{"id":285338,"date":"2019-06-13T09:02:12","date_gmt":"2019-06-13T09:02:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/beyond-meat-burger-belegt-verfassungswidrigkeit-des-tierschutzgesetzes-in-seiner-aktuellen-fassung\/"},"modified":"2019-06-13T11:56:18","modified_gmt":"2019-06-13T09:56:18","slug":"beyond-meat-burger-belegt-verfassungswidrigkeit-des-tierschutzgesetzes-in-seiner-aktuellen-fassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/beyond-meat-burger-belegt-verfassungswidrigkeit-des-tierschutzgesetzes-in-seiner-aktuellen-fassung\/","title":{"rendered":"Beyond-Meat-Burger belegt Verfassungswidrigkeit des Tierschutzgesetzes in seiner aktuellen Fassung"},"content":{"rendered":"<p>Augsburg (ots) &#8211; Vegane V-Partei\u00b3 fordert Ende aller Schlachth\u00e4user. W\u00e4hrend sich die drei Parteien der Bundesregierung seit der letzten Bundestagswahl 2017 weitestgehend mit sich selbst besch\u00e4ftigen und die Gr\u00fcnen den Klimaschutz nur auf die Themen Braunkohle und f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t reduzieren, beackert die vegane V-Partei\u00b3 das Problem, was sich im schlimmsten Fall zu einer\u00a0 weltweiten Katastrophe entwickeln kann. Sowohl Klimawandel als auch Welthunger werden zu einem Gro\u00dfteil von der industriellen Tierwirtschaft bef\u00f6rdert, was nur mit einem raschen Ausstieg aus derselben behoben werden kann. <!--more-->Die V-Partei\u00b3 fordert konsequenterweise das Schlie\u00dfen aller Schlachth\u00e4user und begr\u00fcndet dies mit dem Grundgesetz. Sowohl die mangelhaften Haltungsbedingungen oder qu\u00e4lerischen Ma\u00dfnahmen wie z.B. bet\u00e4ubungslose Kastration m\u00e4nnlicher Ferkel als auch letztliche Tiert\u00f6tung sind \u00e4u\u00dferst belastend und schmerzhaft f\u00fcr die Tiere und widersprechen sowohl dem Staatsziel Tierschutz (Art. 20 a Grundgesetz), als auch dem Art. 1 des Tierschutzgesetzes, wonach &#8222;keinem Tier ohne vern\u00fcnftigem Grund Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den zugef\u00fchrt werden darf&#8220;. &#8222;Es besteht l\u00e4ngst kein vern\u00fcnftiger Grund mehr, f\u00fcr die Produktion von Nahrungsmitteln Tiere einzusetzen. Sowohl n\u00e4hrstofftechnisch als auch geschmacklich ist die historische Begr\u00fcndung der Ausnahmetatbest\u00e4nde des Tierschutzgesetzes \u00fcberholt&#8220;, zeigt Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Konrad Harle die Position der V-Partei\u00b3 auf und fordert mit der &#8222;Agraragenda2030&#8220; eine dringende Umkehr in der Landwirtschafts- und Ern\u00e4hrungspolitik hin zur bioveganen Produktion von Lebensmitteln. Unterst\u00fctzt wird die Forderung von der steigenden Zahl von Menschen, die ohne Konsum von tierischen Nahrungsmitteln leben und dar\u00fcber hinaus auch gesteigerte Fitness und Gesundheit unter Beweis stellen. Hype um pflanzliche Alternativen macht Tierprodukte \u00fcberfl\u00fcssig Innovative Fleischalternativen aus Pflanzen l\u00f6sen derzeit eine ungeahnte Begeisterungswelle aus und best\u00e4tigen damit die Haltung der V-Partei\u00b3. Leere Regale nach wenigen Stunden bei einem Discounter oder rasant steigende B\u00f6rsenkurse verschafften dem Beyond-Meat-Burger binnen weniger Tage Kultstatus. Auch weitere Produzenten von Fleischersatzprodukten wie Vegini aus \u00d6sterreich dr\u00e4ngen auf den veganen Markt, der ebenso vor Fast-Food-Ketten nicht halt macht. Alle treten den Beweis an: Muskeln von get\u00f6teten Tieren werden weder f\u00fcr die Eiwei\u00dfversorgung der Bev\u00f6lkerung noch aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ben\u00f6tigt. &#8222;Weder die Regierungsparteien CDU\/CSU und SPD, noch die Gr\u00fcnen und schon gar nicht die FDP wollen jedoch aus der Tiernutzindustrie aussteigen. Sie haben die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt oder sind entweder von Tiernutzindustrie abh\u00e4ngig oder immer noch zu mutlos&#8220;, rekapituliert Heike Rudolf, die stellvertretende Bundesvorsitzende der V-Partei\u00b3 die derzeitige politische Wetterlage. F\u00fcr sie ist es absurd, dass ausgerechnet von der Politik Forderungen laut werden, Veggie-Burger nicht mehr Burger nennen zu d\u00fcrfen. &#8222;Wenn ein Verbot, dann doch, dass zwischen den Br\u00f6tchenh\u00e4lften und unter dem Salat ein Teil eines get\u00f6teten Tieres liegen darf, das w\u00fcrde Sinn ergeben und dem verfassungsrechtlichen Staatsziel Tierschutz entsprechen&#8220;. Gro\u00dfe Chance f\u00fcr Landwirtschaft und Klimaschutz Das bisher f\u00fcr Burger \u00fcberwiegend verwendete Rindfleisch ist sehr ressourcenintensiv: So sind f\u00fcr die Aufzucht eines Rindes enorme Mengen an Futter, Wasser, Energie und Platz n\u00f6tig, die die pflanzlichen Produkte nur zu einem Bruchteil ben\u00f6tigen. Landwirtschaftliche Fl\u00e4chen k\u00f6nnen beim g\u00e4nzlichen Umstieg auf pflanzliche Lebensmittel schonender und wirtschaftlicher genutzt werden. Aus den dann nicht mehr f\u00fcr die Rinderzucht ben\u00f6tigten Wiesen- und Weidenfl\u00e4chen k\u00f6nnen pflanzliche D\u00fcnger produziert werden. Die N\u00e4hrstoffversorgung mit dem stickstoffhaltigen Kleegras (als Pellets, Kompost oder Silage) bei viehlosen Biobetrieben hat schon jetzt Konjunktur und zeigt, dass es funktioniert und dar\u00fcber hinaus unabh\u00e4ngig von Energieimporten macht, was auch den Regenwald sch\u00fctzt. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die B\u00f6den mit dem aus der Luft gebundenem Stickstoff zu Humus aufgebaut werden, was ein wichtiger Aspekt f\u00fcr die Bodenfruchtbarkeit und der Bindung von CO2 darstellt. Die f\u00fcr die pflanzlichen Produkte ben\u00f6tigten Inhaltsstoffe wie etwa Erbsen, Bohnen, Rote Beete oder Raps k\u00f6nnen in Europa kultiviert werden, spielen derzeit aber wegen der Massentierhaltung oder der Stromgewinnung (Mais) f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion eine eher untergeordnete Rolle. &#8222;Der Import eines Produktes aus dem 9000 Kilometer entfernten Amerika m\u00fcsste nicht sein, wenn die Bundesregierung die gesetzlichen, besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr innovative und zukunftsorientierte Landwirte hier vor Ort schafft&#8220;, sieht der V-Partei\u00b3-Gr\u00fcnder Roland Wegner dringenden politischen Handlungsbedarf und bahnbrechende M\u00f6glichkeiten einer sinnvollen wie notwendigen Ver\u00e4nderung, was zugleich weitere Probleme wie die Belastung von Nitrat und Antibiotika l\u00f6sen w\u00fcrde. K\u00fckenschreddern und Ferkelkastration werden von der Bev\u00f6lkerung abgelehnt Die V-Partei\u00b3 hat bereits zu den Themen Ferkelkastration und K\u00fckenschreddern die Position vertreten, dass die Nutztierhaltung neben der gesellschaftlichen Unpopularit\u00e4t sogar g\u00e4nzlich verfassungswidrig ist. &#8222;Der im Art. 20 a des Grundgesetzes verankerte Tierschutz steht im Verfassungsrang der Berufs- und Religionsfreiheit nicht nach, was man auch z.B. im Umgang mit dem Sch\u00e4chten erkennt&#8220;, so Bundesvorsitzender Roland Wegner, der dar\u00fcber hinaus Aufkl\u00e4rung und eine gesellschaftliche Debatte und schrittweise dringend neue Prozesse in der Nahrungsmittelproduktion fordert. Ein erster Schritt muss die deutliche Verteuerung von tierischen Produkten und die Subvention bioveganer Lebensmittel sein. Bev\u00f6lkerungswachstum erfordert vegane Innovationen zur Ern\u00e4hrungssicherheit Lag im Jahr 1960 die Weltbev\u00f6lkerung bei ca. 3 Milliarden Menschen, wird sich diese Zahl im Jahr 2040 verdreifacht haben. Die Ern\u00e4hrungssicherheit &#8211; Zugang zu qualitativ und quantitativ ausreichenden Nahrungsmitteln f\u00fcr alle Menschen &#8211; ist bereits jetzt nicht umf\u00e4nglich gegeben. Der wachsende Druck auf nat\u00fcrliche Ressourcen und der ihre Nutzung beeinflussende technische und biologische Fortschritt f\u00fchrt zu ungleicher Verteilung, was auch zu geopolitischen &#8211; kriegerischen &#8211; Auseinandersetzungen und Flucht f\u00fchrt. Bereits jetzt leiden \u00fcber 800 Millionen Menschen unter unzureichender Nahrungsmittelversorgung. Paradoxerweise verst\u00e4rkt ausgerechnet in den L\u00e4ndern, in denen ein gro\u00dfer Anteil des Futters f\u00fcr die industrielle Tierhaltung produziert wird. Dabei ist l\u00e4ngst bekannt, dass die Konvertierungsrate von Pflanzenkalorien in Fleischkalorien rund viermal besser ist als die bei traditionellem Fleisch. &#8222;Die Herstellung von pflanzlichen Produkten ist zielgerichteter auf das Endprodukt ausgelegt und mit weniger Energieverlust verbunden&#8220;, appelliert Bundespressesprecherin Eva-Marie Springer an die Vernunft von Politik und Verbraucher, Schlachth\u00e4user abzuschalten. Die V-Partei\u00b3 liefert die passenden Antworten. Weitere Informationen auf www.v-partei.de Pressekontakt: Eva-Marie Springer Bundespressesprecherin 09074-91779 0174-3878544 presse@v-partei.de Original-Content von: V-Partei\u00b3, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/131690\/4295876\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Augsburg (ots) &#8211; Vegane V-Partei\u00b3 fordert Ende aller Schlachth\u00e4user. W\u00e4hrend sich die drei Parteien der Bundesregierung seit der letzten Bundestagswahl<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-285338","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipps-informationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285338"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":285345,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285338\/revisions\/285345"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}