{"id":285901,"date":"2019-06-19T11:12:51","date_gmt":"2019-06-19T11:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/europa-nach-der-klimawahl-schutz-von-umwelt-und-natur-muss-oberstes-ziel-der-eu-sein-umweltverbaende-fordern-klimaneutralitaet-bis-spaetestens-2050-und-neustart-in-der-agrarpolitik\/"},"modified":"2019-06-19T11:12:51","modified_gmt":"2019-06-19T11:12:51","slug":"europa-nach-der-klimawahl-schutz-von-umwelt-und-natur-muss-oberstes-ziel-der-eu-sein-umweltverbaende-fordern-klimaneutralitaet-bis-spaetestens-2050-und-neustart-in-der-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/europa-nach-der-klimawahl-schutz-von-umwelt-und-natur-muss-oberstes-ziel-der-eu-sein-umweltverbaende-fordern-klimaneutralitaet-bis-spaetestens-2050-und-neustart-in-der-agrarpolitik\/","title":{"rendered":"Europa nach der &#8222;Klimawahl&#8220;: Schutz von Umwelt und Natur muss oberstes Ziel der EU sein \/ Umweltverb\u00e4nde fordern Klimaneutralit\u00e4t bis sp\u00e4testens 2050 und Neustart in der Agrarpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Umweltverb\u00e4nde BUND, NABU und WWF  fordern, dass der Umweltschutz in den kommenden Jahren oberstes Ziel  in Europa wird. Bei dem am Donnerstag beginnenden Gipfeltreffen zur  k\u00fcnftigen Strategie der EU sollten die Staats- und Regierungschefs  die gr\u00f6\u00dften Umweltprobleme zur Chefsache machen: Dazu geh\u00f6ren die  Erd\u00fcberhitzung und das Massenartensterben.<!--more-->      Die Verb\u00e4nde fordern zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel auf,  einen Neustart in der EU-Agrarpolitik auf die Strategische Agenda der EU zu setzen und das Ziel der Treibhausgasneutralit\u00e4t bis  allersp\u00e4testens 2050 in der EU voranzutreiben. Auch ein Ende der  \u00dcberfischung bis 2020 und die ambitionierte Umsetzung der  Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bis 2027 sind dringend erforderlich.  Beide Ziele sind bereits beschlossen, erreicht hat die EU diese  jedoch noch lange nicht. Die Europawahl sei ein klarer Auftrag an die EU und Mitgliedstaaten, dem Umwelt- und Klimaschutz endlich Vorrang  einzur\u00e4umen. Einem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ist bewusst, dass die  Grenzen der planetaren Belastbarkeit \u00fcberschritten sind, beim  Artensterben genauso wie bei der Klimakrise. Diesem Auftrag m\u00fcsse die EU nun gerecht werden. Das Wahlergebnis werten die Verb\u00e4nde auch als  Signal an die Bundesregierung. Die Gro\u00dfe Koalition habe es in den  vergangenen Jahren verpasst, Antworten auf die Umweltprobleme zu  liefern und Wirtschaft und Gesellschaft auf die erforderlichen  Ver\u00e4nderungen vorzubereiten. In Br\u00fcssel trete die Bundesregierung in  vielen Bereichen des Klima- und Umweltschutzes als Bremser auf. Nun  liege es an CDU\/CSU und der SPD, sich glaubw\u00fcrdig f\u00fcr den Schutz  unserer Lebensgrundlagen einzusetzen und in Br\u00fcssel alle dazu  erforderlichen Schritte voranzutreiben.      &#8222;Es ist ein erster Schritt, dass die Bundesregierung nun das Ziel  der Treibhausgasneutralit\u00e4t bis 2050 mittragen will. Aber nun muss  sie sich auch daf\u00fcr einsetzen, dass alle anderen Mitgliedsstaaten  sich auf dieses Mindestma\u00df einigen. Au\u00dferdem gilt es, dieses Ziel in  einen weitaus ambitionierteren Beitrag zum Pariser Klimaabkommen  (NDC) zu \u00fcbersetzen. Positioniert sich die EU hier als Vorreiter,  kann sie andere L\u00e4nder mitrei\u00dfen&#8220;, sagt Michael Sch\u00e4fer, Leiter  Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.      &#8222;Das Aussterben von Millionen von Tier- und Pflanzenarten bedroht  uns Menschen genauso stark wie die Folgen des Klimawandels.      Funktionierende \u00d6kosysteme sind Grundlage unseres Lebens. Um diese zu sichern, brauchen wir dringend ein Umdenken, weg von einer auf  st\u00e4ndiges Wachstum ausgelegten Wirtschaftspolitik hin zu einer  kohlenstofffreien und nachhaltigen Wirtschaft. Mindestens 40 Prozent  des k\u00fcnftigen EU-Haushalts m\u00fcssen daher zur Erreichung der Ziele im  Klima-, Natur- und Biodiversit\u00e4tsschutz beitragen und  umweltsch\u00e4dliche Subventionen m\u00fcssen gestoppt werden&#8220;, sagt Olaf  Bandt, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim BUND.      NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke: &#8222;Die Rettung der Artenvielfalt  sollte sp\u00e4testens jetzt ganz oben auf der Agenda jedes Staats- und  Regierungschefs sein. Und dazu muss ausreichend Geld bereitstehen:  mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr im EU-Haushalt. Die EU sollte  damit Landwirte belohnen, die sich f\u00fcr den Schutz von Arten,  Lebensr\u00e4umen und des Grundwassers einsetzen. Mit dem F\u00f6rderprinzip  &#8218;Masse statt Klasse&#8216; muss endlich Schluss sein.&#8220;      Um dem Umweltschutz insgesamt mehr Gewicht zu verleihen, fordern  die Verb\u00e4nde einen besseren Aufgabenzuschnitt innerhalb der  EU-Kommission. Grunds\u00e4tzlich sollten die Nachhaltigkeitsziele der  Vereinten Nationen (SDGs) das Leitprinzip aller Priorit\u00e4ten der EU  sein. Ihre Umsetzung m\u00fcsse Chefsache werden und demnach direkt beim  Kommissionspr\u00e4sidenten angesiedelt sein. F\u00fcr die beiden dr\u00e4ngendsten  Herausforderungen Klimaschutz und Schutz nat\u00fcrlicher Ressourcen sind  je ein Vizepr\u00e4sident erforderlich.    Pressekontakt: Michael Sch\u00e4fer, WWF-Leiter Klimaschutz und Energiepolitik,  Tel. 030-311777-213, E-Mail: Michael.Schaefer@wwf.de  Laura von Vitorelli, BUND-Leiterin Gew\u00e4sserpolitik,  Tel. 030-27586-532, E-Mail: Laura.vonVittorelli@bund.net Amrei M\u00fcnster, BUND-Expertin EU-Strukturpolitik, Tel. 030-27586-481,  E-Mail: Amrei.Muenster@bund.net  Konstantin Kreiser, NABU-Leiter globale und EU-Naturschutzpolitik,  Tel.: 0172-4179730, E-Mail: Konstantin.Kreiser@NABU.de  Original-Content von: NABU, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6347\/4301428\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin\/Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Umweltverb\u00e4nde BUND, NABU und WWF fordern, dass der Umweltschutz in den kommenden Jahren oberstes Ziel in<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-285901","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285901"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285901\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}