{"id":301447,"date":"2020-01-02T04:30:00","date_gmt":"2020-01-02T04:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/klimawandel-in-afrika-neue-dimension-der-bedrohung-sos-kinderdoerfer-warnen-vor-folgen-fuer-kinder-foto\/"},"modified":"2020-01-02T04:30:00","modified_gmt":"2020-01-02T04:30:00","slug":"klimawandel-in-afrika-neue-dimension-der-bedrohung-sos-kinderdoerfer-warnen-vor-folgen-fuer-kinder-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/klimawandel-in-afrika-neue-dimension-der-bedrohung-sos-kinderdoerfer-warnen-vor-folgen-fuer-kinder-foto\/","title":{"rendered":"Klimawandel in Afrika: Neue Dimension der Bedrohung \/ SOS-Kinderd\u00f6rfer warnen vor Folgen f\u00fcr Kinder (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/f2417aa4-f36e-4c2a-bc84-01547fa1a943\/Aethiopien_FSP-Gode_Foto_Michela-Morosini_1987_w.jpg\" \/><\/p>\n<p>Kigali (ots) &#8211; Der Klimawandel wird nach Angaben der SOS-Kinderd\u00f6rfer in den  n\u00e4chsten Jahrzehnten das Leben von Millionen von Kindern in Afrika bedrohen &#8211;  obwohl der Kontinent lediglich 4 Prozent der weltweiten Emission verursacht.  Extremwetterph\u00e4nomene wie \u00dcberschwemmungen, St\u00fcrme oder Trockenheit h\u00e4tten ein  nie dagewesenes Ausma\u00df erreicht.<!--more--> Seit 1970 sei Afrika von \u00fcber 2000  Naturkatastrophen heimgesucht worden, der Klimawandel habe entscheidenden Anteil daran. &#8222;Wir haben so etwas noch nie erlebt!&#8220;, sagt Ayele Sebaro,  SOS-Nothilfekoordinator aus \u00c4thiopien. Allein sieben der zehn am meisten  bedrohten L\u00e4nder l\u00e4gen in Afrika.  Massiv verst\u00e4rkt werde der negative Effekt des Klimawandels durch das hohe  Bev\u00f6lkerungswachstum: Nach Prognosen verdopple sich die Einwohnerzahl Afrikas  bis zum Jahr 2050. &#8222;Wenn sich die Situation so zuspitzt, wie es momentan  aussieht, verlieren unz\u00e4hlige Kinder und Familien nicht nur ihre  Lebensgrundlage: Sie verlieren ihr Leben&#8220;, sagt Liberal Seburikoko, Leiter der  Hilfsorganisation in Ruanda.  Was auf die Menschen in Afrika zukommt:     &#8211; Der Zugang zu Wasser wird immer knapper. Nach Angaben der       Vereinten Nationen wird dies in Afrika die Hauptursache f\u00fcr       Konflikte und Kriege in den n\u00e4chsten 25 Jahren werden.     &#8211; Krankheiten wie Malaria, die besonders f\u00fcr Kinder gef\u00e4hrlich       sind, werden sich weiter ausbreiten. Man rechnet damit, dass die      Malaria-M\u00fccke in Zukunft auch in H\u00f6hen von \u00fcber 2000 Metern       \u00fcberlebensf\u00e4hig sein wird.     &#8211; Durch die zunehmenden \u00dcberschwemmungen wird es au\u00dferdem vermehrt      zu Cholera und lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen kommen.       &#8222;Cholera kann Kinder innerhalb weniger Stunden t\u00f6ten&#8220;, sagt       Simiao Mahumana, Leiter der Hilfsorganisation in Mosambik, der       mit seinem Team im M\u00e4rz 2019 intensiv Nothilfe geleistet hat,       nachdem der Zyklon Idai das Land verw\u00fcstet hatte. Dabei starben       783 Menschen und mindestens 600 000 verloren ihr Zuhause.     &#8211; Am meisten vom Klimawandel bedroht sind aufgrund ihrer hohen       Abh\u00e4ngigkeit von wasserintensiver Landwirtschaft und der gro\u00dfen       Armut die L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara. In Sambia, Simbabwe und       Angola rechnen die SOS-Kinderd\u00f6rfer mit den h\u00f6chsten       Ernteausf\u00e4llen. Im schlimmsten Fall k\u00f6nnten die Einnahmen bis       2100 um 90 Prozent zur\u00fcckgehen. Hoch bedrohlich ist die       Situation schon jetzt: In Simbabwe leiden aktuell 3,5 Millionen       Menschen aufgrund von Ernteausf\u00e4llen in Folge von D\u00fcrre an       Lebensmittelknappheit, darunter 1,4 Millionen Jungen und       M\u00e4dchen. &#8222;Ohne intensive humanit\u00e4re Unterst\u00fctzung sind vor allem      die Kinder vom Hungertod bedroht&#8220;, sagt Addmore Makunura, Leiter      der Organisation in Simbabwe.     &#8211; Laut den SOS-Kinderd\u00f6rfern ist zu bef\u00fcrchten, dass ganz Afrika,       wenn die Klimaerw\u00e4rmung fortschreitet, den Getreideanbau       einstellen muss.     &#8211; In \u00c4thiopien ist der Kaffeeanbau bedroht, der das       wirtschaftliche R\u00fcckgrat des Landes bildet. Bis zum Jahr 2100       k\u00f6nnten 60 Prozent der Anbaugebiete durch die Klimaver\u00e4nderung       wegfallen &#8211; mit Auswirkungen f\u00fcr 15 Millionen Landwirte.     &#8211; Auch zahlreiche K\u00fcstenst\u00e4dte werden durch den ansteigenden       Meeresspiegel verschwinden. So k\u00f6nnten laut den       SOS-Kinderd\u00f6rfern gro\u00dfe Teile der Stadt Lagos in Nigeria bis       2050 im Meer versinken. Hier leben 24 Millionen Einwohner.  Liberal Seburikoko, Leiter SOS Ruanda, sagt: &#8222;Wenn man mit eigenen Augen sieht,  welche Auswirkungen der Klimawandel hat, ist es wirklich furchterregend, dass  das weltweite Interesse, hier mit allen Ma\u00dfnahmen gegenzusteuern, so gering  ist.&#8220;  Quellen: UN, Weltklimarat IPCC, WHO  F\u00fcr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:  Boris Breyer Stellvertretender Pressesprecher SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit Tel.: 089\/179 14-287 E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org  www.sos-kinderdoerfer.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/1658\/4481546 OTS:               SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit  Original-Content von: SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/1658\/4481546\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kigali (ots) &#8211; Der Klimawandel wird nach Angaben der SOS-Kinderd\u00f6rfer in den n\u00e4chsten Jahrzehnten das Leben von Millionen von Kindern<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-301447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=301447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301447\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=301447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=301447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=301447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}