{"id":28163,"date":"2011-02-01T14:23:14","date_gmt":"2011-02-01T13:23:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=28163"},"modified":"2011-02-01T14:23:14","modified_gmt":"2011-02-01T13:23:14","slug":"lesung-von-jurgen-haese-in-lubeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lesung-von-jurgen-haese-in-lubeck\/","title":{"rendered":"Lesung von J\u00fcrgen Haese in L\u00fcbeck"},"content":{"rendered":"<p>Es war eine lebendige und faszinierende Matinee. Am letzten Sonntag stellte Dr.J\u00fcrgen Haese (L\u00fcbeck) beim 260. &#8222;Literarischen Fr\u00fchschoppen&#8220; des &#8222;L\u00fcbecker Autorenkreises und seine Freunde e.V.&#8220; im &#8222;Alten Zolln&#8220; Ausz\u00fcge aus seinem 2010 bei &#8222;directa-digitalprint&#8220;, Bad Schwartau, erschienenen autobiografischen Roman &#8222;Sing, Nachtigall, sing&#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Eine Jugend in Berlin 1948-1963&#8220; vor, in dem er seine wilden Jahre im Berlin des Kalten Krieges beschreibt.<!--more-->&#8222;Sing, Nachtigall, sing..&#8220;: Ein Junge in seinen wilden Jahren- im aufregenden Berlin der Nachkriegszeit. Herbst 1948. Er kommt aus Elbing, das jetzt zu Polen geh\u00f6rt und Elblag hei\u00dft; dort wurde er in den letzten drei Jahren zu dem, was er ist: selbstbewusst und raffiniert, um allein, auf sich gestellt, zu \u00fcberleben. Sein Vater erschossen, seine Mutter in Sibirien. Er wurde Pole, wuchs in ein geordnetes Leben hinein, verga\u00df Deutschland, glaubte an ein sozialistisches Polen- dort lag seine Zukunft.<br \/>\nBis eines Tages, zur\u00fcck aus Archangelsk, seine Mutter vor der T\u00fcr stand- fremd und fordernd: Du bist Deutscher! Du kommst mit nach Berlin!<br \/>\nDer Protagonist dieses Entwicklungsromans ist wesentlich beeinflusst von den Konflikten und Widerspr\u00fcchen im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit nit ihren zum Teil absurden Besonderheiten in der Vier-Sektoren-Stadt Berlin. Zwei Weltanschauungen, die gegens\u00e4tzlicher nicht sein konnten, st\u00fcrzten- propagandistisch-aggressiv- tagt\u00e4glich auf ihn ein.<br \/>\nSo schildert der Roman zugleich eine brisante Periode deutscher Geschichte, hautnah erlebt durch einen Jungen, der seinen Weg sucht.<br \/>\nDie realistische autobiografische Prosa J\u00fcrgen Haeses ist anschaulich, lebendig und gut verst\u00e4ndlich. Sie ist authentisch und hat dokumentarischen Charakter. Der Autor, dem hervorragende Psychogramme gelingen, hat stets sein Ohr am Pulsschlag der Zeit. Er er\u00f6ffnet dabei, partiell auch fiktional, Tiefendimensionen geschichtlicher Erfahrung. Sein letztes Buch geh\u00f6rt zusammen mit den Romanen &#8222;Verloren in Elblag&#8220; und &#8222;Der Lohnschreiber&#8220; zu einer eindrucksvollen Trilogie.<br \/>\nDr.phil. J\u00fcrgen Haese wurde 1934 in Elbing geboren. Nach dem Studium der Sozialphilosophie, Publizistik und Kunstgeschichte an der FU Berlin arbeitete er als Autor und Regisseur von Image- und PR-Filmen zur deutschen Frage und von kulturhistorischen Dokumentationen. Er erhielt nationale und internationale Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse.<br \/>\nSeit 1999 ist J\u00fcrgen Haese freier Autor, Fotograf und Ausstellungsmacher. Er lebt in L\u00fcbeck.<br \/>\nDie Lesung l\u00f6ste eine rege Diskussion mit den zahlreichen Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rern aus.<br \/>\nLutz Gallinat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war eine lebendige und faszinierende Matinee. 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