{"id":284980,"date":"2019-06-06T14:48:55","date_gmt":"2019-06-06T14:48:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/vertiefte-diskussion-des-geordnete-rueckkehr-gesetzes-erforderlich\/"},"modified":"2019-06-06T14:48:55","modified_gmt":"2019-06-06T14:48:55","slug":"vertiefte-diskussion-des-geordnete-rueckkehr-gesetzes-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/vertiefte-diskussion-des-geordnete-rueckkehr-gesetzes-erforderlich\/","title":{"rendered":"Vertiefte Diskussion des Geordnete-R\u00fcckkehr-Gesetzes erforderlich"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Anl\u00e4sslich der f\u00fcr morgen im Bundestag aufgesetzten 2. und 3. Lesung des Geordnete-R\u00fcckkehr-Gesetzes erkl\u00e4rt das Deutsche Institut f\u00fcr Menschenrechte:     &#8222;Das morgen zur Verabschiedung im Bundestag aufgesetzte  Geordnete-R\u00fcckkehr-Gesetz sieht weitreichende Einschnitte in die  Grund- und Menschenrechte von Gefl\u00fcchteten und Migranten vor: So  werden etwa die Voraussetzungen <!--more-->f\u00fcr Freiheitsentzug im Rahmen einer  Abschiebung erheblich abgesenkt, das Trennungsgebot zwischen Straf-  und Abschiebungsgefangen aufgehoben und die Gew\u00e4hrleistung des  menschenw\u00fcrdigen Existenzminimums f\u00fcr eine Gruppe von Gefl\u00fcchteten in Frage gestellt. Auch Kinder werden von diesen Versch\u00e4rfungen  betroffen sein. Die \u00c4nderungen schlie\u00dfen an eine Serie von  restriktiven Rechts\u00e4nderungen aus den letzten Jahren an.     Die enorme Beschleunigung und Verdichtung der  Gesetzgebungsverfahren im Asyl- und Migrationsbereich sowohl in der  Phase der Ressortabstimmung als auch jetzt im parlamentarischen  Verfahren f\u00fchren zu einer unzureichenden Einbeziehung des  Sachverstandes aus den Verb\u00e4nden, der Zivilgesellschaft und der  Verwaltungspraxis. Damit ist auch eine der Schwere der  Grundrechtseingriffe angemessene parlamentarische Auseinandersetzung  mit den Gesetzentw\u00fcrfen nicht m\u00f6glich. Bereits der Nationale  Normenkontrollrat hatte in seiner Stellungnahme zum Entwurf der  Bundesregierung darauf hingewiesen, dass keine akute Krisensituation  vorliegt, die eine derartige Beschleunigung der Gesetzgebung  notwendig macht, und dass ein solches Vorgehen des Gesetzgebers zu  Lasten einer transparenten Gesetzesfolgenabsch\u00e4tzung und der Qualit\u00e4t der Gesetze geht.     Deshalb empfiehlt das Deutsche Institut f\u00fcr Menschenrechte dem  Bundestag, die Lesung von der morgigen Sitzung abzusetzen. Auf einer  soliden Faktengrundlage sollte das Parlament dann vertieft \u00fcber die  menschenrechtlichen Auswirkungen der \u00c4nderungen sowie \u00fcber die Frage, ob die Regelungen \u00fcberhaupt die gesetzgeberischen Ziele erreichen  k\u00f6nnen, diskutieren.     Ohnehin liegen die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr einen  funktionierenden Fl\u00fcchtlingsschutz derzeit auf der europ\u00e4ischen  Ebene: Es gilt, eine solidarische und menschenrechtskonforme L\u00f6sung  f\u00fcr die Verteilung von Gefl\u00fcchteten in der Europ\u00e4ischen Union und f\u00fcr die Beendigung der katastrophalen Zust\u00e4nde in den Fl\u00fcchtlingslagern  auf den griechischen Inseln zu finden sowie die Seenotrettung im  Mittelmeer sicherzustellen. Hierauf sollte die Bundesregierung ihr  Handeln konzentrieren.&#8220;    Pressekontakt: Bettina Hildebrand Pressesprecherin Zimmerstra\u00dfe 26\/27 10969 Berlin Tel.: 030 259 359-14 Mobil: 0160 966 500 83 E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de  Original-Content von: Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/51271\/4290953\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Anl\u00e4sslich der f\u00fcr morgen im Bundestag aufgesetzten 2. und 3. 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