{"id":291691,"date":"2019-09-02T10:18:13","date_gmt":"2019-09-02T10:18:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/forscherteam-belegt-toedliche-wirkung-von-glyphosat-und-paraquat-inkota-fordert-ein-vermarktungsverbot-fuer-diese-ackergifte-in-laendern-des-globalen-suedens\/"},"modified":"2019-09-02T10:18:13","modified_gmt":"2019-09-02T10:18:13","slug":"forscherteam-belegt-toedliche-wirkung-von-glyphosat-und-paraquat-inkota-fordert-ein-vermarktungsverbot-fuer-diese-ackergifte-in-laendern-des-globalen-suedens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/forscherteam-belegt-toedliche-wirkung-von-glyphosat-und-paraquat-inkota-fordert-ein-vermarktungsverbot-fuer-diese-ackergifte-in-laendern-des-globalen-suedens\/","title":{"rendered":"Forscherteam belegt t\u00f6dliche Wirkung von Glyphosat und Paraquat \/ \nINKOTA fordert ein Vermarktungsverbot f\u00fcr diese Ackergifte in L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Nach Bekanntwerden der Studienergebnisse eines  internationalen Forscherteams zum Zusammenhang des Pestizideinsatzes  auf Zuckerrohrplantagen in Zentralamerika und dem Tod zehntausender  Menschen fordert die Entwicklungsorganisation INKOTA die  Bundesregierung zum Einlenken auf.<!--more--> Sie m\u00fcsse endlich daf\u00fcr sorgen,  dass europ\u00e4ische Konzerne wie Bayer-Monsanto und Syngenta  erwiesenerma\u00dfen gesundheitssch\u00e4dliche Pestizide nicht l\u00e4nger in  L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens vermarkten d\u00fcrfen.     &#8222;Diese Studie hat eine sehr gro\u00dfe Relevanz&#8220;, sagt Ana Celia  Tercero, Direktorin der Kleinbauernorganisation APADEIM aus  Nicaragua. &#8222;Sie liefert wissenschaftlich fundierte Nachweise daf\u00fcr,  dass der Einsatz von Agrochemikalien auf den Zuckerrohrplantagen f\u00fcr  den Tod tausender Arbeiterinnen und Arbeiter verantwortlich ist.&#8220; In  anderen L\u00e4ndern seien die dort eingesetzten Pestizide l\u00e4ngst  verboten. &#8222;Die Forschungsergebnisse st\u00e4rken die Betroffenen bei ihren Forderungen nach Schadensersatz. Sie bieten eine Grundlage, um die  Unternehmen dazu zu zwingen, Verantwortung zu \u00fcbernehmen.&#8220;     Seit 20 Jahren beobachten ExpertInnen eine auff\u00e4llige H\u00e4ufung von  chronischem Nierenversagen in den Zuckerrohranbaugebieten in  Zentralamerika. Die ArbeiterInnen auf den Plantagen sind davon  genauso betroffen wie die im Umfeld lebenden Familien. \u00dcber 20.000  Menschen sind in den vergangenen zehn Jahren an chronischer  Niereninsuffizienz in der Region gestorben. Lange Zeit galt die  Ursache f\u00fcr die Erkrankungen als umstritten. Erst die neuen  wissenschaftlichen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams aus El Salvador, Belgien, Kuba und Sri Lanka belegen nun, dass die  eingesetzten Herbizide Paraquat und Glyphosat ma\u00dfgeblich f\u00fcr die  Erkrankungen verantwortlich sind. Die Untersuchungen basieren vor  allem auf Studien des Mediziners Carlos Orantes aus El Salvador und  wurden vom belgischen Nierenheilkundler und Toxikologen Marc De Broe  erstmals im Juni dieses Jahres beim Jahreskongress der European Renal Association\/European Dialysis and Transplant Association in Budapest  vorgestellt. Die Studie soll voraussichtlich im September  ver\u00f6ffentlicht werden.     &#8222;Jeden Tag sterben hier junge Menschen, die auf den  Zuckerrohrplantagen arbeiten&#8220;, sagt Ana Celia Tercero. Statt wie  fr\u00fcher die Erntereste des Zuckerrohrs abzubrennen, benutzten die  Firmen heute in gro\u00dfen Mengen Glyphosat. &#8222;Das Produkt ist stark  toxisch und hinterl\u00e4sst grausame Spuren. In unserem Landkreis hat  sich die Situation in den letzten Jahren noch verschlimmert. Die  Frauen werden durch das Sterben der M\u00e4nner alleine gelassen und  m\u00fcssen ihre Familien alleine ern\u00e4hren, was eine \u00e4u\u00dferst schwierige  Aufgabe ist. Aber die Unternehmen \u00e4ndern nichts an der  Produktionsweise, obwohl klar ist, dass sie damit das Leben  zahlreicher Familien zerst\u00f6ren.&#8220;     INKOTA-Landwirtschaftsexpertin Lena Michelsen fordert deshalb die  Politik zum Handeln auf: &#8222;Die Bundesregierung muss endlich daf\u00fcr  sorgen, dass europ\u00e4ische Konzerne wie Bayer oder Syngenta in Zukunft  keine giftigen Pestizide mehr in L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens  vermarkten d\u00fcrfen. Auch die deutsche Landwirtschaftsministerin sollte bei der Glyphosat-Neubewertung in der Europ\u00e4ischen Union auf ein  Verbot dr\u00e4ngen, anstatt weiter auf ihren Kuschelkurs mit der  Agrarindustrie zu setzen.&#8220;    Pressekontakt: Lena Michelsen, Referentin f\u00fcr Landwirtschaft und Weltern\u00e4hrung beim  INKOTA-netzwerk, Mobil: +49 (0) 157 715 480 63, E-Mail:  michelsen@inkota.de  Isabell Nordhausen, Referentin f\u00fcr Projekte in Zentralamerika beim  INKOTA-netzwerk, Mobil: +49 (0)173 6363 244, E-Mail:  nordhausen@inkota.de  Hinweis f\u00fcr die Redaktionen: Wenn Sie Kontakt zu Ana Celia Tercero  von APADEIM aufnehmen m\u00f6chten, wenden Sie sich bitte direkt an  Isabell Nordhausen von INKOTA (nordhausen@inkota.de), Mobil: +49  (0)173 6363 244.  Original-Content von: INKOTA-netzwerk e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/70663\/4363559\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Nach Bekanntwerden der Studienergebnisse eines internationalen Forscherteams zum Zusammenhang des Pestizideinsatzes auf Zuckerrohrplantagen in Zentralamerika und dem<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-291691","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=291691"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291691\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=291691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=291691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}