{"id":275145,"date":"2019-01-23T10:34:36","date_gmt":"2019-01-23T10:34:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/caritas-international-konflikt-in-kolumbien-muss-friedlich-geloest-werden\/"},"modified":"2019-01-23T10:34:36","modified_gmt":"2019-01-23T10:34:36","slug":"caritas-international-konflikt-in-kolumbien-muss-friedlich-geloest-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/caritas-international-konflikt-in-kolumbien-muss-friedlich-geloest-werden\/","title":{"rendered":"Caritas international: Konflikt in Kolumbien muss friedlich gel\u00f6st werden"},"content":{"rendered":"<p>Freiburg (ots) &#8211; Caritas appelliert an die Regierung Kolumbiens,  an einer politischen L\u00f6sung festzuhalten. Hoffnung auf Besuch von  Bundespr\u00e4sident Steinmeier     In Kolumbien m\u00fcssen die Friedensgespr\u00e4che mit der ELN-Guerilla  trotz des schweren Bombenanschlags der vergangenen Woche weitergehen. Das fordert Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen  Caritasverbandes.<!--more--> &#8222;Es muss weiter gesprochen werden, gerade jetzt.  Das Bomben darf nicht wieder zur Methode werden&#8220;, sagt sein  Pr\u00e4sident, Pr\u00e4lat Peter Neher. &#8222;Den j\u00fcngsten Anschlag der ELN  verurteilen wir auf das Sch\u00e4rfste.&#8220;     Hoffnungen setzt Caritas international auf Bundespr\u00e4sident  Steinmeier, der im Februar nach Kolumbien reisen wird. &#8222;Wir hoffen  sehr, dass der Bundespr\u00e4sident etwas bewegen kann und die  kolumbianische Regierung davon \u00fcberzeugt, trotz des j\u00fcngsten  Anschlags an einer friedlichen L\u00f6sung des Konflikts festzuhalten&#8220;,  erkl\u00e4rt Neher.     &#8222;Auch wenn der Dialog unter diesen Umst\u00e4nden schwerf\u00e4llt, sollte  die Regierung weiterhin das Gespr\u00e4ch suchen, sonst droht eine erneute Eskalation des alten Konflikts. F\u00fcr das Land w\u00e4re das eine  Katastrophe&#8220;, sagt Pr\u00e4lat Neher weiter. Die Botschaft an die ELN  m\u00fcsse sein, den Kampf einzustellen und den Willen zum Frieden  ernsthaft unter Beweis zu stellen. Der Angriff auf die  Polizeiakademie in der Hauptstadt Bogot\u00e1 am 17. Januar kostete 21  Menschen das Leben, nahezu 70 wurden teils schwer verletzt. Die  kolumbianische Regierung hat daraufhin die Friedensgespr\u00e4che mit der  ELN-Guerilla f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.     &#8222;Wir haben immer wieder auf die Br\u00fcchigkeit des Friedensprozesses  hingewiesen. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem der  Konflikt in seine alte Brutalit\u00e4t zur\u00fcckfallen k\u00f6nnte&#8220;, warnt Peter  Neher. &#8222;Die Regierung muss den Friedensvertrag jetzt endlich z\u00fcgig  und konsequent umsetzen, um ihren festen Willen zu dieser L\u00f6sung zu  unterstreichen.&#8220; Bislang wurden erst Teile der im Friedensvertrag  festgelegten Vereinbarungen umgesetzt. So ist in der Landreform, die  die R\u00fcckgabe gewaltsam angeeigneter L\u00e4ndereien an ihre rechtm\u00e4\u00dfigen  Besitzer vorsieht, so gut wie nichts geschehen.     Mehr als zwei Jahre nach dem formalen Friedensschluss zwischen der kolumbianischen Regierung und der gr\u00f6\u00dften Guerillagruppe des Landes,  FARC, kommt Kolumbien nicht zur Ruhe. Morde und Anschl\u00e4ge gehen in  vielen Teilen des Landes weiter. Von 2016 bis 2018 wurden mehr als  430 Menschenrechtsaktivisten und soziale F\u00fchrungspersonen, die sich  f\u00fcr den Frieden und die Auss\u00f6hnung in Kolumbiens Gesellschaft  eingesetzt haben, von Gegnern des Friedensprozesses ermordet. Unter  ihnen war auch ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Caritas und der  katholischen Kirche.     Caritas international unterst\u00fctzt die Gewaltopfer in Kolumbien  seit vielen Jahren. Zusammen mit der Caritas Kolumbien versorgen die  Caritasmitarbeiter Bed\u00fcrftige mit Hilfsg\u00fctern, sch\u00fctzen die  Zivilbev\u00f6lkerung und sichern ihre Grundrechte und wirken an der  Friedensf\u00f6rderung und Konfliktl\u00f6sung mit.     Insgesamt sind in dem mehr als 50 Jahre andauernden Konflikt in  Kolumbien mehr als 250.000 Menschen zu Tode gekommen. 60.000 Menschen gelten als verschwunden, 10.000 Menschen wurden durch Landminen  verletzt.     Hinweis an die Redaktionen: F\u00fcr Interviews zur aktuellen Situation in Kolumbien steht Jonas Brenner, Kolumbien-Referent von Caritas  international, der aktuell vor Ort war, zur Verf\u00fcgung. Bitte wenden  Sie sich an die Pressestelle.     Spenden mit Stichwort &#8222;Kolumbien&#8220; werden erbeten auf:     Caritas international, Freiburg     IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02     Bank f\u00fcr Sozialwirtschaft Karlsruhe     BIC: BFSWDE33KRL     oder online unter: www.caritas-international.de     Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin     Evangelische Bank     IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02     BIC: GENODEF1EK1     Stichwort: Katastrophenhilfe weltweit     Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de\/spenden\/     Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen  Caritasverbandes. Dieser geh\u00f6rt zum weltweiten Netzwerk der Caritas  mit 165 nationalen Mitgliedsverb\u00e4nden.    Pressekontakt: Hrsg.: Deutscher Caritasverband,  Caritas international, \u00d6ffentlichkeitsarbeit,  Karlstr. 40,  79104 Freiburg.  Telefon 0761 \/ 200-0.  Michael Br\u00fccker (verantwortlich, Durchwahl -293),  Reiner Fritz (Durchwahl -515) www.caritas-international.de  Original-Content von: Caritas international, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/67602\/4173574\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freiburg (ots) &#8211; Caritas appelliert an die Regierung Kolumbiens, an einer politischen L\u00f6sung festzuhalten. 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