{"id":299387,"date":"2019-12-01T11:37:40","date_gmt":"2019-12-01T11:37:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/europaeischer-mediengipfel-von-populismus-ueber-die-zerrissenheit-in-der-eu-bis-zu-persoenlichkeitsrechten-in-der-digitalen-welt\/"},"modified":"2019-12-01T11:37:40","modified_gmt":"2019-12-01T11:37:40","slug":"europaeischer-mediengipfel-von-populismus-ueber-die-zerrissenheit-in-der-eu-bis-zu-persoenlichkeitsrechten-in-der-digitalen-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/europaeischer-mediengipfel-von-populismus-ueber-die-zerrissenheit-in-der-eu-bis-zu-persoenlichkeitsrechten-in-der-digitalen-welt\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ischer Mediengipfel: Von Populismus \u00fcber die Zerrissenheit in der EU bis zu Pers\u00f6nlichkeitsrechten in der digitalen Welt"},"content":{"rendered":"<p>Lech am Arlberg (ots) &#8211; Der Freitagabend widmete sich im &#8222;arlberg1800&#8220; in St.  Christoph dem Thema Populismus, Extremismus und Radikalismus.  Ortswechsel beim Mediengipfel: In St. Christoph im &#8222;arlberg1800&#8220; wurde die  einleitende Keynote von Ulrike Gu\u00e9rot und die anschlie\u00dfende Podiumsdiskussion  dem Thema Populismus, Extremismus und Radikalismus gewidmet.<!--more--> Anschlie\u00dfend hielt  Franz Fischler eine Rede zur Zerrissenheit in \u00d6sterreich und in der EU. Florian  Klenk f\u00fchrte ein Gespr\u00e4ch mit der Medienanw\u00e4ltin Maria Windhager \u00fcber Ehre und  Hass in einer digitalen Welt. Der Samstagvormittag wurde &#8211; wieder zur\u00fcck im  Hotel Post in Lech &#8211; mit einer Live-Aufzeichnung des beliebten ZEIT Podcasts  &#8222;Servus. Gr\u00fcezi. Hallo.&#8220; gestartet. Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion  des Internationalen Presseclubs mit der Frage, ob es denn Journalismus \u00fcberhaupt noch brauche.  Zu Beginn des Abends konstatierte Ulrike Gu\u00e9rot (Leiterin des Departments f\u00fcr  Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universit\u00e4t Krems), dass  &#8222;Politik immer das Ringen um eine bessere Gesellschaft&#8220; sei. Populismus w\u00e4re der Streit um Deutungshoheiten. In der anschlie\u00dfenden Diskussion &#8211; moderiert von der ARD-Studioleiterin in Israel Susanne Glass &#8211; definierte Peter Neumann (Professor f\u00fcr Sicherheitsstudien am King&#8217;s College London) den Populismus als &#8222;eine Art  von politischer Auseinandersetzung&#8220; zwischen der Elite und dem Volk. Der  Populist glaube, dass er den Interessen des Volkes nachgehe, obwohl dies nicht  der Fall sei. Christina Hainzl (Leiterin Research Lab Democracy and Society in  Transition) untersuchte den sprachlichen Aspekt von Populismus und bezeichnete  ihn als &#8222;eine Form von Manipulation mittels Sprache und Bildern&#8220;. Nach der  Aussage von Paul Ronzheimer (stellvertretender Chefredakteur der BILD) m\u00fcsse der Populismus nicht &#8222;de facto b\u00f6se&#8220; oder schlecht sein. Politiker sollten die  Sachverhalte klar darstellen, damit Aufmerksamkeit lukriert werde. Ansonsten  n\u00e4hmen die Populisten diese Aufgabe wahr. &#8222;Ich bin f\u00fcr Populismus f\u00fcr den  Populo&#8220;, so bringt Ulrike Gu\u00e9rot ihre Ansicht auf den Punkt. Zum Abschluss der  Diskussion stellte Glass die Frage, ob die Demokratie am Ende sei. Daraufhin  antwortete Gu\u00e9rot: &#8222;Die Chancen, dass die Demokratie, wie wir sie kannten, in  den n\u00e4chsten zehn Jahren so besteht, sind nicht sehr hoch.&#8220;  Den Einstieg in den zweiten Teil des Abends machte Franz Fischler mit seiner  Rede unter dem Titel &#8222;In \u00d6sterreich ist der Zerrissene eine Posse. In der EU ist Zerrissenheit ihr Ende&#8220;. Er ging auf verschiedene Aspekte der Zersplitterung  innerhalb der EU ein. &#8222;In Europa sind nicht alle vor dem Gesetz gleich &#8211; in den  Mitgliedsstaaten gibt es unterschiedliche Altersgrenzen, um w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen.  Au\u00dferdem wird in jedem Mitgliedsstaat nach anderem Wahlrecht gew\u00e4hlt&#8220;, so  Fischler.  &#8222;Ich wollte immer Journalistin werden, dann wurde mir das aber irgendwie zu  bl\u00f6d&#8220;, mit diesem Zitat von ihr stellte Florian Klenk (Chefredakteur vom Falter) zum Abschluss des Abends seine Gespr\u00e4chspartnerin, Medienanw\u00e4ltin Maria  Windhager, vor. Dabei wurde \u00fcber den Hass in den sozialen Medien gesprochen  &#8222;Hass ist keine Meinung&#8220;, so Windhager. Hass im Internet zu verbreiten, habe  nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Hass in den sozialen Medien habe au\u00dferdem  zugenommen. Gegen Fake News im sozialen Netzwerk habe man als Normalb\u00fcrger fast  keine Chance. F\u00fcr Maria Windhager ist aber klar, dass den Fake News trotzdem  juristisch nachgegangen werden muss. Jedem sollte bewusst sein, dass Gesetze  auch in sozialen Medien gelten denn, &#8222;jeder B\u00fcrger ist Medienherausgeber nach  dem Mediengesetz und haftet voll f\u00fcr das, was er verbreitet&#8220;.  Mit dem Live Politikpodcast &#8222;Servus. Gr\u00fcezi. Hallo.&#8220; der ZEIT wurde der  Samstagmorgen er\u00f6ffnet. Dabei waren Matthias Daum (B\u00fcroleiter im Ressort  Schweiz-Seiten, DIE ZEIT), Florian Gasser (Redakteur im Ressort  \u00d6sterreich-Seiten, DIE ZEIT) und Lenz Jacobsen (Ressortleiter Politik,  Wirtschaft und Gesellschaft, ZEIT ONLINE) im Gespr\u00e4ch mit der NEOS Abgeordneten  im Europ\u00e4ischen Parlament der Claudia Gamon.  Anzuh\u00f6ren ist der Podcast hier (https:\/\/www.zeit.de\/serie\/servus-gruezi-hallo)  Den Abschluss des 13. Europ\u00e4ischen Mediengipfels in Lech am Arlberg bildete der  Internationale Presseclub mit dem Thema &#8222;Braucht es noch Journalismus? &#8211; Medien  zwischen Information und Manipulation&#8220; unter der Moderation von Markus Spillmann (Schweizer Journalist, Medienmanager und Unternehmer). Ivo Mijnssen (NZZ  Korrespondent in Wien) sprach dabei von einer Medienkrise, &#8222;in der  Agenturmeldungen immer gr\u00f6\u00dfere Macht haben&#8220; und sprach im Vergleich zwischen  \u00d6sterreich und der Schweiz von &#8222;Strukturen der Finanzierung der Medien in  \u00d6sterreich, die ganz andere Abh\u00e4ngigkeiten als in der Schweiz schaffen&#8220;. Valerie Zaslawski (Schweizer Politologin und freie Journalistin in Berlin) verglich die  schweizerischen mit den deutschen Journalisten und stellte fest, dass &#8222;die  Deutschen ein gr\u00f6\u00dferes Selbstbewusstsein haben, aber dennoch in der politisch  korrekten Sprache und bei den Inhalten vorsichtiger sind&#8220;. In Bezug auf neuere  Entwicklungen im Bereich der Medien kritisierte Zaslawski, dass es nicht die  Aufgabe von Journalisten sei, neue Finanzierungsquellen zu finden und Reichweite zu erzielen &#8211; das w\u00e4re die Aufgabe von Medienmanagern. &#8222;Journalisten sollen sich mit Formaten und Inhalten befassen.&#8220; Tanit Koch (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin n-tv) findet  allerdings: &#8222;Es gibt nichts Transparenteres als eine Kampagne. In Deutschland  wird der Kampagnenjournalismus als ganz normal betrachtet &#8211; zum Beispiel zu  Themen wie dem Umweltschutz. Eine Kampagne kann man einem Medium auch nicht  vorwerfen, wenn sie klar kommuniziert wird.&#8220; Die Frage, ob es den Journalismus  denn noch braucht, beantwortete zum Schluss Michael Linhart (\u00f6sterreichischer  Botschafter in Paris) mit einem klaren &#8222;Ja&#8220;. &#8222;Man muss f\u00fcr Menschen und nicht  f\u00fcr ein Klientel berichten. Dabei ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen, und  auch neue Medien aufzugreifen&#8220;, res\u00fcmierte Linhart.  Der 14. Europ\u00e4ische Mediengipfel Lech am Arlberg findet von 3. &#8211; 5. Dezember  2020 statt.  Mehr Fotos von Freitagabend finden Sie HIER  (https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/19220\/)  Fotos von Samstagvormittag (Podcast &amp; Presseclub) finden Sie HIER  (https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/19224\/)  \u00dcber den Europ\u00e4ischen Mediengipfel Lech am Arlberg  Seit dem Gr\u00fcndungsjahr 2007 bildet der Europ\u00e4ische Mediengipfel in Lech am  Arlberg einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Rahmen f\u00fcr Diskussionen, in denen ungefilterte  Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien,  die europ\u00e4ische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen  Zusammenh\u00e4nge der europ\u00e4ischen Lebensrealit\u00e4t geboten werden. Der unter der  Schirmherrschaft des \u00f6sterreichischen Au\u00dfenministeriums stehende Europ\u00e4ische  Mediengipfel &#8211; von der Kommunikationsagentur ProMedia Kommunikation initiiert  und seither federf\u00fchrend mit Lech Z\u00fcrs Tourismus GmbH und dem Verband der  Auslandspresse in Wien organisiert &#8211; wird von der Gemeinde Lech und den L\u00e4ndern  Vorarlberg und Tirol, dem Europ\u00e4ischen Parlament unter Vizepr\u00e4sident Othmar  Karas, dem Presseclub Concordia, dem Verband der Auslandspresse Berlin sowie von der D. Swarovski Tourism Services GmbH, von Casinos Austria und BMW unterst\u00fctzt. Weitere Partner sind die Tirol Werbung, die BTV &#8211; Bank f\u00fcr Tirol und Vorarlberg  sowie Die ZEIT. Die Medienakademie wird unterst\u00fctzt von APA &#8211; Austria Presse  Agentur, dem Europ\u00e4ischen Parlament, Moser Holding GmbH und Russ Media. Als  Medienpartner der Veranstaltung fungieren APA &#8211; Austria Presse Agentur, Der  Standard, Handelsblatt, Tiroler Tageszeitung sowie Vorarlberger Nachrichten.  Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie hier  (https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/19220)  Kontakt: Mag. Stefan Kr\u00f6ll ProMedia Brunecker Str. 1 6020 Innsbruck t: +43 512 214004-11 m: +43 664 5258868 www.newsroom.pr stefan.kroell@pro.media  Original-Content von: ProMedia Kommunikation GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/132610\/4455241\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lech am Arlberg (ots) &#8211; Der Freitagabend widmete sich im &#8222;arlberg1800&#8220; in St. Christoph dem Thema Populismus, Extremismus und Radikalismus.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-299387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=299387"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299387\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=299387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=299387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=299387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}