{"id":296557,"date":"2019-10-27T14:11:31","date_gmt":"2019-10-27T14:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/mit-mutigen-entscheidungen-heute-positive-wechselwirkungen-fuer-morgen-ausloesen-bundespraesident-ueberreichte-heute-deutschen-umweltpreis-der-dbu-koegel-knabner-und-schneider-geehrt-foto\/"},"modified":"2019-11-06T09:11:57","modified_gmt":"2019-11-06T08:11:57","slug":"mit-mutigen-entscheidungen-heute-positive-wechselwirkungen-fuer-morgen-ausloesen-bundespraesident-ueberreichte-heute-deutschen-umweltpreis-der-dbu-koegel-knabner-und-schneider-geehrt-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/mit-mutigen-entscheidungen-heute-positive-wechselwirkungen-fuer-morgen-ausloesen-bundespraesident-ueberreichte-heute-deutschen-umweltpreis-der-dbu-koegel-knabner-und-schneider-geehrt-foto\/","title":{"rendered":"&#8222;Mit mutigen Entscheidungen heute positive Wechselwirkungen f\u00fcr morgen ausl\u00f6sen&#8220;\/ Bundespr\u00e4sident \u00fcberreichte heute Deutschen Umweltpreis der DBU &#8211; K\u00f6gel-Knabner und Schneider geehrt (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/640f861e-64bc-4ada-9124-523da8f0df09\/Preistr%C3%A4gerfoto_Verleihung%20Deutscher%20Umweltpreis%202019.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mannheim (ots) &#8211; Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat die B\u00fcrger aufgefordert, &#8222;mit mutigen Entscheidungen heute&#8220; im Umwelt- und Klimaschutz &#8222;positive Wechselwirkungen f\u00fcr morgen&#8220; auszul\u00f6sen. &#8222;Die Zukunft ist eben nicht vorbestimmt.<!--more--> Es liegt an uns, was wir daraus machen&#8220;, sagte er heute bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Mannheim: &#8222;Die Plastikflasche, die heute recycelt oder gar nicht erst hergestellt wird, landet morgen nicht in den Weltmeeren. Sie kommt \u00fcbermorgen wieder in den Rohstoffkreislauf. Der Boden, der heute vor der Erosion gesch\u00fctzt wird, bindet Kohlenstoff. Und er kann damit auch morgen noch als Ackerland Menschen ern\u00e4hren.&#8220; Steinmeier \u00fcberreichte der Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid K\u00f6gel-Knabner von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen und dem Unternehmer Reinhard Schneider (Firma Werner &amp; Mertz, Mainz) den mit insgesamt 500.000 Euro h\u00f6chstdotierten, unabh\u00e4ngigen Umweltpreis Europas. \u00d6kologische Transformation als Chance f\u00fcr Deutschland begreifen Vor rund 1.200 Festg\u00e4sten &#8211; darunter Baden-W\u00fcrttembergs Umweltminister Franz Untersteller &#8211; sagte Steinmeier, die Preistr\u00e4ger machten Mut, weil sie L\u00f6sungen aufzeigen und die \u00f6kologische Transformation als Chance f\u00fcr Deutschland begreifen w\u00fcrden. Als T\u00fcftler und Ingenieurinnen, als Wissenschaftlerinnen oder Unternehmer w\u00fcrden sie neue Wege gehen. Preistr\u00e4gerin K\u00f6gel-Knabner sei ein Vorbild f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschergenerationen. Sie f\u00fcge das Puzzleteil der Bodennutzung in ein viel gr\u00f6\u00dferes Bild &#8211; das globale Klima und dessen &#8222;wahrhaftig alarmierenden Wandel&#8220;. Denn nicht nur Fabriken und Kraftwerke seien Verursacher des Klimawandels, sondern auch der Umgang mit den B\u00f6den als gro\u00dfe Kohlenstoffsenken des Planeten. Je nachdem, wie der Mensch sie nutze, befeuere oder bremse er den Klimawandel. Monatelange D\u00fcrren, sintflutartige \u00dcberschwemmungen, zerst\u00f6rerische St\u00fcrme seien in den L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens zu beobachten. Auch in Europa n\u00e4hmen Hitzesommer zu. Die Bodenkunde k\u00f6nne Menschen dabei helfen, ihren Ackerbau diesen Extremen anzupassen, weshalb die Forschung der Umweltpreistr\u00e4gerin so wichtig sei. Produkte und Produktion &#8222;voll auf Nachhaltigkeit getrimmt&#8220; Preistr\u00e4ger Schneider habe, so der Bundespr\u00e4sident, als verantwortungsvoller Unternehmer gehandelt, bevor viele andere erst t\u00e4tig geworden seien. Er habe in wahrer Pionierleistung gezeigt, dass umweltbewusstes und unternehmerisches Handeln kein Widerspruch seien und das zu seinem Erfolgsrezept gemacht. Produkte und Produktion habe er &#8222;voll auf Nachhaltigkeit getrimmt&#8220;. Das bedeute unter anderem eine hohe Abbaurate der Tenside und Verpackungen aus recyceltem Plastik. Wenn mehr Leute im Supermarktregal genauer hinschauen w\u00fcrden, steige der Druck auf die Hersteller, umweltfreundlicher zu wirtschaften. Das entlasse die Politik allerdings nicht aus der Verantwortung und ihrem ordnungspolitischen Auftrag, dort einzugreifen, wo der Markt nicht ausreichend oder gar nicht f\u00fcr ausreichend Umwelt- und Klimaschutz sorge. Instrumente seien Transparenz, Verbraucherschutz durch G\u00fctesiegel, Preise, die die wahren Kosten f\u00fcr die Umwelt widerspiegelten und &#8211; wo n\u00f6tig &#8211; auch Verbote. Engagement hunderttausender junger Menschen schon heute Entscheidendes bewirkt Wohl selten zuvor habe der Schutz von Umwelt, Klima und Artenvielfalt die gesamte Gesellschaft so sehr umgetrieben wie gegenw\u00e4rtig, so das Staatsoberhaupt weiter. Das bemerkenswerte zivilgesellschaftliche Engagement hunderttausender junger Menschen habe schon heute Entscheidendes bewirkt und der Klima- und Umweltpolitik &#8222;einen gewaltigen Schub versetzt&#8220;. Es habe die Deutschen daran erinnert, welcher Elan und Ehrgeiz in diesem Land stecken k\u00f6nne, welche gesellschaftlichen und technologischen Kr\u00e4fte gerade beim Thema Umwelt und Klima aufgebaut worden seien und &#8222;welchen Beitrag Deutschland der Welt schuldet&#8220;. Es habe daran erinnert, zu welchen ambitionierten Zielen sich die Staatengemeinschaft v\u00f6lkerrechtlich verpflichtet habe. Zu Recht forderten die jungen Leute, dass jetzt der Mut und politische Wille z\u00e4hle, die gesteckten Ziele auch wirklich zu erreichen. Steinmeier: &#8222;Daran muss sich Klimapolitik messen lassen.&#8220; Die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen sozialen Bewegung schaffe Gestaltungsspielr\u00e4ume, an die die politischen Parteien wohl selbst noch nicht geglaubt h\u00e4tten, die es aber zu nutzen gelte. Vertrauen in Handlungsf\u00e4higkeit der Demokratie nicht kleiner reden Nat\u00fcrlich habe er die kritischen Stimmen zum Klimapaket auch vernommen, so das Staatsoberhaupt. Aber das Vertrauen in die Handlungsf\u00e4higkeit der Demokratie d\u00fcrfe nicht kleiner geredet werden je gr\u00f6\u00dfer die Herausforderungen seien. Vor allem warne er davor, die Beteiligten an dieser Debatte gegeneinander auszuspielen: die Leidenschaft und Entschiedenheit der jungen Menschen auf der Stra\u00dfe gegen die vermeintliche N\u00fcchternheit und Beh\u00e4bigkeit der politischen Verfahren. Im demokratischen Prozess, der jetzt in eine entscheidende Aushandlungsphase trete, brauche es Leidenschaft und Entschiedenheit, Dialogbereitschaft und Vernunft &#8211; radikal verst\u00e4ndigungsbereit und leidenschaftlich vern\u00fcnftig. &#8222;Kein selbsternannter starker Mann wird diese St\u00e4rke der Demokratie je aufbringen k\u00f6nnen&#8220; Die, die jetzt Zweifel an der Demokratie s\u00e4en wollten, frage er mit Nachdruck, welche andere Staatsform \u00fcberhaupt eine solche Kraft der Erneuerung in sich trage? Steinmeier: &#8222;Kein Einzelk\u00e4mpfer, kein Autokrat, kein selbsternannter starker Mann wird diese St\u00e4rke der Demokratie je aufbringen k\u00f6nnen!&#8220; Kein Kabinett von Experten und Wissenschaftlern, auch kein Kabinett von Klimaforschern k\u00f6nne der Gesellschaft &#8211; bei allen unumst\u00f6\u00dflichen Erkenntnissen &#8211; die Zielkonflikte, die schmerzlichen Abw\u00e4gungen und Aushandlungen abnehmen, die nun mal anst\u00fcnden. Eine \u00f6kologische Transformation, die den Erkenntnissen der Klimawissenschaft gerecht werde, sei nat\u00fcrlich notwendig. Aber wie bei jedem tiefgreifenden Strukturwandel gebe es Menschen, die davon besonders stark betroffen seien. Menschen, die Sorge h\u00e4tten, ihre eigenen Arbeitspl\u00e4tze zu verlieren und in Regionen wohnten, in denen sie bef\u00fcrchten m\u00fcssten, dass auch ihre Kinder keine Arbeit mehr f\u00e4nden. Diese Sorgen d\u00fcrften nicht einfach \u00fcberheblich ignoriert werden. Sie d\u00fcrften allerdings auch ausdr\u00fccklich kein Vorwand sein, die notwendigen Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz zu unterlassen. Umwelt- und Klimaschutz d\u00fcrfe zu keiner Spaltung f\u00fchren zwischen den Arbeitnehmern der Autoindustrie und den Blockierern von Stra\u00dfen, zwischen Landwirten und Natursch\u00fctzern, zwischen denen, die es sich leisten k\u00f6nnten, und denen, die jeden Euro zweimal umdrehen m\u00fcssten. Denn Klimaschutz sei eine \u00f6kologische und eine soziale Aufgabe und Klimapolitik umso wirksamer, &#8222;je mehr Menschen wir auf den Weg mitnehmen&#8220;. Jury lobte Engagement der Preistr\u00e4ger Als Mitglieder der Jury des Deutschen Umweltpreises, auf deren Vorschlag hin das Kuratorium der Stiftung die jeweiligen Preistr\u00e4ger eines Jahres ausw\u00e4hlt, gingen Prof. Dr. Heidi Foth, Direktorin des Instituts f\u00fcr Umwelttoxikologie der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, und Dr. Katharina Reuter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin UnternehmensGr\u00fcn, auf die Leistungen der Preistr\u00e4ger 2019 ein. Foth w\u00fcrdigte die herausragenden Forschungsarbeiten der Preistr\u00e4gerin K\u00f6gel-Knabner. Sie habe mit ihrer Arbeit, mit ihren neuen Forschungsmethoden, mit ganz klaren Daten, an denen man nicht zweifeln k\u00f6nne, daf\u00fcr gesorgt, dass die Aufgabe Bodenschutz deutlicher und fassbarer geworden sei. Reuter w\u00fcrdigte vor allem Preistr\u00e4ger Schneiders konsequentes Ausrichten auf das Thema nachhaltiges Wirtschaften. Seine Recyclat-Initiative, das Schaffen umweltfreundlicherer Produkte f\u00fcr den Massenmarkt, die fr\u00fche Zertifizierung seines Unternehmens nach den Vorgaben der Europ\u00e4ischen Union, der st\u00e4ndig wachsende Anteil von Altkunststoffen f\u00fcr Produktverpackungen, der fr\u00fchzeitige Beitritt zur Initiative &#8222;Entrepreneurs for Future&#8220; &#8211; das alles seien Punkte, die die Jury \u00fcberzeugt h\u00e4tten. K\u00f6gel-Knabner: eine Handvoll Boden hat mehr Organismen als Menschen auf Erde Die Preistr\u00e4ger selbst machten in Filmen, die w\u00e4hrend des Festaktes eingespielt wurden, und im Gespr\u00e4ch mit Moderatorin Judith Rakers ihre Positionen noch einmal deutlich. K\u00f6gel-Knabner sagte, B\u00f6den m\u00fcssten nicht nur Kohlenstoff speichern, um damit dem Klimawandel zu begegnen. Sie m\u00fcssten gleichzeitig auch fruchtbar sein, weil eine immer noch wachsende Weltbev\u00f6lkerung auch ern\u00e4hrt werden m\u00fcsse. Das Verst\u00e4ndnis der Rolle von B\u00f6den f\u00fcr den Klimaschutz sei in der Gesellschaft noch nicht angekommen. Dabei trage eine Handvoll Boden mehr Organismen in sich als Menschen auf der Erde lebten. Klimabedingte Probleme wie das Auftauen der Permafrostb\u00f6den in Sibirien seien aber wegen des Freisetzens von Treibhausgasen kein regionales Problem, sondern ein globales. Schneider: Plastik k\u00f6nnte einer der \u00f6kologischsten Werkstoffe unserer Zeit sein Preistr\u00e4ger Schneider wies darauf hin, dass Unternehmen sich konsequent auf Nachhaltigkeit einlassen sollten und in der Verantwortung st\u00fcnden, attraktive Angebote an Verbraucher zu machen, ohne sie zu sehr in einen Verzicht hineinzudr\u00e4ngen. Der sei f\u00fcr viele letztlich noch nicht zumutbar. Das sei aber auch ohne Abstriche bei der \u00d6kologie m\u00f6glich. Wichtig sei, dass schon in der Entwicklungsphase der Produkte darauf geachtet werde, dass sie gut recyclingf\u00e4hig seien. Verschiedene Kunststoffarten d\u00fcrften nicht so miteinander verbunden werden, dass sie nicht mehr zu trennen seien. Das Paradoxe sei n\u00e4mlich, dass Plastik tats\u00e4chlich einer der \u00f6kologischsten Werkstoffe unserer Zeit sein k\u00f6nnte, &#8222;wenn wir lernen, damit richtig umzugehen&#8220;. Man k\u00f6nne es n\u00e4mlich mit einem Minimum an Energie nahezu verlustfrei in den Kreislauf f\u00fchren, sodass kein M\u00fcll mehr entstehe. Pressekontakt: Franz-Georg Elpers &#8211; Pressesprecher &#8211; Kerstin Heemann Jessica Bode Kontakt DBU An der Bornau 2 49090 Osnabr\u00fcck 0541|9633-521 0171|3812888 presse@dbu.de www.dbu.de Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6908\/4415497\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mannheim (ots) &#8211; Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat die B\u00fcrger aufgefordert, &#8222;mit mutigen Entscheidungen heute&#8220; im Umwelt- und Klimaschutz &#8222;positive Wechselwirkungen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":297236,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-296557","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=296557"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":297239,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296557\/revisions\/297239"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/297236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=296557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=296557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=296557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}