{"id":276458,"date":"2019-02-05T09:34:20","date_gmt":"2019-02-05T09:34:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/corporate-banking-index-von-bain-ertraege-im-firmenkundengeschaeft-der-banken-nahe-zehnjahrestief\/"},"modified":"2019-02-05T09:34:20","modified_gmt":"2019-02-05T09:34:20","slug":"corporate-banking-index-von-bain-ertraege-im-firmenkundengeschaeft-der-banken-nahe-zehnjahrestief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/corporate-banking-index-von-bain-ertraege-im-firmenkundengeschaeft-der-banken-nahe-zehnjahrestief\/","title":{"rendered":"Corporate-Banking-Index von Bain: Ertr\u00e4ge im Firmenkundengesch\u00e4ft der Banken nahe Zehnjahrestief"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Trotz steigender Kreditnachfrage verharren Ertr\u00e4ge und Gewinne im klassischen Firmenkundengesch\u00e4ft der Banken auf dem  niedrigsten Niveau seit 2009 \/ Potenziale insbesondere im  Cross-Selling von Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten werden  nicht ausgesch\u00f6pft \/ Extreme Wettbewerbsintensit\u00e4t belastet Kredit-  und Provisionsgesch\u00e4ft \/ Kreditmarge f\u00e4llt mit 1,2 Prozent auf <!--more--> historischen Tiefststand \/ Eigenkapitalrentabilit\u00e4t vor Steuern  bleibt mit 11 Prozent stabil     Die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren deutlich  gewachsen, viele Unternehmen haben expandiert &#8211; und dennoch sind  hierzulande die Ertr\u00e4ge und Gewinne der Banken im  Firmenkundengesch\u00e4ft zuletzt immer weiter zur\u00fcckgegangen. So ist im  ersten Halbjahr 2018 der Bain-Corporate-Banking-Index bei den  Ertr\u00e4gen noch einmal gesunken und liegt nun sogar unter dem Wert des  Finanzkrisenjahrs 2009. Der Profitabilit\u00e4tsindex verharrt hingegen  auf einem sehr niedrigen Niveau (Abb. 1). &#8222;Die Banken heizen mit  ambitionierten Wachstumspl\u00e4nen den Wettbewerb immer mehr an&#8220;, erkl\u00e4rt Bain-Partner Dr. Christian Graf. &#8222;Zudem werden vorhandene Potenziale  insbesondere im Cross-Selling nicht vollumfassend genutzt.&#8220;     Immer mehr Kredite mit immer weniger Marge     Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung im Brot- und  Buttergesch\u00e4ft der Banken, den Firmenkrediten. Seit nunmehr f\u00fcnf  Jahren steigt das Kreditvolumen unaufh\u00f6rlich und erreichte im ersten  Halbjahr 2018 mit 1,12 Billionen Euro einen neuen H\u00f6chststand.  Insbesondere Sparkassen und private Kreditbanken legten im  vergangenen Jahr leicht zu, hingegen ist der Marktanteil der  Genossenschaftsbanken geringf\u00fcgig zur\u00fcckgegangen. \u00dcber alle  Institutsgruppen hinweg erweisen sich Kredite an Mittelst\u00e4ndler mit  einem Umsatz von j\u00e4hrlich 25 bis 250 Millionen Euro als  entscheidender Treiber.     Trotz wachsender Kreditvolumina sind Zins\u00fcberschuss und  Kreditmarge branchenweit r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Kreditmarge fiel im ersten  Halbjahr 2018 mit 1,2 Prozent auf einen historischen Tiefststand.  Zwar belasten auch die anhaltenden Niedrigzinsen und zus\u00e4tzliche  Kosten f\u00fcr Regulierung und Digitalisierung das Kreditgesch\u00e4ft. Doch  nach \u00dcberzeugung von Bain-Partner Dr. Jan-Alexander Huber ist ein  guter Teil der Ertrags- und Gewinnschw\u00e4che hausgemacht: &#8222;Einige  Banken unterminieren mit ihrem aggressiven Verhalten die Basis des  Corporate-Bankings in Deutschland. Hinzu kommt, dass manche Institute die Bed\u00fcrfnisse ihrer Kernkunden noch immer nicht richtig kennen.&#8220;  Das trifft auch den langj\u00e4hrigen Hoffnungstr\u00e4ger, das  Provisionsgesch\u00e4ft. Dort schw\u00e4cht in j\u00fcngster Zeit zudem die  verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten die Ertr\u00e4ge.     Restrukturierungsprogramme sorgen f\u00fcr Entlastung     Auf der Kostenseite gibt es dagegen Fortschritte. Im ersten  Halbjahr 2018 wurde die Zunahme des Verwaltungsaufwands gestoppt, in  der Folge stabilisierte sich die Cost-Income-Ratio (Abb. 2). Hier  zeitigen die laufenden Restrukturierungsprogramme sichbare Erfolge.  Die Einsparungen kompensieren die steigenden Aufwendungen f\u00fcr  Zukunftsprojekte insbesondere im Zuge der Digitalisierung.     Auch die Kosten f\u00fcr die Kreditrisikovorsorge bewegen sich nach  einem Anstieg im zweiten Halbjahr 2017 wieder unterhalb der  langj\u00e4hrigen Durchschnittswerte. Dieser R\u00fcckgang hat dazu  beigetragen, dass sich die Eigenkapitalrentabilit\u00e4t vor Steuern im  ersten Halbjahr 2018 mit 11 Prozent oberhalb der Eigenkapitalkosten  stabilisieren konnte. Branchenkenner Huber sieht jedoch keinen Grund  zur Entwarnung: &#8222;Der langj\u00e4hrige Aufschwung in Deutschland n\u00e4hert  sich dem Ende. Damit steigt die Notwendigkeit, Vorsorge f\u00fcr  ausfallgef\u00e4hrdete Kredite zu treffen. Das wiederum wird die  Rentabilit\u00e4t des Corporate-Bankings schm\u00e4lern.&#8220;     Verbesserungspotenzial aussch\u00f6pfen     Die von Bain Ende 2018 ver\u00f6ffentlichte Studie &#8222;Corporate-Banking:  Das Ende der Wachstumsillusionen&#8220; zeigt, wie Banken ihr  Firmenkundengesch\u00e4ft krisenfest aufstellen k\u00f6nnen. Zu den wichtigsten Stellhebeln z\u00e4hlen demnach ein strafferes Produktportfolio, die  Digitalisierung s\u00e4mtlicher Standardprozesse sowie ein systematisch  gesteuerter Vertrieb. Noch liegt in diesen Themen erhebliches  Verbesserungspotenzial. &#8222;Banken, die ihre M\u00f6glichkeiten hier  aussch\u00f6pfen, k\u00f6nnen durchaus ambitionierte Wachstumsziele erreichen&#8220;, so Bain-Partner Graf. &#8222;Sie m\u00fcssen ihre Corporate-Banking-Strategie  mittel- und langfristig denken. Kurzfristig einfach an der  Preisschraube zu drehen gen\u00fcgt nicht.&#8220;     Die hochaufl\u00f6senden Abbildungen k\u00f6nnen hier heruntergeladen  werden: http:\/\/ots.de\/PIZBl3     Der Bain-Corporate-Banking-Index auf einen Blick     Der halbj\u00e4hrlich erhobene Bain-Corporate-Banking-Index basiert auf ver\u00f6ffentlichten Daten f\u00fchrender deutscher Banken. Das Panel deckt  rund die H\u00e4lfte der Bilanzsumme der 100 gr\u00f6\u00dften in Deutschland  t\u00e4tigen Banken ab und konzentriert sich auf Finanzinstitute mit einem Schwerpunkt im Corporate-Banking und einer entsprechenden  Segmentberichterstattung. Bei der erstmaligen Erstellung erfasste  Bain f\u00fcr die Jahre 2007 bis 2012 zahlreiche Rohdaten jeder einzelnen  Bank, darunter die Ertr\u00e4ge (Zins- und Provisions\u00fcberschuss), die  Kostenstruktur (Verwaltungsaufwand), die Kreditrisikovorsorge, die  Profitabilit\u00e4t (Ergebnis vor Steuern), das Eigenkapital und das  Kreditvolumen. Die Wahl des Ausgangsjahrs 2007 erm\u00f6glicht Vergleiche  zwischen dem letzten Jahr vor Ausbruch der globalen Finanzkrise und  der aktuellen Situation.     S\u00e4mtliche Rohdaten untersuchen die Bain-Experten auf  Einmaleffekte, die sich beispielsweise aus \u00dcbernahmen oder \u00c4nderungen im Reporting ergeben, und bereinigen die Datenreihen entsprechend.  Danach erfolgt eine Aggregation der Daten pro Bank, bevor sie mit  einem Gewicht von maximal 20 Prozent in den Gesamtindex einflie\u00dfen.  Diese Limitierung des Einflusses einzelner Banken stellt sicher, dass Sonderentwicklungen gro\u00dfer Finanzinstitute nicht den Index im  Zeitverlauf verzerren. Vor Ver\u00f6ffentlichung werden die Daten  Robustheitschecks anhand vorhandener Studien und weitergehenden  Analysen von Bain unterzogen und zum Teil um weitere Datenpunkte  erg\u00e4nzt.     Bain ver\u00f6ffentlicht den Corporate-Banking-Index in zwei  Auspr\u00e4gungen: den Bain-Corporate-Banking-Ertragsindex (CBE) und den  Bain-Corporate-Banking-Profitabilit\u00e4tsindex (CBP). Beide geben im  Zeitverlauf einen hervorragenden \u00dcberblick \u00fcber die  Gesch\u00e4ftsentwicklung im Corporate-Banking und lassen sich als  Benchmark f\u00fcr jedes einzelne Finanzinstitut nutzen.     Bain &amp; Company     Bain &amp; Company ist eine der weltweit f\u00fchrenden  Managementberatungen. Wir unterst\u00fctzen Unternehmen bei wichtigen  Entscheidungen zu Strategie, Operations, Informationstechnologie,  Organisation, Private Equity, digitaler Strategie und Transformation  sowie M&amp;A &#8211; und das industrie- wie l\u00e4nder\u00fcbergreifend. Gemeinsam mit  seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare Wettbewerbsvorteile zu  erzielen und damit den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im  Zentrum der ergebnisorientierten Beratung stehen das Kerngesch\u00e4ft des Kunden und Strategien, aus einem starken Kern heraus neue  Wachstumsfelder zu erschlie\u00dfen. Seit unserer Gr\u00fcndung im Jahr 1973  lassen wir uns an den Ergebnissen unserer Beratungsarbeit messen.  Bain unterh\u00e4lt 57 B\u00fcros in 36 L\u00e4ndern und besch\u00e4ftigt weltweit 8.000  Mitarbeiter, 900 davon im deutschsprachigen Raum. Weiteres zu Bain  unter: www.bain.de. Folgen Sie uns: Facebook, LinkedIn, Xing, Bain  Insights App.    Pressekontakt: Leila Kunstmann-Seik Bain &amp; Company Germany, Inc. Karlspatz 1 80335 M\u00fcnchen E-Mail: leila.kunstmann-seik@bain.com Tel.: +49 (0)89 5123 1246 Mobil: +49 (0)151 5801 1246  Original-Content von: Bain &amp; Company, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/19104\/4184555\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Trotz steigender Kreditnachfrage verharren Ertr\u00e4ge und Gewinne im klassischen Firmenkundengesch\u00e4ft der Banken auf dem niedrigsten Niveau seit<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-276458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276458"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276458\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}