{"id":287223,"date":"2019-07-10T16:08:57","date_gmt":"2019-07-10T16:08:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/staedte-und-regionen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-kohleregionen-im-wandel\/"},"modified":"2019-07-10T16:08:57","modified_gmt":"2019-07-10T16:08:57","slug":"staedte-und-regionen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-kohleregionen-im-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/staedte-und-regionen-fordern-mehr-unterstuetzung-fuer-kohleregionen-im-wandel\/","title":{"rendered":"St\u00e4dte und Regionen fordern mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kohleregionen im Wandel"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Umstrukturierung der deutschen und anderer  europ\u00e4ischer Kohleregionen vor dem Hintergrund der Energiewende in  Europa standen im Mittelpunkt der Diskussion der Fachkommission f\u00fcr  Wirtschaftspolitik (ECON) des Europ\u00e4ischen Ausschusses der Regionen  (AdR).<!--more--> In einer von Mark Speich, Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Bundes- und  Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes  Nordrhein-Westfalen, erarbeiteten Stellungnahme forderten die  ECON-Mitglieder eine Anpassung des EU-Beihilfenrechts und zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr betroffene Regionen im Rahmen der Koh\u00e4sionspolitik  2021-2027.     2018 ver\u00f6ffentlichte die Europ\u00e4ische Kommission eine strategische, langfristige Vision f\u00fcr eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsf\u00e4hige  und klimaneutrale Wirtschaft bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen,  muss die EU weitgehend auf fossile Energietr\u00e4ger verzichten. In  erster Linie muss die Kohleverstromung erheblich zur\u00fcckgefahren  werden. Kohle wird noch in insgesamt 41 Regionen auf in zw\u00f6lf  Mitgliedstaaten abgebaut und hat f\u00fcr diese Regionen eine gro\u00dfe  wirtschaftliche Bedeutung.     Mark Speich (DE\/EVP), Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Bundes- und  Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes  Nordrhein-Westfalen und Berichterstatter des AdR f\u00fcr die  Stellungnahme Sozio\u00f6konomischer Strukturwandel der Kohleregionen in  Europa, erkl\u00e4rte: &#8222;Derzeit sind europaweit noch 185 000 Menschen in  der Kohlef\u00f6rderung und weitere 52 000 Menschen in der  Kohleverstromung besch\u00e4ftigt. Dar\u00fcber hinaus ist die Kohleindustrie  indirekt mit verschiedenen Wirtschaftszweigen wie z. B. Herstellern  von Vorleistungen, Ausr\u00fcstungsg\u00fctern, Dienstleistungen und  Konsumg\u00fctern verbunden, wovon weitere 215 000 Arbeitspl\u00e4tze abh\u00e4ngen. Der Umbau der Wirtschaft und der Aufbau neuer Industrien brauchen  Zeit. Daher m\u00fcssen wir daf\u00fcr sorgen, dass die betroffenen  Arbeitnehmer und Gemeinschaften unterst\u00fctzt werden und dass ihnen die Schulungen und Finanzhilfen geboten werden, die sie f\u00fcr den Umbau  ihrer lokalen Wirtschaft ben\u00f6tigen. Wir m\u00fcssen ihnen eine neue  Perspektive bieten, damit sie sehen, dass sie nicht alleingelassen  werden.&#8220;     In diesem Zusammenhang begr\u00fc\u00dften die Mitglieder der Fachkommission ECON die Forderung des Europ\u00e4ischen Parlaments, im n\u00e4chsten  langfristigen EU-Haushalt (Mehrj\u00e4hriger Finanzrahmen &#8211; MFR) einen  &#8222;Fonds f\u00fcr eine faire Energiewende&#8220; einzurichten. Sie betonten  jedoch, dass den Kohleregionen und ihrem Bedarf an ma\u00dfgeschneiderter  Unterst\u00fctzung besser mit zus\u00e4tzlichen Mitteln im Rahmen der  Koh\u00e4sionspolitik 2021-2027 als mit zentralen Mitteln gedient w\u00e4re.  Dies ist von besonderer Bedeutung, da diese Regionen geografische,  wirtschaftlich und demografisch sehr unterschiedlich sind.     Jerzy Buzek (PL\/EVP), Vorsitzender des EP-Ausschusses f\u00fcr  Industrie, Forschung und Energie (ITRE), sagte: &#8222;Ich freue mich, dass mit dem AdR eine weitere EU-Institution die Einrichtung des von mir  im ITRE-Ausschuss vorgeschlagenen und von der gro\u00dfen Mehrheit der  MdEP unterst\u00fctzten Fonds f\u00fcr eine gerechte Energiewende in den  Kohleregionen unterst\u00fctzt. Auch wenn die Synergien mit dem  Koh\u00e4sionsfonds wichtig sind, erwartet das Europ\u00e4ische Parlament  zus\u00e4tzliche Mittel und die Einrichtung einer eigenen Haushaltslinie  f\u00fcr den Fonds im neuen MFR. Das ist nicht nur ein deutliches Signal  f\u00fcr die B\u00fcrger der Kohleregionen, die nicht alleingelassen werden  d\u00fcrfen, sondern auch ein ganz klares Zeichen, dass die EU das Pariser \u00dcbereinkommen, die Energiewende in Europa und die ehrgeizigen  Klimaziele ernst nimmt.&#8220;     Die ECON-Mitglieder betonten gleichzeitig den europ\u00e4ischen  Mehrwert bei der F\u00f6rderung der Kohleregionen in dieser \u00dcbergangsphase und empfahlen, ihnen ausreichend Flexibilit\u00e4t bei der Anwendung des  EU-Beihilfenrechts einzur\u00e4umen, das staatliche Beihilfen nur unter  bestimmten Bedingungen erlaubt. Ziel m\u00fcsse es sein diese Regionen in  die Lage zu versetzen, den Kohleausstieg auf sozial und  wirtschaftlich tragf\u00e4hige Weise zu bewerkstelligen.     Link zur Stellungnahme: http:\/\/ots.de\/DgoYnE    Pressekontakt: Carmen Schmidle +32 (0)2 282 2366 carmen.schmidle@cor.europa.eu  Original-Content von: Europ\u00e4ischer Ausschuss der Regionen, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/133076\/4320262\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Umstrukturierung der deutschen und anderer europ\u00e4ischer Kohleregionen vor dem Hintergrund der Energiewende in Europa standen im<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-287223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=287223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287223\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=287223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=287223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=287223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}