{"id":28472,"date":"2011-02-09T11:18:37","date_gmt":"2011-02-09T10:18:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=28472"},"modified":"2011-02-09T11:18:37","modified_gmt":"2011-02-09T10:18:37","slug":"schichtarbeit-und-ihre-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/schichtarbeit-und-ihre-folgen\/","title":{"rendered":"Schichtarbeit und ihre Folgen"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-28473\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/02\/schichtarbeit-und-ihre-folgen\/schichtarbeit\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-28473\" title=\"Schichtarbeit\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Schichtarbeit-320x190.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Schichtarbeit-320x190.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Schichtarbeit.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Aufstehen, wenn es hell wird \u2013 schlafen gehen, wenn es dunkel wird. An diesen Rhythmus hat sich unser K\u00f6rper \u00fcber Jahrtausende angepasst. Doch heute richten sich die Arbeitszeiten l\u00e4ngst nicht mehr nach der Tagesl\u00e4nge. Zudem sind viele Menschen in Schichtarbeit besch\u00e4ftigt. Der nat\u00fcrliche Schlafrhythmus kann nicht mehr eingehalten werden \u2013 und die innere Uhr kommt aus dem Takt.<!--more--><\/p>\n<p>Unser nat\u00fcrlicher Tagesrhythmus orientiert sich an dem Zyklus von Tag und Nacht. Noch bis vor wenigen Generationen standen die Menschen bei Sonnenaufgang auf und legten sich bei einsetzender Dunkelheit wieder schlafen. \u201eAls Anpassung daran entwickelte der K\u00f6rper in Jahrtausenden der Evolution ein ausgekl\u00fcgeltes System aus Botenstoffen. Sie steuern den Wach-Schlaf-Rhythmus und erm\u00f6glichen die n\u00f6tige Regeneration des K\u00f6rpers&#8220;, erl\u00e4utert Professorin Manuela Dittmar von der Uni Kiel. Sie geh\u00f6rt zu dem Team von Wissenschaftlern aus Kiel und Odense (D\u00e4nemark), das das Projekt \u201eSchlaf, Arbeit und deren Konsequenzen f\u00fcr menschliche Stoffwechselkrankheiten&#8220; ins Leben gerufen hat. Beteiligt sind die Abteilung f\u00fcr Humanbiologie des Zoologischen Instituts der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, das Institut f\u00fcr Humangenetik am Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel und die Syddansk Universitet in Odense.<br \/>\nUnregelm\u00e4\u00dfiger Schlaf als Ursache f\u00fcr Stoffwechsel-St\u00f6rungen<\/p>\n<p>Wer im Schichtsystem arbeitet, kann den nat\u00fcrlichen Wach-Schlaf-Rhythmus des K\u00f6rper nicht einhalten. Die Folge davon k\u00f6nnen St\u00f6rungen des Stoffwechsels sein. Die wiederum k\u00f6nnen mit einer Vielzahl von Erkrankungen, psychischen St\u00f6rungen und sogar Arbeitsunf\u00e4higkeit einhergehen. Um das Ausma\u00df der Ver\u00e4nderungen auf den menschlichen K\u00f6rper und seine Zellen zu erforschen, werden Zwillingspaare mit Hilfe molekularbiologischer Verfahren untersucht. Je einer der Zwillinge geht dabei einer Besch\u00e4ftigung in Schichtarbeit nach.<br \/>\nEineiige Zwillinge \u2013 der direkte Vergleich<\/p>\n<p>\u201eDer Vorteil bei der Untersuchung von eineiigen Zwillingen ist, dass sie beide genetisch praktisch identisch sind. Der Effekt der Lebensweise l\u00e4sst sich besser identifizieren&#8220;, so der Kieler Humangenetiker Dr. Ole Ammerpohl. Neben der Schichtarbeit wirken sich auch das Ern\u00e4hrungs- und Schlafverhalten auf die Entwicklung von Stoffwechselkrankheiten aus. Deshalb erfasst das Projekt nicht nur die DNA-Methylierung und Genvarianten. Auch das Ern\u00e4hrungsverhalten, die Schlafqualit\u00e4t sowie die Hormon- und Blutwerte der Zwillinge werden ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Forscher werden von der Europ\u00e4ischen Union im Rahmen des Interreg 4A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. mit Mitteln des Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung unterst\u00fctzt. Die F\u00f6rderung l\u00e4uft \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren und umfasst 730.000 Euro. Ziel der Studie ist es, pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen zu entwickeln, um in Zukunft das Risiko f\u00fcr die Entwicklung von Stoffwechselkrankheiten und Schlafst\u00f6rungen zu verringern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufstehen, wenn es hell wird \u2013 schlafen gehen, wenn es dunkel wird. 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