{"id":29125,"date":"2011-02-21T19:02:07","date_gmt":"2011-02-21T18:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=29125"},"modified":"2011-02-21T19:02:07","modified_gmt":"2011-02-21T18:02:07","slug":"land-fordert-amb-anlagen-und-metallbau-gmbh-mit-200-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/land-fordert-amb-anlagen-und-metallbau-gmbh-mit-200-000-euro\/","title":{"rendered":"Land f\u00f6rdert AMB Anlagen- und Metallbau GmbH mit 200.000 Euro"},"content":{"rendered":"<p>Zuckerr\u00fcben geben s\u00fc\u00dfe Energie \u2013 das ist bekannt. Als Energietr\u00e4ger in Biogasanlagen stehen R\u00fcben eher noch in den Anf\u00e4ngen. Das hat den Grund, dass die R\u00fcben f\u00fcr diesen Verwendungszweck einem besonderen Reinigungsverfahren unterzogen werden m\u00fcssen, das bisher nur sehr aufwendig und kostenintensiv durchgef\u00fchrt werden konnte. Mit der Entwicklung einer \u201eR\u00fcbenwaschanlage\u201c will das Unternehmen AMB Anlagen- und Metallbau GmbH (AMB) aus S\u00f6rup ein mobiles Reinigungs- und Entsteinungsverfahren f\u00fcr Zuckerr\u00fcben entwickeln, das den Anforderungen von Biogasanlagen gerecht wird und den Kundennutzen f\u00fcr die Landwirte erh\u00f6ht. <!--more-->Das Land Schleswig-Holstein unterst\u00fctzt und f\u00f6rdert dieses Entwicklungsvorhaben mit 200.000 Euro im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \u201eUmweltinnovation\u201c (Zukunftsprogramm Wirtschaft).<\/p>\n<p>Beim Einsatz von R\u00fcben in Biogasanlagen sind Sauberkeit und Steinfreiheit das oberste Gebot. Die ideale Form eines Zuckerr\u00fcbeneinsatzes w\u00e4ren gewaschene R\u00fcben mit m\u00f6glichst wenig Erd- und Steinanteil, die \u00e4hnlich wie in der Fabrik geschnitzelt werden und so in den Bioreaktor der Biogasanlage in frischen Zustand gelangen. Diesem Sauberkeitsanspruch werden aber bisher nur die station\u00e4ren Anlagen an den Standorten der Zuckerfabriken gerecht, die allerdings alle au\u00dferhalb von Schleswig-Holstein liegen. F\u00fcr R\u00fcbenbauer in Schleswig-Holstein bedeutet das lange und kostenintensive Transportwege, so dass es f\u00fcr sie nicht mehr rentabel ist, Zuckerr\u00fcben in der Fruchtfolge anzubauen. So ist die Anbaufl\u00e4che f\u00fcr Zuckerr\u00fcben in Schleswig-Holstein von ca. 12.600 ha auf 6.900 ha in den letzten Jahren gesunken.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anforderungen der R\u00fcbenreinigung \u201evor Ort\u201c bestehen bisher keine L\u00f6sungen mit befriedigenden Arbeitsergebnissen und brauchbaren Durchsatzmengen. Bei den bisherigen mobilen Reinigungssystemen besteht das Problem, dass Reste wie Blattwerk oder Wurzelfasern die Reinigungstrommel verstopfen k\u00f6nnen und Fremdk\u00f6rper, die die gleiche Gr\u00f6\u00dfe wie R\u00fcben haben, nicht selektiert werden. AMB arbeitet nun in dem Projekt \u201eR\u00fcbenwaschanlage\u201c an der Entwicklung eines mobilen Reinigungsverfahrens f\u00fcr Zuckerr\u00fcben, das die Sauberkeitsanforderungen von Biogasanlagen mit einer Steinfreiheit von fast 100 Prozent erf\u00fcllt und dabei besonders Ressourcen schonend ist, vollst\u00e4ndig auf chemische Zus\u00e4tze verzichtet und eine Belastung der Abwassersysteme vermeidet. Um dieses zu gew\u00e4hrleisten durchlaufen die R\u00fcben verschiedene Reinigungsvorrichtungen mit hoher Flie\u00dfgeschwindigkeit des Wassers, schwere Fremdk\u00f6rper sammeln sich am Beh\u00e4lterboden und k\u00f6nnen leicht entfernt werden, und sogar das Waschwasser wird nach der Reinigung durch ein Sieb wieder dem Kreislauf zugef\u00fchrt. Bereits jetzt gelingt es, mit den Anspr\u00fcchen des Verfahrens eine Durchsatzmenge von mehr als 100 Tonnen R\u00fcben pro Stunde zu reinigen.<\/p>\n<p>\u201e&#8220;Der n\u00e4chste Entwicklungsschritt w\u00e4re, die mobile R\u00fcbenwaschanlage in bestehende R\u00fcbenrodemaschinen zu integrieren. Damit k\u00f6nnte die Zuckerr\u00fcbe direkt am Feldrand im gereinigten Zustand in transportf\u00e4higen Brei, als stapelbare Pellets verarbeitet oder f\u00fcr eine weitere Nutzung vorbereitet werden,&#8220; \u201c so Holger Frauen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der AMB, \u201c&#8220;Wir haben bereits mit namhaften Unternehmen Kontakte gekn\u00fcpft.&#8220;\u201c<\/p>\n<p>\u201e&#8220;Dieses Projekt dient nachhaltig der Umweltschonung. So k\u00f6nnen mit diesem Entwicklungsvorhaben Zuckerr\u00fcben als weitere Energiepflanzen neben dem Mais f\u00fcr den Einsatz in Biogasanlagen tauglich gemacht werden. Dem immer st\u00e4rkeren Maisanbau mit seinen problematischen Nebenwirkungen kann durch die Erschlie\u00dfung der Energiepflanze \u201eZuckerr\u00fcbe\u201c entgegen gewirkt werden. &#8222;\u201c, so Dr. Bernd B\u00f6sche, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaftsf\u00f6rderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) bei der F\u00f6rderbescheid\u00fcbergabe. \u201e&#8220;AMB kann sich mit diesem eigenst\u00e4ndigen Produkt vom handwerklichen Unternehmen zum Industrieunternehmen weiterentwickeln.&#8220;\u201c<\/p>\n<p>Die AMB Anlagen- und Metallbau GmbH will mit dem Entwicklungsvorhaben bis zum Jahr 2015 f\u00fcnf neue Arbeitspl\u00e4tze im eigenen Betrieb schaffen. Zudem dient das Projekt der langfristigen Sicherung von 24 bestehenden Arbeitspl\u00e4tzen.<br \/>\nZukunftsprogramm Wirtschaft<\/p>\n<p>Zukunftsprogramm Wirtschaft<\/p>\n<p>In das Zukunftsprogramm Wirtschaft flie\u00dfen im Zeitraum 2007 \u2013 2013 rund 704 Millionen Euro f\u00fcr die wirtschafts- und regionalpolitische F\u00f6rderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Millionen Euro aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-L\u00e4nder-Gemeinschaftsaufgabe \u201eVerbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur&#8220; (GRW) sowie erg\u00e4nzenden Landesmitteln in H\u00f6he von rund 122 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuckerr\u00fcben geben s\u00fc\u00dfe Energie \u2013 das ist bekannt. Als Energietr\u00e4ger in Biogasanlagen stehen R\u00fcben eher noch in den Anf\u00e4ngen. 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