{"id":288808,"date":"2019-07-29T14:53:31","date_gmt":"2019-07-29T14:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/smartphone-integration-bleibt-herausforderung-fuer-autobauer\/"},"modified":"2019-07-29T14:53:31","modified_gmt":"2019-07-29T14:53:31","slug":"smartphone-integration-bleibt-herausforderung-fuer-autobauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/smartphone-integration-bleibt-herausforderung-fuer-autobauer\/","title":{"rendered":"Smartphone-Integration bleibt Herausforderung f\u00fcr Autobauer"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (ots) &#8211; Navigation, Musik-Streaming, Telefon,  Sprachassistenten: per Smartphone mittlerweile st\u00e4ndig verf\u00fcgbar. Und das erwarten wir mittlerweile auch im Auto &#8211; und zwar eins zu eins  \u00fcber unser gewohntes Endger\u00e4t.<!--more--> Warum das zur Herausforderung f\u00fcr  Autohersteller wird und wie sie ihr begegnen k\u00f6nnen, erkl\u00e4ren Rainer  Meckes, Matthias Riemer und Patrick Valentin, Experten f\u00fcr die  Automobil-Industrie bei der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher &amp; Partners.     Auch die Autohersteller kommen heute an digitalen Produkten und  Services nicht mehr vorbei. Doch die Pr\u00e4ferenzen des Kunden zu  treffen und damit auch noch Geld zu verdienen erweist sich als  schwierig. So stellte etwa BMW letzte Woche sein neues Erl\u00f6smodell  f\u00fcr die Integration von Apple CarPlay in seinen Fahrzeugen vor: Unter der Voraussetzung, dass die Kunden sich schon f\u00fcr 2000 bis 3000 Euro  ein Infotainment-Endger\u00e4t im Auto bestellt haben, k\u00f6nnen Kunden nun  zwischen einem Probemonat f\u00fcr einen Euro, einem Jahresabonnement f\u00fcr  109 Euro, einem Dreijahres-Abo f\u00fcr 299 Euro und einer dauerhaften  Freischaltung f\u00fcr 399 Euro w\u00e4hlen, um das eigene iPhone in das  Infotainmentsystem des Autos zu integrieren. Der st\u00e4rkere Fokus auf  Abo-Modelle ist eine beliebte M\u00f6glichkeit f\u00fcr Automarken,  Smartphone-Dienste bereitzustellen und davon monet\u00e4r zu profitieren.  Damit das aber wirklich funktioniert, m\u00fcssen viele Voraussetzungen  erf\u00fcllt werden.     Inakzeptable Kosten und Laufzeiten?     &#8222;Aus einer aktuellen Studie mit \u00fcber 1.000 Autok\u00e4ufern in  Deutschland wissen wir, dass ein Gro\u00dfteil der Kunden eigentlich eine  nahtlose Einbindung des eigenen Smartphones im Auto bevorzugt&#8220;, sagt  Matthias Riemer. &#8222;Netflix, Spotify und Co. wollen \u00fcber das eigene  Endger\u00e4t genutzt werden; die Herausforderung dabei ist, sich als  Autohersteller am Umsatz, der mit den Apps generiert wird, einen  entsprechenden Anteil zu sichern.&#8220; Eine Option ist ein Abo-Modell f\u00fcr die Integration ins Auto wie BMW es jetzt anbietet. Rainer Meckes  dazu: &#8222;Vielen Kunden wird es sicher absurd erscheinen, neben den  Kosten f\u00fcr Auto, Smartphone und digitalen Service auch noch eine  Integrationsgeb\u00fchr zu bezahlen. L\u00e4ngere Vertragslaufzeiten sind Gift  in solchen Produkten. Wer es gewohnt ist, Online-Services zu jeder  Zeit k\u00fcndigen zu k\u00f6nnen, dem erscheinen Jahres- oder  Dreijahresvertr\u00e4ge wie aus einer anderen Zeit. Der Kunde f\u00fchlt sich  zudem mit ein paar wenigen Euro pro Monat viel wohler als mit einer  dreistelligen Jahresgeb\u00fchr. Sinnvoll w\u00e4re es zum Beispiel einem  Jahresfestpreis eine monatliche Geb\u00fchr gegen\u00fcberzustellen, in der  aber regelm\u00e4\u00dfig alle Updates und Innovationen eingespielt werden.&#8220;     Datengetriebene Erl\u00f6smodelle     Meckes empfiehlt jedoch auch, \u00fcber ganz andere Gesch\u00e4ftsmodelle  nachzudenken. &#8222;Die Software und Internetbranche macht es vor:  Services werden dort profitabel kostenlos angeboten. Was auf den  ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht l\u00f6st sich auf, wenn man  ber\u00fccksichtigt, dass der Kunde daf\u00fcr mit einer personalisierten  Identifikationsnummer &#8222;bezahlt&#8220;. \u00dcber diesen Weg und die Nutzung  m\u00f6glichst vieler Informationen, die \u00fcber das Endger\u00e4t generiert  werden lassen sich hohe Vermittlungs- und Werbeeinnahmen generieren.  Das Wissen wer wie und wann mit seinem Auto unterwegs ist, was die  wichtigsten Routen sind und ob der Tank leer oder voll ist etc. l\u00e4sst sich ohne viel Phantasie gut vermarkten.&#8220; Patrick Valentin erg\u00e4nzt:  &#8222;Beim Thema Benutzer-ID hat die Automobil-Branche noch erheblichen  Nachholbedarf: Bisher sind Dienste immer an einen Wagen und nicht an  eine Person gebunden. In einer Zeit, in der wir immer h\u00e4ufiger  Fahrzeuge wechseln, Car-Sharing Angebote mit dem eigenen Auto und  Mietwagen kombinieren, lohnen sich daher hohe Freischaltgeb\u00fchren auf  einem bestimmten Fahrzeug f\u00fcr die Nutzer nicht.&#8220;     Aktiver Kunden binden     Haben es Automobil-Unternehmen erst einmal geschafft, dass ihre  Kunden integrierte Services nutzen, droht schon wieder die n\u00e4chste  Gefahr: die schnelle K\u00fcndigung. &#8222;Unsere Erfahrung zeigt, dass es etwa 50 Prozent teurer ist, einen verlorenen Kunden zur\u00fcckzugewinnen, als  einen bestehenden zu halten&#8220;, so Valentin. &#8222;Die Gr\u00fcnde, warum ein  Kunde einen Service k\u00fcndigt oder auch einfach nur nicht verl\u00e4ngert,  m\u00fcssen daher sehr strukturiert analysiert werden, um Risikoprofile zu erstellen und personalisierte Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen. Sobald  wertvolle Kunden ein hohes K\u00fcndigungsrisiko aufweisen, muss der  Hersteller sie gezielt und mit den richtigen Themen ansprechen. Diese Zusammenh\u00e4nge m\u00fcssen bereits in der Angebotsgestaltung ber\u00fccksichtigt werden.&#8220; Riemer sieht einen \u00e4hnlichen Mechanismus in der \u00dcberf\u00fchrung  von Testnutzern: &#8222;Wir wissen, dass h\u00e4ufig der \u00dcbergang von  kostenlosen Testangeboten in eine bezahlte Mitgliedschaft nicht  gelingt. Hier m\u00fcssen die Hersteller tief in die Produkte und Prozesse einsteigen und viel aktiver auf die Kunden zugehen.&#8220;     Dr. Rainer Meckes ist Senior Partner und leitet das  Deutschlandgesch\u00e4ft von Simon-Kucher &amp; Partners, Patrick Valentin und Matthias Riemer arbeiten als Projektleiter f\u00fcr Automobilkunden.     Simon-Kucher &amp; Partners, Strategy &amp; Marketing Consultants: Die  Beratungsarbeit von Simon-Kucher &amp; Partners ist ganz auf TopLine  Power\u00ae ausgerichtet. Laut mehrerer Studien unter deutschen  Top-Managern (manager magazin, Wirtschaftswoche, brand eins) ist  Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater und f\u00fchrend im  Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die Unternehmensberatung ist mit  rund 1.300 Mitarbeitern in 38 B\u00fcros weltweit vertreten.    F\u00fcr R\u00fcckfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne  zur Verf\u00fcgung: Julia Griep (Public Relations Manager) Tel: +49 221 36794 486 E-Mail: julia.griep@simon-kucher.com  www.simon-kucher.com  Original-Content von: Simon-Kucher &amp; Partners, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/78805\/4335475\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (ots) &#8211; Navigation, Musik-Streaming, Telefon, Sprachassistenten: per Smartphone mittlerweile st\u00e4ndig verf\u00fcgbar. 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