{"id":298947,"date":"2019-11-26T09:11:32","date_gmt":"2019-11-26T09:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/staedte-spielen-zentrale-rolle-fuer-energiewende-und-klimaschutz\/"},"modified":"2019-11-26T09:11:32","modified_gmt":"2019-11-26T09:11:32","slug":"staedte-spielen-zentrale-rolle-fuer-energiewende-und-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/staedte-spielen-zentrale-rolle-fuer-energiewende-und-klimaschutz\/","title":{"rendered":"St\u00e4dte spielen zentrale Rolle f\u00fcr Energiewende und Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;     &#8211; dena-Projekt Urbane Energiewende: St\u00e4dte und Kommunen bieten       gro\u00dfes Potential zur Reduzierung von THG-Emissionen    &#8211; Praktische Umsetzung erfordert strategischen Rahmen  Durch den hohen Energiebedarf, den starken Ressourcenverbrauch, die hohe Dichte  an Infrastrukturen und die Vielzahl von Akteuren bieten St\u00e4dte und Kommunen  exzellente Hebel, um die <!--more-->Treibhausgasemissionen (THG) signifikant zu reduzieren  und die 2030er-Klimaziele zu erreichen. Damit dies gelingen kann, ist jedoch ein strategischer Orientierungsrahmen, der urbane R\u00e4ume in das nationale Zielsystem  aufnimmt, auf optimale Integration lokaler Infrastrukturen und die Vernetzung  der Akteure setzt, erforderlich. Ziel muss es sein, die Sektoren Strom, W\u00e4rme  und Verkehr in urbanen R\u00e4umen im Sinne der integrierten Energiewende weiter zu  entwickeln. Dies hat der Abschlussbericht zum Projekt Urbane Energiewende der  Deutschen Energie-Agentur (dena) ergeben.  &#8222;St\u00e4dte und Kommunen spielen eine zentrale Rolle f\u00fcr Energiewende und  Klimaschutz. Schlie\u00dflich werden hier rund 80 Prozent der globalen Treibhausgase  emittiert. Ob wir die Energiewende schaffen und das in der EU und Deutschland  diskutierte Ziel der Klimaneutralit\u00e4t erreichen, entscheidet sich nicht zuletzt  in St\u00e4dten und Kommunen. Deshalb sollte die Politik St\u00e4dte st\u00e4rker in den Fokus  nehmen&#8220;, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. &#8222;Die  urbane Energiewende erfordert einen neuen strategischen Orientierungsrahmen.  Ausgangsbasis ist die Einf\u00fchrung der CO2-Bepreisung im Verkehrs- und  Geb\u00e4udesektor, erg\u00e4nzt um eine konsequente Revision der Abgaben- und  Umlagesystematik. Weiterhin ist die optimale Integration lokaler Infrastrukturen sicherzustellen. Es gilt, die Energieplanung als Aufgabe der Stadtplanung in die Breite zu bringen. Und ganz wichtig: Die Stadt der Zukunft ist eine vernetzte  Stadt. Damit ist sowohl die Vernetzung der Akteure als auch die technologische  Vernetzung durch Digitalisierung gemeint. Nur dann kann die Gestaltung der  urbanen Energiewende gelingen&#8220;, so Kuhlmann weiter.  Stromversorgung &#8211; Chancen von Mieterstrom und Digitalisierung nutzen  Angesichts begrenzter Fl\u00e4chen und Genehmigungen f\u00fcr die Erzeugung von Strom aus  erneuerbaren Energien sollten auch die Potenziale zur innerst\u00e4dtischen Erzeugung von Gr\u00fcnstrom wie etwa Solaranlagen auf D\u00e4chern vermehrt genutzt werden.  Mieterstrom sollte gest\u00e4rkt werden, indem etwa steuerliche Barrieren und  Unsicherheiten hinsichtlich der Bedeutung von Kundenanlagen beseitigt werden.  Weiterhin ist die digitale Nutzung energiebezogener Daten von erheblicher  Bedeutung f\u00fcr die urbane Energiewende, denn diese erm\u00f6glicht die Vernetzung  zwischen den Sektoren Strom, W\u00e4rme, K\u00e4lte und Mobilit\u00e4t. Die Projektpartner  empfehlen den Einsatz von Informationstechnologien, um die Komplexit\u00e4t im  Gesamtsystem beherrschbar zu machen, die Interoperabilit\u00e4t zwischen Ger\u00e4ten \u00fcber standardisierte Schnittstellen zu sichern sowie einheitliche Regeln zu schaffen, die angepasste Anwendungen erm\u00f6glichen.  W\u00e4rmeversorgung &#8211; Klimafreundliche Varianten st\u00e4rken  W\u00e4rmenetze sind ein wichtiger Baustein f\u00fcr das Gelingen der Energiewende in  urbanen R\u00e4umen, da \u00fcber diese sowohl lokal erzeugte erneuerbaren Energien und  Abw\u00e4rme als auch Erzeugungsspitzen von \u00fcberregionalem Gr\u00fcnstrom nach dem Prinzip &#8222;Nutzen statt Abregeln&#8220; integriert werden k\u00f6nnen. Der Einsatz CO2-armer und  klimafreundlicher Varianten wird jedoch durch hohe Gestehungskosten und  Investitionsrisiken gehemmt. Es gilt, klimafreundliche W\u00e4rmekonzepte zu st\u00e4rken. Um die Wirtschaftlichkeit gegen\u00fcber CO2-intensiveren Varianten zu erh\u00f6hen,  sollte der Bund die Kraft-W\u00e4rme-Kopplung zeitnah weiterentwickeln, das  angek\u00fcndigte F\u00f6rderprogramm zur EE-Fernw\u00e4rme (&#8222;Basisprogramm&#8220;) vorantreiben,  sowie eine Anpassung des Gebots zur kurzfristigen Kostenneutralit\u00e4t bei der  Umstellung der W\u00e4rmelieferung in Mietwohnungen vornehmen.  Verkehr &#8211; St\u00e4rkung des \u00d6PNV und Ausbau der Ladeinfrastruktur  Im Sinne einer integrierten Energiewende sollte der \u00f6ffentliche Verkehr k\u00fcnftig  noch st\u00e4rker als R\u00fcckgrat urbaner Verkehrssysteme fungieren. Nach Ansicht der  Projektpartner m\u00fcssen konkrete Klimaziele in Nahverkehrspl\u00e4nen verankert werden, um dies zu gew\u00e4hrleisten. Sharing-Angebote sollten in erster Linie als Erg\u00e4nzung zum \u00d6PNV genutzt werden. Im \u00dcbrigen gilt es, den weiteren Ausbau der  Ladeinfrastruktur im privaten, im halb-\u00f6ffentlichen und im \u00f6ffentlichen Raum zu  beschleunigen, um den Markthochlauf der Elektromobilit\u00e4t zu unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr  sind F\u00f6rderprogramme f\u00fcr eine verbesserte Wirtschaftlichkeit und angepasste  Rahmenbedingungen notwendig. Zus\u00e4tzlich sollten klare Regelungen und  Schnittstellen f\u00fcr netz- und systemdienliches Laden vorbereitet werden.  Zum vollst\u00e4ndigen Projektbericht &#8222;Urbane Energiewende&#8220;:  https:\/\/www.dena.de\/urbewbericht  Das dena-Projekt Urbane Energiewende  Das dena-Projekt Urbane Energiewende hat f\u00fcr die erfolgreiche Umsetzung der  Energiewende in St\u00e4dten Erkenntnisse aus der Praxis zusammengetragen und  Handlungsempfehlungen erarbeitet. Der Projektbericht besteht aus drei Teilen:  Teil A stellt \u00fcbergeordnete Erkenntnisse und Empfehlungen dar. Teil B gibt einen kompakten \u00dcberblick \u00fcber zw\u00f6lf &#8222;Ans\u00e4tze&#8220; mit mehr als drei\u00dfig Konzepten zur  Energiewende in urbanen R\u00e4umen und stellt eine Vielzahl von Praxisprojekten vor. Teil C enth\u00e4lt die gutachterliche Ausarbeitung zu regulatorischen  Herausforderungen, eine Analyse pr\u00e4gender Hemmnisse sowie M\u00f6glichkeiten zu deren Aufl\u00f6sung in Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele in 2030. Teilnehmer des  Projekts waren Stadtwerke und Energieversorger, Technologieanbieter und  IT-Dienstleister, Wohnungsgesellschaften und Mobilit\u00e4tsanbieter sowie Logistik-  und Handelsunternehmen.  Pressekontakt: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Meike Wulfers , Chausseestra\u00dfe  128 a, 10115 Berlin | Tel: +49 (0)30 66 777-848, Fax: +49 (0)30 66  777-699, E-Mail: presse@dena.de, Internet: www.dena.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/43338\/4450429 OTS:               Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)  Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/43338\/4450429\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; dena-Projekt Urbane Energiewende: St\u00e4dte und Kommunen bieten gro\u00dfes Potential zur Reduzierung von THG-Emissionen &#8211; Praktische Umsetzung<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-298947","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298947\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}