{"id":286973,"date":"2019-07-04T15:04:38","date_gmt":"2019-07-04T15:04:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/gewerblicher-investmentumsatz-von-gut-244-mrd-eur-neuer-rekord-bei-single-deals\/"},"modified":"2019-07-04T15:04:38","modified_gmt":"2019-07-04T15:04:38","slug":"gewerblicher-investmentumsatz-von-gut-244-mrd-eur-neuer-rekord-bei-single-deals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gewerblicher-investmentumsatz-von-gut-244-mrd-eur-neuer-rekord-bei-single-deals\/","title":{"rendered":"Gewerblicher Investmentumsatz von gut 24,4 Mrd. EUR &#8211; neuer Rekord bei Single Deals"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Im ersten Halbjahr 2019 wurden bundesweit  \u00fcber 24,4 Mrd. EUR in Gewerbeimmobilien investiert. Damit liegt das  Ergebnis nur gut 6 % unter dem sehr guten Vorjahresresultat und  stellt den dritth\u00f6chsten Umsatz der letzten zw\u00f6lf Jahre dar. Rechnet  man noch die Investitionen in Wohnimmobilien (ab 30 Einheiten) hinzu, die sich auf gut 7 Mrd.<!--more--> EUR belaufen, ergibt sich ein Gesamtumsatz  von \u00fcber 31,4 Mrd. EUR. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real  Estate.     &#8222;Die Investmentm\u00e4rkte trotzen einer ganzen Reihe von potenziellen  St\u00f6rfaktoren und sind weiterhin von einer starken nationalen und  internationalen Nachfrage gepr\u00e4gt. Diese auf den ersten Blick  vielleicht etwas \u00fcberraschende Situation macht rational durchaus  Sinn&#8220;, sagt Piotr Bienkowski, CEO von BNP Paribas Real Estate  Deutschland. &#8222;Gerade in einer Welt mit zunehmenden \u00f6konomischen und  vor allem auch politischen Unsicherheiten stellen Immobilien trotz  der mittlerweile hohen Preisniveaus eine der renditest\u00e4rksten, am  wenigsten schwankungsanf\u00e4lligen und damit sichersten Assetklassen  dar. Dies gilt insbesondere in einer insgesamt stabilen und gesunden  Volkswirtschaft wie Deutschland. Gerade f\u00fcr institutionelle  Core-Anleger, f\u00fcr die starke Wertver\u00e4nderungen ihrer Anlagen  gravierende Auswirkungen haben k\u00f6nnen, stehen Immobilieninvestitionen nicht nur weiter im Blickpunkt, sondern gewinnen sogar noch an  Bedeutung. Gest\u00fctzt wird das ohnehin gro\u00dfe Interesse der Anleger  nat\u00fcrlich durch die unver\u00e4ndert guten Finanzierungsbedingungen, an  denen sich aufgrund der aktuell schw\u00e4chelnden europa- und weltweiten  Konjunktur auch mittelfristig kaum etwas \u00e4ndern d\u00fcrfte. Hinzu kommt,  dass sichere Alternativanlagen wie AAA-Staatsanleihen vielfach wieder im negativen Bereich notieren. Gleichzeitig ist die weitere  Entwicklung der Aktienm\u00e4rkte nur schwer vorherzusagen und h\u00e4ngt von  vielen offenen Fragen ab, zum Beispiel ob der Zollstreit zwischen den USA und China sowie den USA und Europa gel\u00f6st werden kann, ob der  Brexit mit oder ohne Austrittsvertrag umgesetzt wird und ob es eine  Eskalation im Nahen Osten geben wird oder nicht. F\u00fcr Investoren, die  eine vergleichsweise ausk\u00f6mmliche Rendite bei kalkulierbarem  Risikoprofil anstreben, geht vor diesem Hintergrund weiterhin kein  Weg an Immobilien vorbei.&#8220;     Wie stark die Nachfrage nach wie vor ist, wird dadurch  unterstrichen, dass die erst 2018 aufgestellte Bestmarke mit Single  Deals noch einmal \u00fcbertroffen wurde. Insgesamt wurden gut 20,1 Mrd.  EUR in Einzelobjekte investiert, deren Anteil am Gesamtergebnis sich  damit auf rund 82 % bel\u00e4uft. Der Portfolioumsatz f\u00e4llt dagegen mit  4,3 Mrd. EUR rund 29 % niedriger aus als im Vorjahr &#8211; dies ist das  geringste Volumen der letzten sechs Jahre. Hieraus l\u00e4sst sich aber  nicht ableiten, dass die K\u00e4ufer kein Interesse an Paketverk\u00e4ufen  haben. Verantwortlich sind vielmehr zwei Aspekte: Erstens ein viel zu geringes Angebot an gro\u00dfvolumigen Portfolios und zweitens die  Tatsache, dass, anders als in den Jahren vor der Finanzkrise, keine  Portfoliobereinigungen stattfinden, bei denen schwierige Objekte zu  Paketen geschn\u00fcrt auf den Markt gebracht werden. Auch dies spricht  daf\u00fcr, dass die Investmentm\u00e4rkte nach wie vor durch ein hohes Ma\u00df an  Rationalit\u00e4t gekennzeichnet sind.     Bei der Verteilung des Transaktionsvolumens waren auch im zweiten  Quartal keine gravierenden Verschiebungen zu beobachten. Angef\u00fchrt  wird die Rangliste im ersten Halbjahr unver\u00e4ndert von B\u00fcroimmobilien: Mit gut 11,5 Mrd. EUR stellen sie erneut fast die H\u00e4lfte (47 %) des  Umsatzes. Davon entfallen lediglich gut 230 Mio. EUR auf  Paketverk\u00e4ufe. Dieser Wert wird sich im zweiten Halbjahr aufgrund  einiger gro\u00dfer im Markt befindlicher Transaktionen aber sp\u00fcrbar  erh\u00f6hen. Auf dem zweiten Platz finden sich Einzelhandelsobjekte mit  5,4 Mrd. EUR (22 %), wobei die vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme der  Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof durch Signa \u00fcberproportional  zu Buche schl\u00e4gt. Vervollst\u00e4ndigt wird das F\u00fchrungstrio von  Logistikimmobilien, die f\u00fcr knapp 2,67 Mrd. EUR (11 %) verantwortlich zeichnen. Mit gut einer Mrd. EUR weisen sie, \u00e4hnlich wie der  Einzelhandel, einen vergleichsweise hohen Portfolioanteil auf. Hotels steuern fast 7 % (1,63 Mrd. EUR) zum Ergebnis bei und haben sich  damit auf dem deutlich h\u00f6heren Niveau der letzten Jahre stabilisiert. Auf das an Bedeutung gewinnende Segment der Healthcare-Immobilien  entfallen in den ersten sechs Monaten 951 Mio. EUR (4 % vom  Gesamtumsatz). Insgesamt l\u00e4sst sich festhalten, dass die  Marktsituation in mehreren Assetklassen weiter durch ein zu geringes  Angebot gepr\u00e4gt ist, sodass die prinzipiell vorhandene Nachfrage  nicht vollst\u00e4ndig bedient werden kann.     Der Anteil ausl\u00e4ndischer Investoren ist im zweiten Quartal zwar  etwas gestiegen, liegt im langj\u00e4hrigen Vergleich mit knapp 39 % aber  immer noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Ausschlaggebend f\u00fcr  diese Situation ist das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringe Transaktionsvolumen  mit Portfolios, da ausl\u00e4ndische Anleger in diesem Marktsegment  traditionell \u00fcberproportional beteiligt sind. Absolut betrachtet  haben sie mit rund 9,4 Mrd. EUR im ersten Halbjahr aber rund ein  Viertel mehr investiert als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Auch  dies kann als Indiz daf\u00fcr gewertet werden, dass das grunds\u00e4tzliche  Interesse ungebrochen hoch ist, sobald ein f\u00fcr sie passendes Produkt  am Markt ist. Am aktivsten waren europ\u00e4ische K\u00e4ufer, die knapp ein  Viertel zum Umsatz beisteuern, gefolgt von nordamerikanischen  Anlegern, die auf gut 8 % kommen. Investoren aus Asien (3 %) und  Nahost (2 %) bleiben hinter ihren Ergebnissen aus den Vorjahren  zur\u00fcck. Auch hier spiegelt sich das zu geringe Produktangebot gerade  im Portfoliobereich wider. Prinzipiell ist aber davon auszugehen,  dass der Anteil ausl\u00e4ndischer K\u00e4ufer wieder etwas steigen wird. Ein  Grund daf\u00fcr ist, dass sie zunehmend auch im hochpreisigen  Premiumsegment als Wettbewerber f\u00fcr institutionelle deutsche  Core-Investoren auftreten. W\u00e4hrend letztere vor allem an sicheren  Cashflows interessiert sind und deshalb auch hohe Preise akzeptieren, stehen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren st\u00e4rker Wertsteigerungspotenziale  im Zusammenhang mit den weiter steigenden Mieten an den  Top-Standorten im Vordergrund.     &#8222;Die deutschen A-Standorte (Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt,  Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Stuttgart) haben wesentlich zum sehr guten  Investmentumsatz beigetragen. Auch wenn sie die im vergangenen Jahr  aufgestellte au\u00dfergew\u00f6hnliche Bestmarke um 13 % verfehlt haben,  bedeuten 13,8 Mrd. EUR immer noch das zweitbeste Transaktionsvolumen  der letzten zehn Jahre. Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung  Berlins: Mit gut 5,2 Mrd. EUR wurde ein neuer Rekord aufgestellt, der rund zwei Drittel \u00fcber der erst 2018 erzielten bisherigen Rekordmarke liegt. Noch nie wurde in den ersten sechs Monaten in einer deutschen  Stadt ein vergleichbarer Umsatz registriert. Verantwortlich hierf\u00fcr  sind vor allem auch eine Vielzahl gro\u00dfvolumiger Deals. Bereits im  ersten Halbjahr konnten 16 Verk\u00e4ufe im dreistelligen Millionenbereich erfasst werden&#8220;, betont Marcus Zorn, Deputy CEO von BNP Paribas Real  Estate Deutschland. Auf dem zweiten Platz folgt Frankfurt mit gut 2,3 Mrd. EUR. Da die Bankenmetropole letztes Jahr von vielen Gro\u00dfdeals  profitiert hatte, liegt das Ergebnis erwartungsgem\u00e4\u00df rund ein Drittel niedriger, trotzdem wird der langj\u00e4hrige Durchschnitt deutlich  \u00fcbertroffen. \u00c4hnlich stellt sich die Situation in M\u00fcnchen dar, wo  knapp 2,2 Mrd. EUR erzielt wurden, was im bundesweiten Vergleich Rang 3 entspricht. Das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet  D\u00fcsseldorf mit knapp 1,2 Mrd. EUR, wenngleich auch hier der im  Vorjahr aufgestellte Rekord um 16 % unterschritten wurde. Den  st\u00e4rksten R\u00fcckgang weist Hamburg auf, wo sich das Volumen mit gut 1,1 Mrd. EUR fast halbiert hat. Die Hansestadt litt besonders unter einem zu geringen Angebot gr\u00f6\u00dferer Core-Objekte. Anders sieht es in  Stuttgart aus, wo 977 Mio. EUR (+13 %) einen neuen Umsatzrekord  bedeuten, und auch K\u00f6ln konnte um 11 % auf 781 Mio. EUR zulegen. Die  Domstadt markiert das drittbeste im ersten Halbjahr jemals  registrierte Resultat.     &#8222;Die Preisniveaus haben sich im zweiten Quartal \u00fcberwiegend stabil gezeigt. Nur in Hamburg ist die Spitzenrendite f\u00fcr B\u00fcroobjekte noch  einmal um 10 Basispunkte auf 2,95 % gefallen und liegt damit jetzt  auf dem gleichen Niveau wie in Frankfurt. Teuerster Standort bleibt  nach wie vor Berlin mit einer Netto-Anfangsrendite von 2,70 %,  gefolgt von M\u00fcnchen mit 2,80 %. Au\u00dferhalb der vier absoluten  Top-Standorte, also in K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf und Stuttgart, notieren sie  weiterhin bei 3,10 %. Die Tatsache, dass sie im ersten Halbjahr in  insgesamt vier St\u00e4dten nochmal nachgegeben haben, unterstreicht den  anhaltend starken Wettbewerb der Investoren um Premiumobjekte&#8220;,  erg\u00e4nzt Marcus Zorn.     &#8222;Auch f\u00fcr das zweite Halbjahr gehen wir von einer starken  Nachfrage und einer dynamischen Entwicklung der Investmentm\u00e4rkte aus, die durch unterschiedliche Faktoren positiv beeinflusst werden. Auf  der einen Seite ist dies das voraussichtlich noch l\u00e4nger sehr  g\u00fcnstige Finanzierungsumfeld bei gleichzeitig \u00e4u\u00dferst begrenzten  alternativen Anlagem\u00f6glichkeiten mit vergleichbaren  Renditeaussichten. Andererseits aber auch der anhaltende R\u00fcckenwind  seitens der Nutzerm\u00e4rkte. Im ersten Halbjahr stieg beispielsweise der B\u00fcrofl\u00e4chenumsatz auf eine neue Bestmarke, und gleichzeitig zogen die Mieten auf breiter Front an. Aus Investorensicht sind  Immobilien-Investments damit weiterhin sehr attraktiv und auch die  relativ hohen Preise gerechtfertigt. Dar\u00fcber hinaus ist zu  ber\u00fccksichtigen, dass der in den ersten sechs Monaten noch relativ  verhaltende Portfolioumsatz im zweiten Halbjahr sp\u00fcrbar anziehen  wird, da sich eine Reihe gro\u00dfvolumiger Pakete im Markt befinden.  Zusammen mit einem unvermindert lebhaften Transaktionsgeschehen mit  Einzelobjekten ist damit auch f\u00fcr das Gesamtjahr von einem sehr hohen Investmentumsatz auszugehen, der die 50-Mrd.-EUR-Schwelle deutlich  \u00fcbertreffen sollte. Vor diesem Hintergrund ist auch nicht  auszuschlie\u00dfen, dass die Renditen im Einzelfall noch einmal leicht  nachgeben k\u00f6nnten&#8220;, fasst Piotr Bienkowski die Aussichten zusammen.    Pressekontakt: CHantal Schaum Head of Public Relations BNP Paribas Real Estate Holding GmbH Goetheplatz 4 &#8211; 60311 Frankfurt am Main Telefon: +49 (0)69-298 99-948 Mobil: +49 (0)174-903 85 77 E-Mail: chantal.schaum@bnpparibas.com  Original-Content von: BNP Paribas Real Estate, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50927\/4315260\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Im ersten Halbjahr 2019 wurden bundesweit \u00fcber 24,4 Mrd. EUR in Gewerbeimmobilien investiert. Damit liegt das Ergebnis<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-286973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286973"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286973\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}