{"id":272134,"date":"2018-12-27T10:26:54","date_gmt":"2018-12-27T10:26:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/die-zeitarbeit-als-personalabteilung-der-deutschen-unternehmen-gastbeitrag-von-bap-hauptgeschaeftsfuehrer-thomas-hetz\/"},"modified":"2018-12-27T10:26:54","modified_gmt":"2018-12-27T10:26:54","slug":"die-zeitarbeit-als-personalabteilung-der-deutschen-unternehmen-gastbeitrag-von-bap-hauptgeschaeftsfuehrer-thomas-hetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/die-zeitarbeit-als-personalabteilung-der-deutschen-unternehmen-gastbeitrag-von-bap-hauptgeschaeftsfuehrer-thomas-hetz\/","title":{"rendered":"Die Zeitarbeit als Personalabteilung der deutschen Unternehmen \/ Gastbeitrag von BAP-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Hetz"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Hat das Jahr 2018 die Erwartungen erf\u00fcllt und was  wird das Jahr 2019 bringen? Thomas Hetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des  Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V.<!--more--> (BAP),  res\u00fcmiert in seinem Gastbeitrag f\u00fcr das Branchenmagazin BD &#8211;  Blickpunkt Dienstleistung das aktuelle Jahr f\u00fcr die Zeitarbeit und  gibt einen Ausblick f\u00fcr 2019.     &#8222;Ein politisch nerv\u00f6ses, daf\u00fcr aber wirtschaftlich stabiles Jahr  f\u00fcr Deutschland neigt sich seinem Ende zu. F\u00fcr die Zeitarbeitsbranche war es ein Jahr der Nagelprobe f\u00fcr die Neuregelungen des  Arbeitnehmer\u00fcberlassungsgesetzes (A\u00dcG). Vor allem die  H\u00f6chst\u00fcberlassungsdauer, wonach derselbe Zeitarbeitnehmer  grunds\u00e4tzlich nur noch f\u00fcr die Dauer von 18 Monaten an denselben  Kunden \u00fcberlassen werden darf, wurde am 1. Oktober 2018 das erste Mal wirksam. Dass diese Regelung bei den Unternehmen, aber auch den  Besch\u00e4ftigten \u00e4u\u00dferst kritisch gesehen wird, war zu erwarten. Dies  haben wir im Vorfeld immer wieder aufgezeigt. Allerdings ist eine  erste, belastbare Bilanz der Auswirkungen der A\u00dcG-Reform zum jetzigen Zeitpunkt verfr\u00fcht. Angesichts des kurzen Erhebungszeitraums von  Oktober bis Dezember gibt es kaum aussagekr\u00e4ftiges oder valides  Datenmaterial. Trotzdem wird die Politik gefragt werden, wie sie mit  dieser durchweg negativen Bewertung umgehen wird.     Unbestritten hingegen ist, dass der fortschreitende Trend des  Fachkr\u00e4fte- und Arbeitnehmermangels den deutschen Arbeitsmarkt mehr  als je zuvor herausfordern wird. Arbeitgeber m\u00fcssen mittlerweile  aktiv um Kandidaten werben und stehen in einem harten Wettbewerb um  die besten K\u00f6pfe. Auch f\u00fcr Personaldienstleister wird es immer  schwieriger, geeignetes Personal zu finden. Schon heute k\u00f6nnen in  bestimmten Regionen und Branchen offene Stellen nicht mit geeigneten  Arbeitskr\u00e4ften besetzt werden. Betroffen sind vor allem Industrie,  Handwerk, Logistik sowie Pflege und Medizin. Dies best\u00e4tigen auch  zahlreiche, arbeitgeberunabh\u00e4ngige Erhebungen des  Bundeswirtschaftsministeriums oder der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, um  nur einige zu nennen. Passgenaue, professionelle Rekrutierung wird  angesichts dieser Entwicklung zu einer gefragten Schl\u00fcsselkompetenz.     Nicht nur personelle Engp\u00e4sse, sondern auch die Digitalisierung  und Automatisierung ver\u00e4ndern Arbeitsabl\u00e4ufe, Berufsbilder und  Produktionsprozesse; nicht zu untersch\u00e4tzen die auf den Arbeitsmarkt  str\u00f6menden Generationen Y und Z, welche flexible Arbeitszeitmodelle  f\u00fcr eine ausgeglichene Work-Life-Balance einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung  vorziehen. Darauf m\u00fcssen die Unternehmen reagieren. Schon 2017 hat  der BAP die Engp\u00e4sse am Arbeitsmarkt sowohl als Chance als auch als  Risiko erkannt und das Recruiting-Thema in den Fokus ger\u00fcckt. Mit  Fachvortr\u00e4gen von Wissenschaftlern und Experten werden seitdem  Recruiting-Trends beleuchtet und digitale Entwicklungen vorgestellt,  die die Personalsuche revolutionieren sollen. Auch im kommenden Jahr  wird der BAP an diesem Thema intensiv &#8222;dranbleiben&#8220;.     Im Kern kommt es also zuk\u00fcnftig darauf an, den Prozess der  Mitarbeitergewinnung kontinuierlich zu optimieren. Ein zentraler  Aspekt ist die St\u00e4rkung der Attraktivit\u00e4t des Arbeitgebers durch das  Employer Branding. Arbeitgeber m\u00fcssen genau analysieren, \u00fcber welche  Wege und Kan\u00e4le sie die potentiellen Bewerber am besten erreichen,  denn je nach Branche und Ausrichtung des Unternehmens kann dies sehr  unterschiedlich sein. Daf\u00fcr brauchen die Unternehmen mehr denn je  qualifizierte Personaler, wie Erhebungen nahelegen: Im ersten  Halbjahr 2018 waren Personaler in deutschen Unternehmen st\u00e4rker  gefragt als noch ein Jahr zuvor. Die Anzahl der ausgeschriebenen  Stellen f\u00fcr HR-Experten war sogar fast doppelt so hoch wie vor f\u00fcnf  Jahren. Besonders gesucht waren Recruiter, wie der StepStone  Fachkr\u00e4fteatlas im August dieses Jahres berichtete.     Genau darin liegt die St\u00e4rke der Zeitarbeit: Sie steht f\u00fcr  Flexibilit\u00e4t und Expertise bei der Personalbeschaffung. Dank ihr  k\u00f6nnen Unternehmen flexibel auf Auftragsspitzen reagieren. Deshalb  werden die Personaldienstleister in Zukunft immer mehr die Funktion  einer Personalabteilung f\u00fcr die Unternehmen \u00fcbernehmen: Beratung,  Vermittlung, Spezialisierung. Man k\u00f6nnte auch sagen: Die Zeitarbeit  wird zur Personalabteilung der deutschen Wirtschaft. Angesichts  dieser Schl\u00fcsselfunktion der Branche f\u00fcr den deutschen Arbeitsmarkt  w\u00e4ren weitere gesetzliche Einschr\u00e4nkungen fatal.     Doch das n\u00e4chste sozialpolitische W\u00e4hlergeschenk liegt schon vor  der T\u00fcr: Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. Es k\u00f6nnte  sich jedoch als vergiftetes Geschenk entpuppen, wenn es in  konjunkturell k\u00fchleren Phasen verbunden mit Auftragsr\u00fcckg\u00e4ngen als  Folge des internationalen Handelskonflikts und des Brexit seine  besch\u00e4ftigungssch\u00e4digende Wirkung f\u00fcr den gesamten Arbeitsmarkt  entfaltet. Bislang konnten die Unternehmen Dank Befristung und  Zeitarbeit flexibel auf derartige wirtschaftliche Entwicklungen  reagieren. Dies wird mit Abschaffung der sachgrundlosen Befristung  nicht mehr m\u00f6glich sein. Im \u00dcbrigen sind der \u00f6ffentliche Dienst und  die universit\u00e4re Forschung selbst der gr\u00f6\u00dfte Befrister im Vergleich  zur Privatwirtschaft. Die Politik sollte erstmal im eigenen Laden  aufr\u00e4umen, bevor sie dem Arbeitsmarkt immer mehr die Ketten anlegt.&#8220;     \u00dcber den BAP:     Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) ist die f\u00fchrende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in  Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit \u00fcber 4.600  Personaldienst-leistungs\u00ac\u00acbetrieben organisiert. Informationen zum  Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.    Pressekontakt: Doris Droste Leiterin Abteilung Presse Marketing | \u00d6ffentlichkeitsarbeit   Bundesarbeitgeberverband der  Personaldienstleister e.V. (BAP)  Universit\u00e4tsstr. 2-3a  10117 Berlin   Telefon: +49 30 206098 -30 Telefax: +49 30 206098 -39  E-Mail: presse@personaldienstleister.de Internet: www.personaldienstleister.de  Original-Content von: Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/104864\/4152462\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Hat das Jahr 2018 die Erwartungen erf\u00fcllt und was wird das Jahr 2019 bringen? 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