{"id":29918,"date":"2011-03-11T13:48:52","date_gmt":"2011-03-11T12:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=29918"},"modified":"2011-03-11T13:48:52","modified_gmt":"2011-03-11T12:48:52","slug":"minus-45-millionen-tonnen-co2-mit-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/minus-45-millionen-tonnen-co2-mit-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Minus 45 Millionen Tonnen CO2 mit nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;&#8220;Durch den Anbau und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen k\u00f6nnen in Deutschland j\u00e4hrlich 45 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Die energetische Biomassenutzung kann, wenn sie effizient und nachhaltig erfolgt, gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieversorgung leisten.<!--more--> Die Nutzung von Reststoffen sollte dabei immer Vorrang haben&#8220;&#8220;, stellte Ernst-Wilhelm Rabius, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume heute (11. M\u00e4rz 2011) in seiner Er\u00f6ffnungsrede zur Fachtagung &#8222;NawaRo-Bioenergie \u2013 ein zukunftsf\u00e4higer Energiepfad?&#8220; in Rendsburg heraus.<\/p>\n<p>Schon aus Klimaschutzgr\u00fcnden sollten vor allem die in den Viehhaltungsregionen anfallenden gro\u00dfen G\u00fcllemengen zuk\u00fcnftig verst\u00e4rkt in Biogasanlagen zur Strom- und W\u00e4rmeproduktion vergoren werden. Die energetische Verwertung von Bioabf\u00e4llen biete dagegen nur ein deutlich geringeres Potenzial. Das gr\u00f6\u00dfte Potenzial f\u00fcr die Erzeugung von Biogas liege nach wie vor bei den Energiepflanzen \u2013 derzeit insbesondere Mais-, Gras- und Ganzpflanzensilage, zuk\u00fcnftig wohl auch bei Zuckerr\u00fcben und speziellen Energiepflanzenfruchtfolgen.<\/p>\n<p>Der Anbau von Silomais habe sich bundesweit und auch in Schleswig-Holstein stark ausgeweitet, da er in der Landwirtschaft sowohl als vorz\u00fcgliches Viehfutter als auch als bestens geeignetes Biogassubstrat eingesetzt werde und zudem relativ einfach zu erzeugen sei. &#8222;&#8220;Aktuell ist davon auszugehen, dass knapp die H\u00e4lfte des Maisanbaus in Schleswig-Holstein der Biogaserzeugung dient&#8220;&#8220;, sagte Rabius. Durch die Zunahme des Maisanbaus komme es regional zu Konflikten mit Zielen des Umweltschutzes, die durch striktere Anwendung der rechtlichen Anforderungen und die Weiterentwicklung der guten fachlichen Praxis f\u00fcr den Futtermittel- wie auch den Substratanbau zu vermeiden seien. &#8222;&#8220;Wir arbeiten derzeit an Eckpunkten zur guten fachlichen Praxis des Silomaisanbaus. Dabei werden aktuelle Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums Biomasse ber\u00fccksichtigt.&#8220;&#8220;<\/p>\n<p>Rabius betonte, dass aber auch die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik bis 2020 M\u00f6glichkeiten biete, Konflikte zwischen Landwirtschaft und Umwelt zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein setze sich zudem daf\u00fcr ein, dass bei der anstehenden EEG-Novellierung Anforderungen f\u00fcr eine anspruchsvolle Treibhausgasminderung oberstes Ziel sein m\u00fcssten. Rabius forderte: &#8222;&#8220;Dabei sind m\u00f6gliche Nutzungskonkurrenzen zu ber\u00fccksichtigen. Die Verg\u00fctungsmodalit\u00e4ten f\u00fcr Biomasse sollten so \u00fcberarbeitet werden, dass gezielte Anreize f\u00fcr eine effiziente W\u00e4rmenutzung, f\u00fcr den verst\u00e4rkten Einsatz von G\u00fclle, f\u00fcr eine verst\u00e4rkte energetische Nutzung von biogenen Reststoffen sowie von geeignetem Landschaftspflegematerial und Gr\u00fcnlandaufwuchs gesetzt werden. Dar\u00fcber hinaus sollte der NawaRo-Bonus so weiterentwickelt werden, dass mit alternativen Energiepflanzen und Fruchtfolgen eine Vielfalt im Anbau und in der Anlagentechnik sichergestellt werden kann.&#8220;&#8220; Die Vorschl\u00e4ge seien sicherlich noch weiter zu diskutieren und zu konkretisieren, da erst in K\u00fcrze die Ergebnisse des EEG-Erfahrungsberichtes zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;&#8220;Durch den Anbau und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen k\u00f6nnen in Deutschland j\u00e4hrlich 45 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. 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