{"id":27059,"date":"2011-01-08T08:20:48","date_gmt":"2011-01-08T07:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=27059"},"modified":"2011-01-08T09:19:06","modified_gmt":"2011-01-08T08:19:06","slug":"nach-zugausfallen-db-und-nord-ostsee-bahn-wollen-winterprobleme-bewaltigen-und-akzeptieren-kurzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nach-zugausfallen-db-und-nord-ostsee-bahn-wollen-winterprobleme-bewaltigen-und-akzeptieren-kurzung\/","title":{"rendered":"Nach Zugausf\u00e4llen: DB und Nord-Ostsee-Bahn wollen Winterprobleme bew\u00e4ltigen und akzeptieren K\u00fcrzung"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Nachdem es bei der DB-Tochtergesellschaft Regionalbahn Schleswig-Holstein und der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) w\u00e4hrend der letzten Wochen durch Eis und Schnee zu zahlreichen Pannen und Zugausf\u00e4llen gekommen war, fand am 7. Januar auf  Initiative von Verkehrsminister Jost de Jager bei der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) ein Spitzengespr\u00e4ch mit den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen beider Unternehmen statt.<!--more--> Nach den Worten von LVS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Wewers h\u00e4tten beide Unternehmen dabei zugesichert, k\u00fcnftig wieder vertragsgem\u00e4\u00dfe Leistungen zu erbringen, ihre Konzepte f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung von Frost und Schnee zu verbessern und die von den Ausf\u00e4llen betroffenen Fahrg\u00e4ste zu entsch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Wewers: \u201eWir haben den beiden Unternehmen noch einmal deutlich gemacht, dass wir die schlechten Leistungen der vergangenen Wochen nicht akzeptieren. Mein Eindruck ist, dass die Botschaft angekommen ist und dass die Unternehmen kurzfristige und langfristige L\u00f6sungen entwickelt haben und auch noch entwickeln werden.\u201c<\/p>\n<p>Von Ende November 2010 bis zum 2. Januar 2011 waren bei der DB Regio AG in Schleswig-Holstein rund 820 Z\u00fcge ausgefallen, die P\u00fcnktlichkeit der fahrenden Z\u00fcge lag bei unter 80 Prozent. Bei der Nord-Ostsee-Bahn fielen im gleichen Zeitraum 570 Z\u00fcge aus, die P\u00fcnktlichkeit lag bei knapp \u00fcber 70 Prozent.<\/p>\n<p>Wie Wewers weiter sagte, h\u00e4tten sowohl die DB Regio AG als auch die NOB akzeptiert, dass das Land die ausgefallenen Z\u00fcge nicht bezahlen werde. \u201eInsgesamt gehen wir von einem Betrag in H\u00f6he von rund einer halben Million Euro aus. Uns ist besonders wichtig, dass die betroffenen Fahrg\u00e4ste nun entsch\u00e4digt werden. Und die beiden Unternehmen sollten die Fahrg\u00e4ste vor Ort umfassend und pers\u00f6nlich \u00fcber die Probleme und die L\u00f6sungen informieren.\u201c<\/p>\n<p>Beide Unternehmen hatten Vertretern des Landes und der LVS in den mehrst\u00fcndigen Gespr\u00e4chen die Analyse der Probleme der vergangenen Wochen vorgelegt und Gegenma\u00dfnahmen vorgestellt. Ursache f\u00fcr die Zugausf\u00e4lle waren offenbar neben winterbedingten Fahrzeugst\u00f6rungen und der fehlenden Schneer\u00e4umung unter anderem fehlende Werkstatt- und Abstellkapazit\u00e4ten sowie fehlende Ersatzz\u00fcge. Hinzu kamen Defizite bei der Fahrgastinformation und im Krisenmanagement.<\/p>\n<p>Verkehrsminister de Jager zog ein vorsichtig positives Fazit des Gespr\u00e4chs: \u201eIch bin sicher, dass die Unternehmen jetzt die richtigen Weichenstellungen vornehmen und sich ihren Fahrg\u00e4sten beim n\u00e4chsten Frosteinbruch besser pr\u00e4sentieren.\u201c Der Minister machte zugleich aber auch deutlich, dass das Land im Falle erneuter Pannen nicht nur das Geld f\u00fcr die ausgefallenen Leistungen einbehalten, sondern einen Sondermalus in erheblicher H\u00f6he einfordern werde.<\/p>\n<p>Die Z\u00fcge der Nord-Ostsee-Bahn fahren seit dem 3. Januar wieder fahrplangem\u00e4\u00df, die Z\u00fcge der Regionalbahn Schleswig-Holstein sollen ab dem 10. Januar wieder ann\u00e4hernd fahrplangem\u00e4\u00df unterwegs sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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