{"id":285566,"date":"2019-06-16T18:19:12","date_gmt":"2019-06-16T18:19:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-14-juni-2019-in-leipzig-foto\/"},"modified":"2019-06-18T11:51:39","modified_gmt":"2019-06-18T09:51:39","slug":"jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-14-juni-2019-in-leipzig-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-14-juni-2019-in-leipzig-foto\/","title":{"rendered":"Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK) am 14. Juni 2019 in Leipzig (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft \" title=\"Der BVK-Vorsitzende Dr. Kai Schaefer auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Leipzig \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/50389 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/85ee6e9d-8b2b-4588-bfd7-c616dd3cbf5f\/BVK-Vorsitzender%20Dr.%20Kai%20Schaefer.jpg\" width=\"333\" height=\"521\" \/><\/p>\n<p>Leipzig (ots) &#8211; Auf der Jahrestagung des Verbandes in Leipzig analysiert der BVK-Vorsitzende Dr. Kai Schaefer die aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere geht er auf die gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die Branche ein: das Abflauen der Wirtschaft, die gestiegenen umweltpolitischen Erwartungen der Zivilgesellschaft, das Thema Rohstoffsicherung und die Frage der Klimaneutralit\u00e4t bis 2050. <!--more-->Schlie\u00dflich stellt er die aktuellen Zahlen der Deutschen Kalkindustrie vor. BVK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Ogilvie vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit, die Kernthemen und das Netzwerk des Verbandes. Dr. Burkhard Naffin, stellvertretender BVK-Vorsitzender, gibt die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Arbeitssicherheitswettbewerbs bekannt. Die Mitgliederversammlung als Branchentreffen der deutschen, \u00f6sterreichischen und schweizerischen Kalkindustrie findet dieses Jahr in Leipzig statt. Der Verbandsvorsitzende Dr. Kai Schaefer, Mitglied der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SCHAEFER KALK GmbH &amp; Co KG, Diez, macht deutlich, dass das Klima f\u00fcr die deutsche Kalkindustrie zunehmend rauer wird. Dies sei zum einen auf die aktuelle Weltwirtschaftslage zur\u00fcckzuf\u00fchren, zum anderen aber auch auf die politische Entwicklung in Deutschland. Eine nicht handlungsf\u00e4hige Gro\u00dfe Koalition schaffe Unsicherheit und Stillstand. Der Ausgang der Europawahl, die Dynamik auf die Politik durch die Fridays-for-Future-Demonstrationen und die St\u00e4rke der Gr\u00fcnen k\u00f6nnten massive Auswirkungen auf die Industrie durch eine einseitige Klima- und Rohstoffpolitik haben. &#8222;Eine immer schwierigere Herausforderung f\u00fcr uns alle ist die Sicherung der Abbaubarkeit unseres Rohstoffes. Die Anforderungen der Umweltgesetzgebung steigen weiter. Noch st\u00e4rker aber steigt das Unverst\u00e4ndnis der Zivilgesellschaft \u00fcber industrielle Produktionsanlagen und \u00fcber Eingriffe zur Rohstoffgewinnung&#8220;, so Dr. Schaefer. Die Kalkindustrie geh\u00f6re zu den energieintensiven Branchen. Seit Beginn des Emissionshandels sei sie in das europ\u00e4ische Emissionshandelssystem einbezogen. Eine nationale CO2-Steuer, die die Branche zus\u00e4tzlich belasten w\u00fcrde, lehne die deutsche Kalkindustrie ab. Um die Klimaziele 2050 aus dem Klimaschutzplan zu erreichen, solle Deutschland bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Die deutsche Kalkindustrie verst\u00e4rke ihre Anstrengungen zur CO2-Minderung; die Prozessemissionen aus dem Kalkstein aber, die 2\/3 der Gesamtmenge an CO2 ausmachen, seien nicht minderbar. Mindestens als Zwischenl\u00f6sung fordere die deutsche Kalkindustrie daher auch die M\u00f6glichkeit der CO2-Verpressung. Nach dem faktisch beschlossenen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 m\u00fcsse es jetzt darum gehen, in der Klima- und Energiepolitik die Gleichwertigkeit der Ziele Klimafreundlichkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit sicherzustellen. Dr. Schaefer begr\u00fc\u00dft ausdr\u00fccklich das Ziel der &#8222;Nationalen Industriestrategie 2030&#8220;, den Anteil der industriellen Wertsch\u00f6pfung in Deutschland auf 25 Prozent und in der EU auf 20 Prozent zu erh\u00f6hen. Dieses Ziel mit mehr staatlicher Lenkung erreichen zu wollen, k\u00f6nne aber nicht der Weg sein. Hier gelte es nun, die Diskussion mit dem Bundeswirtschaftsminister zu f\u00fchren. Anschlie\u00dfend stellt der BVK-Vorsitzende die aktuellen Zahlen der Kalkindustrie vor. Bei den ungebrannten Produkten repr\u00e4sentiert der BVK ca. 15 % der deutschen Kalkindustrie, bei den gebrannten Erzeugnissen nahezu 100 %. Der Marktabsatz der BVK-Mitglieder bei den ungebrannten Kalkprodukten betrug im Jahr 2018 ca. 18 Mio.t und ist damit gegen\u00fcber dem Vorjahr um 1,5 % zur\u00fcckgegangen. Hauptabnehmer von ungebrannten Produkten der Mitglieder des BVK ist das Baugewerbe. In dieses Verbrauchssegment konnten 2018 ca. 6,7 Mio.t geliefert werden. Das Ergebnis des Jahres 2018 ist damit signifikant schlechter (-5,7 %) als noch im Jahr davor. R\u00fcckl\u00e4ufig sind auch die Lieferungen von ungebrannten Produkten f\u00fcr Umweltschutzanwendungen. Dieses Verbrauchssegment hat sich von 2,1 Mio.t auf 2,0 Mio t entwickelt. Die Lieferungen von ungebrannten Produkten f\u00fcr industrielle Anwendungen sind gegen\u00fcber 2017 deutlich im Plus (+2,7 %) Die Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie erreichten mit einem Plus von 3,6 % 3,1 Mio.t. Der Absatz gebrannter Produkte lag 2018 bei knapp. 6,4 Mio.t. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 0,9 %. Bei dem Hauptabnehmer der Kalkprodukte, der Eisen- und Stahlindustrie, ist ein deutlicher Zuwachs um 4 % auf nunmehr mehr als 2,3 Mio.t zu berichten. Der Industrieabsatz 2018 insgesamt hat sich gegen\u00fcber dem Vorjahr ebenfalls leicht verbessert (+1,4 %). Die Lieferungen f\u00fcr Umweltschutzanwendungen dagegen sind weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Insgesamt konnten in dieses Verbrauchssegment nur noch 1,2 Mio.t verkauft werden. Das entspricht insgesamt einem R\u00fcckgang um erneut 1 %. Auch wenn dieser R\u00fcckgang aktuell durch die Wasser- und Schlammbehandlung begr\u00fcndet ist, so bedeutet der Kohlekompromiss mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 einen deutlichen Einschnitt und mittelfristig eine deutliche Reduzierung der Absatzmengen. Zufrieden kann die deutsche Kalkindustrie dagegen mit den Lieferungen an die Baustoffindustrie sein. Insgesamt konnte ein Plus von erneut 1,4 % erreicht werden. Das entspricht einer Liefermenge von \u00fcber 900 Tsd.t, wobei der Hauptteil dieser Lieferungen zur Herstellung von Wandbaustoffen ben\u00f6tigt wird. Negativ haben sich die Mengen von gebrannten Kalkprodukten zum Einsatz im Stra\u00dfen- und Wegebau entwickelt. Nach dem deutlichen Plus im vergangenen Jahr hat sich dieser Verwendungsbereich wieder auf 350 Tsd.t konsolidiert. Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes Martin Ogilvie legt der Mitgliederversammlung den Gesch\u00e4ftsbericht 2018\/2019 vor und erl\u00e4utert die im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr geleistete Arbeit sowie die aktuellen Kernarbeitsfelder. Einleitend geht er auf die Stellung der Steinbr\u00fcche als Horte der Artenvielfalt ein. Um dies noch besser dokumentieren zu k\u00f6nnen, arbeite die gesamte deutsche rohstoffgewinnende Steine-Erden-Industrie an einer Biodiversit\u00e4tsdatenbank, die zum Ziel habe, einen bundesweiten \u00dcberblick \u00fcber die vorhandene Artenvielfalt in den Abbaust\u00e4tten zu gewinnen. Die Kalkindustrie schaffe dringend ben\u00f6tigte Lebensr\u00e4ume f\u00fcr seltene Pflanzen und Tiere. Anschlie\u00dfend stellt er die neue Museumssonderausstellung &#8222;Faszination Kalk&#8220; mit der begleitenden Website www.kalkmuseum.de vor. Diese beleuchte auf dem neuesten Stand der Museumsp\u00e4dagogik u. a. die Entstehung und Gewinnung von Kalkstein, die Herstellung von Kalkprodukten und die Bedeutung der vielf\u00e4ltigen Kalkanwendungen f\u00fcr den einzelnen Bundesb\u00fcrger und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Schlie\u00dflich geht er auf die vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung ein, die Innovation und Weiterentwicklung am Wirtschaftsstandort Deutschland sichere. Um das gemeinsame Verst\u00e4ndnis dieser Arbeit zu festigen und transparent zu halten, seien f\u00fcr die Forschungsgemeinschaft Kalk und M\u00f6rtel e. V. Leitlinien erarbeitet und beschlossen worden. Nachhaltigkeit, CO2-Abscheidung und -Weiterverwendung r\u00fcckten st\u00e4rker in den Forschungsfokus. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie, Dr. Burkhard Naffin, \u00fcbernimmt die Ehrung der Gewinner des diesj\u00e4hrigen Arbeitssicherheitswettbewerbs der Branche. Der mittlerweile seit mehr als 30 Jahren durchgef\u00fchrte Wettbewerb des BVK hat eine \u00fcberaus wichtige Funktion: Er soll die Unternehmen motivieren, bestm\u00f6glich sichere Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung zu stellen und er soll die Mitarbeiter zu sicherheitsbewusstem Verhalten am Arbeitsplatz anhalten. Sieger des diesj\u00e4hrigen Arbeitssicherheitswettbewerbes sind die Kalk-, Terrazzo- und Steinmahlwerke Eduard Merkle aus Blaubeuren. Die n\u00e4chste Jahreshauptversammlung wird vom 25. bis 26. Juni 2020 auf dem Petersberg in Bonn stattfinden. Jeder Bundesb\u00fcrger verbraucht t\u00e4glich etwa 250 g gebrannte und 5,5 kg ungebrannte Kalk- und Dolomiterzeugnisse. Im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V. (BVK) sind rund 50 Unternehmen mit fast 100 Standorten vertreten. Gemeinsam produzieren sie mit rund 3.000 Besch\u00e4ftigten circa 6,4 Mio. Tonnen Kalk im Jahr und erwirtschaften einen Gesamtumsatz von rund 750 Mio. Euro (Stand: 2018). Pressekontakt: Martin Ogilvie Telefon 0221\/934674-12 eMail: martin.ogilvie@kalk.de Original-Content von: Bundesverband der deutschen Kalkindustrie e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50389\/4298557\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leipzig (ots) &#8211; Auf der Jahrestagung des Verbandes in Leipzig analysiert der BVK-Vorsitzende Dr. Kai Schaefer die aktuelle politische und<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-285566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipps-informationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285566"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":285763,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285566\/revisions\/285763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}