{"id":30675,"date":"2011-03-25T13:11:37","date_gmt":"2011-03-25T12:11:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=30675"},"modified":"2011-03-25T13:11:37","modified_gmt":"2011-03-25T12:11:37","slug":"arbeitsminister-garg-bundnis-fur-fachkrafte-schwerpunkt-der-landesregierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/arbeitsminister-garg-bundnis-fur-fachkrafte-schwerpunkt-der-landesregierung\/","title":{"rendered":"Arbeitsminister Garg: B\u00fcndnis f\u00fcr Fachkr\u00e4fte Schwerpunkt der Landesregierung"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Im Schleswig-Holsteinischen Landtag findet heute (25.3.) die Debatte zum Thema Fachkr\u00e4fte statt. Auf Initiative von Arbeitsminister Dr. Heiner Garg wurde am 22. Februar das B\u00fcndnis f\u00fcr Fachkr\u00e4fte Schleswig-Holstein gegr\u00fcndet. Beteiligt sind dabei Wirtschafts- und Sozialpartner, die Kammern, die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit sowie Arbeits-, Bildungs-, Integrations-, und Wirtschaftsministerium. Arbeitsminister Garg betonte anl\u00e4sslich der Debatte:<!--more--><\/p>\n<p>\u201e&#8220;Bereits heute haben wir in einigen Bereichen zu wenige Fachkr\u00e4fte. Ein Umstand, der sich in den kommenden Jahren versch\u00e4rfen wird. Die Gewinnung und Sicherung von Fachkr\u00e4ften wird zu einer zentralen Zukunftsaufgabe f\u00fcr unsere Volkswirtschaft und unsere Gesellschaft insgesamt. Wir haben das B\u00fcndnis f\u00fcr Fachkr\u00e4fte zu einem ressort\u00fcbergreifenden Schwerpunkt gemacht. Denn das Thema hat eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Facetten:&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Thema Fachkr\u00e4fte-Zuwanderung: Das Stichwort polarisiert immer wieder \u2013 obwohl es dazu eigentlich keinen Anlass gibt. Mir hat die Bundesbildungsministerin aus dem Herzen gesprochen, die gesagt hat, \u201ees ist nicht gerecht, wenn ein iranischer Arzt in Deutschland Taxi f\u00e4hrt\u201c und sich f\u00fcr einen \u201eAbbau von Hochn\u00e4sigkeit\u201c gegen\u00fcber den Bildungssystemen anderer L\u00e4nder ausgesprochen hat. Nachdem wir uns immer wieder mit dem absehbaren Mangel an \u00c4rzten und anderen Fachkr\u00e4ften in Gesundheits- und Pflegeberufen befassen, ist zu erg\u00e4nzen: Es ist nicht nur eine Frage von weniger Hochn\u00e4sigkeit, sondern auch von mehr Intelligenz, die bei uns lebenden Menschen mit hoher Qualifikation f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu gewinnen \u2013 als Fach- und nicht als Hilfskraft. Deshalb begr\u00fc\u00dfe ich die Initiative der Bundesregierung f\u00fcr eine erleichterte Anerkennung von Nicht \u2013EU-Berufsabschl\u00fcssen sehr. Der Gesetzentwurf f\u00fcr das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen wird von der Landesregierung unterst\u00fctzt. Dies gilt auch, wenn im Bundesratsverfahren noch die eine oder andere Frage im L\u00e4nderinteresse zu kl\u00e4ren sein wird \u2013 so auch die Finanzierung von Erstanlauf-Beratungsstellen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Zur Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit: Sie ist eine Grundfreiheit und wichtiges Element des gemeinsamen Europas. Es ist gut, dass ab dem 1. Mai Neu-Unionsb\u00fcrger aus acht osteurop\u00e4ischen Mitgliedstaaten auch in Deutschland eine Besch\u00e4ftigung aufnehmen k\u00f6nnen werden. Die Nutzung der Chancen durch die volle Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit und die &#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aussch\u00f6pfung vorhandener inl\u00e4ndischer Potenziale werden den k\u00fcnftigen Fachkr\u00e4ftebedarf aber nicht allein decken k\u00f6nnen. Es ist richtig, dass wir auch gezielte Zuwanderung von Hochqualifizierten und qualifizierten Fachkr\u00e4ften brauchen. Es ist richtig, den Arbeitsmarktzugang zu erleichtern und bestehende rechtliche H\u00fcrden wie die Mindesteinkommensgrenze f\u00fcr Hochqualifizierte zu lockern. Letztlich gilt es, die Attraktivit\u00e4t unseres Arbeitsmarktes f\u00fcr ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte zu steigern. Mit einer bedarfsorientierten Zuwanderung nach klaren und transparenten Kriterien kann uns dies gelingen. Wir brauchen eine Willkommenskultur. Wir tun gut, Zuwanderung von Qualifizierten als eine Option zu st\u00e4rken. &#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Diese Landesregierung begreift das Thema Fachkr\u00e4fte als eine der zentralen Aufgaben: Erhalt und St\u00e4rkung der Wirtschaftskraft, Innovationsf\u00e4higkeit unserer Wirtschaft und Wohlstandessicherung sind damit eng verbunden. Vor wenigen Wochen haben wir auf meine Einladung das B\u00fcndnis f\u00fcr Fachkr\u00e4fte als breiten Schulterschluss von Land, Wirtschaft, Bundesagentur f\u00fcr Arbeit und Sozialpartnern gestartet. Die Partner des B\u00fcndnisses f\u00fcr Fachkr\u00e4fte entwickeln derzeit abgestimmte Ma\u00dfnahmen, um dem Fachkr\u00e4ftebedarf der Zukunft gerecht zu werden. Dazu geh\u00f6ren folgende Handlungsfelder:&#8220;<\/p>\n<p>&#8220; Die Erarbeitung einer regional und branchenspezifischen Analyse,&#8220;<br \/>\n&#8220; die Erh\u00f6hung der Erwerbsbeteiligung von Frauen,&#8220;<br \/>\n&#8222;die Verbesserung der Besch\u00e4ftigungssituation \u00c4lterer,&#8220;<br \/>\n&#8222;die Optimierung des \u00dcbergangs von der Schule in den Beruf,&#8220;<br \/>\n&#8222;die Erh\u00f6hung des Anteils der Schulabg\u00e4nger mit Schulabschluss und die Erh\u00f6hung, des Anteils der Jugendlichen mit abgeschlossener Berufsausbildung,&#8220;<br \/>\n&#8222;die Unterst\u00fctzung des lebenslangen Lernens, &#8220;<br \/>\n&#8222;die verst\u00e4rkte Mobilisierung von Migrantinnen und Migranten sowie gezielte Zuwanderung.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Der Schulterschluss verdeutlicht: Wir nehmen gemeinsam mit Wirtschaft und Gewerkschaften die Herausforderung Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs an. Es geht dabei nicht nur um Jobs, sondern auch um die Zukunft unseres Wohlstandes. Die Weiterentwicklung von Bildung, Qualifizierung, Familienfreundlichkeit und gezielte Zuwanderung sind die zentralen Ans\u00e4tze, die wir gemeinsam verfolgen werden, damit Schleswig-Holstein wettbewerbsf\u00e4hig bleibt\u201c&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Im Schleswig-Holsteinischen Landtag findet heute (25.3.) die Debatte zum Thema Fachkr\u00e4fte statt. 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