{"id":280402,"date":"2019-04-07T13:20:30","date_gmt":"2019-04-07T13:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/leopold-museum-wuerdigung-des-oesterreichischen-expressionisten-oskar-kokoschka\/"},"modified":"2019-04-07T13:20:30","modified_gmt":"2019-04-07T13:20:30","slug":"leopold-museum-wuerdigung-des-oesterreichischen-expressionisten-oskar-kokoschka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/leopold-museum-wuerdigung-des-oesterreichischen-expressionisten-oskar-kokoschka\/","title":{"rendered":"Leopold Museum: W\u00fcrdigung des \u00f6sterreichischen Expressionisten Oskar Kokoschka"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"BILD zu OTS - Ausstellung im Leopold Museum: Oskar Kokoschka.\nExpressionist, Migrant, Europ\u00e4er. Oskar Kokoschka (1886?1980),\nSelbstbildnis an der Staffelei, 1922, \u00d6l auf Leinwand, 181,1 x 111,1 cm,\nLeopold Privatsammlung (c) Fondation Oskar Kokoschka\/Bildrecht Wien, 2019\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/568f29df-771a-4543-a9ff-bd11d5ae0338\/20190407-OTS0026-1-1.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wien (ots) &#8211; Oskar Kokoschka. Expressionist, Migrant, Europ\u00e4er &#8211; 270 Werke des  &#8222;Oberwildlings&#8220; in umfassendster Schau seit 30 Jahren  Das Leopold Museum zeigt ab 6. April 2019 die Ausstellung Oskar Kokoschka.  Expressionist, Migrant, Europ\u00e4er.<!--more--> Das von den Museumsdirektoren Christoph Becker (Kunsthaus Z\u00fcrich) und Hans-Peter Wipplinger (Leopold Museum) initiierte  Kooperationsprojekt erm\u00f6glichte die erste umfassende Kokoschka-Retrospektive in  Wien seit rund 30 Jahren. Die Ausstellung z\u00e4hlt zu den umfangreichsten je  gezeigten posthumen Kokoschka-Pr\u00e4sentationen und vereint 270 Objekte, darunter  rund 80 Gem\u00e4lde und mehr als 80 Arbeiten auf Papier sowie zahlreiche  Fotografien, Autografen, Publikationen, Dokumente, Film- und Tonbeitr\u00e4ge sowie  textile Objekte. Insgesamt 64 internationale und \u00f6sterreichische LeihgeberInnen  &#8211; Museen, Institutionen und Privatsammlungen &#8211; aus einem Dutzend L\u00e4ndern  erm\u00f6glichen es, anhand der bedeutendsten Werke Kokoschkas das Schaffen des  Ausnahmek\u00fcnstlers in einer einzigartigen Dichte zu zeigen. Mit 14 Gem\u00e4lden &#8211; aus der Sammlung und Dauerleihgaben &#8211; verf\u00fcgt das Leopold Museum \u00fcber den gr\u00f6\u00dften  Museumsbestand an Kokoschka-Gem\u00e4lden in Wien.  &#8222;Das Leopold Museum besitzt dank der breit angelegten Sammlungst\u00e4tigkeit des  Stiftungsgr\u00fcnders und Sammlers Rudolf Leopold einen wertvollen Bestand an  Gem\u00e4lden und Arbeiten auf Papier von Oskar Kokoschka. So ist es nun m\u00f6glich der  kunstinteressierten \u00d6ffentlichkeit nach der Z\u00fcrcher Ausstellungsstation eine  adaptierte, auf Wien ausgerichtete Retrospektive mit rund 270 Exponaten &#8211;  Gem\u00e4lde, Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien und Archivalien &#8211; zu zeigen. Die  Ausstellung kann durch das Entgegenkommen zahlreicher internationaler Leihgeber, Museen wie Privatsammlungen, einen eindr\u00fccklichen \u00dcberblick \u00fcber Kokoschkas  Schaffen bieten.&#8220;  Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museum  Die Kokoschka-Retrospektive im Leopold Museum ist \u00fcberwiegend chronologisch  konzipiert und beleuchtet die wichtigsten Themen im Oeuvre des K\u00fcnstlers. Im  Blickpunkt stehen die zentralen Orte von Kokoschkas Schaffen: Wien, Berlin,  Dresden, die Stationen seiner Reisejahre sowie Prag und die Exilstadt London und schlie\u00dflich der Schweizer Ort Villeneuve am Genfersee, wo der K\u00fcnstler ab 1953  die letzten drei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte.  Kuratorin Heike Eipeldauer war es ein Anliegen, den einst als  &#8222;Oberwildling&#8220;   (Ludwig Hevesi) bezeichneten K\u00fcnstler in ein anderes Licht zu r\u00fccken. So  entschieden Kokoschka das Ausgleichsstreben der Wiener Secessionisten ad acta  legte und dem expressionistischen Ausdruck den Vorzug gab, so vehement  verteidigte er bis zuletzt sein Festhalten an der figurativen Malerei.  &#8222;Kokoschkas Biografie liest sich wie ein Parallellauf durch die Geschichte des  20. Jahrhunderts: von seiner Sozialisierung in der k.u.k. Monarchie \u00fcber die  beiden Weltkriege bis hin zum Wirtschaftswunder und der sich schrittweise  formierenden Europ\u00e4ischen Gemeinschaft. Die Ausstellung macht nachvollziehbar,  wie Kokoschka als wacher Zeitgenosse, dessen unstetes Leben ihn an die  verschiedensten europ\u00e4ischen Orte f\u00fchrte, Anteil nahm an den politischen  Geschehnissen des 20. Jahrhunderts und zu einem Vork\u00e4mpfer f\u00fcr ein friedvolles,  antinationalistisches Europa wurde. Kokoschkas humanistische Haltung, die er in  einer unverwechselbaren, an der Figuration festhaltenden Sprache zum Ausdruck  brachte, begr\u00fcndet seine ungebrochene Relevanz.&#8220;  Heike Eipeldauer, Kuratorin der Ausstellung  Oskar Kokoschkas Verh\u00e4ltnis zu seiner einstigen Heimat blieb stets ambivalent.  Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf das zeitpolitisch motivierte Schaffen des Antifaschistischen und Pazifisten Kokoschka und analysiert den K\u00fcnstler  anhand zahlreicher Dokumente als durchaus ambivalenten &#8222;Homo politicus&#8220;.  &#8222;Der Weg des Expressionisten wird in dieser Ausstellung von Kuratorin Heike  Eipeldauer kongenial dargestellt. Von den fr\u00fchen expressionistischen \u00c4u\u00dferungen  des K\u00fcnstlers um 1908\/09 \u00fcber die fantastischen psychologisierenden Portr\u00e4ts des &#8222;Seelenaufschlitzers&#8220; (Albert Ehrenstein), f\u00fchrt der Weg bis zu den  allegorischen und mythologischen Szenen seines Sp\u00e4twerks. Der k\u00fcnstlerische Weg  Kokoschkas trifft dabei stets auf heftige (kultur-)politische Reibungsfl\u00e4chen,  was sich in den, meist negativen, Rezensionen seiner fr\u00fchen Ausstellungen und  Theaterst\u00fccke und den mit diesen verbundenen Skandalen manifestiert aber auch  durch die Versuche der Vereinnahmungen seitens des St\u00e4ndestaates oder des  Nachkriegs\u00f6sterreich augenscheinlich wird. Den unr\u00fchmlichen H\u00f6hepunkt erreichten diese Kampagnen durch die Diffamierung seitens der Nazi-Propaganda, die ihn zu  einer Hauptzielscheibe ihres Feldzuges gegen die von ihnen sogenannte &#8222;Entartete Kunst&#8220; machten und zum &#8222;Kunstfeind Nummer 1&#8243; erkl\u00e4rten.&#8220;  Hans-Peter Wipplinger  Hunderte von Kokoschkas Werken wurden aus Museen entfernt oder in  Privatsammlungen beschlagnahmt. Im letzten Teil der Schau steht die  Nachkriegszeit im Mittelpunkt, die Ann\u00e4herung an \u00d6sterreich, die schlie\u00dflich zur Wiederverleihung der \u00f6sterreichischen Staatsb\u00fcrgerschaft im Jahr 1974 auf  Initiative von Bundeskanzler Bruno Kreisky f\u00fchrte. Der dreifache  documenta-Teilnehmer setzte sich auch nach 1945 unerschrocken f\u00fcr die  Anerkennung der figurativen Malerei ein &#8211; die f\u00fcr ihn untrennbar mit einem  humanistisch-antiken Menschenbild verbunden war &#8211; und wurde so zum Vorbild f\u00fcr  nachfolgende K\u00fcnstlergenerationen. Die Besch\u00e4ftigung mit Theater, Oper, Antike  und Mythologie, sein durch Humanismus und dem Bekenntnis zu Europa  durchdrungenes Wirken bestimmten die Jahre im schweizerischen Vevey am  Genfersee, wo Kokoschka seit 1953 lebte. Im Alter von 93 Jahren verlie\u00df  Kokoschka 1980 in Montreux die Weltb\u00fchne und hinterlie\u00df einen essentiellen und  universellen Beitrag zur Weltkunst des 20. Jahrhunderts.  Preview und feierliche Er\u00f6ffnung  Bereits im Rahmen der Preview des Circle of Patrons des Leopold Museum am  Donnerstag, dem 4. April sahen die Kokoschka-Ausstellung u.a. Leopold  Museum-Vorstandsvorsitzender Josef Ostermayer, Agnes Husslein (Vorstand Leopold  Museum), Post-Generaldirektor Georg P\u00f6lzl (Head des CoP), Gabriele Langer  (Kaufm\u00e4nnische Direktorin des Leopold Museum), Maria Kokoschka, die  SammlerInnen, Philipp Otto Breicha, Richard Grubman, Waltraud Leopold, Klaus  Ortner und Friederike Ortner, Ernst Ploil und Peter Zimpel, die K\u00fcnstlerInnen  Martha Jungwirth, Constantin Luser, Hubert Scheibl, Walter Vopava und Kathrin  Vopava, die Galeristen Julius Hummel, Eberhard Kohlbacher und Alois  Wienerroither. Begeisterte G\u00e4ste der Preview waren ebenso Doris und Manfred  Bene, Michael Brauneis, Patricia Dicker, Barbara Gr\u00f6tschnig (Wiener St\u00e4dtische  Versicherung), RA Andreas N\u00f6dl, Ursula Rohringer (Dorotheum), Erich Spitzbart,  u.a.  Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger und Kuratorin Heike Eipeldauer f\u00fchrten  anl\u00e4sslich der Ausstellungser\u00f6ffnung am Freitag, dem 5. April in die  Kokoschka-Retrospektive ein, die Er\u00f6ffnungsrede hielt Wolfgang Sobotka, der  Pr\u00e4sident des \u00f6sterreichischen Nationalrates. Zur Er\u00f6ffnung kamen die polnische  Botschafterin Jolanta R\u00f3?a Kozlowska, die griechische Diplomatin Catherine  Koika, der t\u00fcrkische Botschafter Rauf Engin Soysal, Elisabeth Leopold, Kunsthaus Z\u00fcrich-Direktor Christoph Becker und Cath\u00e9rine Hug, Kuratorin des Z\u00fcrcher  Museums. Weiters mit dabei. Thomas Bene, Katalogautorin Regine Bonnefoit,  Verleger Christian Brandst\u00e4tter, Werber Mariusz Jan Demner, Kuratorin Elisabeth  Dutz (Albertina), Katalogautorin Katharina Erling, Wolfgang Georg Fischer,  Walter Feilchenfeldt (Vorstand Oskar Kokoschka Stiftung), Elisabeth Frottier  (Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst), Dorothee Golz (K\u00fcnstlerin), Brigitte  Huber-Mader, Werner Hanak-Lettner (Chefkurator, J\u00fcdiches Museum Wien), Klimt  Nachfahre Gustav Huber und Christa Huber, Martha Jungwirth (K\u00fcnstlerin), Luisa  Kasalicky (K\u00fcnstlerin, Aglaja Kempf (Fondation Oskar Kokoschka), Herwig  Kempinger (Secession), Josef Kirchberger (Art for Art), Eva-Maria Kokoschka,  Marianne Kirstein-Jacobs, Christoph la Garde (GF im Kinsky), Hubert Lendl  (Galerie Welz), Christoph Ladst\u00e4tter (Kaufm. Direktor Volksoper), Sammlerin  Waltraud Leopold, Michael Mandlik (ARD), Elisabeth und Robert Menasse, Ines  Mitterer (ORF), Therese Muxeneder (Sch\u00f6nberg Center), Viola und Otto P\u00e4cht,  Maria Rauch-Kallat, Bernadette Reinhold (Oskar Kokoschka Zentrum), Gerhard R\u00fchm  (K\u00fcnstler), die GaleristInnen Christa Armann und Richard Ruberl, Veronika  Rudorfer (Kunstforum Wien), Markus Schinwald (K\u00fcnstler), Hemma Schmutz  (Direktorin LENTOS Kunstmuseum Linz), Helmut Swoboda (K\u00fcnstler), Sofie Thorsen  (K\u00fcnstlerin), Patrick Werkner (Katalogautor), Kathrin Zechner (ORF), Stefan  Zeisler (KHM), u.v.m.  Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog erschienen:  Oskar Kokoschka. Expressionist, Migrant, Europ\u00e4er        ,  herausgegeben von der Z\u00fcrcher Kunstgesellschaft\/Kunsthaus Z\u00fcrich und der Leopold Museum-Privatstiftung mit Beitr\u00e4gen von R\u00e9gine Bonnefoit, Iris Bruderer-Oswald,  Martina Ciardelli, Birgit Dalbajewa, Heike Eipeldauer, Katharina Erling,  Cath\u00e9rine Hug, Aglaja Kempf, Alexandra Matzner, Raimund Meyer, Bernadette  Reinhold, Heinz Spielmann und Patrick Werkner sowie einleitenden Worten von  Christoph Becker und Hans-Peter Wipplinger, inklusive einer Biografie des  K\u00fcnstlers 320 Seiten, rund 500 Abbildungen  Link zu ausf\u00fchrlichem Pressematerial:  https:\/\/www.ots.at\/redirect\/Leopoldmuseum  Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie  (https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/17084)  Kontakt: Leopold Museum-Privatstiftung Mag. Klaus Pokorny und Veronika Werkner, BA Presse\/Public Relations 0043 1 525 70 &#8211; 1507 bzw. 1541 presse@leopoldmuseum.org www.leopoldmuseum.org  Original-Content von: Leopold Museum, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7676\/4239000\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien (ots) &#8211; Oskar Kokoschka. 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