{"id":297249,"date":"2019-11-05T19:03:46","date_gmt":"2019-11-05T19:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/gp-migrationskonferenz-2019-jobs-oder-migration-20-fuehrende-koepfe-aus-afrika-und-europa-entwickeln-ideen-fuer-faire-migration-foto\/"},"modified":"2019-11-06T09:16:03","modified_gmt":"2019-11-06T08:16:03","slug":"gp-migrationskonferenz-2019-jobs-oder-migration-20-fuehrende-koepfe-aus-afrika-und-europa-entwickeln-ideen-fuer-faire-migration-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gp-migrationskonferenz-2019-jobs-oder-migration-20-fuehrende-koepfe-aus-afrika-und-europa-entwickeln-ideen-fuer-faire-migration-foto\/","title":{"rendered":"GP-Migrationskonferenz 2019 &#8211; &#8222;Jobs oder Migration&#8220; \/ 20 f\u00fchrende K\u00f6pfe aus Afrika und Europa entwickeln Ideen f\u00fcr faire Migration (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"GP-Migrationskonferenz 2019 - \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/ae7ad46d-d6b4-43f5-b4b4-3c397919b0a4\/GPI%20Jobs%20oder%20Migration_vlnr_Ezekwesili_Hamm_Laschet_Ibrahim.jpg\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211; &#8222;Wir brauchen einen &#8218;African Dream&#8216;. Mit Z\u00e4unen allein, mit st\u00e4rkerem Schutz der Au\u00dfengrenzen k\u00f6nnen wir auf Dauer nichts ausrichten.&#8220;, sagt NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet. In der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit sind viele Fakten zu Migration nicht bekannt.<!--more--> Die Vorurteile hindern Europa daran Chancen zu nutzen und gemeinsam mit dem Nachbarkontinent Afrika L\u00f6sungen zu gestalten. Das ist ein zentrales Ergebnis der GP-Migrationskonferenz &#8222;Jobs oder Migration&#8220;, an der namhafte afrikanische ExpertInnen teilnahmen, darunter der Unternehmer und Philanthrop Mo Ibrahim, die Repr\u00e4sentantin der UN-Migrationsorganisation bei der Afrikanischen Union, Maureen Achieng und die ehem. nigerianische Ministerin Oby Ezekwesili. Armin Laschet, nordrhein-westf\u00e4lischer Ministerpr\u00e4sident, er\u00f6ffnete die Konferenz. Der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r Norbert Barthle erl\u00e4uterte die Sicht des Bundesentwicklungsministeriums. Unterst\u00fctzt wurde die Migrationskonferenz von der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Aurora Humanitarian Initiative. Inhaltlicher Partner war die Mo Ibrahim Stiftung, deren aktueller Ibrahim Forum Report 2019 &#8222;Africa&#8217;s Youth &#8211; Jobs or Migration&#8220; eine wichtige Grundlage der Konferenz bildete. Migration tr\u00e4gt zum Wohlstand aller bei Migration wird in Europa vornehmlich als Krise und Afrika als Katastrophenkontinent wahrgenommen, von dem ein Gro\u00dfteil der Migration nach Europa ausgeht. Mo Ibrahim widersprach dem und verwies auf wissenschaftliche Ergebnisse: Afrikanische MigrantInnen machen nur 14 % der globalen Migration aus, w\u00e4hrend 41 % aus Asien und 24 % aus Europa stammen. \u00dcber 70 % der MigrantInnen aus den Subsahara-Staaten bleiben auf dem Kontinent, nur eine Minderheit macht sich auf den Weg nach Europa. Mo Ibrahim res\u00fcmierte: &#8222;Migration tut uns gut. Sie zieht sich seit Jahrtausenden durch die Menschheitsgeschichte. Junge und gut ausgebildete Menschen aus Afrika machen sich auf den Weg, um ein erfolgreiches Leben aufzubauen. Sie tragen zum Wohlstand der L\u00e4nder bei, in denen sie aufgenommen werden.&#8220; Afrika braucht wirtschaftliche Perspektiven und einen stabilen Arbeitsmarkt Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Migration in Afrika sind offensichtlich. Oby Ezekwesili betonte, dass allein in Subsahara-Afrika 18 Millionen neue Arbeitspl\u00e4tze pro Jahr entstehen m\u00fcssten, um der wachsenden Zahl junger Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Derzeit w\u00e4chst der Markt jedoch nur um 3 Millionen Jobs j\u00e4hrlich. Ministerpr\u00e4sident Laschet sah hier eine Verantwortung Europas: &#8222;Wir m\u00fcssen afrikanische L\u00e4nder st\u00e4rker dabei unterst\u00fctzen, bessere Zukunftsperspektiven f\u00fcr die Jugend zu schaffen, damit auch die Besten in ihrer Heimat eine ernsthafte Alternative zur Auswanderung finden.&#8220; Hier ist auch die Wirtschaft ein wichtiger Partner. Obwohl das Interesse deutscher Unternehmen an Afrika gestiegen ist, bleiben deutsche Direktinvestitionen in Afrika laut der GPI-Studie &#8222;Investitionen der deutschen Wirtschaft in Afrika&#8220; bislang hinter ihren M\u00f6glichkeiten. Einen wichtigen L\u00f6sungsansatz sehen die politischen Vertreter in der G20 Initiative &#8222;Compact with Africa&#8220;, die individuell zugeschnittene Investitionspartnerschaften mit interessierten afrikanischen L\u00e4ndern unterst\u00fctzt. Demografische Entwicklung in Afrika: Vorteil oder Hindernis? Afrika ist der weltweit j\u00fcngste Kontinent &#8211; das Durchschnittsalter betr\u00e4gt aktuell 18 Jahre. Das Bev\u00f6lkerungswachstum h\u00e4tte das Potenzial, die wirtschaftliche Entwicklung zu befl\u00fcgeln. Bis 2030 k\u00f6nnte Afrika mit einem j\u00e4hrlichen BIP-Wachstum von bis zu einem halben Prozentpunkt rechnen, wenn gen\u00fcgend Arbeitspl\u00e4tze geschaffen w\u00fcrden. Gleichzeitig spielt Familienpolitik eine entscheidende Rolle. Nur wenn f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen die Geburtenrate deutlich sinken w\u00fcrde, k\u00f6nnte Afrika den demografischen Vorteil der vielen jungen Menschen und ihrer Produktivit\u00e4t nutzen. Aktivistin Rosebell Kagumire aus Uganda forderte, dass &#8222;Frauen selbstbestimmt leben k\u00f6nnen. Das beinhaltet vor allem, frei entscheiden zu k\u00f6nnen, wie viele Kinder sie bekommen&#8220;. Die ExpertInnen betonten, dass die St\u00e4rkung der Frauen in der Familienpolitik ebenso wie in der wirtschaftlichen Entwicklung zentral ist. Afrika und Europa m\u00fcssen Br\u00fccken der Zusammenarbeit bauen Europa und Afrika liegen als Nachbarkontinente n\u00e4her aneinander als Berlin und Potsdam. Das interpretierte Philipp Ackermann, Leiter der Politischen Abteilung 3 im Ausw\u00e4rtigen Amt, als Aufforderung zur Zusammenarbeit und gemeinsamen L\u00f6sungssuche. Migration gestalten bedeutet vor allem auf Augenh\u00f6he \u00fcber strategische L\u00f6sungen sprechen. Beim k\u00fcrzlich verabschiedeten Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz in Deutschland erkannten die ExpertInnen noch viele H\u00fcrden, die die Einwanderung erschweren. Die afrikanischen VertreterInnen warnten vor der Verstrickung in Einzelprojekte und forderten einen ganzheitlichen Ansatz. Ministerpr\u00e4sident Laschet bekr\u00e4ftigte: &#8222;Deutschland und Europa tun gut daran, sich langfristig mit der afrikanischen Perspektive auf Migration, Wirtschaft und Entwicklung auseinanderzusetzen. Genau daf\u00fcr brauchen wir auch Foren wie diese, um \u00fcber unsere Grenzen hinauszublicken und sich mit dem Zukunftsthema der Migration intensiver auseinanderzusetzen.&#8220; Wichtige Links zur GP-Migrationskonferenz Website inkl. Fotos, Programm: https:\/\/globalperspectives.org\/events\/jobs-or-migration\/ Factsheet zur Migrationskonferenz: https:\/\/globalperspectives.org\/?dowload_media_id=6849 Mo Ibrahim Foundation Report 2019: http:\/\/ots.de\/4iqJgu \u00dcber die Global Perspectives Initiative (GPI) Die Global Perspectives Initiative ist eine gemeinn\u00fctzige Organisation, die 2016 in Berlin gegr\u00fcndet wurde. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Diskurs \u00fcber eine nachhaltige, ausgewogene und gerechte globale Entwicklung zu f\u00f6rdern und damit auch den Beitrag Deutschlands zur Erf\u00fcllung der 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele nachhaltiger Entwicklung zu unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr f\u00fchrt sie in unterschiedlichen Diskussionsformaten regelm\u00e4\u00dfig Meinungsf\u00fchrer aus Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Themen der globalen Entwicklung zu er\u00f6rtern und zum Handeln zu motivieren. Web: https:\/\/globalperspectives.org Facebook: https:\/\/www.facebook.com\/GlobalPerspectivesInitiative\/ Twitter: https:\/\/twitter.com\/gpi_germany LinkedIn: https:\/\/www.linkedin.com\/company\/17910994\/ Updates: https:\/\/globalperspectives.org (Newsletter-Anmeldung unten) Pressekontakt: Michaela Wilczek Email: migration@globalperspectives.org Telefon: +49 172 381 41 20 Original-Content von: Global Perspectives Initiative, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/128830\/4430998\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8222;Wir brauchen einen &#8218;African Dream&#8216;. 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