{"id":293174,"date":"2019-09-11T17:19:35","date_gmt":"2019-09-11T17:19:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/ueberpruefung-der-oekobilanz-zu-fruchtsaftverpackungen-erforderlich-grundsaetzliche-aenderung-der-studienergebnisse-nicht-zu-erwarten\/"},"modified":"2019-09-11T17:19:35","modified_gmt":"2019-09-11T17:19:35","slug":"ueberpruefung-der-oekobilanz-zu-fruchtsaftverpackungen-erforderlich-grundsaetzliche-aenderung-der-studienergebnisse-nicht-zu-erwarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ueberpruefung-der-oekobilanz-zu-fruchtsaftverpackungen-erforderlich-grundsaetzliche-aenderung-der-studienergebnisse-nicht-zu-erwarten\/","title":{"rendered":"\u00dcberpr\u00fcfung der \u00d6kobilanz zu Fruchtsaftverpackungen erforderlich \/\nGrunds\u00e4tzliche \u00c4nderung der Studienergebnisse nicht zu erwarten"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Im Juli 2019 wurde eine \u00d6kobilanz zu Milch-und  Fruchtsaftverpackungen vorgestellt, die vom Institut f\u00fcr Energie und  Umweltforschung Heidelberg (ifeu) erstellt wurde.<!--more--> Nachdem Verb\u00e4nde  der Glas- und Fruchtsaftindustrie sowie des Getr\u00e4nkefachgro\u00dfhandels  Zweifel an den nach ihrer Einsch\u00e4tzung zu hohen Transportdistanzen  von Mehrwegflaschen angemeldet haben, wurden die Distributionsmodelle nochmals \u00fcberpr\u00fcft. Dabei wurde festgestellt, dass Daten eines  externen Fachgutachtens fehlerhaft \u00fcbernommen wurden. Fragen zur  Distributionsstruktur und der Zuordnung von Abf\u00fcllmengen konnten  dar\u00fcber hinaus nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden. In einer  Stellungnahme des ifeu-Instituts hei\u00dft es dazu: &#8222;Von daher bedarf die Ableitung der Distributionsstruktur im Getr\u00e4nkesegment S\u00e4fte und  Nektare einer tiefergehenden Analyse, die eine aktive Mitwirkung der  betroffenen Wirtschaftsbeteiligten erfordert.&#8220;       Fruchtsaft ist neben Frischmilch und H-Milch einer von drei  Getr\u00e4nkebereichen, die im Rahmen der Studie untersucht wurden.  Auftraggeber war der Fachverband Kartonverpackungen f\u00fcr fl\u00fcssige  Nahrungsmittel e.V. (FKN). Es handelt sich um die erste \u00d6kobilanz,  die nach den neuen Anforderungen des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde. Darin wird dem Getr\u00e4nkekarton bei Milch eine deutliche  \u00f6kologische \u00dcberlegenheit im Vergleich zu allen konkurrierenden  Mehrweg- und Einwegalternativen und bei Fruchtsaft eine \u00f6kologische  Gleichwertigkeit mit Mehrweg-Glas attestiert.       Eine grunds\u00e4tzliche \u00c4nderung der Studienergebnisse ist nach ersten Berechnungen des ifeu-Instituts selbst dann nicht zu erwarten, wenn  mit halbierten Mehrweg-Transportentfernungen gerechnet w\u00fcrde.  Allerdings w\u00fcrde sich der bislang deutliche Vorteil des  Getr\u00e4nkekartons bei Saft in der Kategorie Klimaschutz verkleinern.  Bei Milch ist der Vorsprung des Getr\u00e4nkekartons in nahezu allen  Wirkungskategorien gegen\u00fcber Mehrweg und PET-Einwegflaschen so gro\u00df,  dass sich an dem Befund nichts \u00e4ndern wird.       Bis belastbare Daten zu Transportentfernungen vorliegen, wird der  FKN die Ergebnisse des \u00f6kobilanziellen Vergleichs zwischen der  Fruchtsaft-Mehrwegflasche und dem Getr\u00e4nkekarton nicht weiter  kommunizieren.       Hintergrund:      Der Abschlussbericht zum &#8222;\u00d6kobilanziellen Vergleich von  Getr\u00e4nkeverbundkartons mit PET-Einweg- und Glas-Mehrwegflaschen in  den Getr\u00e4nkesegmenten Saft\/Nektar, H-Milch und Frischmilch&#8220; wurde vom IFEU Institut, Heidelberg, im Auftrag des FKN erstellt. Er bildet die durchschnittlichen deutschen Verh\u00e4ltnisse aller marktrelevanten  Verpackungen im Referenzzeitraum 2015 &#8211; 2017 ab und ist nicht auf  andere Getr\u00e4nkesegmente und einzelne Verpackungen \u00fcbertragbar. Ein  kritischer Gutachterkreis unter Vorsitz des \u00d6ko-Instituts hat die  Konformit\u00e4t der Studie mit den Anforderungen der ISO-Normenreihe  14040-44 best\u00e4tigt. Dar\u00fcber hinaus handelt es sich um die erste  Verpackungs\u00f6kobilanz, die nach den neuen Mindestanforderungen des  Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde. Das Bundesumweltministerium  hat erkl\u00e4rt, dass es nicht Aufgabe des Staates sein k\u00f6nne, in  regelm\u00e4\u00dfiger Folge \u00d6kobilanzen erstellen zu lassen. Hier sei vor  allem die betroffene Wirtschaft in der Pflicht. Aufgrund des  Pilotcharakters der Studie war das UBA von Beginn an  prozessbegleitend eingebunden. Die UBA-Mindestanforderungen wurden in einem transparenten Verfahren unter Beteiligung von Wirtschafts- und  Umweltverb\u00e4nden entwickelt. Nach dreij\u00e4hriger Forschungsarbeit sowie  intensiven Diskussionen hat das UBA im Februar 2016 das  Abschlussdokument ver\u00f6ffentlicht (UBA-Texte 19\/2016). Dort sind  verbindliche Verfahrensregeln festgelegt, die es erm\u00f6glichen,  \u00fcberpr\u00fcfbare Bilanzen zu erarbeiten, die dem Stand der Wissenschaft  entsprechen.       Zum FKN:      Der FKN mit Sitz in Berlin vertritt die gemeinsamen Interessen der Hersteller von Getr\u00e4nkekartons. Mitglieder des Verbandes sind die  Firmen Tetra Pak GmbH, SIG Combibloc GmbH und Elopak GmbH. Sie  repr\u00e4sentieren ca. 95% des deutschen Marktes. Der FKN hat zwei  Tochtergesellschaften: Die ReCarton GmbH k\u00fcmmert sich seit Anfang der 1990er-Jahre um die Organisation des Recyclings gebrauchter  Getr\u00e4nkekartons aus dem Dualen System. Aus den Papierfasern werden  unterschiedliche Verpackungspapiere hergestellt. Die Palurec GmbH  baut derzeit eine Recyclinganlage zur stofflichen Verwertung der  Kunststoff-Aluminium-Reststoffe, die nach Abtrennung der Papierfasern anfallen.    Pressekontakt: Michael Kleene 030-2091475 22 m.kleene@getraenkekarton.de  Original-Content von: Fachverband Kartonverpackung f\u00fcr fl\u00fcssige Nahrungsmittel e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/16022\/4372645\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Im Juli 2019 wurde eine \u00d6kobilanz zu Milch-und Fruchtsaftverpackungen vorgestellt, die vom Institut f\u00fcr Energie und Umweltforschung<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-293174","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293174","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=293174"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293174\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=293174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=293174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=293174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}