{"id":276383,"date":"2019-02-02T09:00:00","date_gmt":"2019-02-02T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/deutschland-sieht-rot-eon-wird-zum-neuen-strom-monopolisten-foto\/"},"modified":"2019-02-02T09:00:00","modified_gmt":"2019-02-02T09:00:00","slug":"deutschland-sieht-rot-eon-wird-zum-neuen-strom-monopolisten-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/deutschland-sieht-rot-eon-wird-zum-neuen-strom-monopolisten-foto\/","title":{"rendered":"Deutschland sieht rot: Eon wird zum neuen Strom-Monopolisten (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/69d4ba6e-3ac2-47b4-8c2b-fb3bd8e51210\/EonStromkarte_A5_Print.jpg\" \/><\/p>\n<p>Hamburg (ots) &#8211;     Analyse zeigt: Nach der geplanten \u00dcbernahme von Kunden und Netzen  der RWE-Tochter Innogy w\u00fcrde Eon zwei Drittel des Marktes dominieren  \/ LichtBlick fordert Kartellbeh\u00f6rden zum Stopp des Deals auf     Der \u00d6kostromanbieter LichtBlick fordert die EU-Kommission in einer Stellungnahme auf, den Megadeal zwischen RWE und Eon zur Neuordnung  des Energiemarktes zu untersagen.<!--more--> Die Stellungnahme wurde von der auf Wettbewerbsrecht spezialisierten Kanzlei Raue LLP verfasst.     &#8222;Die Pl\u00e4ne der beiden Energieriesen zielen auf ein Ende des  wettbewerblichen Strommarktes in Deutschland. Leidtragende sind die  Stromkunden, die mit h\u00f6heren Energiepreisen rechnen m\u00fcssen. Die  Kartellbeh\u00f6rden m\u00fcssen das Vorhaben stoppen&#8220;, so Gero L\u00fccking,  Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Energiewirtschaft bei LichtBlick.     Nach der \u00dcbernahme der Kunden und Netze der RWE-Tochter Innogy  wird die neue Eon auf zwei Drittel der Fl\u00e4che Deutschlands zum  gr\u00f6\u00dften Stromanbieter. In diesen Regionen liegt der Marktanteil des  Megakonzerns dann bei \u00fcber 70 Prozent der Kunden. In der Regel  kontrolliert die neue Eon hier auch die Stromnetze. Dies geht aus  einer Analyse der Beratungsgesellschaft LBD im Auftrag von LichtBlick hervor.     Eon baut mit der \u00dcbernahme von Innogy die renditestarken  Gesch\u00e4ftsfelder Grundversorgung und Netzbetrieb aus. Mit den sicheren Gewinnen aus diesen Sparten kann der Konzern auch in wettbewerblichen M\u00e4rkten aggressiv auftreten. Die k\u00fcnftige Eon verf\u00fcgt inklusive aller strategischen Beteiligungen \u00fcber mehr als 160 Strom-Marken und 840  Strom-Tarife.     Eon dominiert die lokalen Stromm\u00e4rkte     Die Endkundenm\u00e4rkte in Deutschland sind in lokale M\u00e4rkte  aufgeteilt. Denn Verbraucher k\u00f6nnen nur Tarife w\u00e4hlen, die in ihrem  Postleitzahlen- bzw. Netz- und Grundversorgungsgebiet angeboten  werden. So unterscheiden sich mitunter die Preise des gleichen  Stromtarifes schon in benachbarten Postleitzahlen-Gebieten erheblich.     &#8222;Der Wettbewerb um die Strom- und Gaskunden findet auf lokaler  Ebene statt. Und in einem Gro\u00dfteil der lokalen Stromm\u00e4rkte nimmt die  neue Eon eine marktbeherrschende Stellung ein&#8220;, so L\u00fccking.     Der Markteinfluss der neuen Eon zeigt sich am Beispiel der  einschl\u00e4gigen Online-Marktpl\u00e4tze wie Verivox und Check24. Rund 60  Prozent der Stromwechsler treffen ihre Wahl \u00fcber diese Marktpl\u00e4tze.  Nach Eingabe ihrer Postleitzahl erhalten sie lokale Tarifangebote.  Dabei entscheiden sich die Wechsler fast immer f\u00fcr einen der auf den  vorderen Pl\u00e4tzen gelisteten Tarife.     &#8222;Aufgrund der Marken- und Tarifvielfalt sowie prall gef\u00fcllter  Kassen kann die neue Eon die Klaviatur der Online-Portale in den  lokalen M\u00e4rkten perfekt spielen. Der Kunde wechselt zu einer anderen  Marke, ohne zu merken, dass er in der Eon-Welt bleibt&#8220;, so L\u00fccking.     Eon schafft Voraussetzungen f\u00fcr ein Big-Data-Monopol     Durch den Deal schafft Eon auch die Voraussetzungen f\u00fcr eine  marktbeherrschende Stellung in neuen Gesch\u00e4ftsfeldern. So  kontrolliert der Konzern nach dem Deal \u00fcber 20 Millionen Stromz\u00e4hler. Diese Z\u00e4hler m\u00fcssen ab 2019 durch Smart Meter ausgetauscht werden.  Eon kann aufgrund der Masse der betriebenen Smart Meter die damit  verbundenen Messdienstleistungen etwa 50 Prozent g\u00fcnstiger anbieten  als der n\u00e4chste Wettbewerber. Dies geht aus einer LBD-Analyse hervor. Aufgrund dieser Kostenvorteile kann der Konzern derzeit bereits sehr  schwachen Wettbewerber vom Smart-Meter-Markt verdr\u00e4ngen.     Mit dem Zugriff auf etwa 16 Millionen Kunden, rund 20 Millionen  k\u00fcnftig intelligente Z\u00e4hler und einen Gro\u00dfteil der Stromnetze wird  Eon zum f\u00fchrenden Datenkonzern in der Energiewirtschaft.     &#8222;Die Kundendaten sind das k\u00fcnftige Gold der Energiebranche. Hier  werden v\u00f6llig neue Gesch\u00e4ftsfelder entstehen. F\u00fcr diesen  Zukunftsmarkt schafft sich Eon mit dem Deal eine beispiellose  Ausgangsposition. Eon wird den Wettbewerb schon in den Startl\u00f6chern  abh\u00e4ngen&#8220;, so L\u00fccking. Beispiele wie die Rolle von Amazon im  Online-Handel oder von Google bei der Internetsuche zeigen, dass  datenbasierte Plattformgesch\u00e4fte eine Tendenz zum Monopol haben.     Diese Entwicklung droht auch im Energiemarkt, wenn der  RWE-Eon-Deal nicht gestoppt wird.     Weitere Informationen: Eine Deutschlandkarte zur Marktmacht der  neue Eon und ausf\u00fchrliche Hintergrundinformationen finden Sie unter  www.lichtblick.de\/presse    Pressekontakt: Ralph Kampwirth, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation Tel: 040 \/ 6360-1208. Mobil: 0170 \/ 5651556 Email: ralph.kampwirth@lichtblick.de   Volker Walzer, Pressesprecher  Tel: 040 \/ 6360-1260, Mobil: 0160 \/ 2580976   E-Mail: volker.walzer@lichtblick.de  LichtBlick SE | Zirkusweg 6 | 20359 Hamburg  Original-Content von: LichtBlick SE, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22265\/4182595\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Analyse zeigt: Nach der geplanten \u00dcbernahme von Kunden und Netzen der RWE-Tochter Innogy w\u00fcrde Eon zwei Drittel<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-276383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276383\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}