{"id":270387,"date":"2018-12-10T08:30:03","date_gmt":"2018-12-10T08:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/den-globalen-migrationspakt-umsetzen-ausbeutung-von-arbeitsmigrantinnen-beenden\/"},"modified":"2018-12-10T08:30:03","modified_gmt":"2018-12-10T08:30:03","slug":"den-globalen-migrationspakt-umsetzen-ausbeutung-von-arbeitsmigrantinnen-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/den-globalen-migrationspakt-umsetzen-ausbeutung-von-arbeitsmigrantinnen-beenden\/","title":{"rendered":"Den Globalen Migrationspakt umsetzen &#8211; Ausbeutung von ArbeitsmigrantInnen beenden"},"content":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Das S\u00dcDWIND-Institut begr\u00fc\u00dft, dass die  Bundesregierung dem Globalen UN-Migrationspakt zustimmen wird und  fordert diese auf, insbesondere die Ziele des Migrationspaktes  zeitnah umzusetzen, die auf das Ende der Arbeitsausbeutung von  MigrantInnen abzielen.<!--more-->      Rund zwei Jahre haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen  am Text des Globalen Migrationspaktes gearbeitet, der bei der derzeit tagenden UN-Konferenz in Marrakesch (10.\/11. Dezember 2018)  angenommen wird. Die Texterstellung ging einher mit einem breiten  Konsultationsprozess, in den die internationale Zivilgesellschaft  eingebunden war. Auch S\u00dcDWIND hat sich hieran beteiligt. Dieser sehr  partizipative Prozess hat zu einem Kompromisspapier gef\u00fchrt, in dem  sich die Staaten immerhin dazu bekennen, die Arbeitsausbeutung von  MigrantInnen nicht zu tolerieren und ihre Arbeitsrechte zu sch\u00fctzen  (Ziel 6 des Migrationspaktes). &#8222;Ausgehend vom Migrationspakt werden  wir die Bundesregierung in ihren Ma\u00dfnahmen zur Beendigung der  Arbeitsausbeutung von MigrantInnen auch in Deutschland kritisch  begleiten&#8220;, so Dr. Sabine Ferenschild, S\u00dcDWIND-Mitarbeiterin. &#8222;Die  erst j\u00fcngst vom Deutschen Institut f\u00fcr Menschenrechte festgestellten  F\u00e4lle schwerer Arbeitsausbeutung auf dem Bau, in der  Fleischverarbeitung, aber auch in der Pflege oder der Landwirtschaft  belegen, wie wichtig ein forcierter Schutz der Arbeitsrechte von  MigrantInnen in Deutschland ist.&#8220;      Die h\u00e4ufige Unterschreitung von gesetzlichen Mindestl\u00f6hnen f\u00fcr  viele MigrantInnen, die insbesondere Frauen treffen, haben neben den  extrem niedrigen L\u00f6hnen auch zur Folge, dass die MigrantInnen ihre  Herkunftsfamilien nicht in dem Ausma\u00df mit Heimat\u00fcberweisungen  unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, wie dies bei einer menschenw\u00fcrdigen  Besch\u00e4ftigung und Entlohnung m\u00f6glich w\u00e4re. Dabei sind gerade solche  Heimat\u00fcberweisungen f\u00fcr viele Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern eine  wichtige Einnahmequelle und k\u00f6nnen sehr positive  entwicklungspolitische Effekte mit sich bringen. Die Kosten f\u00fcr diese \u00dcberweisungen sind jedoch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch. Frauen leiden  darunter sogar noch mehr als M\u00e4nner, denn sie \u00fcberweisen h\u00e4ufiger  kleinere Betr\u00e4ge.      Der UN-Migrationspakt setzt hier das klare Ziel, diese Kosten  deutlich zu senken (Ziel 20). &#8222;Das ist gut, damit das wenige Geld,  das die Frauen unter oft ausbeuterischen Bedingungen verdienen, auch  den Menschen in der Heimat zugutekommt und nicht den  Finanzdienstleistern&#8220;, meint Irene Knoke, wissenschaftliche  Mitarbeiterin beim S\u00dcDWIND-Institut. &#8222;Gerade Frauen k\u00f6nnen mit ihrer  Migration nicht nur zur wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch zu sozialem Wandel beitragen, da sie Einfluss auf traditionelle  Rollenbilder nehmen.&#8220;      Ein heute erschienenes Fact Sheet mit dem Titel &#8222;Zu welchem Preis: Migration, Frauen und Heimat\u00fcberweisungen&#8220;, das von Engagement Global im Auftrag des BMZ und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung  Nordrhein-Westfalen finanziert wurde, besch\u00e4ftigt sich mit diesen  Fragestellungen, aber auch mit dem Preis, den Frauen f\u00fcr die (teils  erzwungene) Migration zahlen. Thematisiert werden auch die mit der  Migration verbundenen geschlechtsspezifischen Risiken und die  Anf\u00e4lligkeit, der sich migrierende Frauen im Ausland gegen\u00fcbersehen.  Neben dem Fact Sheet hat S\u00dcDWIND in der letzten Woche eine  zehnteilige Videoreihe &#8222;Migration und Flucht verstehen&#8220;  ver\u00f6ffentlicht, in der auch das Thema der Arbeitsmigration und der  R\u00fcck\u00fcberweisungen angesprochen wird. Diese Videoreihe wurde ebenfalls von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie  durch die Evangelische Kirche im Rheinland und die Di\u00f6zesanstelle  Weltkirche-Weltmission im Erzbistum K\u00f6ln gef\u00f6rdert.     Zum Fact Sheet (und den weiteren Publikationen):  https:\/\/suedwind-institut.de\/index.php\/de\/publikationen-384.html     Zur Videoreihe &#8222;Migration und Flucht verstehen&#8220;:  https:\/\/www.youtube.com\/user\/SuedwindInstitut    Pressekontakt: Dr. Sabine Ferenschild S\u00dcDWIND Tel.: 0228-763698-16 ferenschild@suedwind-institut.de   Irene Knoke S\u00dcDWIND Tel.:0228-763698-13 knoke@suedwind-institut.de  Original-Content von: S\u00dcDWIND e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/129291\/4138762\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Das S\u00dcDWIND-Institut begr\u00fc\u00dft, dass die Bundesregierung dem Globalen UN-Migrationspakt zustimmen wird und fordert diese auf, insbesondere die<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-270387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=270387"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270387\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=270387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=270387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=270387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}