{"id":29909,"date":"2011-03-11T13:18:09","date_gmt":"2011-03-11T12:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=29909"},"modified":"2011-03-11T13:18:09","modified_gmt":"2011-03-11T12:18:09","slug":"uno-bienensterben-ist-globales-problem-menschheit-hangt-mehr-denn-je-von-der-natur-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/uno-bienensterben-ist-globales-problem-menschheit-hangt-mehr-denn-je-von-der-natur-ab\/","title":{"rendered":"UNO: Bienensterben ist globales Problem &#8211; &#8222;Menschheit h\u00e4ngt mehr denn je von der Natur ab&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Biene auf Bl\u00fcte: Massensterben des wichtigsten Best\u00e4ubers geht weiter (Foto: FlickrCC\/Taylar) &#8211; Genf\/Bern (pte\/11.03.2011\/06:10) &#8211;   \t Die weltweiten Bienenbest\u00e4nde gehen immer drastischer zur\u00fcck. Das zeigt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP <a href=\"http:\/\/www.unep.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.unep.org<\/a> in einem Bericht. <!--more-->Besonders der industrialisierte Norden verliert von  Jahr zu Jahr gro\u00dfe Teile seiner Bienenv\u00f6lker, manche Regionen  verzeichnen sogar R\u00fcckgange von 85 Prozent. Die Gr\u00fcnde, die daf\u00fcr den  Ausschlag geben k\u00f6nnten, sind zahlreich, eindeutige Ergebnisse gibt es  jedoch nicht. Ohne nachhaltigere Formen der Bewirtschaftung ist die  Nahrungsversorgung der Zukunft in Frage gestellt, so das Res\u00fcmee.<\/p>\n<div><noscript><a href='http:\/\/ins.pressetext.com\/www\/dist\/kc.php?n=aaaefdd0&amp;cb=022445464651' target='_blank'><img src='http:\/\/ins.pressetext.com\/www\/dist\/va.php?zoneid=82&amp;cb=022445464651&amp;n=aaaefdd0' border='0' alt=''><\/a><\/noscript><\/div>\n<p><strong>Zukunft der Landwirtschaft steht am Spiel<\/strong><\/p>\n<p>Viele \u00d6kosystemdienste werden von freilebenden Bienen,  Schmetterlingen, Motten und Fliegen sowie von kommerziellen  Bienenkolonien. Sch\u00e4tzungen zufolge werden von den 100 Pflanzenarten,  die \u00fcber 90 Prozent der Ern\u00e4hrung sicherstellen, 71 von Bienen best\u00e4ubt.  In Europa z\u00e4hlen dazu 84 Prozent der 264 Getreidearten und 4.000  Gem\u00fcsearten. Insektenbest\u00e4ubte Getreidearten sind unverzichtbar, ergeben  sie doch einen f\u00fcnfmal h\u00f6heren Ertrag als solche, die ohne Insekten  auskommen.<\/p>\n<p>In Gefahr ist diese Leistung durch das gro\u00dffl\u00e4chige Bienensterben,  das sich l\u00e4ngst nicht mehr nur auf Europa und Nordamerika beschr\u00e4nkt. In  Japan ist jede vierte Bienenkolonie betroffen, auch China berichtet von  Massensterben sowie das \u00e4gyptische Niltal &#8211; wodurch auch Asien und  Afrika betroffen sind. &#8222;Der Mensch hat den Irrglauben entwickelt, der  technische Fortschritt habe ihn im 21. Jahrhundert von der Natur  unabh\u00e4ngig gemacht. Die Bienen zeigen, dass wir in einer Welt mit sieben  Milliarden Menschen in Wahrheit viel mehr statt weniger von  Dienstleistungen der Natur abh\u00e4ngen&#8220;, so UNEP-Chef Achim Steiner.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber ein Dutzend Schuldige<\/strong><\/p>\n<p>Wenngleich die genaue Ursache des R\u00fcckgangs noch immer unklar ist,  kennt man bereits \u00fcber ein Dutzend Faktoren. Sch\u00e4dlinge wie Pilze,  Milben und Viren geh\u00f6ren dazu, die dank globaler Handelswege alle  Regionen erobert haben, Bienen-gef\u00e4hrdende Chemikalien in der  Landwirtschaft wie systemische Insektizide oder chemische  Saatgut-Schutz\u00fcberz\u00fcge oder auch die Luftverschmutzung, aufgrund derer  Bienen ihre bevorzugte Nahrung schlechter wahrnehmen.<\/p>\n<p>Doch auch Faktoren wie der Biodiversit\u00e4ts-Verlust d\u00fcrften eine Rolle  spielen. Bienen brauchen eine Reihe verschiedener Pflanzen, um ihre  Larven zu versorgen, verlieren jedoch zunehmend ihre Nahrungsgrundlage.  20.000 Bl\u00fctenpflanzen k\u00f6nnten ohne entsprechende Schutzma\u00dfnahmen in den  kommenden Jahrzehnten verschwinden, was das Immunsystem des  Bienen-Nachwuchses schw\u00e4cht und noch anf\u00e4lliger f\u00fcr Sch\u00e4dlinge macht.  Schlie\u00dflich \u00e4ndert auch der Klimawandel Bl\u00fchzeiten und Niederschl\u00e4ge,  was bestehende Probleme verst\u00e4rkt und das Pollenangebot ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>Schutzlos gegen kleine Milbe<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEine der st\u00e4rksten Ursachen des Bienensterbens ist die  Varroa-Milbe\u201c, erkl\u00e4rt Vincent Dietemann, Spezialist f\u00fcr  Bienenkrankheiten am Schweizer Zentrum f\u00fcr Bienenforschung <a href=\"http:\/\/www.agroscope.admin.ch\/imkerei\" target=\"_blank\">http:\/\/www.agroscope.admin.ch\/imkerei<\/a>,  im pressetext-Interview. Beinahe jedes europ\u00e4isches Bienenvolk bef\u00e4llt  der Sch\u00e4dling und richtet es \u2013 falls keine Behandlung durch Imker  erfolgt \u2013 innerhalb von zwei bis drei Jahren zugrunde. \u201eDie afrikanische  und die afrikanisierte Biene in Afrika und S\u00fcdamerika sind allerdings  gegen Varroa resistent.\u201c<\/p>\n<p>Bek\u00e4mpft wird die Plage bisher durch synthetische Varroazide, die  zwar effizient sind, jedoch in vielen Regionen l\u00e4ngst resistente Milben  hinterlassen haben. \u201eMitte der 90er-Jahre kamen alternative Methoden mit  organischen S\u00e4uren oder \u00e4therischen \u00d6len auf, die jedoch weniger stark  wirken und zudem sehr aufw\u00e4ndig sind\u201c, so Dietemann. An nachhaltige  L\u00f6sungen f\u00fcr das Problem fehlt es noch immer, und auch die genauen  Wechselwirkungen zwischen den Faktoren, die Bienen negativ beeinflussen,  seien noch zu wenig bekannt.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4mien f\u00fcr bienenfreundliche Bauern<\/strong><\/p>\n<p>Ebenso komplex wie die Ursachen sollten auch die Strategien sein,  mit denen man dem Bienenverlust entgegensteuern sollte, so der  UNEP-Bericht. Bienenfreundliche Bauern, die etwa Bl\u00fctenpflanzen am  Feldrand anbauen, sollten pr\u00e4miert werden, zudem sei mehr Vorsicht im  Umgang mit Agrarchemikalien Gebot der Stunde. Besonders aber m\u00fcssten die  Wissensl\u00fccken noch gestopft werden, um die richtigen Ma\u00dfnahmen gegen  das Bienensterben zu setzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biene auf Bl\u00fcte: Massensterben des wichtigsten Best\u00e4ubers geht weiter (Foto: FlickrCC\/Taylar) &#8211; Genf\/Bern (pte\/11.03.2011\/06:10) &#8211; Die weltweiten Bienenbest\u00e4nde gehen immer<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-29909","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29909\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}