{"id":311973,"date":"2020-02-17T10:00:24","date_gmt":"2020-02-17T10:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/welttag-der-sozialen-gerechtigkeit-endlich-neue-saiten-aufziehen-christoffel-blindenmission-fordert-gleiche-chancen-fuer-eine-gerechte-welt-foto\/"},"modified":"2020-02-17T10:00:24","modified_gmt":"2020-02-17T10:00:24","slug":"welttag-der-sozialen-gerechtigkeit-endlich-neue-saiten-aufziehen-christoffel-blindenmission-fordert-gleiche-chancen-fuer-eine-gerechte-welt-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/welttag-der-sozialen-gerechtigkeit-endlich-neue-saiten-aufziehen-christoffel-blindenmission-fordert-gleiche-chancen-fuer-eine-gerechte-welt-foto\/","title":{"rendered":"Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Endlich neue Saiten aufziehen \/ Christoffel-Blindenmission fordert gleiche Chancen f\u00fcr eine gerechte Welt (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Christoffel-Blindenmission fordert gleiche Chancen f\u00fcr eine gerechte Welt \/ Athanase (48) ist blind und hat einen Friseursalon er\u00f6ffnet - die Haare schneidet sein Personal. In seiner Freizeit spielt Athanase Klavier und hat sogar schon nationale Wettbewerbe gewonnen. Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/37342 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \"obs\/Christoffel Blindenmission e.V.\/CBM\/Iris Bothe\"\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/290709c4-ff92-45b3-b3b9-c739493d0551\/RWA-17-1618-lpr.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bensheim (ots) &#8211; Der 48-j\u00e4hrige Athanase aus Ruanda hat einen Friseursalon. Das  Besondere daran? Er hat eine Sehbehinderung. &#8222;Nein, ich schwinge nat\u00fcrlich nicht die Schere, und ich schneide den Leuten auch nicht die Haare&#8220;, erkl\u00e4rt er  schmunzelnd. Daf\u00fcr hat er einen Angestellten.<!--more--> Trotzdem ist seine Situation in  Ruanda, wie in vielen anderen L\u00e4ndern auf der Welt, sehr ungew\u00f6hnlich: Er hat  ein eigenes Einkommen und kann sich selbst versorgen. 80 Prozent der Menschen  mit Behinderungen k\u00f6nnen das nicht und leben in Armut. Zum heutigen Welttag der  sozialen Gerechtigkeit mahnt die Christoffel-Blindenmission (CBM) diese  Situation an.  &#8222;Die Bundesregierung muss dringend etwas tun, damit Behinderungen nicht zu Armut und Ausgrenzung f\u00fchren&#8220;, fordert CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. Die  Vereinten Nationen haben vor gut einem Jahr einen Bericht vorgelegt, der die  Ungleichheit aufzeigt. &#8222;Wer jetzt noch glaubt, dass behinderte Menschen bereits  die gleichen Chancen haben, hat diesen Paukenschlag nicht geh\u00f6rt&#8220;, so Brockhaus. Der Bericht belegt: Unter der Weltbev\u00f6lkerung ist der Anteil von existenziell  armen Menschen doppelt so hoch, wenn sie eine Behinderung haben. Ihre  Alphabetisierungsrate liegt 23 Prozent unter der von Menschen ohne  Behinderungen. Und selbst einen Arzt sehen sie dreimal seltener, wenn sie ihn  ben\u00f6tigen.  &#8222;Auch wenn die Bundesregierung und die Vereinten Nationen alle Projekte in der  Entwicklungszusammenarbeit ab heute inklusiv gestalten w\u00fcrden, singt der Chor  noch lange nicht im Takt&#8220;, so der CBM-Vorstand &#8222;Es gibt die Ungleichheit einfach schon zu lange. Deshalb m\u00fcssen Menschen mit Behinderungen die Chance bekommen,  aufzuholen. Erst dann kann ein harmonisches Lied entstehen.&#8220;  Aufholen f\u00fcr echte Chancengleichheit  Daher unterst\u00fctzt die CBM in Ruanda zum Beispiel Spargruppen speziell f\u00fcr  Menschen mit Behinderungen. Solche Projekte sorgen daf\u00fcr, dass neue Saiten  aufgezogen werden und behinderte Menschen aufholen k\u00f6nnen. Die CBM bildet  Business-Mentoren aus, die wiederum die Spargruppen schulen, wie man ein  Gesch\u00e4ft mit Gewinn aufzieht. Als Mitglied einer Spargruppe zahlt man  w\u00f6chentlich 12 Cent in einen Topf ein und mit einer entsprechenden Businessidee  kann man sich dann einen Kleinkredit nehmen.  So hat es auch Athanase mit seinem Haarstudio gemacht. Er pfiff finanziell aus  dem letzten Loch, aber er stellte fest, dass es bislang keinen Friseursalon in  seinem Dorf gab und er kannte schon einen passenden Raum. Durch einen  20-Euro-Kredit von seiner Spargruppe konnte er den Raum mit Strom versorgen.  Denn ohne Strom fehlt seinem Angestellten das Licht und ohne Licht lassen sich  im Salon keine ordentliche Frisuren schneiden. &#8222;Bei einer Bank h\u00e4tte ich keinen  Kredit bekommen. F\u00fcr Menschen mit Behinderungen ist das \u00e4u\u00dferst schwer&#8220;, sagt  Athanase und betont, wie wichtig diese Spargruppe f\u00fcr ihn und die anderen  Mitglieder ist. Mit seinem Gesch\u00e4ft kann der Vater von drei Kindern seine  Familie ern\u00e4hren. Das Einkommen erlaubt ihm auch seinem Hobby zu fr\u00f6hnen. Er  macht leidenschaftlich gerne und sogar erfolgreich Musik. Mit seinem Klavier hat er bereits mehrere nationale Wettbewerbe gewonnen. Er leistet damit einen  Beitrag zum kulturellen Leben und bereichert die Gesellschaft.  Mehr als 110 Jahre Entwicklungshilfe  Die Christoffel-Blindenmission (CBM) z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten  Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie f\u00f6rdert seit  mehr als 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsl\u00e4ndern. Die  Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern,  Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM  unterst\u00fctzt zurzeit 525 Projekte in 55 L\u00e4ndern. Weitere Informationen unter  www.cbm.de.  Pressekontakt:  CBM-Pressestelle: Marion Muhalia, Tel.: 06251\/131-341, E-Mail:  presse@cbm.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/37342\/4521915 OTS:               Christoffel Blindenmission e.V.  Original-Content von: Christoffel Blindenmission e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/37342\/4521915\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bensheim (ots) &#8211; Der 48-j\u00e4hrige Athanase aus Ruanda hat einen Friseursalon. Das Besondere daran? 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