{"id":275362,"date":"2019-01-25T10:30:02","date_gmt":"2019-01-25T10:30:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/greenfield-ansatz-ermoeglicht-finanzinstituten-innovativer-zu-sein-als-fintechs-oliver-wyman-state-of-the-financial-services-2019-report\/"},"modified":"2019-01-25T10:30:02","modified_gmt":"2019-01-25T10:30:02","slug":"greenfield-ansatz-ermoeglicht-finanzinstituten-innovativer-zu-sein-als-fintechs-oliver-wyman-state-of-the-financial-services-2019-report","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/greenfield-ansatz-ermoeglicht-finanzinstituten-innovativer-zu-sein-als-fintechs-oliver-wyman-state-of-the-financial-services-2019-report\/","title":{"rendered":"Greenfield-Ansatz erm\u00f6glicht Finanzinstituten innovativer zu sein als Fintechs &#8211; Oliver Wyman State of the Financial Services 2019-Report"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich (ots) &#8211; Die n\u00e4chste gro\u00dfe Innovationswelle in der  Finanzdiensteistungsbranche wird von etablierten Unternehmen  ausgehen. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle State of Financial  Services-Report von Oliver Wyman, der im Rahmen des  Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt wird.     In einer Branche wie dem Finanzwesen erfolgen zu viele  Prozessschritte noch manuell.<!--more--> Zahlreiche Analysen zeigen, dass viele  Kunden aktuell mit dem Service von Finanzdienstleistern unzufrieden  sind. Bestehende Finanzsysteme zu digitalisieren und manuell  aufw\u00e4ndige Prozesse zu minimieren, k\u00f6nnte jedoch viele Jahre in  Anspruch nehmen. Gleichzeitig versch\u00e4rft sich der Wettbewerb, denn  immer mehr Unternehmen dr\u00e4ngen mit innovativen digitalen Produkten  und Dienstleistungen auf den Markt. An dieser Stelle kommt der  Greenfield-Ansatz zum Tragen: Hierbei wird &#8211; bildlich gesprochen wie  auf einer freien, gr\u00fcnen Wiese &#8211; ein Vorhaben von Grund auf neu,  unabh\u00e4ngig und ohne Schnittstelle zum bestehenden Unternehmen  entwickelt. So k\u00f6nnen nicht nur aktuelle Trends und  Kundenbed\u00fcrfnisse, sondern auch Technologien wie Data Analytics und  K\u00fcnstliche Intelligenz sowie neue Regulierungen direkt bei der  Entwicklung ber\u00fccksichtigt werden, da die Schranken veralteter  Legacy-Systeme ihnen nicht den Weg in eine fortschrittliche Zukunft  versperren.     &#8222;F\u00fcr eine Branche, die mit der \u00dcbertragung und Verwahrung von Geld gewisserma\u00dfen ein elektronisches Produkt anbietet, erfolgen zu viele  Prozessschritte noch manuell&#8220;, so G\u00f6khan \u00d6zt\u00fcrk, Partner im Bereich  Financial Services bei Oliver Wyman. &#8222;Etablierte Unternehmen werden  darauf setzen, die Fesseln ihrer alten Infrastruktur abzuwerfen und  unbelastet neue Wege zu beschreiten.&#8220;     Erste Ergebnisse diesen Ansatzes sind bereits auf dem Markt  beziehungsweise befinden sich in Planung. Neben der RBS Group (B\u00f3)  arbeitet auch die National Australia Bank (QuickBiz) und die deutsche Versicherungsgesellschaft ERGO (Nexible) an neuen Technologien.  Goldman Sachs hat mit der Einf\u00fchrung seiner Onlinebank Marcus in den  USA und in Europa den Einstieg in das Privatkundengesch\u00e4ft bereits  geschafft.     Die Macht der Innovation      Digitale Herausforderer liefern etablierten Unternehmen die  notwendige Inspiration und Motivation, um neue Produkte zu  entwickeln. So konnte die s\u00fcdkoreanische Onlinebank Kakao in weniger  als einem Jahr sechs Millionen Nutzer gewinnen. Monzo, Revolut und  andere Unternehmen im Vereinigten K\u00f6nigreich haben ihre Kundenbasis  innerhalb eines Jahres von 0,6 auf 2,5 Millionen Kunden ausgebaut. In den USA hat Chime mehr als zwei Millionen kostenlose Girokonten  er\u00f6ffnet. Am Devisenmarkt konnte XTX in nur drei Jahren einen  Marktanteil von zehn Prozent erobern und war damit 2018 der  zweitgr\u00f6\u00dfte Marktakteur.     &#8222;Zwar m\u00f6gen einige dieser Unternehmen derzeit noch keine Gewinne  abwerfen, l\u00e4ngerfristig gesehen werden die digitalen Herausforderer  und Greenfield-Unternehmen von diesem Momentum profitieren&#8220;, erkl\u00e4rt  Ren\u00e9 Fischer, ebenfalls Partner im Bereich Financial Services bei  Oliver Wyman. Sie werden weitere Daten sammeln, anhand dieser Daten  neue Angebote entwickeln und noch mehr qualifizierte Mitarbeiter f\u00fcr  sich gewinnen.     Etablierte Finanzdienstleister reagieren      Um k\u00fcnftig erfolgreich zu sein, m\u00fcssen Finanzinstitute die  gleichen Vorteile haben wie ihre digitalen Herausforderer. So betreut ein Mitarbeiter einer Challenger-Bank durchschnittlich \u00fcber 2500  Kunden, in einem traditionellen Institut dagegen sind es 1000. Bei  digitalen Herausforderern betr\u00e4gt die Zeit bis zur Einf\u00fchrung neuer  Produkte oder Dienstleistungen zwei Wochen, bei herk\u00f6mmlichen Banken  hingegen drei bis sechs Monate.     Der Greenfield-Ansatz ist ein Versuch, beim Kundenangebot mit den  Herausforderern gleichzuziehen oder diese sogar zu \u00fcbertreffen.  Mithilfe moderner Technologie, einer offenen Plattformstruktur und  externer Dienstleister ist es m\u00f6glich, innerhalb eines Jahres f\u00fcr  zwischen 10 und 60 Millionen Euro neue Banking- und  Versicherungsplattformen zu entwickeln. Angesichts des Vorteils, dass sie \u00fcber enorme Ressourcen und von Beginn an \u00fcber einen  Bestandskundenstamm verf\u00fcgen, werden Finanzdienstleister darauf  setzen, die Fintech-Konkurrenz mit Greenfield-Plattformen  auszustechen.     Im Zuge dessen werden die neuen Greenfield-Unternehmen auch dazu  beitragen, firmenweit Ver\u00e4nderungen am Status quo anzuregen und  voranzutreiben. &#8222;Das Neue wird das Alte ver\u00e4ndern und das  Finanzsystem insgesamt besser machen&#8220;, so das Fazit von \u00d6zt\u00fcrk.    Pressekontakt: Davina Zenz-Spitzweg Communications Manager DACH +49 89 939 49 243  Davina.Zenz-Spitzweg@oliverwyman.com  Original-Content von: Oliver Wyman, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/66435\/4175632\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich (ots) &#8211; Die n\u00e4chste gro\u00dfe Innovationswelle in der Finanzdiensteistungsbranche wird von etablierten Unternehmen ausgehen. 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