{"id":289133,"date":"2019-08-02T07:15:00","date_gmt":"2019-08-02T07:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/langzeitstudie-immer-mehr-deutsche-sorgen-sich-um-klima-und-umwelt-2\/"},"modified":"2019-08-02T07:15:00","modified_gmt":"2019-08-02T07:15:00","slug":"langzeitstudie-immer-mehr-deutsche-sorgen-sich-um-klima-und-umwelt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/langzeitstudie-immer-mehr-deutsche-sorgen-sich-um-klima-und-umwelt-2\/","title":{"rendered":"Langzeitstudie: Immer mehr Deutsche sorgen sich um Klima und Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Die gro\u00dfe Hitzewelle hat in Deutschland erst  einmal eine Pause eingelegt, die Sorge vor den immer sp\u00fcrbarer  werdenden Folgen der globalen Erw\u00e4rmung aber bleibt. F\u00fcr mehr als  jeden vierten Deutschen (26%) geh\u00f6rt der Klimawandel inzwischen sogar zu den besorgniserregendsten Themen im eigenen Land.<!--more--> Das ist das  Ergebnis der Langzeitstudie \u00bbWhat worries the World\u00ab des Markt- und  Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die monatlich in 28 L\u00e4ndern  durchgef\u00fchrt wird. Lediglich in Kanada f\u00fcrchten sich noch mehr  Menschen (29%) vor den Folgen des Klimawandels als bei uns. Auf Platz eins der gr\u00f6\u00dften \u00c4ngste der Deutschen rangieren jedoch nach wie vor  die Themen Armut und soziale Ungleichheit (47%), gefolgt von  Einwanderung (34%) sowie Kriminalit\u00e4t und Gewalt (30%).     Verst\u00e4rktes Problembewusstsein f\u00fcr &#8218;gr\u00fcne&#8216; Themen     Betrachtet man allerdings die langfristige Entwicklung unserer  Sorgen im Zeitverlauf, so l\u00e4sst sich doch ein eindeutiger Trend  ablesen: Vermeintlich gr\u00fcne Themen werden hierzulande immer h\u00e4ufiger  als ernstzunehmende Bedrohung wahrgenommen, w\u00e4hrend Themen der  inneren Sicherheit tendenziell von immer weniger B\u00fcrgern als  priorit\u00e4re Probleme angesehen werden. Innerhalb von nur zwei Jahren  hat sich in Deutschland der Anteil derer, die den Klimawandel als  besonders besorgniserregend einstufen, schlagartig verdoppelt (13% in 2017 vs. 26% in 2019).     Auch in Sachen Umweltschutz ist das Problembewusstsein der  Deutschen in letzter Zeit stark angestiegen: Im Mai 2017 sorgte sich  lediglich jeder zehnte Bundesb\u00fcrger (11%) vor den Folgen der  Umweltverschmutzung, zwei Jahre sp\u00e4ter tut dies beinahe jeder Vierte  (23%). Nur die Chinesen (41%) f\u00fcrchten sich noch mehr vor der  Zerst\u00f6rung der Umwelt als die Deutschen.     Einwanderung wird seltener als Gefahr eingestuft, Angst vor  Extremismus steigt     Ein anderes Bild zeichnet sich bei den \u00c4ngsten, die das Themenfeld der inneren Sicherheit ber\u00fchren. W\u00e4hrend sich im Oktober 2015 auf dem H\u00f6hepunkt der Fl\u00fcchtlingskrise noch eine knappe Mehrheit der  Bev\u00f6lkerung (52%) gro\u00dfe Sorgen \u00fcber die Auswirkungen der Einwanderung machte, wird Migration heute nur noch von jedem dritten Deutschen  (34%) als eines der dringlichsten Probleme im eigenen Land angesehen. Nichtsdestotrotz wird das Thema Einwanderung in keinem anderen Land  h\u00e4ufiger als besorgniserregend eingestuft als bei uns.     Auch die Sorge vor Kriminalit\u00e4t und Gewalt ist in Deutschland  tendenziell eher r\u00fcckl\u00e4ufig. Aktuell f\u00fcrchten sich drei von zehn  Deutschen (30%) davor, niedriger war dieser Wert zuletzt im Jahr  2015. Vergleichsweise gro\u00df ist wiederum die Angst vor einer Zunahme  des Extremismus: Mehr als jeder f\u00fcnfte Deutsche (21%) bezeichnet dies als eines besorgniserregendsten Themen im eigenen Land, gr\u00f6\u00dfer ist  die Sorge derzeit nur in Gro\u00dfbritannien (22%).     Deutsche \u00c4ngste unterscheiden sich stark von globalen Sorgen     Global gesehen l\u00f6sen jedoch oftmals ganz andere Probleme die  gr\u00f6\u00dften Sorgen aus. Vergleicht man die \u00c4ngste der Deutschen mit den  weltweit am meisten genannten Sorgen, so lassen sich teils drastische Unterschiede konstatieren. Weltweit f\u00fcrchtet sich beispielsweise  jeder dritte B\u00fcrger (33%) vor Arbeitslosigkeit oder bem\u00e4ngelt  finanzielle und politische Korruption (31%). Jeder Vierte (25%) sorgt sich zudem um das Gesundheitswesen im eigenen Land. In Deutschland  werden diese Themen nur von jedem zehnten Befragten als besonders  dringliche Probleme eingestuft. In keinem anderen Land sorgen sich  die Menschen so wenig vor Arbeitslosigkeit (10%) und Korruption (8%)  wie bei uns.     Im Gegenzug werden der Klimawandel (13%) und die Folgen der  Umweltverschmutzung (13%) im weltweiten Durchschnitt noch  vergleichsweise selten als schwerwiegende Bedrohung eingestuft. Und  auch die vermeintlichen Gefahren aufgrund von Einwanderung (14%) oder der Zunahme von Extremismus (9%) spielen global gesehen eine eher  untergeordnete Rolle.     Methode:     Die Ergebnisse stammen aus der Ipsos-Studie \u00bbWhat worries the  World\u00ab und wurden zwischen dem 19. April und dem 03. Mai 2019  erhoben. Die Befragung wird monatlich weltweit mit dem Ipsos Online  Panel durchgef\u00fchrt. Bei der Online-Umfrage wurden insgesamt 19.529  Personen aus 28 L\u00e4ndern interviewt. Zu diesen L\u00e4ndern geh\u00f6ren  Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, China,  Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Indien, Israel, Italien,  Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Peru, Polen, Russland,  Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Spanien, S\u00fcdkorea, die T\u00fcrkei,  Ungarn sowie die Vereinigten Staaten von Amerika.     In Israel, Kanada und den USA waren die Befragten zwischen 18 bis  64 Jahre alt, in allen anderen L\u00e4ndern zwischen 16 und 64 Jahren. In  Australien, Brasilien, Chile, China, Deutschland, Frankreich,  Gro\u00dfbritannien, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Serbien, Spanien  und den USA wurden jeweils etwa 1000 Personen befragt. In  Argentinien, Belgien, Indien, Israel, Mexiko, Peru, Polen, Russland,  Saudi-Arabien, Schweden, S\u00fcdafrika, S\u00fcdkorea, der T\u00fcrkei und Ungarn  umfasste die Stichprobe in jedem Land etwa 500+ Personen.     Es wurde eine Gewichtung der Daten vorgenommen, um die  demografischen Merkmale auszugleichen und damit sicherzustellen, dass die Stichprobe die aktuellen offiziellen Strukturdaten der  erwachsenen Bev\u00f6lkerung eines jeden Landes widerspiegelt. In 17 der  28 untersuchten L\u00e4ndern ist die Internetdichte gro\u00df genug, um die  Stichproben als repr\u00e4sentativ f\u00fcr die nationale Bev\u00f6lkerung anzusehen &#8211; darunter auch Deutschland.     Brasilien, Chile, China, Indien, Malaysia, Mexiko, Russland, Peru, Saudi-Arabien, S\u00fcdafrika und die T\u00fcrkei haben eine niedrigere  Internetdichte. Diese Stichproben sollten daher nicht als  bev\u00f6lkerungsrepr\u00e4sentativ angesehen werden, sondern repr\u00e4sentieren  stattdessen den wohlhabenderen Teil der Bev\u00f6lkerung, die aufstrebende Mittelklasse. Diese stellt allerdings eine wesentliche soziale Gruppe dar, wenn es darum geht, diese L\u00e4nder verstehen zu lernen.     Wenn die Ergebnisse sich nicht auf 100 aufsummieren, liegt das an  Rundungen durch die computerbasierte Z\u00e4hlung, erlaubte  Mehrfachnennungen oder dem Ausschluss von &#8222;wei\u00df nicht\/keine Angabe&#8220;  Nennungen.     \u00dcber Ipsos:     Ipsos ist ein unabh\u00e4ngiges und innovatives Markt- und  Meinungsforschungsinstitut. In einer sich immer schneller  ver\u00e4ndernden Welt ist es unsere Aufgabe, unsere Kunden mit pr\u00e4zisen  und umsetzbaren Analysen bei ihrer Ver\u00e4nderung zu unterst\u00fctzen. Dabei orientieren wir uns an den \u00bb4S\u00ab: Security, Simplicity, Speed und  Substance. Um unseren Kunden bestm\u00f6glichen Service zu bieten, haben  wir die gro\u00dfe Bandbreite unserer Expertise in 18 Service Lines  zusammengefasst. Und das in 89 L\u00e4ndern auf allen Kontinenten. In  Deutschland besch\u00e4ftigen wir \u00fcber 700 Mitarbeiter in Hamburg, M\u00f6lln,  M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Frankfurt und Berlin.    Pressekontakt: Ipsos GmbH  Gudrun Witt \/ Communications  Sachsenstra\u00dfe 6  20097 Hamburg  040-80096-4179 gudrun.witt@ipsos.com  Original-Content von: Ipsos GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7522\/4338743\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Die gro\u00dfe Hitzewelle hat in Deutschland erst einmal eine Pause eingelegt, die Sorge vor den immer sp\u00fcrbarer<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-289133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=289133"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289133\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=289133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=289133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=289133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}