{"id":3132,"date":"2006-12-05T23:39:26","date_gmt":"2006-12-05T23:39:26","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3032"},"modified":"2006-12-05T23:39:26","modified_gmt":"2006-12-05T23:39:26","slug":"interregprojekt_verbessert_die_wasserqualitt_der_seen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/interregprojekt_verbessert_die_wasserqualitt_der_seen\/","title":{"rendered":"Interreg-Projekt verbessert die Wasserqualit\u00e4t der Seen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"HLWappen\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HLWappen.jpg\" alt=\"HLWappen\" \/><br \/>\nWichtige Erkenntnis \u00fcber den Zustand des L\u00fcbecker Kr\u00e4henteichs sowie des Blankensees hat das Interreg-Projekt &#8222;Seen &#8211; Juwelen der Landschaft&#8220; gebracht. Die Untersuchungen der beiden Seen fand im Rahmen eines EU-finanzierten und grenz\u00fcberschreitenden deutsch-d\u00e4nischen Umweltprojekt statt, das mit einem Symposium im L\u00fcbecker Rathaus am 5. und 6. Dezember 2006 abgeschlossen wurde. Auf d\u00e4nischer Seite wurde der Glums\u00f8 in der Kommune &#8222;Storstr\u00f8ms Amt&#8220; in die Untersuchungen einbezogen.<!--more-->Ziel der L\u00fcbecker Umweltschutzbeh\u00f6rde war es dabei, Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge zur Verbesserung der Qualit\u00e4t von Blankensee, Kr\u00e4hen- und M\u00fchlenteich zu erarbeiten. Ein Jahr lang haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung und externe Spezialisten die See\u00f6kosysteme erfasst und die Ergebnisse ausgewertet. Grundlage hierf\u00fcr war ein in D\u00e4nemark entwickeltes standardisiertes Monitoring-Verfahren f\u00fcr Seen, das in L\u00fcbeck an die regionalen Besonderheiten angepasst wurde. Im folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse f\u00fcr L\u00fcbeck zusammengefasst.<\/p>\n<p>Biologie und Chemie<br \/>\nGemeinsam ist den Seen die gro\u00dfe N\u00e4hrstofffracht, hohen Chlorophyllwerte und besonders im Sommer niedrigen Sichttiefen. <br \/>\nDer Blankensee ist im Fr\u00fchjahr sehr klar und weist eine ausgepr\u00e4gte Unterwasservegetation auf. Im Fr\u00fchsommer tr\u00fcbt das Wasser ein, weil gro\u00dfe Mengen an N\u00e4hrstoffen den Algen als Nahrung zur Verf\u00fcgung stehen. Ebenso fallen Filtrierer wie zum Beispiel der Wasserfloh dem gro\u00dfen Jungfischbestand an Barschen und Wei\u00dffischen zum Opfer und k\u00f6nnen die pflanzliche Planktonmasse nicht mehr ausreichend dezimieren. Folge davon ist ein algendominierter See. Die absterbende Vegetation sinkt anschlie\u00dfend zu Boden, verbraucht Sauerstoff und f\u00fchrt dazu, dass die bodennahen Bereiche nahezu sauerstofffrei werden. Dies wiederum f\u00fchrt zur Bildung von Faulschl\u00e4mmen am Seegrund und zu einer verst\u00e4rkten R\u00fcckl\u00f6sung von Phosphat aus dem Sediment, was seinerseits den bereits beschriebenen Vorgang zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt. Durch diese Prozesse wird der See alkalischer, was zu einer Zunahme des fischtoxischen Ammoniaks f\u00fchrt. Eine N\u00e4hrstoffelimination, vor allem von Phosphor, w\u00e4re f\u00fcr den Blankensee eine gro\u00dfe Hilfe.<\/p>\n<p>Die schmalen Flachwasserzonen des Kr\u00e4hen- und M\u00fchlenteichs sind aufgrund von Spundw\u00e4nden und Befestigungen als Standorte f\u00fcr Wasserpflanzen nicht geeignet. Durch die sommerliche Tr\u00fcbung des Wassers sind auch tiefere Standorte der Seen weitgehend vegetationsfrei. Den Fischen fehlen die Krautzonen, in denen sie ablaichen k\u00f6nnen. Die Errichtung von Flachwasserzonen und Unterst\u00e4nden als Lebensraum k\u00f6nnte helfen, Wasserpflanzen anzusiedeln, den Raubfischbestand zu vergr\u00f6\u00dfern um so den Wei\u00dffischbestand zu dezimieren und die Algendominanz zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Bakteriologie<br \/>\nDie Untersuchungen haben gezeigt, dass der Kr\u00e4henteich bei Regenereignissen lokal bakteriellen Belastungen ausgesetzt ist. Da im Kr\u00e4henteich eine Badestelle betrieben wird, ist diese Feststellung von hoher Bedeutung. Einige Ursachen f\u00fcr die Belastungen wurden ermittelt und Verbesserungsma\u00dfnahmen vorgeschlagen. Es muss nun gepr\u00fcft werden, wie die Ma\u00dfnahmen umgesetzt und eventuell weitere Ursachen ausfindig gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hydraulik<br \/>\nF\u00fcr den Kr\u00e4hen- und M\u00fchlenteich wurde ein mathematisches Str\u00f6mungsmodell erstellt, mit dem es m\u00f6glich ist, die Natur im Computer abzubilden. Grundlage f\u00fcr die Modellierung war die Ermittlung des Ist-Zustands der Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse. Auf der Basis dieser Erkenntnisse konnte zum Beispiel die Effektivit\u00e4t einer str\u00f6mungslenkenden Ma\u00dfnahme im Gew\u00e4sser simuliert werden, die zu einer Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t im Badestellenbereich f\u00fchren soll.<br \/>\nSanierung in D\u00e4nemark<br \/>\nDer Glums\u00f8 See in der Region Storstr\u00f8m Amt hat seit vielen Jahren Probleme mit einem zu hohen N\u00e4hrstoffgehalt, was insbesondere im Sommer an gr\u00fcnem und tr\u00fcbem Wasser augenscheinlich wird. Um die Qualit\u00e4t des Seewassers zu verbessern, hat die d\u00e4nische Wasserbeh\u00f6rde den rund 250 Meter mal 1000 Meter gro\u00dfen Flachsee in der Vergangenheit einem ausf\u00fchrlichen Monitoring-Programm sowie Ma\u00dfnahmen zur Verringerung des N\u00e4hrstoffeintrages unterzogen. Mit den Mitteln des Interreg-Projektes konnte nun die zu hohe Phosphor-Konzentration durch eine Aluminium-F\u00e4llung reduziert werden.<br \/>\nWeitere Informationen im Internet unter http:\/\/www.lake-jewel.net<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtige Erkenntnis \u00fcber den Zustand des L\u00fcbecker Kr\u00e4henteichs sowie des Blankensees hat das Interreg-Projekt &#8222;Seen &#8211; Juwelen der Landschaft&#8220; gebracht.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-3132","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lubeck-lupe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3132\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}