{"id":275546,"date":"2019-01-26T10:08:08","date_gmt":"2019-01-26T10:08:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/ein-zukunftsweisendes-ergebnis-die-arbeit-geht-jetzt-erst-richtig-los-statement-von-dena-chef-andreas-kuhlmann-zum-abschlussbericht-der-kohlekommission-2\/"},"modified":"2019-01-26T10:08:08","modified_gmt":"2019-01-26T10:08:08","slug":"ein-zukunftsweisendes-ergebnis-die-arbeit-geht-jetzt-erst-richtig-los-statement-von-dena-chef-andreas-kuhlmann-zum-abschlussbericht-der-kohlekommission-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ein-zukunftsweisendes-ergebnis-die-arbeit-geht-jetzt-erst-richtig-los-statement-von-dena-chef-andreas-kuhlmann-zum-abschlussbericht-der-kohlekommission-2\/","title":{"rendered":"&#8222;Ein zukunftsweisendes Ergebnis &#8211; die Arbeit geht jetzt erst richtig los&#8220; \/ Statement von dena-Chef Andreas Kuhlmann zum Abschlussbericht der Kohlekommission"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Zum Abschlussbericht der Kommission &#8222;Wachstum,  Strukturwandel und Besch\u00e4ftigung&#8220;, kurz Kohlekommission, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Deutschen  Energie-Agentur (dena):     &#8222;Es ist hervorragend, dass es den Mitgliedern der Kommission  gelungen ist, zu einem zukunftsweisenden Ergebnis zu kommen.<!--more--> Die  Richtung ist eindeutig richtig, auch wenn die genauen Wege  selbstverst\u00e4ndlich in diesen wenigen Monaten von der Kommission noch  nicht beschrieben werden konnten. Die vorgeschlagene Reduzierung der  Kohleverstromung ist hinreichend ambitioniert, um die  Klimaschutzziele f\u00fcr die Jahre 2030 und 2050 zu erreichen. Das zeigen auch die Transformationspfade, die wir gemeinsam mit Unternehmen und  Verb\u00e4nden aus allen relevanten Branchen in der dena-Leitstudie  Integrierte Energiewende entwickelt haben.     Gleichzeitig macht die Kommission mit ihren vielseitigen  Empfehlungen zurecht deutlich, wie gro\u00df und komplex die  Herausforderungen im Energiesektor sind. Rechnet man Atom- und  Kohleausstieg zusammen, werden nun in knapp 20 Jahren rund 50 Prozent der heute verf\u00fcgbaren gesicherten Kraftwerkskapazit\u00e4ten vom Netz  gehen. Das ist eine gewaltige Herausforderung f\u00fcr einen hoch  entwickelten Industriestandort wie Deutschland, die wir aber werden  meistern k\u00f6nnen. Der Bericht gibt die Orientierung, auf die viele  Marktakteure gewartet haben. Ich bin sichere, dass daraus noch mehr  Schwung entsteht f\u00fcr die Entwicklung von neuen Technologien und  L\u00f6sungen f\u00fcr Energiewende und Klimaschutz. Hier ist aber auch die  Politik gefragt. Sie muss jetzt die Gelegenheit nutzen und durch die  richtigen energiepolitischen Ma\u00dfnahmen und Ver\u00e4nderungen passende  Rahmenbedingungen schaffen.     Die von der Kommission vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den  Energiesektor setzen an den richtigen Stellen an und sind die  richtige Grundlage f\u00fcr die verbleibende Arbeit in dieser  Legislaturperiode. \u00dcber das Ende der Kohleverstromung hinaus m\u00fcssen  wir dringend Wege finden, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu  beschleunigen, Investitionen in neue Gaskraftwerke anzureizen und die Stromnetze f\u00fcr die neuen Anforderungen fit zu machen. Dabei muss die  Versorgungssicherheit zu jeder Zeit gew\u00e4hrleistet sein. Hier gehen  die Einsch\u00e4tzungen von Experten zum Teil noch stark auseinander. Wie  wird sich die Stromnachfrage in Deutschland entwickeln? Wie weit kann Deutschland auch bei Engp\u00e4ssen auf erneuerbaren Strom aus dem Ausland z\u00e4hlen? K\u00f6nnen Versorgungsausf\u00e4lle in \u00fcberschaubarem Ma\u00df hingenommen  werden? Das alles sind Fragen, \u00fcber die wir uns dringend verst\u00e4ndigen m\u00fcssen. Denn je nachdem, welche Annahmen hier getroffen werden,  k\u00f6nnen die Konsequenzen f\u00fcr das Energiesystem sehr unterschiedlich  ausfallen.     Wichtig ist auch der Verweis der Kommission auf eine Reform des  \u00f6konomischen Rahmens der Energiewende und die Pr\u00fcfung einer  CO2-Bepreisung. Das System von Steuern, Abgaben und Umlagen im  Energie- und Klimaschutzbereich ist verkrustet. Es fehlt an anreizen, um neue Technologien und Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln, zum Beispiel in den Bereichen Flexibilit\u00e4t, Digitalisierung oder synthetische  Kraft- und Brennstoffe. Dabei sind f\u00fcr jeden Sektor eigene  Strukturen, Geschwindigkeiten und Herausforderungen zu  ber\u00fccksichtigen. Wir brauchen klare Zielvorgaben und marktorientierte Rahmenbedingungen, aufbauend auf Innovation, Wettbewerb und  Unternehmergeist. Ein Fokus auf die Bepreisung von CO2 w\u00e4re daf\u00fcr ein guter Ansatz. Gleichzeitig muss es darum gehen, mehr Transparenz zu  schaffen, soziale Ungleichheiten auszutarieren, Komplexit\u00e4t  abzubauen, Innovationen zu f\u00f6rdern und grenz\u00fcberschreitende  Kooperationen zu erm\u00f6glichen.     In den vom Strukturwandel betroffenen Kohlerevieren kommt es erst  recht darauf an, g\u00fcnstige Rahmenbedingungen f\u00fcr zukunftsweisende  Investitionen zu schaffen. Vor allem sollten wir nicht nur darauf  schauen, was im Zuge des Wandels verloren geht, sondern auch, was wir &#8211; auch und vor allem in diesen Regionen &#8211; damit gewinnen k\u00f6nnen.  Strukturwandel kann neue Perspektiven schaffen. In vielen Regionen  und St\u00e4dten sehen wir heute schon, dass Energiewende auch ein Treiber von neuen Gesch\u00e4ftsmodellen und Industrieansiedlungen ist.  Start-up-Unternehmen arbeiten an L\u00f6sungen f\u00fcr die betroffenen  Sektoren. St\u00e4dte und Kommunen machen sich auf den Weg in die urbane  Energiewende. Technologien und Know-how f\u00fcr Energiewende und  Klimaschutz sind international gefragt.     Die Arbeit geht jetzt erst richtig los. Die Kommission hat die  richtigen Punkte genannt, aber verst\u00e4ndlicherweise noch keine  L\u00f6sungen aufgezeigt. Der Ball liegt jetzt bei der Politik. Was in  diesem Jahr nicht auf den Weg gebracht wird, hat in dieser  Legislaturperiode kaum noch eine Chance, umgesetzt zu werden. Die  Erwartungen sind hoch, in der Wirtschaft, in den Regionen, in der  Gesellschaft insgesamt. Die Empfehlungen der Strukturwandelkommission sind eine gute Grundlage f\u00fcr die anstehenden Diskussionen und  Entscheidungen. Hinzu kommen zahlreiche Studien, die  Transformationspfade f\u00fcr eine klimagerechte Entwicklung skizzieren.  Gleichzeitig stehen viele Unternehmen mit neuen Ideen und  Gesch\u00e4ftsmodellen in den Startl\u00f6chern. Wenn es uns jetzt gelingt, die Weichen richtig zu stellen, kann es auf einmal sehr schnell  vorangehen. Diese Chance sollten wir nutzen.&#8220;    Pressekontakt: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Dr. Philipp Prein, Chausseestra\u00dfe 128 a, 10115 Berlin Tel: +49 (0)30 66 777-641, Mobil: +49 (0)173-62 68 441 E-Mail: prein@dena.de, Internet: www.dena.de  Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/43338\/4176429\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Zum Abschlussbericht der Kommission &#8222;Wachstum, Strukturwandel und Besch\u00e4ftigung&#8220;, kurz Kohlekommission, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-275546","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=275546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275546\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=275546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=275546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=275546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}