{"id":27970,"date":"2011-01-27T14:36:05","date_gmt":"2011-01-27T13:36:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=27970"},"modified":"2011-01-27T14:36:05","modified_gmt":"2011-01-27T13:36:05","slug":"dioxinskandal-landwirtschaftsministerin-rumpf-kundigt-im-landtag-weitere-verbesserungen-bei-der-lebensmittel-und-futtermittelsicherheit-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/dioxinskandal-landwirtschaftsministerin-rumpf-kundigt-im-landtag-weitere-verbesserungen-bei-der-lebensmittel-und-futtermittelsicherheit-an\/","title":{"rendered":"Dioxinskandal: Landwirtschaftsministerin Rumpf k\u00fcndigt im Landtag weitere Verbesserungen bei der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit an"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (27. Januar) ihre Absicht bekr\u00e4ftigt, nach dem Dioxinskandal die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit weiter zu verbessern. &#8222;&#8220;Kriminelle Machenschaften wird man nie ganz ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen sie aber erschweren und ein H\u00f6chstma\u00df an Sicherheit gew\u00e4hrleisten&#8220;&#8220;, betonte sie im Landtag. Sie sagte, dass mit dem 14 Punkte umfassenden Aktionsplan von Bund und L\u00e4ndern der Verbraucherschutz gest\u00e4rkt werde.<!--more--><\/p>\n<p>Frau Rumpf erl\u00e4uterte noch einmal die umfassenden Ma\u00dfnahmen des Landes zum Krisenmanagement. Dabei verwies sie unter anderem auf den Krisenstab von Ministerium und Landeslabor, auf umfangreiche Ermittlungen und Laboranalysen, st\u00e4ndig aktualisierte Informationen von Landtag und Kabinett sowie der \u00d6ffentlichkeit mittels der Medien, erg\u00e4nzend kurzfristig bereit gestellte Informationsangebote im Internet und durch ein B\u00fcrgertelefon, auf die enge Abstimmung mit L\u00e4ndern und Bund bei der Aufkl\u00e4rung der Vorg\u00e4nge sowie auf eine Schwachstellenanalyse als Grundlage f\u00fcr Verbesserungen am System der Futtermittelsicherheit.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Laboranalysen hatte das Landwirtschaftsministerium 112 amtliche Futterfettproben aus Eingangs- und Ausgangsware der Firma Harles und Jentzsch aus den Standorten B\u00f6sel und Uetersen aus der Zeit ab dem 11. November 2010 untersuchen lassen. Dabei wurden laut Frau Rumpf Dioxingehalte zwischen 0,13 Nanogramm (ng) und 62,07 ng ermittelt. In 65 F\u00e4llen wurde der zul\u00e4ssige H\u00f6chstwert von 0,75 ng unterschritten, in 46 F\u00e4llen aber \u00fcberschritten. Eine Probe zerbrach beim Transport und konnte letztlich nicht ausgewertet werden. Weiterhin wurden je sieben R\u00fcckstellproben aus B\u00f6sel und Uetersen auch aus der Zeit vor dem 11. November analysiert. Das Ergebnis hier: W\u00e4hrend die Ware aus B\u00f6sel nicht zu beanstanden war, wurden immerhin geringe H\u00f6chstmengen\u00fcberschreitungen bei sechs Proben aus Uetersen nachgewiesen.<br \/>\nZusammenfassend konnten damit die sehr hohen Dioxinwerte auf rund 100 Tonnen Futterfette eingegrenzt werden, die zwischen dem 11. und dem 25. November 2010 nach B\u00f6sel geliefert wurden.<\/p>\n<p>Zufrieden zeigte sich die Ministerin mit dem Informations- und Meldesystem des Bundes und der L\u00e4nder sowie mit dem nach dem BSE-Skandal entwickelten Sicherheitssystem umfassender Kontroll- und Dokumentationspflichten, das die schnelle Aufkl\u00e4rung \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht habe. Auch sei es im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes richtig gewesen, zun\u00e4chst von einer gr\u00f6\u00dferen Verdachtsmenge belasteter Ware auszugehen und diese dann im Zuge der fortschreitenden Analysen schrittweise zu reduzieren. Eine Gesundheitsgef\u00e4hrdung der Verbraucher habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonte Frau Rumpf. Dennoch h\u00e4tten viele Menschen mit Verunsicherung reagiert und ihr Einkaufsverhalten ver\u00e4ndert. Der Schaden f\u00fcr die Landwirtschaft sei auch deshalb enorm.<\/p>\n<p>Eine klare Absage erteilte die Landwirtschaftsministerin Versuchen, den Dioxinskandal f\u00fcr eine agrarpolitische Grundsatzdebatte zu missbrauchen. &#8222;&#8220;Aus diesem Skandal eine Forderung nach \u00c4nderung der Agrarpolitik abzuleiten halte ich f\u00fcr abwegig, ja sogar f\u00fcr sch\u00e4dlich. Damit gewinnen wir nicht das Vertrauen der Verbraucher zur\u00fcck, sondern sch\u00fcren die Verunsicherung weiter. Es geht hier nicht um \u201a\u00f6ko\u2019 und \u201akonventionell\u2019, um \u201agro\u00df\u2019 oder \u201aklein\u2019, sondern um die Sicherheit unserer Lebensmittel&#8220;&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Aktionsplan von Bund und L\u00e4ndern hob Juliane Rumpf wichtige Punkte hervor, die auch besondere Anliegen Schleswig-Holsteins gewesen seien: Sie nannte die Verbesserung des Qualit\u00e4ts- und Zertifizierungsmanagements wichtig, ebenso die eindeutige Trennung der Produktionsstr\u00f6me von technischen und Futterfetten, ferner das beabsichtigte Zulassungsverfahren f\u00fcr Futtermittelhersteller, die Positivliste f\u00fcr Futtermittel sowie die Verbesserung der Produzentenhaftung.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaftsministerin dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums und des Landeslabors, &#8222;&#8220;die diese komplexen Ermittlungen mit gro\u00dfem Einsatz und hoch professionell vorangetrieben und die notwendigen Ma\u00dfnahmen veranlasst haben&#8220;&#8220;, sagte sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (27. 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