{"id":27061,"date":"2011-01-09T08:20:09","date_gmt":"2011-01-09T07:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=27061"},"modified":"2011-01-09T16:29:14","modified_gmt":"2011-01-09T15:29:14","slug":"landwirtschaftsministerin-juliane-rumpf-unterstutzt-forderung-nach-einem-haftungsfonds-der-europaischen-futtermittelwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/landwirtschaftsministerin-juliane-rumpf-unterstutzt-forderung-nach-einem-haftungsfonds-der-europaischen-futtermittelwirtschaft\/","title":{"rendered":"Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf unterst\u00fctzt Forderung nach einem Haftungsfonds der europ\u00e4ischen Futtermittelwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf unterst\u00fctzt die Forderung des Bauernverbandes nach Einrichtung eines Haftungsfonds der europ\u00e4ischen Futtermittelwirtschaft. &#8222;&#8220;Unsere Landwirte sind nicht die Verursacher des aktuellen Dioxinskandals, sondern sie sind die Opfer, die f\u00fcr ihren Schaden entsch\u00e4digt werden m\u00fcssen.<!--more--> Die Forderung nach einem Haftungsfonds der europ\u00e4ischen Futtermittelwirtschaft ist auch wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung in der EU notwendig. Ich werde mich in diesem Sinne in die Beratungen auf Bund-L\u00e4nder-Ebene einbringen&#8220;&#8220;, sagte Frau Rumpf im Anschluss an den Besuch bei einem Schweinemastbetrieb, der seine Tiere derzeit nicht vermarkten darf. Au\u00dferdem erneuerte die schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerin ihre Forderung vom 5. Januar nach einer Versch\u00e4rfung der Zulassungsbedingungen f\u00fcr Unternehmen, die Futtermittel herstellen. &#8222;&#8220;Die gleichzeitige Herstellung von Futtermitteln und von technischen Produkten, die f\u00fcr Futtermittel gef\u00e4hrlich sind, unter dem Dach des gleichen Betriebes erscheint mir vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse zu riskant&#8220;&#8220;, sagte sie. Am Ende m\u00fcsse auch im Sinne des Verbraucherschutzes eine klare und sichere Trennung der Betriebsteile gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\n<p>Unterdessen hat das Land Niedersachsen das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium heute informiert, dass von drei nieders\u00e4chsischen Futtermittelherstellern an 22 Betriebe in Schleswig-Holstein m\u00f6glicherweise dioxinbelastetes Futter geliefert wurde. Die Information der Empf\u00e4nger, wiederum \u00fcberwiegend Schweinemastbetriebe, wurde umgehend in die Wege geleitet. Au\u00dferdem wurden die nieders\u00e4chsischen Beh\u00f6rden gebeten, die notwendigen Untersuchungen kurzfristig zu veranlassen.<br \/>\nParallel dazu hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Schleswig-Holstein, die von einem Unternehmen aus Hamburg dioxinbelastetes Futter bezogen hatten, auf jetzt 61 erh\u00f6ht. Diese Zahl k\u00f6nnte allerdings nochmals ansteigen, wenn alle Angaben der bereits genannten acht Landhandelsunternehmen aus Schleswig-Holstein vorliegen, die neben den landwirtschaftlichen Betrieben ebenfalls beliefert worden waren. Die Ergebnisse f\u00fcr die in diesem Zusammenhang von Hamburg gestarteten Laboranalysen werden bereits in der kommenden Woche erwartet.<\/p>\n<p>Bei den Untersuchungen zu dioxinbelastetem Futterfett aus dem Betrieb Harles und Jentzsch, die vom schleswig-holsteinischen Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume in Auftrag gegeben wurden, liegen weitere zehn Ergebnisse vor. Dabei erreichten die Dioxingehalte Werte zwischen 0,66 Nanogramm (ng) bis 58,17 ng. In neun F\u00e4llen wurde der zul\u00e4ssige H\u00f6chstgehalt (0,75 ng) \u00fcberschritten. Insgesamt hatte das Ministerium 112 Proben aus Eingangs- und Ausgangsware der Firma Harles und Jentzsch zur Untersuchung gegeben, von denen damit bis heute 30 Laboranalysen vorliegen. In aktuell zw\u00f6lf F\u00e4llen wurde der zul\u00e4ssige H\u00f6chstgehalt an Dioxin unterschritten, in 18 F\u00e4llen aber \u00fcberschritten. Grunds\u00e4tzlich ist davon auszugehen, dass im Prozess der Futtermittelherstellung wegen der Beimischung anderer Futterkomponenten der Dioxingehalt insgesamt absinkt. Dennoch sind die genannten 18 Proben wegen der H\u00f6chstgehalt\u00fcberschreitung nicht f\u00fcr die Futtermittelherstellung geeignet.<br \/>\nDie weiteren Laborergebnisse stehen noch aus und werden vom Ministerium in den n\u00e4chsten Tagen sukzessive erwartet und ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Das Ministerium h\u00e4lt daran fest, die Betriebe nicht \u00f6ffentlich zu nennen, die derzeit ihre Tiere nicht vermarkten k\u00f6nnen. Die Sicherheit sei durch das Vermarktungsverbot in jedem Fall gew\u00e4hrleistet; au\u00dferdem sei bis zum Vorliegen der laufenden Laboranalysen bereits in der kommenden Woche unklar, ob die Tiere \u00fcberhaupt Futter erhalten h\u00e4tten, in dem der zul\u00e4ssige gesetzliche Grenzwert f\u00fcr Dioxin \u00fcberschritten wurde. Eine \u00f6ffentliche Nennung der Gesch\u00e4digten zu diesem Zeitpunkt sei daher unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und berge zudem die Gefahr weiteren wirtschaftlichen Schadens, der vermeidbar sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf unterst\u00fctzt die Forderung des Bauernverbandes nach Einrichtung eines Haftungsfonds der europ\u00e4ischen Futtermittelwirtschaft. &#8222;&#8220;Unsere Landwirte<\/p>\n","protected":false},"author":1127,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-27061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1127"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27061\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}