{"id":298073,"date":"2019-11-13T16:38:37","date_gmt":"2019-11-13T16:38:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/juso-chef-kevin-kuehnert-im-nachrichtensender-welt-was-fehlt-ist-die-glaubwuerdigkeit-foto\/"},"modified":"2019-11-13T22:59:31","modified_gmt":"2019-11-13T21:59:31","slug":"juso-chef-kevin-kuehnert-im-nachrichtensender-welt-was-fehlt-ist-die-glaubwuerdigkeit-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/juso-chef-kevin-kuehnert-im-nachrichtensender-welt-was-fehlt-ist-die-glaubwuerdigkeit-foto\/","title":{"rendered":"Juso-Chef Kevin K\u00fchnert im Nachrichtensender WELT: &#8222;Was fehlt, ist die Glaubw\u00fcrdigkeit&#8220; (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full aligncenter\" title=\"Juso-Vorsitzender Kevin K\u00fchnert am 13.11.2019 im WELT-Nachrichtenstudio. Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/13399 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/888dae15-dd65-4c2a-b7e0-ffac9abc6cb4\/WELT%20Nachrichensender_Kevin%20K%C3%BChnert.jpg\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211; Der Juso-Vorsitzende Kevin K\u00fchnert mahnt in der SPD mehr Leidenschaft in der Diskussion und mehr Glaubw\u00fcrdigkeit an. Dass Olaf Scholz im SPD-Kandidaten-Duell \u00fcberraschend angriffslustig auftrat, gef\u00e4llt ihm. Im Gespr\u00e4ch mit dem Nachrichtensender WELT sagte K\u00fchnert heute dazu: K.K.: Jetzt liest man heute tats\u00e4chlich, &#8222;Olaf Scholz \u00fcberraschend angriffslustig&#8220;.<!--more--> Das ist was, was ich mich dann gestern auch gefragt habe. Also wenn er diese Seite an sich jetzt zeigt, und dann mit Leidenschaft gestern f\u00fcr seinen Standpunkt und auch f\u00fcr seinen Anspruch, die Partei zu f\u00fchren, argumentiert &#8230; MOD: DANN W\u00c4HLEN SIE IHN AUCH? K.K.: Nee, aber warum sehen wir das denn nicht h\u00e4ufiger mal in der politischen Arbeit? Warum sehen wir das nicht mal in einer politischen Talkshow abends, wenn der Gegner nicht Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, und damit Leute aus dem eigenen Laden, hei\u00dfen? Sondern wenn da mal die politische Konkurrenz, auch der Koalitionspartner sitzt? Ich glaube, viele Leute w\u00fcrden sozialdemokratische Politik besser verstehen, wenn mit derselben Leidenschaft auch mal der Streit innerhalb der Regierung vorgetragen wird. MOD: WARUM FEHLT GENAU DIE? K.K.: Da m\u00fcssen Sie ihn selber einladen, um das zu beantworten. Deshalb unterst\u00fctze ich ja auch das andere Paar mit Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, weil ich glaube &#8211; und das merke ich jetzt seit 15 Jahren in der SPD &#8211; das, was fehlt, ist der Faktor Glaubw\u00fcrdigkeit. Ich treffe ganz oft Leute, die sagen, das Programm klingt gut, das, was Ihr wollt, das kann ich auch unterst\u00fctzen. Wir wissen aus Umfragen, 30, 35 Prozent der Menschen wollen sozialdemokratische Politik oder eine solche Partei w\u00e4hlen, aber nur 14 Prozent w\u00e4hlen sie laut Umfragen im Moment. Also was dazwischen fehlt, ist das Zutrauen, dass die Leute, die diese Partei f\u00fchren, tats\u00e4chlich auch am Ende daf\u00fcr sorgen. Und ob das diejenigen aufl\u00f6sen werden, die seit 20 Jahren an der Spitze der Partei stehen, da fehlt mir leider einfach die Fantasie f\u00fcr. MOD: UND ERFOLGE NICHT KLEINREDEN, WIE SCHOLZ SAGT. F\u00dcHLEN SIE SICH ANGESPROCHEN? K.K.: Nein, weil ich eigentlich finde, dass wir mit den Jusos eine sehr faire Kommunikation machen. Ich rede nicht die Grundrente schlecht. Das ist ein guter Kompromiss, der am Sonntag erzielt worden ist. Das ist nicht das sozialdemokratische Nonplusultra, aber mehr als zu erwarten gewesen ist. Und f\u00fcr eineinhalb Millionen Menschen echt endlich mal eine Anerkennung von Lebensleistung im Alter, wenigstens eine kleine erst mal, nicht, dass wir nicht noch mehr wollen, aber das ist als kleinerer Koalitionspartner okay gewesen. Wir haben auch einen Mindestlohn f\u00fcr Auszubildende vor kurzem eingef\u00fchrt, die Baf\u00f6g-Leistung verbessert, da ist auch f\u00fcr junge Leute was dabei. Das ist keine Frage. Das Ding ist nur, wenn man den Koalitionsvertrag so akkurat abarbeitet, wie wir das im Moment machen, bestreite ich gar nicht, und trotzdem die Zustimmung f\u00fcr uns bei 14 und f\u00fcr die Union bei 26 Prozent ist, habe ich dann ein Kommunikationsproblem? Oder sind die Antworten, die ich gebe, vielleicht einfach zu klein, vor dem Hintergrund der Fragen, die sich die Menschen in der Gesellschaft gerade stellen. Ich glaube, es ist Zweiteres. MOD: WAS ABER AUCH RELATIV ERSTAUNLICH WAR, FINDE ICH ZUMINDEST, WAR DER TENOR RUND UM DIE GRUNDRENTE, BEVOR DIESER KOMPROMISS GEFUNDEN WURDE. DA WURDE AUF BEIDEN SEITEN, VON UNION UND VON SEITEN DER SPD GESAGT, JA, WENN JETZT DIE GRUNDRENTE, WENN WIR DAS NOCH SCHAFFEN, DANN SIEHT DIE HALBZEITBILANZ GUT AUS. ALS SEI DAS WIRKLICH DAS Z\u00dcNGLEIN AN DER WAAGE, UM DIE GROKO NOCH ZU RETTEN. ABER DAS KANN ES DOCH NICHT SEIN. K.K.: Das sehe ich auch nicht so. Also ich hab das auch nie so bezeichnet, weil wir haben eine Koalition geschlossen, um das Land zu regieren, nicht um eine Grundrente einzuf\u00fchren. Das ist ein wichtiger Baustein, aber immer an einem Projekt alles festzumachen, das ist mir dann doch ein bisschen zu einfach. Da war jetzt nat\u00fcrlich auch der Wille in den letzten Tagen, sind wir mal ehrlich, erkennbar, mit einem gro\u00dfen Wumms zum Schluss zu sagen, &#8222;Jetzt ist es aber auch eine gute Halbzeitbilanz&#8220;. Und das kann man ja auch so vertreten. Ich verstehe, dass die Mitglieder der Bundesregierung sagen, wir haben ordentliche Arbeit abgeliefert und die Grundrente ist ein besonderer Ausweis davon. Aber vereinbart war nun mal am Anfang, dass wir nach der H\u00e4lfte &#8211; und das ist jetzt in wenigen Wochen &#8211; einen Strich machen, Kassensturz machen und dann flie\u00dft alles mit ein. Das Gew\u00fcrge um Hans-Georg Maa\u00dfen genauso wie die Grundrente. Vor- und Nachteile m\u00fcssen abgewogen werden. Und die haupts\u00e4chliche Frage ist, womit soll die Koalition in zwei Jahren, wenn sie dann zu Ende w\u00e4re, eigentlich in Erinnerung bleiben. Also gibt&#8217;s noch was auf der To-do-Liste oder war&#8217;s das bis hierhin? MOD: UND? WAR&#8217;S DAS? K.K.: Naja, wenn die Studie von der Bertelsmann-Stiftung, auf die ja jetzt gerne immer Bezug genommen wird, sagt, 60 Prozent oder \u00fcber 60 Prozent der Projekte sind schon erledigt oder angefasst, aber wir haben den gr\u00f6\u00dferen Teil der Wahlperiode noch vor uns, dann ist das ja eine berechtigte Frage. Also reichen die 40 Prozent, die noch offen sind, f\u00fcr den Rest oder w\u00e4re es &#8211; auch f\u00fcr die Leute, die weitermachen wollen &#8211; nicht zum Beispiel sinnvoll, nochmal nachzuverhandeln? Wir sehen doch im Moment jeden Tag, beide Parteien wollen neue Projekte. Die Union will eine Unternehmenssteuerreform und den Soli komplett abschmelzen. Die SPD wird jetzt beschlie\u00dfen auf ihrem Parteitag, dass wir gerne eine Kindergrundsicherung beispielsweise haben wollen oder auch eine Verm\u00f6genssteuer einf\u00fchren, um Multimillion\u00e4re und Milliard\u00e4re st\u00e4rker hinzuzuziehen. Also beide Parteien wollen neue Dinge. Fridays for Future war noch gar nicht auf der Stra\u00dfe, als der Koalitionsvertrag geschlossen wurde. Also vielleicht ist einfach auch eine Konsequenz zu sagen, bis hierhin okay, aber das was wir vor zwei Jahren vereinbart haben, das kann nicht mehr alleine die Gesch\u00e4ftsgrundlage bis ins Jahr 2021 sein. Daf\u00fcr sind die Zeiten zu schnelllebig. Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle WELT Nachrichtensender. Pressekontakt: Andreas Thiemann Kommunikation WELT und N24 Doku +49 30 2090 4622 andreas.thiemann@welt.de www.presse.welt.de Original-Content von: WELT, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/13399\/4439215\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der Juso-Vorsitzende Kevin K\u00fchnert mahnt in der SPD mehr Leidenschaft in der Diskussion und mehr Glaubw\u00fcrdigkeit an.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-298073","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298073"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298073\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":298115,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298073\/revisions\/298115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}