{"id":271871,"date":"2018-12-24T12:01:05","date_gmt":"2018-12-24T12:01:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/nust-misis-weltweit-erster-metallurgischer-ofen-fuer-zivilisationsabfaelle-in-russland-in-betrieb-genommen\/"},"modified":"2018-12-24T12:01:05","modified_gmt":"2018-12-24T12:01:05","slug":"nust-misis-weltweit-erster-metallurgischer-ofen-fuer-zivilisationsabfaelle-in-russland-in-betrieb-genommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nust-misis-weltweit-erster-metallurgischer-ofen-fuer-zivilisationsabfaelle-in-russland-in-betrieb-genommen\/","title":{"rendered":"NUST MISIS: Weltweit erster metallurgischer Ofen f\u00fcr Zivilisationsabf\u00e4lle in Russland in Betrieb genommen"},"content":{"rendered":"<p>Moskau (ots\/PRNewswire) &#8211;      Am 18. Dezember 2018 wurde in Mtsenk in der Region Oryol das  Pilotprojekt des weltweit einzigartigen metallurgischen Ofens  gestartet der eisenhaltige Industrieabf\u00e4lle sowie Feststoffabfall  verarbeiten kann und bis zu 16.000 Tonnen Metall pro Jahr simultan  einschmelzt und Energie produziert, ohne dabei die Umwelt zu  sch\u00e4digen.<!--more--> Der Ofen wurde von der NUST MISIS-Forschergruppe in  Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Vtoraluminprodukt als  Industriepartner entwickelt und gebaut.     (Logo: https:\/\/mma.prnewswire.com\/media\/484501\/NUST_MISIS_Logo.jpg )     (Photo:  https:\/\/mma.prnewswire.com\/media\/801696\/NUST_MISIS_Furnace.jpg )     Laut den neuesten Forschungsergebnissen haben sich in Russland 130 Milliarden Tonnen M\u00fcll angesammelt &#8211; dies entspricht 800 Tonnen oder  20 Autoladungen voll Abfall pro Person. Zus\u00e4tzlich fallen in der  eisen- und nicht-eisenhaltigen Metallurgie und chemischen Industrie  j\u00e4hrlich 5 Millionen Tonnen eisenhaltige Industrieabf\u00e4lle an. Diese  Abf\u00e4lle werden auf M\u00fclldeponien gelagert und nicht aufbereitet, da  dies technisch und wirtschaftlich nicht m\u00f6glich ist und zudem die  Umwelt gef\u00e4hrden w\u00fcrde.     Das Forscherteam des NUST MISIS, geleitet vom Direktor des  Innovative Metallurgical Technology Scientific and Educational  Center, Dr. Gennadiy Podgorodetskiy, hat zusammen mit dem  Industriepartner der Universit\u00e4t, dem Unternehmen Vtoraluminprodukt,  eine weltweit einzigartige Pilotanlage mit einem blasenbildenden  Reaktor (auf Basis des Gassp\u00fclprinzips) aufgebaut und in Betrieb  genommen. Der Reaktor verarbeitet Industrieabfall, Schlacken und  Kl\u00e4rschlamm sowie kohlenstoffhaltige Abf\u00e4lle, einschlie\u00dflich  st\u00e4dtischer Feststoffabf\u00e4lle, produziert auf effiziente und  umweltfreundliche Weise Eisen und konzentriert nicht-eisenhaltige  Metalle auf.     Nikolay Shenchenko, Mitglied des Fachausschusses f\u00fcr Bergbau der  Staatsduma der Russischen F\u00f6deration f\u00fcr Industrie und Innovation und CEO von  &#8222;Resmet&#8220;, erkl\u00e4rt:     &#8222;Der Vorteil dieser Technologie ist, dass kein Abfall entsteht und eine einfache, verl\u00e4ssliche und umweltfreundliche Reinigung der  Abgase m\u00f6glich ist. Dadurch ist es m\u00f6glich, die Verarbeitung von  metallurgischem Abfall, kohlevorbereitende Betriebe und st\u00e4dtischen  Abfall von Unternehmen oder Ansiedlungen, die mit Kohle beheizt  werden, zu kombinieren. Es ist sozusagen eine Universaltechnik.&#8220;     Wie Fachleute bereits angemerkt haben hat dieser Ofen das  Potenzial, zur neuen Kalaschnikow f\u00fcr Russland werden &#8211; eine  einzigartige Technologie, f\u00fcr die es auch im Ausland nichts  Vergleichbares gibt und die weltweit exportiert wird.     Takhir Galiullin, Vorsitzender von Russian Steel&#8220;:     &#8222;Diese Technik kann repliziert werden. Die Entwickler halten sie  f\u00fcr Technologie der 3. Generation, die noch perfekter und effizienter ist als ihre Vorg\u00e4nger. Eine derartige Anlage hat Zukunft, weil es  immer etwas zu  recyceln gibt. Es wird immer fettige Okarinas,  Schlacken, Staub und Gasreinigung geben, d. h. Nebenprodukte der  Metallurgie, und deren Aufarbeitung wird immer relevant sein. Die  entsprechenden Anlagen sollten in Regionen mit starker  Metallurgieverarbeitung gebaut werden, sodass der Transportaufwand  kosteng\u00fcnstiger ist.     Wie der Entwickler des Ofens, Gennadiy Podgorodetskiy anmerkte,  ist die Technik einzigartig &#8211; weltweit wurde noch nichts  Vergleichbares entwickelt. Der Probestart des Prototyps zog  Gesch\u00e4ftsleute und Vertreter von metallurgischen und chemischen  Unternehmen wie Severstal, EuroChem und Mechel an.     Wenn das Recycling von Industrieabf\u00e4llen wirtschaftlich attraktiv  erscheint, was soll dann mit konventionellen M\u00fclldeponien geschehen?  Obwohl der neu entwickelte Ofen nicht sortierten Haushaltsm\u00fcll  verarbeiten kann, der durch Gefahrstoffe der Klasse 1 wie Neonr\u00f6hren  &#8222;erschwert&#8220; wird, meinen Fachleute, dass dieses Problem auf  Staatsebene gel\u00f6st werden sollte.     Natalya Belyaeva, Mitglied des Expertenrats f\u00fcr Industrie der  Russischen F\u00f6deration, meinte hierzu:     &#8222;Wirtschaftlich gesehen ist die Verarbeitung von st\u00e4dtischen  Feststoffabf\u00e4llen nicht zweckm\u00e4\u00dfig. Damit sich auch die  Verantwortlichen daf\u00fcr interessieren, die diese Anlage zur  Aufarbeitung von st\u00e4dtischen Feststoffabf\u00e4llen verwenden sollten und  k\u00f6nnen, sollten staatliche Subventionsma\u00dfnahmen in Betracht gezogen  werden.&#8220;     Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil der fortschrittlichen Technik besteht in den  geringeren Energiekosten: 20-30 % geringer als die besten  vergleichbaren Anlagen weltweit. Aus dieser Perspektive k\u00f6nnte sich  die Anlage auch f\u00fcr eine europ\u00e4ische BAT-Nominierung eignen (BAT =  Best Available Techniques &#8211; die besten existierenden Techniken).  Insgesamt ist die Technik von Beginn an umweltorientiert. Die von dem Ofen abgegebenen Emissionen sind signifikant geringer als die der  besten vergleichbaren Anlagen weltweit. Zus\u00e4tzlich wird die Bildung  von teilweise gef\u00e4hrlichen Umweltschadstoffen verhindert.     Gennadiy Podgorodetskiy, der Entwickler:     &#8222;Aufgrund von Kundenanfragen besteht die M\u00f6glichkeit, die  Schlackenzusammensetzung f\u00fcr die weitere Verarbeitung auszuw\u00e4hlen:  Schlackensteinprodukte, Schlacken aus thermischem  Isolierungsmaterial, dienen als Basis f\u00fcr die Produktion von  Zementklinker, etc. Durch das einzigartige Design der Einheit  betragen die Energiekosten nur 500 kg Kohle und 500 nm[3] Sauerstoff  pro Tonne Gusseisen. Deswegen bereiten wir Industrieabf\u00e4lle auf,  erhalten Gusseisen, kommerzielle Schlacken und  Nicht-Metallkonzentrat. Unsere Technologie produziert keine Abf\u00e4lle.  Die Pilotanlage wurde zudem daf\u00fcr konzipiert, die Technik der  abfallfreien Gaserzeugung aus zahlreichen kohlenstoffhaltigen  Abf\u00e4llen, auch Hausm\u00fcll, zu testen.&#8220;    Pressekontakt: Dina Moiseeva: moiseeva@edu.misis.ru mobile: +7-903-363-05-73  Original-Content von: The National University of Science and Technology MISiS, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/128465\/4151488\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moskau (ots\/PRNewswire) &#8211; Am 18. 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