao um mehr als ein  Drittel eingebrochen. Unter den Preisschwankungen leiden insbesondere die B\u00e4uerinnen und Bauern. Fairtrade ist das einzige  Zertifizierungssystem mit einem verpflichtenden Mindestpreis, der als Sicherheitsnetz dient, wenn die Marktpreise fallen, w\u00e4hrend die  Kleinbauernorgani\u00acsationen dennoch von steigenden Marktpreisen  profitieren k\u00f6nnen. Der von der Regierung der Elfenbeink\u00fcste, dem  weltweit gr\u00f6\u00dften Anbauland f\u00fcr Kakao, festgesetzte Kakaopreis betr\u00e4gt aktuell 2.124 US-Dollar (FOB). Wenn der Fairtrade-Mindestpreis aber  h\u00f6her ist, zahlen die K\u00e4ufer von Fairtrade-Kakao die Differenz an die Kleinbauernorganisation.     Auch die Fairtrade-Pr\u00e4mie steigt um 20 Prozent     Die zus\u00e4tzliche Fairtrade-Pr\u00e4mie wird von 200 auf 240 US-Dollar  pro Tonne angehoben, das macht sie zur h\u00f6chsten festgelegten Pr\u00e4mie  aller Zertifizierungssysteme. Die Pr\u00e4mie ist ein Betrag, der \u00fcber den Einkaufpreis f\u00fcr den Kakao hinaus direkt an die  Kleinbauernorganisationen gezahlt wird, die dieses Geld in selbst  gew\u00e4hlte Projekte investieren. Die Pr\u00e4mie tr\u00e4gt dazu bei, dass  Kooperativen sich zu starken und professionellen Organisationen  entwickeln, die auf die Bed\u00fcrfnisse ihrer Mitglieder eingehen und sie als langfristige Gesch\u00e4ftspartner st\u00e4rken. Im Jahr 2017 nahmen  Fairtrade-Kakaokooperativen Pr\u00e4miengelder in H\u00f6he von fast 43  Millionen US-Dollar f\u00fcr Investitionen in ihre Betriebe und Projekte  f\u00fcr die Gemeinden ein.     Die neuen Preise wurden vom Fairtrade-Standardkomitee beschlossen, einem aus verschiedenen Akteuren zusammengesetzten Gremium, dem auch  Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen und Handel angeh\u00f6ren. Sie treten am 1. Oktober 2019 in Kraft. Dem Beschluss ging ein umfassender Konsultationsprozess entlang der Kakaolieferkette  voraus, der Fairtrade-B\u00e4uerinnen und -Bauern, Handelsunternehmen,  Hersteller und Schokoladenmarken sowie die Zivilgesellschaft  einschloss.     Die Herausforderungen in der westafrikanischen Kakao-Branche sind  enorm, wie eine Fairtrade-Studie vom April 2018 zeigt: Das Einkommen  von 58 Prozent der Fairtrade-zertifizierten Haushalte im Kakaoanbau  der Elfenbeink\u00fcste lag laut Studie unterhalb der absoluten  Armutsgrenze. Der neue Fairtrade-Mindestpreis soll es  Durchschnittshaushalten im Fairtrade-zertifizierten Kakaoanbau  erm\u00f6glichen, ein Einkommen oberhalb der extremen Armutsgrenze zu  erzielen. In drei Jahren werden Mindestpreis und Pr\u00e4mie f\u00fcr Kakao  voraussichtlich wieder \u00fcberpr\u00fcft.      &#8222;Das sind gute Neuigkeiten f\u00fcr die Menschen im Kakaoanbau in  Westafrika,&#8220; meint Fortin Bley, ivorischer Kakaobauer und  Vorsitzender von Fairtrade Afrikas westafrikanischem  Produzentennetzwerk. &#8222;B\u00e4uerinnen und Bauern wurden durch niedrige  Weltmarktpreise schwer unter Druck gesetzt. Der h\u00f6here  Fairtrade-Mindestpreis und die h\u00f6here Pr\u00e4mie tragen dazu bei, den Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu ebnen.&#8220;     Alle formalen und technischen Informationen zur Einf\u00fchrung des  neuen Fairtrade-Mindestpreises und der Pr\u00e4mie werden im Februar 2019  von Fairtrade International ver\u00f6ffentlicht.     Neuer Referenzpreis f\u00fcr existenzsichernde Einkommen macht  Zielvorgaben      Die \u00dcberarbeitung von Mindestpreis und -Pr\u00e4mie erfolgt in  Verbindung mit einer umfassenderen Fairtrade-Strategie, die auf  existenzsichernde Einkommen f\u00fcr Kakaob\u00e4uerinnen und -bauern  hinarbeitet. Im Rahmen dieser Strategie hat Fairtrade International  auch einen Richtpreis f\u00fcr existenzsichernde Einkommen f\u00fcr Kakao in  C\u00f4te d&#8217;Ivoire und Ghana ermittelt, den sogenannten &#8222;Living Income  Reference Price&#8220;. Er ist der erste Richtpreis f\u00fcr die Branche, der  auf Richtwerten f\u00fcr existenzsichernde Einkommen und Konsultationen zu Betriebskosten der Produzenten beruht.     Dieser Zielpreis basiert auf der von der &#8222;ISEAL Living Income  Community of Practice&#8220; durchgef\u00fchrten Berechnung der Summe, die je  nach Land ben\u00f6tigt w\u00fcrde, um die durchschnittlichen Haushaltskosten  im Kakaoanbau f\u00fcr Lebensmittel, Unterkunft, Kleidung,  Gesundheitsversorgung, Bildung sowie f\u00fcr eine kleine Notfallreserve  zu decken. Im n\u00e4chsten Schritt wurden Produktivit\u00e4tsindikatoren und  die Kosten einer nachhaltigen Produktion in die Berechnung  einbezogen. Die Grundlage dieses Preismodells wurde ebenfalls in  einem Konsultationsprozess mit Produzentenorganisationen, Industrie  und Zivilgesellschaft gepr\u00fcft.     Referenzpreis als Teil einer ganzheitlichen Strategie     Der Fairtrade-Mindestpreis basiert auf FOB-Verkaufsebene, weil er  sich auf das Einkommen landwirtschaftlicher Kleinbetriebe bezieht.  Dagegen dient als Berechnungsgrundlage des Referenzpreises f\u00fcr  existenzsichernde Einkommen das sogenannte &#8222;Farm Gate&#8220;-Level. Er  betr\u00e4gt f\u00fcr die Elfenbeink\u00fcste 2.668 US-Dollar pro Tonne Kakao und  f\u00fcr Ghana 2.300 US-Dollar. (Zum Vergleich: Umgerechnet auf Farm  Gate-Level w\u00fcrde sich der neue Fairtrade-Mindestpreis f\u00fcr die  Elfenbeink\u00fcste zum aktuellen Kurs auf ca. 1.600 US-Dollar pro Tonne  belaufen.) Der Referenzpreis sollte erm\u00f6glichen, dass B\u00e4uerinnen und  -bauern, die Vollzeit im Kakaoanbau t\u00e4tig sind, ein  existenzsicherndes Einkommen verdienen. Um dies zu erreichen muss der Preis Teil einer ganzheitlichen Strategie sein, die auch  Produktivit\u00e4tssteigerungen und die Diversifikation von Nutzpflanzen  umfasst.     Im Gegensatz zum Fairtrade-Mindestpreis ist der Referenzpreis f\u00fcr  existenzsichernde Einkommen nicht verpflichtend. Durch die Erh\u00f6hung  des Fairtrade-Mindestpreises verringert sich die Differenz zwischen  dem durchschnittlichen Einkommen eines ivorischen Kakaobauers und dem existenzsichernden Einkommen um rund ein Viertel; ein erster Schritt  in einem stufenweisen und kollektiven Ansatz, um die Kluft zu  schlie\u00dfen.     &#8222;Es ist eine traurige Wahrheit, dass die meisten Kakaob\u00e4uerinnen  und -bauern in Westafrika in Armut leben,&#8220; so Dar\u00edo Soto Abril,  Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Fairtrade International. &#8222;Der Preis, den  B\u00e4uerinnen und Bauern erhalten, ist ein kritischer Faktor. Er muss  dringend steigen, damit sich Kakaobauern einen annehmbaren  Lebensstandard f\u00fcr sich und ihre Familien leisten k\u00f6nnen. Wir  arbeiten engagiert mit unseren Partnern, um existenzsichernde  Einkommen Wirklichkeit werden zu lassen und begr\u00fc\u00dfen auch andere  mutige Vorst\u00f6\u00dfe aus der gesamten Branche.&#8220; Fairtrade wird mit  engagierten Partnern Projekte durchf\u00fchren, um die Fairtrade-Strategie f\u00fcr existenzsichernde Einkommen zu pr\u00fcfen, u.a. Preisinitiativen und  Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Diversifizierung. Mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse  soll, die die Kakaoindustrie dazu bewegt werden, sich  existenzsichernden Einkommen anzun\u00e4hern.     Fotos und weitere Informationen unter  www.fairtrade-deutschland.de\/presse     Hintergrund:     Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegr\u00fcndet,  benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsl\u00e4ndern zu  unterst\u00fctzen. Als unabh\u00e4ngige Organisation handelt TransFair e.V.  nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich daf\u00fcr ein, den Handel mit  fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu f\u00f6rdern und mehr  Bewusstsein f\u00fcr nachhaltigen Konsum zu erreichen.  www.fairtrade-deutschland.de     TransFair geh\u00f6rt zum internationalen Verbund Fairtrade  International e.V., in dem Fairtrade-Organisationen aus 25 L\u00e4ndern  und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen  sind. Fairtrade International entwickelt die international g\u00fcltigen  Fairtrade-Standards. www.fairtrade.net     Alle beteiligten Akteure entlang der Lieferkette werden regelm\u00e4\u00dfig von FLOCERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem  unabh\u00e4ngigen und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 17065 (DIN EN 45011).  www.flocert.net    Pressekontakt: Claudia Br\u00fcck presse@fairtrade-deutschland.de  Original-Content von: TransFair e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52482\/4132328\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln\/Bonn (ots) &#8211; Fairtrade International wird den Fairtrade-Mindestpreis f\u00fcr konventionellen Kakao von 2.000 auf 2.400 US-Dollar pro Tonne (FOB) erh\u00f6hen,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-269536","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269536"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269536\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}