{"id":3011,"date":"2006-10-25T19:02:09","date_gmt":"2006-10-25T19:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=2911"},"modified":"2006-10-25T19:02:09","modified_gmt":"2006-10-25T19:02:09","slug":"bargeld_lacht_verbraucher_zahlen_lieber_mit_scheinen_und_mnzen_als_auf_elektronischem_weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bargeld_lacht_verbraucher_zahlen_lieber_mit_scheinen_und_mnzen_als_auf_elektronischem_weg\/","title":{"rendered":"Bargeld lacht: Verbraucher zahlen lieber mit Scheinen und M\u00fcnzen als auf elektronischem Weg"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"EstaLogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/EstaLogo.jpg\" alt=\"EstaLogo\" \/><br \/>\nEine aktuelle Studie der ESTA (European Security Transport Association) belegt: W\u00e4hrend Banken den elektronischen Zahlungsverkehr forcieren, steht bei den Verbrauchern europaweit noch immer die Barzahlung an erster Stelle. 57 Prozent der befragten Deutschen, das entspricht 31 Millionen Bundesb\u00fcrgern, bevorzugen f\u00fcr die Abwicklung ihrer Finanzgesch\u00e4fte die Zahlung mit Bargeld. Das Ergebnis best\u00e4tigt damit eine von McKinsey im Jahr 2002 durchgef\u00fchrte Studie, der zufolge der Zahlungsverkehr in ganz Europa zu 80 Prozent bar abgewickelt wird.  <!--more-->Banken dr\u00e4ngen europaweit auf eine st\u00e4rkere Nutzung des elektronischen Zahlungsverkehrs statt der beim Verbraucher noch immer bevorzugten Barzahlung. Dies schr\u00e4nkt jedoch die freie Wahl der deutschen und der anderen europ\u00e4ischen Verbraucher beim Zahlungsmittel ein. Zu diesem Schluss kommt die ESTA &#8211; der europ\u00e4ische Dachverband der Geld- und Werttransportunternehmen &#8211; bei der Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse einer neuen Studie, die von TNS (Taylor Nelson Sofres) in acht westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern durchgef\u00fchrt wurde. Danach ist die Barzahlung in Europa vor allen anderen Formen des Finanzverkehrs wie Kreditkarten, Debitkarten und Schecks die beliebteste Zahlungsmethode. Folgende L\u00e4nder waren an dieser Studie beteiligt: Gro\u00dfbritannien und Nordirland, Frankreich, Spanien, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Italien und Schweden. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Barzahlung bei den Banken als kostenintensive Zahlungsmethode gilt, geh\u00f6rt sie zu den wenigen M\u00f6glichkeiten, die dem Verbraucher noch verblieben sind, Waren zu bezahlen, ohne dass ihm daf\u00fcr eine Geb\u00fchr entsteht.  <\/p>\n<p>&#8222;Unserer Studie zufolge ist die Barzahlung au\u00dferdem ein bequemes, anonymes und diskriminierungsfreies Mittel zur Bezahlung von Waren und Leistungen, das dem Verbraucher zudem erlaubt, sein Budget effektiver zu planen. Der Verbraucher muss weiterhin das Recht haben, selbst zu entscheiden, wann und wo er bar bezahlen m\u00f6chte&#8220;, so Francis Ravez, Generalsekret\u00e4r der ESTA. <\/p>\n<p>Wie die ESTA-Studie zeigt, glauben rund zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Europ\u00e4er, dass die verst\u00e4rkte Nutzung des elektronischen Zahlungsverkehrs anstelle der Barzahlung das wirtschaftliche und soziale Leben in ihrem Land beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte oder halten eine Gesellschaft ohne Bargeld f\u00fcr nicht vorstellbar. Die ESTA bef\u00fcrchtet zudem, dass die verst\u00e4rkte bargeldlose Zahlung europaweit zu einer st\u00e4rkeren sozialen Ausgrenzung unterprivilegierter Verbraucher f\u00fchren k\u00f6nnte und damit dem Gesch\u00e4ft abtr\u00e4glich w\u00e4re.  <\/p>\n<p>In Deutschland wollen 57 Prozent der Befragten, das entspricht rund 31 Millionen Erwachsenen, ihre Finanzgesch\u00e4fte bevorzugt bar abwickeln. Damit steht die Barzahlung unangefochten auf Platz 1 der Beliebtheitsskala der Finanzverkehrsinstrumente. Der Wert der einzelnen Transaktionen war bei der Studie nicht eingegrenzt. Die ESTA geht aber davon aus, dass sich die Barzahlung bei Gesch\u00e4ften mit geringerem Wert (also eher im zwei- als im dreistelligen Bereich) noch gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit erfreuen d\u00fcrfte. <\/p>\n<p>Gest\u00fctzt werden diese Ergebnisse durch die anhaltend wachsende Nachfrage nach Bargeld. Laut der Europ\u00e4ischen Zentralbank betr\u00e4gt das j\u00e4hrliche Wachstum in Europa bei Banknoten zurzeit 8,1 Prozent und bei M\u00fcnzen 16 Prozent. <\/p>\n<p>Trotz der vorgeschlagenen Pl\u00e4ne zur Forcierung des elektronischen Zahlungsverkehrs sagten bei der ESTA-Studie 62 Prozent der befragten Europ\u00e4er &#8211; das entspricht 129 Millionen Erwachsenen -, dass sie auch k\u00fcnftig nicht auf die Barzahlung verzichten wollen. <\/p>\n<p>Nur jeweils zwei Prozent der Befragten gaben an, dass sie Schecks bzw. Prepaid-Zahlkarten den Vorzug g\u00e4ben und gerade mal ein Prozent der Konsumenten favorisiert Kundenkarten. Erstaunlich ist die Tatsache, dass sch\u00e4tzungsweise 400.000 Menschen lieber Tauschgesch\u00e4fte machen w\u00fcrden, als die herk\u00f6mmlichen Zahlungsmethoden zu nutzen. <\/p>\n<p>Francis Ravez, Generalsekret\u00e4r der ESTA: &#8222;Die Studie zeigt, dass die Barzahlung die beliebteste Zahlungsmethode der deutschen und anderen europ\u00e4ischen Verbraucher bleibt. Nach unserer Auffassung ist es enorm wichtig, dass diese auch weiterhin die Option haben, bar f\u00fcr Waren und Leistungen zu zahlen, statt sie zur Nutzung rein elektronischer Verfahren zu zwingen.&#8220; <\/p>\n<p>Von den acht an der Befragung beteiligten L\u00e4ndern stehen die Deutschen der Barzahlung am offensten gegen\u00fcber. Schecks erfreuen sich bei den franz\u00f6sischen Verbrauchern (10 Prozent) der h\u00f6chsten Gunst, verglichen mit gerade mal ein Prozent in Gro\u00dfbritannien und Italien. Nur sechs Prozent der Italiener favorisieren die Zahlung mit Prepaid-Zahlkarten, gefolgt von vier Prozent der Niederl\u00e4nder. In den Niederlanden (75 Prozent), Gro\u00dfbritannien (74 Prozent) und Frankreich (70 Prozent) votierten die Verbraucher am st\u00e4rksten f\u00fcr den Erhalt des Bargelds. <\/p>\n<p>&#8222;Studien verschiedener europ\u00e4ischer Zentralbanken zufolge bleibt die Barzahlung sowohl f\u00fcr Verbraucher als auch Unternehmen eine der preiswertesten finanziellen Transaktionsarten. Sie ist weniger betrugsanf\u00e4llig als elektronische Zahlungsmethoden und liefert dem Staat Einnahmen in Milliardenh\u00f6he, deren Wegfall zu h\u00f6heren Steuern f\u00fcr die Verbraucher in der gesamten Europ\u00e4ischen Union f\u00fchren w\u00fcrde&#8220;, f\u00e4hrt Ravez fort. Durch die Ausgabe von Bargeld erhalten die EU-Mitgliedstaaten j\u00e4hrlich rund 22 Milliarden Euro M\u00fcnzgewinn, die so genannte &#8222;Seignorage&#8220;.  <\/p>\n<p>Anlass der im Auftrag der ESTA durchgef\u00fchrten Studie waren die Forderungen der Bankwirtschaft und Dienstleister der elektronischen Zahlungsindustrie, den baren durch einen rein elektronischen Zahlungsverkehr zu ersetzen.   <\/p>\n<p>Auch wenn dies noch nicht Eingang in einen Gesetzgebungsvorschlag gefunden hat, so wird in Br\u00fcssel doch bereits zwischen Banken und Beh\u00f6rden diskutiert, wie sich der elektronische Zahlungsverkehr f\u00f6rdern lie\u00dfe, obwohl dies klar gegen die W\u00fcnsche der Verbraucher geht und m\u00f6glicherweise sogar Europas Volkswirtschaften sch\u00e4digt. <\/p>\n<p>Die ESTA vertritt die Auffassung, dass in erster Linie der Verbraucher die Freiheit haben sollte, selbst zu entscheiden, wie er f\u00fcr seine Waren und Leistungen zahlen m\u00f6chte, ohne dass ihm dies von Banken und Beh\u00f6rden, die an h\u00f6heren Einnahmen aus dem elektronischen Zahlungsverkehr interessiert sind, vorgeschrieben wird. <\/p>\n<p>\u00dcber die ESTA: <\/p>\n<p>Die ESTA ist eine Non-Profit-Organisation, die Unternehmen der Bargeldlogistik in ganz Europa und 90 Prozent der europ\u00e4ischen Geldtransportbranche vertritt. Zweck der 1974 gegr\u00fcndeten ESTA ist die Interessenvertretung ihrer 121 Mitglieder, welche europaweit Transportleistungen und Cash-Handling-Dienste anbieten. Dazu versucht die ESTA, die gemeinsamen Positionen ihrer Mitglieder zu der europ\u00e4ischen Politik in ihrem T\u00e4tigkeitsbereich zu definieren und zu f\u00f6rdern sowie das Qualit\u00e4tsniveau der gesamten Branche anzuheben. Das so genannte &#8222;Cash Forum&#8220; der ESTA besteht aus Brinks, Group4Securicor, Prosegur, Securitas und drei Technologiepartnern: De La Rue, Giesecke &#038; Devrient sowie SCAN COIN. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Studie der ESTA (European Security Transport Association) belegt: W\u00e4hrend Banken den elektronischen Zahlungsverkehr forcieren, steht bei den Verbrauchern<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-3011","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lubeck-lupe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3011\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}