{"id":282383,"date":"2019-05-02T10:45:16","date_gmt":"2019-05-02T10:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/generationswechsel-im-mittelstand-die-haelfte-aller-inhaber-schaetzt-kaufpreis-ihres-unternehmens-auf-maximal-175-000-eur\/"},"modified":"2019-05-02T10:45:16","modified_gmt":"2019-05-02T10:45:16","slug":"generationswechsel-im-mittelstand-die-haelfte-aller-inhaber-schaetzt-kaufpreis-ihres-unternehmens-auf-maximal-175-000-eur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/generationswechsel-im-mittelstand-die-haelfte-aller-inhaber-schaetzt-kaufpreis-ihres-unternehmens-auf-maximal-175-000-eur\/","title":{"rendered":"Generationswechsel im Mittelstand: Die H\u00e4lfte aller Inhaber sch\u00e4tzt Kaufpreis ihres Unternehmens auf maximal 175.000 EUR"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211;   -KfW Research legt erstmalig Analyse zu gesch\u00e4tzten Verkaufspreisen  kleiner und mittlerer Unternehmen vor  -Spannbreite der angesetzten Unternehmenswerte ist gro\u00df und stark von Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und Branche beeinflusst  -Inhaber mit Nachfolgeplanungen setzen im Durchschnitt etwa 90 % des  Jahresumsatzes als Kaufpreis an  -Keine Anzeichen f\u00fcr systematische \u00dcbersch\u00e4tzung <!--more-->des  Unternehmenswertes     Der anstehende Generationswechsel in Hunderttausenden Unternehmen  ist und bleibt ein pr\u00e4sentes Thema im deutschen Mittelstand. Allein  bis Ende 2020 planen die Inhaber von 227.000 kleinen und mittleren  Unternehmen eine Nachfolgeregelung. Eine der schwierigsten H\u00fcrden f\u00fcr das Gelingen einer Unternehmensnachfolge ist dabei das Finden eines  f\u00fcr Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer gleicherma\u00dfen akzeptablen Kaufpreises. KfW  Research hat nun erstmalig repr\u00e4sentativ auf Basis des  KfW-Mittelstandspanels ermittelt, wie die Preiserwartungen von  Unternehmern, die ihre Firma binnen f\u00fcnf Jahren in die H\u00e4nde eines  Nachfolgers geben wollen, aussehen.     Der durchschnittliche gesch\u00e4tzte Kaufpreis eines Unternehmens  liegt im Jahr 2018 bei 351.000 EUR, wenn die Unternehmensnachfolge  innerhalb der kommenden f\u00fcnf Jahre vollzogen werden soll. Die  \u00fcberwiegende Anzahl der Firmen im deutschen Mittelstand ist  allerdings sehr klein, 8 von 10 Mittelst\u00e4ndlern sind  Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Besch\u00e4ftigten. Demzufolge  erwartet die H\u00e4lfte aller Mittelst\u00e4ndler einen Kaufpreis von maximal  175.000 EUR. Jeder f\u00fcnfte Inhaber beurteilt den Wert des Unternehmens sogar mit maximal 50.000 EUR. Die gesch\u00e4tzten Kaufpreise sind im  Jahresvergleich weitgehend stabil. Die Durchschnittsbewertung der  Kaufpreise ist von 2017 auf 2018 um lediglich 2% gestiegen.     Im Durchschnitt \u00fcber alle Nachfolgeplaner zeigt sich: Die  Werteinsch\u00e4tzung der Inhaber entspricht knapp dem einfachen  Jahresumsatz des zur \u00dcbergabe anstehenden Unternehmens. Die  Nachfolgeplaner setzen im Durchschnitt etwa 90% des Umsatzes als  Kaufpreis an. &#8222;Die deutschen Mittelst\u00e4ndler sch\u00e4tzen den Wert ihrer  Unternehmen realistisch ein, es gibt kaum Anzeichen f\u00fcr eine  systematische \u00dcberbewertung&#8220;, sagt Dr. Michael Schwartz,  Mittelstandsexperte bei KfW Research. &#8222;H\u00e4ufig wird vermutet, dass  Alteigent\u00fcmer Emotionen und die Anstrengungen des Unternehmensaufbaus mit einpreisen. Diese sogenannte &#8218;Herzblutrendite&#8216; l\u00e4sst sich in der  Breite aber nicht nachweisen.&#8220;     Ein Blick \u00fcber diese aggregierten Angaben hinweg zeigt eine gro\u00dfe  Spannbreite der angesetzten Kaufpreise, je nach Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und Branche. Kleinstunternehmen weisen unterdurchschnittliche Kaufpreise  auf. 43% der Inhaber in diesem Segment beziffern den derzeitigen  Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Ein deutlich anderes Bild ergibt  sich f\u00fcr Mittelst\u00e4ndler der gr\u00f6\u00dften Gr\u00f6\u00dfenklasse (50 und mehr  Besch\u00e4ftigte). 81% von ihnen setzen den Kaufpreis aktuell mit  mindestens 1 Mio. EUR an. Das ist nachvollziehbar, da in der Regel  mit der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe die Verm\u00f6genswerte eines Unternehmens  ansteigen (Immobilien, Grundst\u00fccke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielle Verm\u00f6genswerte, etc.).     In der Branchensicht sticht das FuE-intensive Verarbeitende  Gewerbe hervor. Auch dort sind die Kaufpreise deutlich in Richtung  der h\u00f6heren Klassen verschoben, ein Drittel der Unternehmer erwartet  sich Kaufpreise von 1 Mio. EUR oder mehr. Dagegen sind die Preise f\u00fcr Unternehmen des Baugewerbes im Durchschnitt am niedrigsten angesetzt, fast die H\u00e4lfte der Inhaber dieser Firmen bewertet den Kaufpreis mit  maximal 100.000 EUR. Dies liegt vor allem an der im Vergleich  geringen Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und damit niedrigeren Verm\u00f6genswerten.     Hinweis:      Die aktuelle Studie von KfW Research mit dem Titel &#8222;Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand&#8220; ist abrufbar unter www.kfw.de\/fokus     Zur Datenbasis:      Das KfW-Mittelstandspanel wird seit dem Jahr 2003 als  Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen mit  maximal 500 Mio. EUR Jahresumsatz in Deutschland durchgef\u00fchrt. Mit  einer Datenbasis von bis zu 15.000 Unternehmen pro Jahr stellt es die einzige repr\u00e4sentative Erhebung im deutschen Mittelstand und damit  die wichtigste Datenquelle f\u00fcr mittelstandsrelevante Fragestellungen  dar. Der Befragungszeitraum der Hauptbefragung der 16. Welle des  KfW-Mittelstandspanels lief vom 12.02.2018 bis zum 22.06.2018.  Weiterf\u00fchrende Informationen sowie den aktuellen Jahresbericht finden Sie im Internet unter: www.kfw.de\/mittelstandspanel    Pressekontakt: KfW, Palmengartenstr. 5 &#8211; 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM)Christine Volk Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,  E-Mail: Christine.volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de  Original-Content von: KfW, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/41193\/4259640\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; -KfW Research legt erstmalig Analyse zu gesch\u00e4tzten Verkaufspreisen kleiner und mittlerer Unternehmen vor -Spannbreite der angesetzten Unternehmenswerte<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-282383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=282383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282383\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=282383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=282383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=282383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}