{"id":273872,"date":"2019-01-10T10:30:04","date_gmt":"2019-01-10T10:30:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/mehr-schonung-fuer-das-klima-weniger-sicherheit-fuer-die-versorgung-braunkohlenfoerderung-2018-deutlich-zurueckgegangen-co2-ausstoss-gesunken\/"},"modified":"2019-01-10T10:30:04","modified_gmt":"2019-01-10T10:30:04","slug":"mehr-schonung-fuer-das-klima-weniger-sicherheit-fuer-die-versorgung-braunkohlenfoerderung-2018-deutlich-zurueckgegangen-co2-ausstoss-gesunken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/mehr-schonung-fuer-das-klima-weniger-sicherheit-fuer-die-versorgung-braunkohlenfoerderung-2018-deutlich-zurueckgegangen-co2-ausstoss-gesunken\/","title":{"rendered":"Mehr Schonung f\u00fcr das Klima &#8211; Weniger Sicherheit f\u00fcr die Versorgung \/ Braunkohlenf\u00f6rderung 2018 deutlich zur\u00fcckgegangen \/ CO2-Aussto\u00df gesunken"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Die Braunkohlenf\u00f6rderung im Rheinland, der Lausitz  und im mitteldeutschen Revier sank 2018 insgesamt um etwa 3 Prozent  auf rund 166 Millionen Tonnen (Mio. t). Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV) wurden durch den R\u00fcckgang bei F\u00f6rderung und Verwendung insgesamt etwa 5 Mio. t CO2  eingespart.<!--more--> Damit leistete die Braunkohle auch 2018 einen mengenm\u00e4\u00dfig bedeutenden Beitrag zur Senkung des nationalen CO2-Aussto\u00dfes.     Einen wesentlichen Anteil am R\u00fcckgang der CO2-Emissionen aus  Braunkohle hatte die \u00dcberf\u00fchrung weiterer Kraftwerksbl\u00f6cke in die  Sicherheitsbereitschaft. Nachdem bereits seit 2016 bzw. 2017 die  Kraftwerke Buschhaus und Frimmersdorf (insgesamt gut 900 Megawatt  (MW)) die Sicherheitsbereitschaft leisten, gingen zum 1. Oktober 2018 zwei Bl\u00f6cke des Kraftwerks Niederau\u00dfem im Rheinland (knapp 600 MW)  sowie ein Block des Kraftwerks J\u00e4nschwalde in der Lausitz (465 MW)  vom Netz. 2019 folgen zwei weitere Anlagen. Durch die \u00dcberf\u00fchrung von insgesamt 2730 MW Nettoleistung in die Sicherheitsbereitschaft wird  der Braunkohleneinsatz zur Stromerzeugung in Deutschland bis 2020  insgesamt um etwa 13 Prozent zur\u00fcckgehen. Die CO2-Emissionen aus der  Braunkohlenstromerzeugung werden damit bis 2020 um etwa 19 Mio. t  niedriger sein.     &#8222;Die klimapolitisch gew\u00fcnschte Minderung des CO2-Aussto\u00dfes wird  allerdings von energiewirtschaftlichen Risiken und Nachteilen  begleitet, die im abgelaufenen Jahr besonders deutlich zu Tage  traten,&#8220; erkl\u00e4rte der DEBRIV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Thorsten  Diercks. In der langen Hitze- und D\u00fcrreperiode des vergangenen  Sommers leisteten die Braunkohlenkraftwerke einen soliden und  verl\u00e4sslichen Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung.  Wetterbedingt unterlag die Stromerzeugung aus Windenergie im Sommer  deutlichen Einschr\u00e4nkungen und PV-Anlagen konnten hitzebedingt  weniger Leistung bereitstellen. Kraftwerke, die ihr K\u00fchlwasser aus  Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern entnehmen, mussten ihre Kapazit\u00e4t deutlich  herunterfahren und das Niedrigwasser in den Fl\u00fcssen erschwerte die  Brennstoffversorgung verschiedener Anlagen. Da Braunkohlenkraftwerke  standortnah mit Brennstoff versorgt und mit S\u00fcmpfungswasser aus den  Tagebauen gek\u00fchlt werden, war ihr Betrieb zu keinem Zeitpunkt  gef\u00e4hrdet oder eingeschr\u00e4nkt. Der Betrieb der Braunkohlenkraftwerke  st\u00e4rkte auch 2018 nicht nur die nationale Versorgungssicherheit. In  mehreren Nachbarl\u00e4ndern konnten geplante oder ungeplante Stillst\u00e4nde  bei der Stromerzeugung durch Importe von deutschem Strom auch aus  Braunkohle aufgefangen werden.     Die besondere Entwicklung des vergangenen Jahres macht deutlich,  so der DEBRIV, dass die Stromerzeugung aus Braunkohle erhebliche  Relevanz f\u00fcr die Sicherheit der deutschen und europ\u00e4ischen  Stromversorgung hat. Ein vorzeitiger oder \u00fcberhasteter nationaler  Ausstieg aus der Braunkohlenstromerzeugung gef\u00e4hrdet die  Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa, solange der  erforderliche Netzausbau ausbleibt und die Speicherung hinreichend  gro\u00dfer Strommengen nicht m\u00f6glich ist.     Der DEBRIV rechnet auch in den kommenden Jahren mit weiteren  Reduzierungen bei der Verstromung heimischer Braunkohle. Die  Entwicklung folgt den Vorgaben des europ\u00e4ischen  Emissionshandelssystems, wonach die Menge kostenpflichtiger  Emissionszertifikate j\u00e4hrlich abnimmt. Nach den Planungen der  Unternehmen wird die Stromerzeugung aus Braunkohle in Deutschland in  den 2040er Jahren enden. Ein vorzeitiger Ausstieg f\u00fchrt unweigerlich  zu schweren Strukturbr\u00fcchen mit massiven Verlusten an Besch\u00e4ftigung  und Wertsch\u00f6pfung in den Bergbauregionen, warnt der DEBRIV.    Pressekontakt: Uwe Maa\u00dfen DEBRIV &#8211; Bundesverband Braunkohle Auenheimer Str. 27 50129 Bergheim T +49 2271 99577 34 F +49 2271 99577 8 34  mailto: Uwe.Maassen@braunkohle.de  Original-Content von: DEBRIV &#8211; Dt. Braunkohlen Industrie Verein, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/9341\/4162247\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Die Braunkohlenf\u00f6rderung im Rheinland, der Lausitz und im mitteldeutschen Revier sank 2018 insgesamt um etwa 3 Prozent<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-273872","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273872\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}