{"id":283790,"date":"2019-05-20T12:00:00","date_gmt":"2019-05-20T12:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/nabu-startet-forschungsprojekt-zum-insektenschwund-in-naturschutzgebieten\/"},"modified":"2019-05-20T12:00:00","modified_gmt":"2019-05-20T12:00:00","slug":"nabu-startet-forschungsprojekt-zum-insektenschwund-in-naturschutzgebieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabu-startet-forschungsprojekt-zum-insektenschwund-in-naturschutzgebieten\/","title":{"rendered":"NABU startet Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Im Rahmen internationaler Abkommen hat sich  Deutschland zum Schutz der Biodiversit\u00e4t und deren nachhaltiger  Nutzung verpflichtet. Um den R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt  aufzuhalten und in einen positiven Trend umzukehren, sind bessere  Datengrundlagen erforderlich, die  mehr Arten &#8211; auch in gesch\u00fctzten  Gebieten &#8211;  erfassen.<!--more--> Potentiell negative Einflussfaktoren m\u00fcssen  bewertet und vermeiden werden.     Vor diesem Hintergrund startet der NABU mit Partnern ein  umfassendes Forschungsprojekt. Ziel des soeben angelaufenen Projektes DINA (Diversit\u00e4t von Insekten in Naturschutz-Arealen) ist es,  wissenschaftlich basiert die Insektenvielfalt in Naturschutzgebieten  zu erfassen und zu dokumentieren. Dazu sollen in den n\u00e4chsten vier  Jahren bundesweit in 21 repr\u00e4sentativen Gebieten mit standardisierten Monitoring-Methoden Insektenpopulationen erfasst werden.     F\u00fcr viele Insektenarten in Deutschland gibt es keine Daten zur  Gef\u00e4hrdung. Von den bewerteten Insektenarten sind 40 Prozent in den  Roten Listen als bedroht eingestuft. Es wird vermutet, dass die  Verinselung der Schutzgebiete sowie deren Angrenzung an Nutzfl\u00e4chen  zum R\u00fcckgang der Artenvielfalt und der Insektenpopulationen  beitragen. Als Handlungsgrundlage bedarf es vertiefender  Untersuchungen. Insbesondere bei der artenreichsten Tiergruppe  &#8211;   den Insekten &#8211; existiert ein gro\u00dfes Kenntnisdefizit&#8220;, sagt  NABU-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller.     Der NABU wird dazu noch in diesem Sommer zusammen mit  Projektpartnern mit den Untersuchungen beginnen. Dabei wird die  Artenvielfalt von Fluginsekten neben anderen Messgr\u00f6\u00dfen entlang von  sogenannten Transekten (Probepunkte entlang einer Linie) in  regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden erfasst und wissenschaftlich ausgewertet.     &#8222;Dieses Insekten-Monitoring wird die bislang umfangreichsten Daten f\u00fcr das Vorkommen von fliegenden Insektenarten in den ausgew\u00e4hlten  Schutzgebieten in Deutschland generieren. Wir werden nicht nur die  Masse der Insekten erfassen, sondern auch vollst\u00e4ndigere Artenlisten  durch modernste genetische Methoden erhalten&#8220;, so  NABU-Projektleiterin Prof. Dr. Gerlind Lehmann. Neben der Erforschung der Insekten  werden zeitgleich andere Faktoren, wie zum Beispiel  Landnutzung, Zustand und Diversit\u00e4t der Pflanzengemeinschaften,  \u00f6kotoxikologische Einfl\u00fcsse und die Zerst\u00f6rung von Habitaten erfasst, die vermutlich Einfluss auf die Insektendiversit\u00e4t haben.     Im Rahmen des wissenschaftlichen Forschungsprojektes werden wir  die Zivilgesellschaft von Anfang an aktiv mit einbinden.  Wissenschaftliche Daten werden innerhalb des Projektes transparent  geteilt und es sind \u00f6ffentliche Veranstaltungen rund um das Thema  Insekten und nachhaltiger Schutz der biologischen Vielfalt geplant.  An diesem Diskurs k\u00f6nnen sich Vertreter von Landesbeh\u00f6rden, Landes-  und Bundesministerien, Landwirte und deren Verb\u00e4nde sowie  Interessierte aus Gesellschaft und Wirtschaft beteiligen.     Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung  und Forschung (BMBF) in H\u00f6he von 4,2 Millionen Euro finanziert, wobei gut eine Million auf den Projektteil des NABU entfallen.  Projekttr\u00e4ger ist das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR), insgesamt beteiligen sich acht Partner-Institutionen.     Partner:   ISOE &#8211; Institut f\u00fcr sozial-\u00f6kologische Forschung \/ ISOE &#8211; Institute  for Social-Ecological Research Frankfurt\/Main  Internationales Zentrum f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung \/ Bonn-Rhein-Sieg University of Applied Sciences (IZNE)  iES Landau, Institut f\u00fcr Umweltwissenschaften \/ University  Koblenz-Landau, Institute for Environmental Sciences  Entomologischer Verein Krefeld e.V. (EVK) \/  Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen, AG Spezielle Botanik (JLU) Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig &#8211; Leibniz-Institut f\u00fcr Biodiversit\u00e4t der Tiere (ZFMK) \/- Leibniz Institute for Animal Biodiversity\/Zoologisches Forschungsmuseum Koenig (ZFMK)  Leibniz-Institut f\u00fcr \u00f6kologische Raumentwicklung (I\u00d6R) \/ Leibniz  Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER)     Mehr Infos: www.nabu.de\/dina    Pressekontakt: Dr. Roland M\u00fchlethaler, NABU-Referent DINA,  Tel. +49 (0)30.284984-1645  E-Mail: Roland.Muehlethaler@NABU.de  NABU-Pressestelle Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Fl\u00f6per |  Silvia Teich  Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588  Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de  Original-Content von: NABU, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6347\/4275049\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Im Rahmen internationaler Abkommen hat sich Deutschland zum Schutz der Biodiversit\u00e4t und deren nachhaltiger Nutzung verpflichtet. 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